Sweet friends award
Ein Award! Obwohl ich mit sowas quasi täglich überhäuft werde, freue ich mich umso mehr, weil diese Ehrung von zwei meiner Lieblingsblogs (oder besser: Lieblingsblogger) von Schildmaid und Raven synchron auf mich einprasselte. Und ich soll einfach nur sagen, was mich glücklich macht. Wenn das nur so einfach wäre! Ich könnte nun alte Geburtstagkarten rauskramen um zu schauen, ob die Wünsche zum Glück eingetreten sind, aber "Glück" ist ein großes Wort. Ich probiere es mal:
- Lieben: Sich hinzugeben ohne Kalkül und Gegenleistung macht mich frei und gibt mir Sinn.
- Geliebt werden: Nein, keine Anerkennung, Bewunderung oder Abhängigkeit, sondern das tiefe Gefühl, inneren Rückhalt zu haben.
- Familie: Hat viel mit den ersten beiden Punkten zu tun.
- Horizonte: Ich will ihn sehen und/oder ihn erweitern, je nach Lage. Nebelige Enge erdrückt mich.
- Welten erfinden: Tja, dieses Blog zeigt es ja. Wenn möglich in allen kreativen Facetten, die ich etwas bedienen kann: Geschichten, Musik, Bilder. Eine Flucht? Nein, eher eine große Spielwiese.
- Unterschiede: Ich muss den Unterschied zum Glück fühlen. Hoffentlich nur kurz, aber immer wenn ich in Kontakt mit Kummer in welcher Form auch immer komme, lerne ich mein Glück danach mehr schätzen.
- Nicht denken: Ach, ist es befreiend, wenn ich mal jede verkopfte Strategie ohne Rücksicht auf Konsequenzen links liegen lasse.
- Genuss: Und mit Genuss meine ich Genuss und nicht Konsum. Je puristischer der Anlass und je selbst erarbeiteter umso nachhaltiger. Ob kulinarisch, optisch, akkustisch oder einfach situativ.
- Schottland: Das Land, in dem ich Landschaft mit allen Sinnen fühle.
- Diverses: Alles, was geheim ist, was ich vergessen habe und alle Inseln und Brücken, die mich abends mit Lächeln einschlafen lassen.
Ups. Klingt das jetzt schmalzig? Egal, ich sag’ ja, dass "Glück" ein großes Wort ist.
Und jetzt soll ich noch 10 "meiner" Blogs weiterreichen. Ich gebe jedoch zu, dass die meisten schon irgendwo genannt wurden und ich zur Zeit von einem zum nächsten hüpfe und meistens dort hängenbleibe, wo ich mich auch irgendwie "freundschaftlich" wohl fühle. Und die wissen das auch. Mein Feedreader liegt zur Zeit brach. Deshalb bitte um Nachsicht.
2 comments Februar 8
Projekt 52: Die Farbe Grün
Hotz, der Hirschhase ist ein Meister der Tarnung. Blitzschnell kann er die Farbe seiner Umgebung annehmen, um Abtrünnigen in seinem Herrschaftsgebiet von Park und Wald aufzulauern und sie zur Rechenschaft zu ziehen. Hier auf dem Bild hat der Frosch keine Chance mehr zu entkommen und muss alle Seerosen wieder sorgsam in eine Reihe schieben, denn im Park muss alles seine Ordnung haben. Hotz macht sich einfach grün…
…Ach, ich kann’s nicht. Hotz forderte mich auf, doch mal endlich mal seinem "Status als König des Waldes gerecht zu werden", und was Positives über ihn zu schreiben. Sonst überlegt er, das Projekt 52 zu boykottieren. Aber es geht einfach nicht. Alles gelogen. Hotz kann gar nicht schwimmen und die letzte Begegnung mit Fröschen endete in einem Schlammbad. Für ihn. Da war er auch ein bisschen grün, sonst aber nicht. Das ist alles hier nur ein schnöder Bildbearbeitungstrick. Ich gebe es zu. Sorry für die hinterlistige Täuschung!
13 comments Januar 31
Ein Schrank Möhrensaft
Da ist es wieder! Das Ding ist wieder bei uns und leider wieder länger als geplant.
Aber kurz zur Erinnerung: Das Ding war lange Zeit unser Außerirdischer im Park. Vielleicht eher Außerirdisches, denn bis heute reagiert es äußerst gereizt auf die Zuweisung eines Geschlechtes. Und wenn das Ding gereizt ist, macht es schnell aus einer Mücke auch mal einen Elefanten… oder Hubschrauber (Video). Es stürzte bei uns im Park mit seiner Rakete ab, die Manfriss, unser bauchgesteuerter Metallfresser, auch prompt als Zwischenmahlzeit entdeckte. Das gab Ärger! Es dauerte Monate, bis wir die intergalaktische Taxirufnummer herausfanden. Vorsichtshalber wurde diesmal eine Plastikrakete vom Heimatplaneten ein paar Stationen hinter dem großen scharzen Loch in der Fffft7-Galaxie geschickt, um Manfriss’ Appetit zu zügeln. Leider ohne ausreichend Benzin. Manfriss gab sich zur Wiedergutmachung zwar alle Mühe, Benzinkanister zu besorgen, verspeiste diese aber auf dem Weg als gefüllte Pralinen. Ist ja auch lecker! Bis der Tank voll war, vergingen weitere Monate. Zu allem Unglück konnte die Rakete nur geradeaus fliegen, dass zum geplanten Abflugtermin die Sonne im Weg war (hier mit Skizze). Irgendwann winkten wir dem Ding aber mit Tränen in den Augen und geblümten Taschentuch hinterher…
So , und jetzt ist es zu unserer Freude wieder zu Besuch und hat sogar vorgesorgt: Die Rakete ist aus Glas und fliegt mit Möhrensaft (Man könnte fast eine überdimensionierte Flasche Möhrensaft vermuten, wenn auf der Rakete nicht dieses kryptische “ACE+” stände. Was immer das heißen mag). Jedenfalls ist beides völlig ungenießbar für Manfriss (für Jan und mich übrigens auch, vor allem der Möhrensaft). Und da das Ding ja wusste, dass es auf der Erde Möhrensaft gibt, fragte es uns im unverkennbaren -und völlig unverständlichen- Ultraschall-Dialekt nach einer Tankstelle für den Rückflug. Als wir nachhakten, wieviel Möhrensaft denn so eine Rakete pro Lichtjahr benötigt, wies es auf Jans Kleiderschrank. “Ups!”, dachte Jan und ich dachte fast gleichzeitig: “Ups!” Einen Schrank Möhrensaft hatten wir bisher beim Supermarkt unseres Vertrauens noch nicht gesichtet, auch nicht bei Obi. Also stehen wir wieder vor einem großen Problem, während das Ding sehnsüchtig sein Sonnensystem beäugt, das es zufällig in Jans fluoreszierenden Deckenhimmel entdeckt hatte. Es meint sogar, den Heimatplaneten neben seinem Sonnenstern ausfindig gemacht zu haben. Wir glauben jedoch eher an die Überreste einer Mücke.
2 comments Januar 28
Ist doch kein Wunder
Die traurige Wahrheit zu Wundern ist, dass die Wahrscheinlichkeit, dass eines eintritt proportional zu der Anzahl der Betroffenen steigt.
(Das Beben in Haiti belegt diese These leider auf tragische Weise, wo heute nach 15 Tagen unter Schutt wieder ein Teenager gerettet wurde.)
Add comment Januar 28
Wunschperspektive
Wenn man sich nichts wünscht, außer nichts verlieren zu wollen, was man sich zuvor sehnlichst gewünscht hat, ist man dann wunschlos glücklich oder wird der Wunsch dann nur durch die Angst ersetzt?
4 comments Januar 26
Projekt 52: Wind und Wetter
Hotz, der Hirschhase, hat bei Regen ein Imageproblem: Seine Ohren verlieren an Spannkraft. Er würde es anders formulieren: Sein Geweih verliert an Spannkraft. Er sprüht sich nicht umsonst literweise Haarspray auf seine Lauscher. Ob diese brettharten Löffel nun wirklich als Geweih gelten, ist im Wald umstritten. Eigentlich beeindruckt das selbst die Borkenkäfer nicht, geschweige denn die Hirsche, die überhaupt kein Haarspray benötigen. Hotz meint aber, dass er sich durch diese Bretter am Hinterkopf den nötigen Respekt als König des Waldes verschafft. Na ja, nennen wir es mal eher “Aufmerksamkeit verschafft”, oder gelten Einbuddeln und Totlachen noch im weitesten Sinne als Respekt?
Jedenfalls schlabbern seine Ohren bei Wind und Wetter (passend zum Motto des Projekt 52) ziemlich seitlich. Gegen Regen kommt sein Haarspray nicht an. Er konnte uns dazu überreden, ihm ein Regencape für seine Ohren zu designen, ohne seine Pracht unter einer Plastiktüte verhüllen zu müssen. (Diese Variante hatte definitv für Irritationen im Wald gesorgt. Tagelang wurde im Park und Wald gerätselt, wer denn dieser Aldi ist, der durch den Wald geistert und gegen jeden Baum donnert.)
Wir finden, unsere Lösung ist modisch, körperbetont und sehr wirksam gegen Regen. Nur hören kann er jetzt nichts mehr.
16 comments Januar 24
Der Witz der Wochenmitte
Stehen ein Schaf und ein Rasenmäher auf der Wiese. Sagt das Schaf: “Mäh!” Sagt der Rasenmäher: “Kapier’ ich nicht!”
5 comments Januar 19
Projekt 52: Freundschaft
Sing Lang, die Pekingente, ist Hotz’ Freund. Weil sie so gut verlieren kann. Hotz meint zwar, als König des Waldes ist man immer allein und hat keine Freunde und das stimmt sogar. Aber das hat andere Gründe. Zum Beispiel, dass Hotz Freundschaft sehr einseitig definiert, wenn er irgendeinen Vorteil daraus ziehen kann. Beim Kniffel spielen hatte Hotz jedoch keinen Vorteil, was Sing Lang mit einem fünfachen Fünfer eindrucksvoll bewies. Sie nahm Hotz seine impulsive Art jedoch nicht krumm.
Hotz ändert extra für das Projekt 52 die Regeln:

(Weitere Bilder zu Hotz, dem Hirschhasen, hier)
15 comments Januar 17
Projekt 52: Zahlen
Hotz, der Hirschhase, hat ein eigenes Zahlenverständnis. Eigentlich kann er gar nicht zählen. Aber was zu viel ist, ist zu viel. Vor allem bei anderen. Hier versucht er Finkel (unsere Ente, die denkt, sie wäre ein Buchfink) zu überzeugen, dass Finkels Nuss ja viel größer ist als seine kleinste. Hat er ja auch irgendwie recht. Finkel hat diese Logik auch sofort akzeptiert. Ohne Zählen.
7:1 für Hotz im Projekt 52:

6 comments Januar 17
Projekt 52: Hallo Welt
Es war ein hartes Stück Arbeit, Hotz zu überzeugen, als Maskottchen des Projekts 52 mitzumachen. Kein Wunder, denn anstatt eines Maskottchens fühlt er sich als König des Waldes. Mit dieser Einschätzung steht er zwar ziemlich allein und die Hirsche als rechtmäßige Herrscher buddeln ihn auch regelmäßig im Laub ein, aber was hilft es. Er ist eigentlich ein Hase, aber um sich mehr Respekt zu verschaffen, hat er seine Ohren mit Haarspray eingesprüht, um mit diesem Geweihimitat als Hirschhase durchzugehen. (Treue Leser kennen den durchgeknallten Typen schon länger. Er war aber nicht immer durchgeknallt. Das hat eine tragische Vorgeschichte.).
Letztendlich konnte ich ihn mit handfesten Argumenten zum Mitmachen bewegen.
Hotz macht mit…oder so ähnlich:

5 comments Januar 17
Major Heckenried sieht rot
Einen Mückenschwarm zu bändigen, gleicht einer Sisyphosarbeit. In lauen Sommernächsten verzweifle ich schon an einem Exemplar. Donky, unser Erpel, hat sich jedoch zum Ziel gesetzt, eine Volkszählung der Sippe im Park durchzuführen, um die Chancen der Parkpartei bei der Parkwahl zu verbessern. Quasi so eine Art Marktforschung. Und da er vom Gefühl her mit den Mücken ausreichend Wählerstimmen für eine knappe Regierungsmehrheit vermutet, ohne sich um den restlichen Pöbel zu kümmern (Schnecken und Eichhörnchen zum Beispiel), möchte er schon mal eine gezieltere Prognose wagen. Dumm nur, dass das Interesse, durchgezählt zu werden, äußerst begrenzt ist und Mücken auch noch auf der Nahrungsliste der Ente stehen. Zu allem Übel begrüßte er bei der letzten Wahlkampfrede die anwesenden Insekten mit “Liebes Futter”. So ist die Bereitschaft zur Kooperation gering.
Zumindest das 1. Parkbataillon machte aber mit. Zwar erst, nachdem er ihnen für den Sommer einen allabendlichen Report halbgeöffneter Terrassentüren der umliegenden Häuser versprach, aber immerhin: Major Heckenried gab sein OK. Major Heckenried trägt das Oberkommando über das erste Parkbataillon. Die Truppe macht zwar, was sie will, da aber Major Heckenried einen guten Riecher für offen liegende Ohrläppchen und Gesäßmuskel hat, bleibt der quirlige Haufen bei ihm in der Nähe.

Major Heckenried sieht rot
So versammelten sich gestern die surrenden Biester um Donkys Baum zum Durchzählen. “Alle in eine Reihe!”, rief Donky. (weiterlesen…)
3 comments Januar 13
Die ideale Wiedergeburt
Wie ein Adler über den Wolken schweben. Ohne Grenzen, nur der Schrei der Freiheit hallt durch die Lüfte. Adler werden bevorzugt als geeignetes Tier für eine wunschgemäße Wiedergeburt genannt. Dazu noch einen gewissen Herrschaftsanpruch und möglichst weit oben in der Nahrungskette. Das ging auch an mir lange nicht vorbei. Ja, ein Adler wollte ich lange Zeit nach meinem Tod sein. Jetzt mal unabhängig davon, ob der Wunsch realistisch ist und ob ich doch eher extrem weit unten in der Hierarchie sogar Pflanzen mit Mineralien versorge, konnte ich mich mit dem Gedanken gut anfreunden. Zumal ich zur der Zeit nicht fliegen konnte.
Inzwischen ist mir aber bewusst, dass so ein Adler auch nichts zu lachen hat. Erstens fliegt er da ziemlich einsam ohne Unterhaltung durch die Gegend und viel von der kilometerweiten Bergsicht hat er auch nicht, da er viel zu konzentriert auf süße Kaninchen oder ähnliche Leckereien achtet. Und das nur, weil er einen Mordskohldampf hat. Nichts mit Segelidylle. Dazu muss man satt sein. Zu allem Überfluss noch der windige Horst in eisiger Kälte. Nein, der Adler hat seine Premiumstellung für das Leben danach mit dieser nüchternen Einschätzung eingebüßt.
Aber apropos Kaninchen. Die schnucklige Alternative zum Adler. Aber wo? Freie Wildbahn? Also als Fluchttier lebt man in ständiger Angst vor unkalkulierbaren Übergriffen. Und selbst im Stall als Streicheltier wäre man der Willkür rabiater Vorschulkinder ausgesetzt, die einen immer zum ungünstigsten Zeitpunkt wahlweise von Salatblatt oder Hinterteil der Mitbewohnerin entreißen. Nach den Kindern kommt direkt der Koch als Horrorherrchen. Keine Chance! Und nun? (weiterlesen…)
6 comments Januar 11
Die gemeine Küchenschabe
Ist jemanden zufällig auch entgangen, dass eine Küchenschabe mit 150 cm/s (5,4 km/h) als schnellstes krabbelndes Insekt gilt? Aber nur die orientalische Küchenschabe (auch gemeine Küchenschabe genannt und quasi ein Global Player). Die deutsche Küchenschabe schafft zwar “nur” 29 cm/s, aber nur 0,5 mm reichen ihr aus, um sich durch die engsten Lücken durchzuquetschen. Das sollte jeder Interessierte wissen. Und wer das tiefere Wesen einer Kakerlake erfahren will, sollte sich damit auseinandersetzen, dass diese erst ab 20 Grad richtig aufblühen und unter 10 Grad nur lethargische Memmen sind.
Das ist alles ein großes Problem! Denn wer denkt, dass zu einem Kinderbuch für Erwachsene über durchgeknallte Parkbewohner keine Recherche notwendig ist, sei gesagt: Diese Erkenntnise über Küchenschaben stellen mich vor eine große Herausforderung. Dass eine Ente Allesfresser ist, gehört zur Allgemeinbildung. Das kommt Donkys Vorliebe für Lammkoteletts auch sehr zugute. Auch, dass Wellensittiche im Vergleich zu Halsbandsittichen mit Migrationshintergrund kälteempfindlich sind, konnte ich ohne Tierversuch ermitteln. Aber, dass eine Küchenschabe sooo schnell ist? Und soooo dünn? Wer soll das denn wissen? OK, dass die Viecher 9 Tage lang ohne Kopf rumlaufen und 40 Minuten die Luft anhalten können, hätte ich ja verkraften können, aber ihre Flinkheit stellt die Glaubwürdigkeit meines Plots zum Kapitel ”Flucht aus dem Paradies” ernsthaft in Frage.
Aber von vorn: (weiterlesen…)
10 comments Januar 7
LDUNGEN+KURZMELDUNGEN+KURZME
Vorsatz: Dieses Jahr kein Baum für 40 €+++Kolumbi, der Holzwurm, steht unter Strom+++Hotz, der Hirschhase, spendet einen Weihnachtsbaum für die Bande im Park+++Donky, der Erpel, feiert am Donnerstag eine Geburtstagsparty +++Kolumbi hat aus Versehen in die Lichterkette gebissen+++Igitte, die 5-beinige Spinne, kann nicht schlafen+++40 € für einen Baum bezahlt+++Manfriss, der Metallfresser, mag Lametta+++Hotz’ Weihnachtsbaum ist eine Buche+++Donky feiert Jesus’ Geburtstagyparty+++Für 40 € wissen wir noch nicht einmal, wie unser Baum aussieht (noch frostverformt)+++Manfriss mag doch kein Lametta+++Igitte übt die ganze Nacht für die Neujahrsansprache+++Donky kennt Jesus nur flüchtig+++Es ist nicht alles Gold, was glänzt+++Die Buche steht seit 20 Jahren im Park+++Heute abend weiß ich, ob unser Baum 40 € wert ist+++Jesus ist ein Kaninchen+++Lametta glänzt+++Erholsame Weihnachtstage!
11 comments Dezember 22
Trockenes Wasser
Für Qualo, die Trockenqualle, ist das Leben digital. Das konnte man ja schon in der unglaublichen Dokumentation im Heizungskeller sehen. Es gibt "Trocken" und "Nass". "Trocken" ist gut, "Nass" ist böse. Wobei La Ola, die Welle, die Qualo mit einem Springbrunnen verwechselt, gar nicht böse ist, sondern nur unglücklich in den falschen Kerl verliebt (siehe Video). "Verliebt" steht jedoch nicht in Qualos Wertesystem und wenn dann nur ziemlich weit bei "nass".
So überrascht es nicht, dass Qualo Regen meidet. Regen ist nämlich "nass". Können wir bestätigen. Bis zum Sonntag, als Qualo bei uns aufschlug und uns mit den paar Brocken Deutsch, die er bis jetzt aufgeschnappt hat, mit einer ganz neuen Definition des Klimawandels überraschte:
- Qualo: "Regen trocken!"
- Jan: "Nein, Regen ist nass."
- Qualo: "Nein, Regen von Himmel nach unten: Trocken!"
- Jan: "Nein, Regen ist nass!"
- Qualo: "Und Regen weiß!"
- Jan: "Ach so, du meinst Schnee. Schnee ist gefrorenes Wasser."
- Qualo: "Nein, Wasser nass."
- Jan: "Ja, aber erst wenn es taut."
- Qualo: "Nein, Wasser nicht laut"
- Jan: "Ich meine, erst die Sonne macht den Schnee nass."
- Qualo: "Sonne nass?"
- Jan: "Nein, die Sonne macht den Schnee nur nass."
- Qualo: "Sonne regnet!"
4 comments Dezember 21
Klimagipfel gescheitert!
… egal wie das in Kopenhagen diese Nacht ausgeht.
Aber bevor wir jetzt alle in Wehklagen einstimmen, dass die Politiker es wieder nicht hinkriegen, die Chinesen so furchtbar skrupellos sind und Obama nur ein Schwätzer ist, der kurze Hinweis: (weiterlesen…)
6 comments Dezember 18
Wichtige Botschaft!!!
BITTE UNBEDINGT LESEN !!!
In der Weihnachtsbäckerei
gibt es manche Leckerei
Zwischen Mehl und Milch
macht so mancher Knilch
eine riesengroße Kleckerei.*
(* nach einer Woche Üben für das Weihnachtsschulmusical der vierten Klassen musste das wirklich mal gesagt werden.)
* ** * * * * * * * * *
4 comments Dezember 17
Das wunderbare Weihnachtsbuch
Anton klopfte sich den Schnee von der Jacke. „Schau mal, was ich gefunden habe“, rief er und warf die Tür hinter sich ins Schloss. Ferdi blickte erstaunt auf das Buch, das ihm Anton entgegenstreckte. „Das große Weihnachtsbuch“, las Ferdi langsam mit geneigtem Kopf vor und zog die Augenbrauen hoch. „Was ist denn das?“ – „Ich weiß es nicht. Es lag auf einem Baumstumpf mitten im Wald und fiel mir sofort ins Auge. Kein Mensch weit und breit. Nur ein paar winzige Fußstapfen führten vom Buch in den Wald“, erklärte Anton.
Es war in der Tat ein schönes Buch. Goldene Ornamente verzierten den Buchdeckel, und die geschwungene Schrift war umgeben von fein gezeichneten Tannenzweigen. Ferdi blätterte in dem Buch, während Anton seine Stiefel abstreifte und ihm neugierig über die Schulter lugte. Bastelanleitungen für Christbaumschmuck, Rezepte für Lebkuchen, Noten für Weihnachtslieder und das alles mit vielen bunten Bildern ließen sie staunend auf die Treppe sinken. Nun lebten die beiden Holzfäller schon Jahrzehnte in dem kleinen Haus am großen Wald, aber von Weihnachten hatten sie noch nie etwas gehört. Auch im Dorf ging alles seinen gewohnten Lauf. So saßen sie eine halbe Stunde auf den Stufen und studierten den Fund, bis Ferdi anmerkte: „Wollen wir das mal ausprobieren. Klingt doch ganz nett, oder?“ Anton nickte nur mit dem Kopf und schaute mit offenem Mund den Scherenschnitt eines Engels mit Trompete an.
9 comments Dezember 11







