Posts filed under ‘ohne uns’

Marlene

Donky, unsere doch eher gemütliche Ente aus dem Park, wollte mit seinem Bruder Gonky, seines Zeichens weltreisende Flugente, einen Ausflug machen. Nun ja, „Wollen“ ist vielleicht etwas zu weit gegriffen, denn wenn Gonky einen Ausflug plant, kann daraus schnell ein zünftiger Rundkurs werden, zum Beispiel die chinesische Mauer entlang. Deshalb hat er zum Vorschlag Gonkys zu einer Spritztour gen Osten auch seine Bedenken.

  • Donky: „Sieht nach Regen aus!“
  • Gonky: „Ach, das ist doch nur ein reinigendes Gewitter“
  • Donky: „Vielleicht sollte es vorher ein bisschen reinigen, bevor wir losfliegen.“
  • Gonky: „Was hast du gegen Marlene?“
  • Donky: „Marlene?“
  • Gonky: „Ja, da vorne, die Gewitterfront!“
  • Donky: “ Du gibst Wetter Weibchennamen?“
  • Gonky: „Nur Gewittern, der letzte Sandsturm hieß dagegen Friedhelm.“
  • Donky: „Na gut, kannst du Marlene vielleicht auf später vertrösten?“
  • Gonky: „Ooch, Marlene ist doch ganz harmlos“
  • Donky: „Das nennst du harmlos? Ich denke eher, das ist eine kratzbürstige Zicke!“
  • Gonky: „Da kennst du meine Ex-Freundin aus Amerika nicht!“
  • Donky: „Ha, die hieß bestimmt ‚Windy‘, oder was?“
  • Gonky: „Nein, Katrina!“

Licht im Dunkel

November 10 at 2011 7 Kommentare

Später Wurm

Nun fängt der frühe Vogel bekanntlich den Wurm. Deshalb hält sich Kolumbi, der Holzwurm,  lieber an das Motto „Später Wurm entkommt dem Vogel“ und ratzt durch. Aber so war das nichts Halbes, nichts Ganzes:

Nach durchzechter Nacht beim  „Wet but lucky“ e.V (Regenwurm-Rocker-Club) mit ein paar überreifen Kirschen hatte es Kolumbi nicht mehr nach Hause geschafft. Oder genauer gesagt: Mit dem Sauerstoff-Flash, als er sich durch die Wiese nach oben gebohrt hatte, setzte auch unmittelbar der Tiefschlaf ein.

So bibberte er am nächsten Morgen ganz schön bei um die 0 °C. Noch mehr bibberte er, als er merkte, dass sein Schwanz im Boden festgefroren war. Das war ihm nur solange peinlich, bis er durch die Grashalme etwas Schwarzes erspähte. Schlimmer noch: Etwas Schwarzes mit etwas länglichem Orangenen. Dann wurde aus peinlich schnell panisch. „Eine Amsel“, dachte er, „Scheiße auch!“ Und Kolumbi flucht sonst nie.

Doch er hatte blitzschnell die rettende Idee (Nun ja, eine gute viertel Stunde überlegte er schon): Er stellte sich aufrecht und tarnte sich als Strohhalm. Amseln mögen keine Strohhalme. Oder hat jemand schon mal eine Amsel mit Cocktail gesehen? Schlau, nicht wahr?

Nun ja, das Schwarze mit dem länglichen Orangenen stand zwar nach drei Stunden Stillstand immernoch auf der Wiese auf dem selben Fleck, aber wer denkt schon an eine Spielzeuglokomotive mit gelbem Schornstein so früh am Morgen? War so was wirklich zu erwarten?

Schließlich kippte Kolumbi  hechelnd um, weil der Boden taute. Seitdem klagt er über Nackenschmerzen (und so ein Nacken ist bei Holzwürmern ganz schön lang, wenn man nicht weiß, wo er endet). Und über schwarze Lokomotiven mit gelbem Schornstein klagt er seitdem auch. Glaubt natürlich keiner, wie immer.

Der Versuch einer Rekonstruktion: (mehr …)

Oktober 19 at 2011 3 Kommentare

Amtliches Endergebnis der Parkwahl

Lang ist es her, als die Parkgemeinde zur Parkwahl aufrief (hier mehr). Aber die Stimmen einer kompletten Mückenarmee müssen auch erst einmal ausgezählt werden. Und für die Schnecken war das Wahllokal einfach ein paar Zentimenter zu weit entfernt, so dass die Frist um ein paar Monate verlängert wurde.

Igitte als Parteivorsitzende konnte durch ihre Amputation neben den verwandten Spinnen  bei den Würmern noch einige Wahlstimmen für die Park Partei abräumen. 3 verlorene Beine schaffen Vertrauen bei Beinfreien.

Nun steht aber endlich das amtliche Endergebnis fest. Donky hat sich freiwillig als Amt zur Verfügung gestellt und die Stimmen ausgezählt:

  • PPP (Prima Park Partei): 145%
    • Überwältigender Wahlsieger, Donky hat sogar 12 mal nachgezählt (und jede Zählung addiert)
  • AAA (Allianz alternativer Amseln): -4%
    • Donky spendierte Pagalinis Chor-Partei großzügig ein Minus (zum eigenen Schutz)
  • UUU (Union ufernaher Unterwassertiere): 45
    • ohne Prozent, Kaulquappen kennen noch kein Prozent
  • KKK (Koalition der Kriech- und Krabbeltiere): 2% für das zweite K, 2% für das dritte K, das erste K wurde abgeschafft
    • heillos zerstritten wegen der Beinpauschalsteuer
  • FFF (Fell- und Flausch Fraktion): 0,00000001%
    • zu weich für den erbarmungslosen Wahlkampf
  • BBB (Buteo Blutsbrüderschaft): 0%
    • nicht zugelassen wegen unzulässigemWählerfangs (Buteo = lateinisch für Bussard)
  • VVV (Vereinigung vielfliegender Vögel): 3-21%
    • zu flatterhaft für ein eindeutiges Ergebnis
  • DDD (Drei demokratische Dampfnudeln): 45%
    • Die mysteriöse Partei ist heimlicher Wahlsieger, bleibt aber auch  heimlich.

Juni 28 at 2010 3 Kommentare

Donkys Liebeslied

Donky hat sich verschossen. In Anneliese. Schon seit zwei Jahren, als wir unseren Urlaub im Allgäu verbracht hatten und der Erpel mit dabei war. Dummerweise hat er ihre Handynummer verloren. Er meint zwar, sie hätte gar kein Handy. Trotzdem blöd. Wir empfanden Anneliese ja als ziemliches Mannweib, zum Beispiel als sie die Schwäne mit „Ver****e Z****, ver***** euch!“ zusammengestaucht hatte. Ups! Aber vielleicht braucht Donky sowas.

Jetzt startet er einen neuen Anlauf und kämmt sich täglich seinen Schwanz vor der Abreise ins Allgäu. Er schrieb er ihr nämlich ein Liebeslied, das er ihr im Mondschein persönlich vorträllern will. Er braucht etwas Licht zum Ablesen. Er diktierte uns dafür den Text.

Ich wollt’ mir grad einen Tee aufbrühen
Da sah ich Dich beim Alpenglühen
Das klappte leider nicht so recht
Denn die Alpen brennen schlecht
Doch mein Herz war in Flammen
Autsch, heiß


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Juni 13 at 2010 4 Kommentare

Holzwurm-Blues

Kolumbi ist traurig. Sehr traurig. Selbstmörderisch traurig. Dass der Holzwurm immer wieder mal spontan mit dem Freitod liebäugelt, ist bekannt. Fühlt er sich manchmal im wahrsten Sinne des Wortes übergangen. Aber normalerweise lässt er sich auch sekundenschnell wieder vom Gegenteil überzeugen, zum Beispiel durch Partys oder eine leckere Schranktür. Diesmal meint er es aber ernst, denn er hat einen sehr merkwürdigen wie auch spektakulären Plan und bestand vorher auf eine Videobotschaft mit seinem letzten Blues. So stellte ich heulend die Videokamera auf…

Wer sich wundert, warum Kolumbi Gitarre spielen kann, sei dieses Video noch ans Herz gelegt:

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April 4 at 2010 9 Kommentare

Donkys neuer Baum

Schock!

Drama im Park. Donkys  Baum ist weg. Einfach ab. Sicher, es kann ja niemand wiessen, dass darauf eine Ente schläft, aber einfach ohne zu fragen, das Bett zu zersägen, ist keine feine Art. Er hatte zwar immer ein wenig Ärger mit den Nachbarn, den Kröten, und das widerliche Laub versperrte im regelmäßig den Seeblick.

Das neue Heim!

Aber so ein Heim wächst schon irgendwie ans Herz. Da vergoss er so manche dicke Träne. Zumindest für ein paar Minuten, bis Donky sein neues Penthouse entdeckte. Jetzt gilt es nur noch eine gute Strategie gegen die Krähen zu entwickeln. Donky hat schon eine Idee mit dem Strommasten auf dem Acker…

März 28 at 2010 7 Kommentare

Major Heckenried sieht rot

Einen Mückenschwarm zu bändigen, gleicht einer Sisyphosarbeit. In lauen Sommernächsten verzweifle ich schon an einem Exemplar. Donky, unser Erpel, hat sich jedoch zum Ziel gesetzt, eine Volkszählung der Sippe im Park durchzuführen, um die Chancen der Parkpartei bei der Parkwahl zu verbessern. Quasi so eine Art Marktforschung. Und da er vom Gefühl her mit den Mücken ausreichend Wählerstimmen für eine knappe Regierungsmehrheit vermutet, ohne sich um den restlichen Pöbel zu kümmern (Schnecken und Eichhörnchen zum Beispiel), möchte er schon mal eine gezieltere Prognose wagen. Dumm nur, dass das Interesse, durchgezählt zu werden, äußerst begrenzt ist und Mücken auch noch auf der Nahrungsliste der Ente stehen. Zu allem Übel begrüßte er bei der letzten Wahlkampfrede die anwesenden Insekten mit „Liebes Futter“. So ist die Bereitschaft zur Kooperation gering.

Zumindest das 1. Parkbataillon machte aber mit. Zwar erst, nachdem er ihnen für den Sommer einen allabendlichen Report halbgeöffneter Terrassentüren der umliegenden Häuser versprach, aber immerhin: Major Heckenried gab sein OK. Major Heckenried trägt das Oberkommando über das erste Parkbataillon. Die Truppe macht zwar, was sie will, da aber Major Heckenried einen guten Riecher für offen liegende Ohrläppchen und Gesäßmuskel hat, bleibt der quirlige Haufen bei ihm in der Nähe.

Major Heckenried sieht rot

So versammelten sich gestern die surrenden Biester um Donkys Baum zum Durchzählen. „Alle in eine Reihe!“, rief Donky. (mehr …)

Januar 13 at 2010 3 Kommentare

Multifunktionsfeier

Buchfinken sind schon ein fröhliches Vogelvölkchen. Und seitdem Finkel, der Erpel, der sich als Ei nicht ganz freiwillig in ein Buchfinkennest verirrte, ein amtlich anerkannter Buchfink ist, lernen wir die Gewohnheiten auch immer mehr kennen.

Gestern flötete er vergnügt, das er ein süßes Nestchen mit bunten Zuckereiern mit seinen Finken-Freunden gebastelt hat. "Nein, nein, Eier gibt es erst später!", erwiderte Jan, musste aber gleich eingestehen, da sich Vögel eindeutig besser mit Eiern auskennen. Außerdem schmücken sie ja mit den Nestern den Weihnachtsbaum. "Wie keine Strohsterne?", war unsere erschrockene Reaktion. "Nein, dafür eine silberne 3 mit Lorbeerkranz auf der Spitze", überraschte uns Finkel. Er klärte uns auf, dass es ja immer einen Geburtstag gibt und sie dafür aus Cola-Dosen mit ihren Schnäbeln einen Kranz stanzen.

"Wow, eine Multifunktionsfeier", kommentierten wir anerkennend und Finkel setzte noch einen drauf: (mehr …)

Dezember 2 at 2009 2 Kommentare

Urbanstyle am Deich

Hat jemand schon mal Enten fliegen sehen? In einem Affenzahn immer geradeaus. Nicht schlecht für eine Ente, die sonst nur plump daherwatschelt. Aber was machen Enten eigentlich, nachdem sie geradeaus geflogen sind?

„Gucken, was da los ist!“, klärte uns Donky, unser Erpel, in Otterndorf an der Nordsee auf. „Und dann wieder zurück.“ Cool!

Windstärke 0 mit Freunden

Kurz hinter der Elbmündung verbrachten wir eine Herbstwoche und Donky flog natürlich mit. Mops, die fette Möwe vom Rhein, kam auch mit, nur ohne Fliegen, stattdessen im Kofferraum. Das war ihr schon anstrengend genug. Sie wollte mal mit echten Seemöwen fachsimpeln, lernte jedoch nur ein paar Backfische und Krabben mit Majo kennen. Seemöwen denken da etwas komplizierter und machen sich die Mühe, Krabben selbst zu fangen. Und das auch noch ohne Majo! (Wer hat es schon mal geschafft, ein Krabbenbrötchen ohne vertikalen Verlust zu essen?)

Donky flog auch gleich kräftig geradeaus zum Deich, guckte ganz wichtig, was da los ist, und dann schnurstracks wieder zurück. Nur so! Alles andere hätte ja einen Zweck gehabt und wäre absolut spießig, meinte er. Zum Beispiel „Fische suchen“, wie die Möwen: Ein paar Flügelschläge hier, ein paar dort, dann nach rechts abgleiten, abtauchen und wieder in die Luft schwingen. Und alles mit verkrampften Blick zum Fisch. Das war was für Land- oder besser Seeeier (Wow, ein Wort mit drei e), aber definitiv nicht urbanstyle. Nichts tun, aber dafür auffällig. Das war stylish.

So hatte Donky auch bald ein reges Gekreische um sich herum und diverse Anfragen, wie man denn nur so eben mal gucken konnte, was da los ist. Ohne Fisch.  Donky wies die unbedarften Vögel auf seine Metropolen-Herkunft hin und bot mal einen exklusiven Urbanstyle-Lehrgang an. Klar. Und so sah man am Abend einen Schwarm Möwen mit ernsten Blick hinter einer Ente hersausen. Auf die Dorfkirche, ein paar Tauben beim Paulus besudeln zugucken, und dann wieder zurück.

Windstärke 7 mit Flut

Am nächsten Tag die selbe Mission: Geradeaus fliegen und auf den Acker. Ein wirklich schöner Acker. Weitläufig und geruchsneutral gedüngt (für Möwen). Nur eigentlich hatte Donky den Leuchtturm angekündigt. Und der lag 300 Meter links. „Hey, das war eine Kurve, wie uncool“, beschwerten sich auch einige verwirrte Möwen und suchten zumindest einen Fisch in der Erde. Donky wand sich zwar noch geschickt raus, dass er den Acker mit dem Leuchturm verwechselt hatte, aber eines war nun klar: Er hatte die Rechnung ohne Windstärke 7 gemacht. Die Möwen dagegen nicht. Die konnten gar nicht rechnen. Deshalb müssen sie auch Fische fangen.

Windstärke 9 mit noch mehr Flut

Donky musste seine Strategie ändern. So lud er die Möwen zu einem völlig flugfreien, aber extrem urbanen Event auf dem nahegelegen Baggersee als Location ein. Die Wellen schaukelten behäbig und ein paar Grashüpfer im Schilf boten sich als Fingerfood an. Name der Veranstaltung: „Chillen mit Grillen“. Rumdümpeln können Möwen zwar auch, aber ohne Namen dafür. Eine Name macht es aber erst aus. Es gab allerdings ein paar Proteste insektensympathisierender Möwen. Sollen sie an ihren Gräten doch ersticken! Trotzdem schlug Donky ein neutraleres Re-Branding vor: „Happen beim Schwappen“. Ein voller Erfolg. Auch Dank den Grashüpfern.

Donky flog nach zwei weiteren Städter-Feten („Relax im Gewächs“ und „Rock the Dock“ in Cuxhaven) sogar bei Windstärke 9 als frisch gekürte Ehren-Möwe zurück nach Bonn. Über Warschau.

Windstärke 5 mit Opa

November 5 at 2009 12 Kommentare

Hans IV (Fortsetzung)

Fortsetzung von Teil 1

Die Lage war heikel: Hans, der Wellensittich, wollte die Klimaschwankungen in Deutschland nicht wahrhaben. Sein Freund Kolumbi, der Holzwurm, hatte den Ernst der Lage noch nicht erkannt, wie sensibel entflogene Wellensittiche auf Kälte reagieren. Und „sensibel" ist noch milde ausgedrückt.

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September 4 at 2009 7 Kommentare

Hans IV

„Gestatten, Hansi, meine Freunde nennen mich Hans“, stellte sich der grüne Vogel dem Holzwurm vor, als er ihn gerade ausgewürgt hatte.

Eigentlich mögen Wellensittiche gar keine Holzwürmer, aber er hatte Hunger und noch keinen Cracker-Baum mit Honig und Vitamin D im Park gefunden. Kolumbi nahm es ihm nicht krumm, schüttelte sich kurz und sagte. „Willkommen im Park, Hans! Wo kommst du denn her?“ Hans flatterte aufgeregt von Ast zu Ast und zwitscherte: „Zwei Jahre saß ich im Käfig und schubste einen langweiligen Plastikvogel von rechts nach links. Jetzt will ich die Welt sehen. Das ist doch hier die Welt, oder?“- „Eigentlich der Park.“, grübelte Kolumbi. Für einen Holzwurm ist schon ein Park ziemlich groß und so wusste er auch nicht, dass Hans nicht der erste entflogene Wellensittich mit Namen Hansi war. Der vierte, um genau zu sein.

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September 2 at 2009 3 Kommentare

Der heilige Hosenknopf

Zum Gedächnis der Limburger Dom-Enten (siehe Artikel)

Zum Gedächnis der Limburger Dom-Enten (siehe Artikel)

Sehr ärgerlich, wenn vor einem wichtigen Termin die Uhrbatterie erlischt und man wie irre mit dem Finger auf das Zifferblatt hämmert. Noch ärgerlicher, wenn dies im Mittelalter passiert. Nicht, dass die damalige Bevölkerung besonderen Wert auf batteriebetriebene Armbanduhren legte. Donky hatte jedoch einen wirklich, wirklich wichtigen Termin. Nach einem kurzen Abstecher ins Limburg des 13. Jahrhunderts mit seiner Zeitmaschine, meldetete diese just zum Rückflug…12:34 Uhr. Und zwar schon seit Stunden.

Der Erpel hatte sich eine Uhr "geborgt", nachdem unser Außerirdischer ihn in die Kunst des Zeitreisens mit Hilfe einer gewöhnlichen Armbanduhr eingewiesen hatte. So begleitete uns Donky auf unserer Mega-Fahrradtour an Rhein, Ruhr und Lahn sehr bequem per Zeitreise. Ich habe keine Ahnung, wie das funktioniert. Er aber umso mehr, so dass er nur so von Epoche zu Epoche pendelte. Was war er niedergeschlagen, als er uns mitteilte, dass der Ententeich zugefroren sei. Das hielten wir für nicht so ungewöhnlich. Dass ganz Bonn unter einer Eisschicht begraben liegen sollte, erschreckte uns bei 30 °C an der Lahn aber schon. Erleichtert nahmen wir zur Kenntnis, dass dies noch ein paar Jährchen Zeit hat. Donky hatte leichte Schwierigkeiten Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu trennen und meckerte zum Beispiel über die Panzerung der Eisenfische und wie schwer diese in 20.000 Jahren zu knacken seien. Zarte Heringsfilets in Balkansoße. Mindesthaltbarkeitsdatum: 20.9.2011.

Limburger Dom 2009

Limburger Dom 2009

Zurück ins 13. Jahrhunder: Die Ente fuchtelte verzweifelt am Drehknopf und nichts geschah. Hinter ihm wurde gerade der Limburger Dom hochgezogen. Wie brenzlig diese Situation war, wurde Donky erst bewußt, nachdem er durch die Maschen eines Netzes in einen Verschlag mit vielen zerrupften Stockenten schaute.

Es ist bis dato weitgehend unbekannt, dass damals Enten für den Bau von Kirchen genutzt wurden. Nicht ganz freiwillig, aber für entlegene Winkel eignen sich Enten ganz hervorragend zum Steinetransport. Ganz besonders ziemlich weit oben. Und Teile des Limburger Doms sind wirklich ziemlich weit oben. (mehr …)

Juli 30 at 2009 5 Kommentare

Nachschub

Wie? Schon alle Links der letzten beiden Artikel durch? Voll auf der Höhe, was die Bande die letzten Monate so getrieben hat? Alle Achtung!

So habt Ihr auch weiteren Lesestoff verdient:

Wer noch nicht weiß, wie aus einer Ente ein Buchfink wird, der lese hier. Wie gefährlich treuherzig Pekingenten sein können, wird in dieser Anekdote deutlich. Wer schwache Nerven hat, sollte jedoch nicht wissen wollen, dass Hirschhasen eine Vergangenheit haben.

Immer noch nicht genug?

Zurücklehnen und zuschauen:

Schon bekannt, dass Holzwürmer prominente Vorfahren haben? Wir brauchen außerdem noch 1.000.000 Klicks, um mit dem Original von Rene Marik’s Rapante gleichzuziehen. Der Versuch, Wiesel zu delegieren, scheiterte hier.

Juli 14 at 2009 6 Kommentare

Wer wird Vorsitzender der Park-Partei?

Der Wahlkampf im Park für alle Tiere und Tierähnlichen ist im vollen Gange und die Park-Partei (die Bande) hat immer noch keinen Vorsitzenden. Zwar sind schon einige Stimmen geködert. Aber wer bestimmt den Kurs? Dass die VVV (Vereinigung vielfliegender Vögel) sogar schon einige lahmen Enten geworben hat, kann damit zusammenhängen, dass Sing Lang als Pekingente zu sehr von chinesischen Köchen geschwärmt hat. Und Hotz, der Hirschhase, vergrault so einige Tiergattungen mit seiner „Politik der Größe“ (Tiere kleiner als 2 cm sind blöd.) Hotz hält als König des Waldkönigwaldes sowieso recht wenig von Demokratie und sucht nach Wegen, sie auzutricksen.

Nun stellen  sich vier Kandidaten für die Vorsitzendenwahl. Die Parteisatzung sieht vor, dass eine Stimme dem Volk außerhalb des Parkes gehört. Deshalb präsentieren sie ihre Schokoladenseite im Wahlkampfspot. Manfriss, der Metallfresser, hat eine dramatische Wahlbotschaft für Bäume. Kolumbi, der Holzwurm, wird gefördert von Hotz, der allerdings eine sehr undurchsichtige Rolleim Wahlkampf spielt. Igitte, die 5-beinige Spinne wird unterstützt von Mops, der dicken Möwe (was auch dringend nötig ist) und Donky hat wegen Buchhilde, der Ententante, Probleme, seine Wahlbotschaft glaubwürdig rüberzubringen.

Also bitte wählt Euren Favoriten. Eure Stimme kann die Zukunft des Parkes und Waldes entscheiden!!

Juni 14 at 2009 2 Kommentare

Pfingsten in Kurzform

Was Pfingsten so war:

  • Finkel (Die Ente, die denkt, sie wäre ein Buchfink: Hier die Kurzgeschichte, wie es dazu kam) ist zu Besuch und tritt bei der Wahlkampfveranstaltung der VVV (Vereinigung vielfliegender Vögel) als Showact auf. Gern hätte er die Parkpartei der Bande bei der anstehenden Wahl im Park unterstützt, aber er ist nunmal ein Buchfink und die fliegen eben viel. Finkel schwamm bei seiner Vorstellung auf dem See, teilweise sogar mit Schwänzchen in die Höh‘. Eine Performance, die mit großem "Ohh!" und "Aah!" von den heimischen Buchfinken quittiert wurde. Buchfinken können nämlich nicht schwimmen.
  • Auf unserer Fahrrad-Pfingsttour hatte Mops, die dicke Möwe, solange zu jeder Gelegenheit "Oh, Manno!" gemosert, dass er nach halber Strecke nicht mehr mitfahren durfte: "Festhalten ist anstrengender als Trampeln.", "Ihr habt gar keine Pommes dabei!", "Holpert nicht so!"… Das war einfach zu viel. Ungefähr 25 Kilometer vom Rhein entfernt war dann Schluss und er bekam Gepäckträgerverbot. Bis jetzt ist Mops noch nicht zurück gekommen, obwohl auf dem Rückweg kaum Pommes-Buden zu finden sind. Die würden ihn definitiv aufhalten. Es sei denn, Mops konnte in der "Waldschänke" etwas von dem gigantischen Jägerschnitzel mit Pommes erhaschen, das auch uns die Durchschnittsgeschwindigkeit um einen km/h versaut hatte.
  • Einige Bodenameisen fühlten sich beim Bocchia etwas überrollt. Das hat einige Wählerstimmen gekostet. Dafür haben einige Baumameisen jetzt die Chance, über den Tellrand schauen. Unsere Mega-Frisbee-Scheibe liegt nämlich gut verkeilt in einer Astgabelung in vier Metern Höhe.

Juni 2 at 2009 2 Kommentare

Existenzbedrohlich

Die Park-Partei rund um die Bande haben ein gewichtiges Thema in ihr Wahlprogramm aufgenommen:

  • Donky: "Wenn es ein Leben nach dem Tod gibt und vorher in der Regel auch: Warum schafft man nicht einfach den Tod ab? Ich meine, der ist ja total unnütz da zwischendrin!"
  • Kolumbi: "Meinst Du, da können wir was machen?"
  • Donky: "Das sollten wir ins Wahlprogramm mit aufnehmen!"
  • Kolumbi: "Dann verlieren wir die Eintagsfliegen aber als Wähler!"
  • Donky: "Am Wahltag reden wir einfach nicht drüber."

Mai 27 at 2009 7 Kommentare

Zur rostigen Ölwanne

Manfriss ist beleidigt! Wenn ein Metallfresser beleidigt ist, denkt er in der Regel an Essen. Nur diesmal haben sich seine Gedanken wirklich verirrt, denn er isst nicht, sondern lässt essen. Nur weil Jan dankend einen Messingknauf ablehnte, den ihm Manfriss zum Lutschen anbot, will er nun alle überzeugen, wie gut Metall schmeckt.

Erster Gast

Erster Gast

Hierfür eröffnet er das Restaurant „Zur rostigen Ölwanne“ direkt am Schrottplatz für kurze Wege. Einen möglichen Kunden haben wir schon beim letzten historischen Jahrmarkt im Freilicht-museum  gesichtet. Hier knabbert er gerade an einem Nagel. Ob Manfriss‘ eisenhaltige Küche angenommen wird, bleibt abzuwarten. Seine Speisekarte ist jedoch sehr vielfältig:

Pommes rot/weiß

Pommes rot/weiß

Kalte Platten

Kalte Platte

Weitere leckere Gerichte: (mehr …)

Mai 26 at 2009 9 Kommentare

Beachparty für Kleintiere

Hüpfburgen und Superrutschen

Hüpfburgen und Superrutschen

Das war wohl nichts! Da lassen Hotz und Donky im Wahlkampfspot der Park-Partei durchblicken, dass sie Maulwürfe nach der Wahl nur bis zur Grasnarbe vertreten wollen. Schon rächen sich die Blindratten (Hotz‘ Zitat) und greifen der AAA tatkräftig unter die Arme. Hatte die A llianz a lternativer A mseln mit ihrem harmlosen Wahlprogramm neu  eingeübter Sing-Sang-Liedchen bisher eine eindeutige Außenseiterrolle bei der kommenden Wahl im Park, so konnten sie jetzt mit Maulwurf-Unterstützung richtig punkten. Hüpfburgen (siehe Foto) und die Super-Underground-Rutsche waren das Parkgespräch der letzten Tage. Und die Amseln konnten ihre Melodien beim großen Auflauf unter das Volk bringen, dass sogar die Raben "La, le, lu, nur der Mann im Mond schaut zu." trällern.

Strandbar

Strandbar

Die Park-Partei konterte mit der großen Beach-Party mit Kletterpark für alle Kleintiere, weil sie hier das größte Potenzial vermuten. Zunächst war die Resonanz mit einem verirrten Regenwurm und ein paar von Donky zwangsversetzten Kaulquappen eher gering. Einige Kellerasseln wurden jedoch schon neugierig, nachdem ihnen ihre schützende Rinde für die Dachkonstruktion der Strandbar weggenommen wurde. Nach und nach trudelten immer mehr Gäste ein, die Schnecken zum Schluss. Ganz zum Schluss.

Beachparty mit Cocktailtischen und Sonnenschirm

Beachparty mit Cocktailtischen und Sonnenschirm

Der extra aufgekippte Strand mit den Cocktail-Tischen wurde nur zögerlich angenommen. Zu wenig Cocktail-Krabben fanden den Weg aus der Schale in die künstliche Lagune. Die Fischhäppchen waren sehr schmackhaft. Fische waren sonst aber nicht eingeladen. Für die Spinnen, die Igitte animiert hatte, war der Kletterpark keine große Herausforderung. Die Nacktschnecken hatten jedoch ihr Tschakka-Erlebnis nach der Überquerung der Schlucht, jedenfalls die, die nicht vorher in den Bach abrutschten. Mit einem Schwarm von ca. 4.000 Mücken nahm die Party jedoch Fahrt auf und einige Wählerstimmen konnten gewonnen werden.

Insgesamt war die Party ein voller Erfolg, auch wenn Donky die Party vielleicht doch nicht mit einem "Ich hab‘ noch nie soviel Futter auf einem Haufen gesehen." frühzeitig hätte sprengen sollen.

Wahlkampfparty der Park-Partei

Wahlkampfparty der Park-Partei

Mai 21 at 2009 2 Kommentare

Die Park-Partei

Die Park-Partei

Die Park-Partei

Ob „Jetzt aber zack“ ein geeigneter Werbeslogan für eine Parlamentswahl ist, kann diskutiert werden. Dass die Bande die Park-Partei (PP ) gründete, um die Zukunft des Parks zu gestalten, halten wir jedoch für sehr löblich. Wie die anstehende Demokratisierung des Parks überhaupt eine ehrenwerte Angelegenheit ist. Einige Minderheiten wie entflogende Kanarienvögel hatten bisher einen schweren Stand…bis zum Winter, dann allerdings nicht mehr. Das wird jetzt anders: Nun dürfen sie nämlich wählen, wer sie bis dahin schikaniert.

Wir vermuten allerdings auch, dass die Bande einfach bestimmen will, was läuft. Basta! Dafür muss die PP sich jedoch zunächst warm anziehen gegen die AAA (Allianz alternativer Amseln), die KKK (Koalition der Kriech- und Krabelltiere), die VVV (Vereinigung vielfliegender Vögel), die UUU (Union ufernaher Unterwasser-Tiere) und die dubiose DDD (Drei demokratische Dampfnudeln). Diese Gruppe ist im Park nicht bekannt und kann als Zünglein an der Waage wahlentscheidend sein. Immerhin sind nur 20 Parlamentssitze zu verteilen.

Der eindeutige Nachteil, dass die Abkürzung der Park-Partei nur zwei anstatt drei Buchstaben zählt, wiegt genauso schwer wie der Umstand, dass die Bande noch gar keinen Vorsitzenden gewählt hat. Und auch das Wahlprogramm sieht noch nicht so überzeugend aus. Zu allem Übel ist es noch nicht einmal beschlossen:

  • Nachtsingverbot bis 8:00 Uhr für Amseln.
  • Lammkotellets für alle!
  • Borkenkäfer sind doof!
  • Herbstinitiative: Finger weg von den Blättern am Baum!
  • Wer nicht mitmacht, fliegt raus!

Der vorläufige Wahlkampfspot mit Donky und Hotz, dem Hirschhasen, wird auch den ein oder anderen Wähler verprellen. Allerdings gibt es im Park sowieso keinen Strom:

Unsere Einschätzung zu den anderen Parteien:

  • Glücklicherweise ist die KKK (Koalition der Kriech- und Krabbeltiere) so zerstritten, dass Igitte als Ex-Krabbeltier und Kolumbi als Holzwurm mit Ohne-Beine-Prädikat hier einige Wähler abgreifen könnten. Besonders um die angestrebte Beinpauschale gibt es große Meinungsverschiedenheiten innerhalb der KKK .
  • Vorteilig ist auch, dass Kaulquappen noch nicht zur Wahl zugelassen sind. Erst nächstes Jahr, wenn sie keine mehr sind. So wird die UUU (Union ufernaher Unterwasser-Tiere) ihr Potenzial nicht abschöpfen können.
  • Wie die VVV (Vereinigung vielfliegender Vögel) abschneidet, hängt stark vom Zuspruch nicht so viel fliegender Vögel ab. Von Pinguinen zum Beispiel.
  • Die AAA (Allianz alternativer Amseln) hat sich ein paar neue Lieder zum Mitsingen ausgedacht. Nun ja, wen’s interessiert.
  • Die DDD ist schwer einzuschätzen.

Wir werden den Fortgang des Wahlkampfes hier im Blog weiter dokumentieren und kommentieren.

Mai 14 at 2009 14 Kommentare

Die Verwandlung der Trockenqualle

Nicht erst seit gestern besucht uns Qualo, die Trockenqualle und auch Loala, die Welle schaut mal feucht-fröhlich daherdümpelnd oder aufbrausend zornig vorbei, meistens beide getrennt. Aber erst jetzt ist es uns gelungen, eine Dokumentation im Rahmen "Expeditionen im Keller" mit sensationellen Bildern zu drehen, die zeigt, wie sich Trockenquallen im Zuge der Evolution an Gefahren anpassen können.

Jan ist Kommentator:

Mai 6 at 2009 9 Kommentare

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  • Willkomen in der verrückten Welt von Donky, der Ente, und seinen Freunden!
  • Die meisten Beiträge entstanden aus Handspielen mit meinem Sohn Jan.
  • Hintergründe gibt es hier: Intro
  • Ein Steckbrief des Blogs, Kurzprofile der Figuren und Tipps zur Navigation unter: Neu hier!?
  • Stand der Abenteuer in der Kategorie (Sidebar): Stand der Dinge
  • Die Handfiguren sind im Text mit einem Link hinterlegt. Bei >Click< wird in einem neuen Fenster der Charakter vorgestellt. Alle kompakt unter: Akteure
  • Per Mouse over im Beitrag erhält man eine Kurzbeschreibung der Charaktere im Kästchen.

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