Posts filed under ‘mit uns’

Kellernostalgie

Was haben wir in Erinnerungen geschwelgt, lagen uns in den Armen oder Beinen, kramten  Bilder aus dem Schuhkarton  und erzählten uns alte Anekdoten.

Einfach herrlich, als Igitte, unsere 5-beinige Spinne, auf dem Bauernhof meiner Schwiegermutter mit Hilfe Dutzender Kellerspinnen einen Eimer (!) Fliegen fing. (Sing Lang, die Pekingente, musste bekehrt werden, nicht auf einen Snack zu ihrem Ex-Koch im Restaurant Lotusgarten zu watscheln. Zu groß war die Gefahr, der Snack zu sein. Also musste eine delikate Gourmet-Alternative her. Was bietet sich da besser an als Fliegenmus?) Es war das einzige Mal, dass jemand auf Igitte hörte (Okay, ein bisschen Bestechung war auch mit im Spiel).

„Ach, Igitte“, sagte ich und wischte mir eine Träne aus den Augen, „dass du trotz deiner fünf Beine mal zu was nutze bist außer zum Topflappen weben!“. Man muss wissen, dass wir zu Hause in jeder Ecke Topflappen hängen haben, weil die Amputation Igitte etwas destabilisert für filigrane Netze. Seitdem kochen wir sogar zum Frühstück Kartoffeln mit Schinken-Sahne-Soße , um ihr etwas Selbstwertgefühl zu geben. Wir haben inzwischen neben Frühstückskochlappen auch Eierkochlappen, Pfannenkochlappen, Linkshänderkochlappen, Ganzkörperkochlappen, Kochlappen für Lachsschnittchen und „Kochlappen“ für danach (Klopapier brauchen wir nämlich auch nicht mehr).

„Das war nicht einfach, die anderen zu überzeugen, was Igitte?“ Ich zeigte ihr das Bild von der kleinen Werkstatt neben der Dehle. „Ja, ja, die waren sowas von sauer.“ Igitte kicherte. „Immer wurde an ihren Netzen gezottelt. Die kamen ja zu nichts. Aber ich habe das ja geregelt.“ Na ja, der Preis war schon hoch: Hinter Igittes Rücken vereinbarte ich mit meinem Schwager, dass ich später das Wohnzimmer tapeziere. Habe ich zwar nicht, aber er ließ  für eine Woche Fahrrad und Werkzeug, wo es war. Daran ließ sich im wahrsten Sinne besser anknüpfen. Ein guter Deal, dachten sich die heimischen Kellerspinnen und gönnten uns eine Handvoll Schnaken (Ein bisschen faserig).

Fahrradkeller

„Du bist schon eine tolle Spinne“, meinte ich mit großen Augen und nickte eifrig. „Guck mal, ich habe noch ein paar andere Bilder: Den Dachboden, wo die leckeren Obstfliegen schwirrten, den noch leeren Fliegeneimer, den tragischen Zwischenfall mit der Spinne, die sich aus Versehen selbst fing…“

Als Jan aus dem Nebenzimmer einwarf, dass ich das alles doch nur erzähle, um die alten Fotos wieder im Blog veröffentlichen zu können, weil ich nichts Neues zu bieten habe,  konnte ich Igitte nur noch ein „Stimmt doch gar nicht!“ hinterherrufen. Seitdem ist sie verschwunden und ich habe eine Brandblase, weil sie den bestellten Rückhandschnellkochtopflappen mit Doppelsaum nicht rechtzeitig geliefert hat. Na ja, jetzt sind die Fotos aber nun mal da. Ich zeig‘ sie einfach mal,  bevor ich sie wieder wegpacke. (Klick zur Großansicht)…

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Oktober 23 at 2011 Hinterlasse einen Kommentar

Chinese Domino Day

Sing Lang, unsere Pekingente, ist mit vorweihnachtlichen (Fr)Essgebräuchen jenseits der chinesischen Speisekarte noch nicht so vertraut. Auch Zimtglückskeksadventskalender wie in ihrem Exdominizil des Restaurants „Lotusgarten“ sind bei uns zu Hause noch nicht eingeführt.

  • Jan: „Nimm dir doch auch einen Dominostein!“
  • Sing Lang: „Was?“
  • Jan: „Diese Schokowürfel hier heißen so. Lecker!“
  • Sing Lang: „Würfel haben Punkte!“
  • Jan: „Der ist zum Essen, der braucht keine Punkte.“
  • Sing Lang: „Ihr esst Würfel?“
  • Jan: „Nur die, mit denen man nicht spielt.“
  • Sing Lang: „Und wenn ihr nicht spielt, esst Ihr die Würfel auf??“
  • Jan: „Der hat doch gar keine Punkte zum Spielen!“
  • Sing Lang: „Und wo sind die Punkte jetzt?“
  • Jan: „Och, Sing Lang, das ist ein Dominostein zum Essen. Basta.“
  • Sing Lang: „In Ordnung, Würfel sind in Wirklichkeit gar keine Würfel, sondern Dominosteine.“
  • Jan: „Moment, Moment! Dominosteine zum Spielen haben Punkte wie Würfel, sind aber keine Würfel. Dominosteine zum Essen sind Würfel ohne Punkte“
  • Sing Lang „?“
  • Jan: „Moment!“
  • Sing Lang „-„
  • Jan: „Guck hier, das ist eine Dominostein zum Spielen mit Punkten!Hier zwei, da fünf“
  • Sing Lang: „Aha! Und Punkte schmecken nicht!“
  • Jan: „Äh, keine Ahnung!“
  • Sing Lang: „Im Lotusgarten gab es nie Punkte zu essen.Kann man die nicht abmachen?“
  • Jan: „Der ganze Dominostein schmeckt nicht!“
  • Sing Lang: „Ohne Punkte schon!“
  • Jan: „Unter den Punkten ist Plastik!“
  • Sing Lang: „Aber Dominosteine sind eine chinesische Spezialität!“
  • Jan: „?“
  • Sing Lang: „Guck hier: ‚Made in China‘!“

Dezember 6 at 2010 Hinterlasse einen Kommentar

Imaginärer Placebo

Verdammt, Donky hat einen Drehwurm. Teilte er uns gestern zunächst freudig mit. Leider haben wir ihm gesagt, dass so ein Drehwurm ganz schön schwindelig machen kann und ihm bestimmt übel ist. Seitdem kotzt er unentwegt in den Teich. Was den Kröten gefällt, finden wir ganz schön ekelig. Nun sahen wir heute, dass der Drehwurm extrem einem Telefonkabel ähnelt, vor allem, weil noch ein Hörer dranhängt. Aber da gab es kein Zurück. Donky ist speiübel.

Wir zeigten ihm, was man mit einem Hörer so anstellen kann. Telefonieren, zum Beispiel, drehfrei. Das überzeugte ihn aber nicht, da niemand ranging. Wir zogen Kolumbi zu Rate, seines Zeichens anerkannter Holzwurm und Experte. Als er jedoch Donky und das Telefonkabel sah, musste er gleich mit aufstoßen und schredderte erstmal ein Gramm Sägespäne aus. Das bestätigte Donky noch mehr.

Es wird noch schlimmer: Ich versuchte ihm zu erklären, dass dieser Drehwurm so eine Art imaginärer Placebo ist, nur andersrum irgendwie. Und so sehr mich dieser Vergleich auch selbst verwirrt, so Donky natürlich umso mehr. Seit dem schimpft ununterbrochen mit dem Placebo, dass selbst Amseln seinen Baum meiden aus Angst vor Übergriffen. Der Placebo solle sich gefälligst vom Acker machen und den Drehwurm mit dem Hörer mitnehmen. Bis jetzt bleibt der Placebo jedoch hartnäckig und dazu noch imaginär neben ihm sitzen. Zumindest klopft er Donky beim Kotzen auf den Rücken.

September 15 at 2010 3 Kommentare

Manfriss mag Fahrräder

  • Manfriss, der Metallfresser: Leckaaaa! Ich habe gerade eine Mutter gegessen!
  • Jan (9): Oh nein, das darfst du nicht!
  • Manfriss: Zuerst dachte ich auch, jetzt ist die Schraube ganz alleine, wie traurig. Dann hatte ich sie aber einfach aufgegessen. Nett, nicht?
  • Jan: Puh, ich dachte schon! Aber kannst du nicht mal was Gesundes essen?
  • Manfriss: Du meinst, mal was Leichtes?
  • Jan: Hmmm!
  • Manfriss: Eine Alufelge vielleicht?
  • Jan: Nein, ich dachte eher an einen Gemüseeintopf.
  • Manfriss: Gute Idee, habe ich schon mal probiert.
  • Jan: Und?
  • Manfriss: Der Inhalt war ekelig. Habe ich vorher ausgekippt. Aber die Schale war lecker!
  • Jan: Man, du machst alles kaputt!
  • Manfriss: Nein, ich schlucke es ganz runter. Nur beim Fahhrad vorhin habe ich als erstes die Kette abgeknabbert. *Sabber*
  • Jan: Du hast ein Fahrrad gegessen?? Aber das gehört doch jemanden!!
  • Manfriss: Stand nur rum!
  • Jan: Ja, aber später vielleicht!!
  • Manfriss: Außerdem waren genug da.
  • Jan: Wo?
  • Manfriss: An der Schule. Sogar abgeschlossen. Kann ja niemand mit fahren.
  • Jan: An der Schule? Die Kinder fahren da morgens hin und mittags wieder nach Hause. Die brauchen das dann. Menno!
  • Manfriss: Ist doch kein Problem. Ich fresse es ja nur vormittags.
  • Jan: …?

April 30 at 2010 3 Kommentare

Wurm-Express

Kolumbi ist im Park ein viel gefragter Holzwurm. Nicht, dass er vermisst wird. Im Gegenteil: Er wird einfach oft gefragt: "Wer bist du denn überhaupt?" Und meist schon das 1000. Mal, also ganz schön viel, weil Kolumbi anschließend sofort in den Niederungen des Großhirns der fragenden Parkbewohner verschwindet. Die meisten besitzen noch nicht mal ein Großhirn, womit Kolumbi quasi direkt wieder als verlorene Erinnerung aus dem Kopf raustropft. Er wird noch nicht einmal von Amseln wahrgenommen, die wütend nach Regenwürmern stochern, während Kolumbi sich auf einem nahegelegenen Maulwurfshügel sonnt. "Hey, nehmt doch mich! Nur eiiinmal", hatte er vor ein paar Tagen gerufen. Ja, nur einmal im Mittelpunkt stehen, egal um welchen Preis! Das wäre was. Ging gerade noch mal gut. Sie hatten ihn nicht gehört.

So einfach geht das aber nicht. Dazu muss er jedoch zumindest mal rechtzeitig da sein. Erst letzte Woche hatte er Donkys Geburtstagsparty um zwei Tage verpasst und mümmelte nur noch die übrig gebliebenen Krümel. Zum Glück feiert Donky nächste Woche wieder Geburtstag. Kolumbi macht sich heute schon mal auf den Weg. So ein Holzwurm ist nämlich langsamer als man denkt, erst recht, wenn er  Schnecken als Taxi  nutzt, die in die Gegenrichtung kriechen.

So haben wir ihm ein neues Vehikel gebaut, dass in in Null Komma Nichts zum Ort seiner Wahl bringt. Vorausgesetzt, man wählt die richtige Dosierung. Das ging beim ersten Versuch schief, als Kolumbi durch Donkys übereifrigen Einsatz (Sprung vom Baum) in der Regenrinne landete. War zumindest eine prima Wildwasserrutschpartie anschließend.  Wir haben jedoch an alles gedacht: Wurmergonomische Beschleunigungsschale, hochempfindliches Drehlager, watscheltauglicher Trethebel, Notrutsche.

März 2 at 2010 Hinterlasse einen Kommentar

Ein Schrank Möhrensaft

Da ist es wieder! Das Ding ist wieder bei uns und leider wieder länger als geplant.

Plastik ist sicher!

Aber kurz zur Erinnerung: Das Ding war lange Zeit unser Außerirdischer im Park. Vielleicht eher Außerirdisches, denn bis heute reagiert es äußerst gereizt auf die Zuweisung eines Geschlechtes. Und wenn das Ding gereizt ist, macht es schnell aus einer Mücke auch mal einen Elefanten… oder Hubschrauber (Video). Es stürzte bei uns im Park mit seiner Rakete ab, die Manfriss, unser bauchgesteuerter Metallfresser, auch prompt als Zwischenmahlzeit entdeckte. Das gab Ärger! Es dauerte Monate, bis wir die intergalaktische Taxirufnummer herausfanden. Vorsichtshalber wurde diesmal eine Plastikrakete vom Heimatplaneten ein paar Stationen hinter dem großen scharzen Loch in der Fffft7-Galaxie geschickt, um Manfriss‘ Appetit zu zügeln. Leider ohne ausreichend Benzin. Manfriss gab sich zur Wiedergutmachung zwar alle Mühe, Benzinkanister zu besorgen, verspeiste diese aber auf dem Weg als gefüllte Pralinen. Ist ja auch lecker! Bis der Tank voll war, vergingen weitere Monate. Zu allem Unglück konnte die Rakete nur geradeaus fliegen, dass zum geplanten Abflugtermin die Sonne im Weg war (hier mit Skizze). Irgendwann winkten wir dem Ding aber mit Tränen in den Augen und geblümten Taschentuch hinterher…

So , und jetzt ist es zu unserer Freude wieder zu Besuch und hat sogar vorgesorgt: Die Rakete ist aus Glas und fliegt mit Möhrensaft (Man könnte fast eine überdimensionierte Flasche Möhrensaft vermuten, wenn auf der Rakete nicht dieses kryptische „ACE+“ stände. Was immer das heißen mag). Jedenfalls ist beides völlig ungenießbar für Manfriss (für Jan und mich übrigens auch, vor allem der Möhrensaft). Und da das Ding ja wusste, dass es auf der Erde Möhrensaft gibt, fragte es uns im unverkennbaren -und völlig unverständlichen- Ultraschall-Dialekt nach einer Tankstelle für den Rückflug. Als wir nachhakten, wieviel Möhrensaft denn so eine Rakete pro Lichtjahr benötigt, wies es auf Jans Kleiderschrank. „Ups!“, dachte Jan und ich dachte fast gleichzeitig: „Ups!“ Einen Schrank Möhrensaft hatten wir bisher beim Supermarkt unseres Vertrauens noch nicht gesichtet, auch nicht bei Obi. Also stehen wir wieder vor einem großen Problem, während das Ding sehnsüchtig sein Sonnensystem beäugt, das es zufällig in Jans fluoreszierenden Deckenhimmel entdeckt hatte. Es meint sogar, den Heimatplaneten neben seinem Sonnenstern ausfindig gemacht zu haben. Wir glauben jedoch eher an die Überreste einer Mücke.

Das Ding braucht Möhrensaft

Januar 28 at 2010 2 Kommentare

Trockenes Wasser

Für Qualo, die Trockenqualle, ist das Leben digital. Das konnte man ja schon in der unglaublichen Dokumentation im Heizungskeller sehen.  Es gibt "Trocken" und "Nass". "Trocken" ist gut, "Nass" ist böse. Wobei La Ola, die Welle, die Qualo mit einem Springbrunnen verwechselt, gar nicht böse ist, sondern nur unglücklich in den falschen Kerl verliebt (siehe Video). "Verliebt" steht jedoch nicht in Qualos Wertesystem und wenn dann nur ziemlich weit bei "nass".

So überrascht es nicht, dass Qualo Regen meidet. Regen ist nämlich "nass". Können wir bestätigen. Bis zum Sonntag, als Qualo bei uns aufschlug und uns mit den paar Brocken Deutsch, die er bis jetzt aufgeschnappt hat,  mit einer ganz neuen Definition des Klimawandels überraschte:

  • Qualo: "Regen trocken!"
  • Jan: "Nein, Regen ist nass."
  • Qualo: "Nein, Regen von Himmel nach unten: Trocken!"
  • Jan: "Nein, Regen ist nass!"
  • Qualo: "Und Regen weiß!"
  • Jan: "Ach so, du meinst Schnee. Schnee ist gefrorenes Wasser."
  • Qualo: "Nein, Wasser nass."
  • Jan: "Ja, aber erst wenn es taut."
  • Qualo: "Nein, Wasser nicht laut"
  • Jan: "Ich meine, erst die Sonne macht den Schnee nass."
  • Qualo: "Sonne nass?"
  • Jan: "Nein, die Sonne macht den Schnee nur nass."
  • Qualo: "Sonne regnet!"

Dezember 21 at 2009 4 Kommentare

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Kurz und bündig

  • Willkomen in der verrückten Welt von Donky, der Ente, und seinen Freunden!
  • Die meisten Beiträge entstanden aus Handspielen mit meinem Sohn Jan.
  • Hintergründe gibt es hier: Intro
  • Ein Steckbrief des Blogs, Kurzprofile der Figuren und Tipps zur Navigation unter: Neu hier!?
  • Stand der Abenteuer in der Kategorie (Sidebar): Stand der Dinge
  • Die Handfiguren sind im Text mit einem Link hinterlegt. Bei >Click< wird in einem neuen Fenster der Charakter vorgestellt. Alle kompakt unter: Akteure
  • Per Mouse over im Beitrag erhält man eine Kurzbeschreibung der Charaktere im Kästchen.

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