Posts filed under ‘12. Mein Senf zu…’

Kotzhymne

Liebe Klartext-Redner, Ehrlich-Meiner, Wahrheits-Vertreter, Pseudo-Bohlens, Nicht-Rumpalaverer, Meine-Meinung-Sager,

oder wie ihr euch nennt, wenn ihr ungefragt das „sagt, was ihr denkt“, natürlich direkt ins Gesicht. „Sorry, ich bin eben ehrlich, ich muss das mal sagen“, meint ihr immer. Nein, müsst ihr nicht! Nur weil ihr von eurer Unzulänglichkeit ablenken wollt, heißt das noch lange nicht, dass euer spontan ausgeseiertes Hirnsekret irgendjemanden nützt.

Eure brüchige Wahrheit, die ihr euch mühsam um euch rumgezimmert habt,  ist nicht gefragt, denn sie ist nur ein Abziehbild eures letztendlich vergeblichen Versuchs, euch am eigenen  Schopf aus der großen Kloake zu ziehen. Ihr werdet nicht größer, weil ihr versucht, andere in die Senke zu stellen. Ein großes Missverständnis.

Ihr denkt, ihr seid offen. Vielleicht. Aber offene Mülltonnen gehören auch geschlossen. Aber ich war mal so gnädig und habe euch eine Hymne geschrieben (zur eigenen Verwendung):

***

Ich kotze dir gleich

frontal ins Gesicht.

Ich muss es, ich bin so direkt.

Das ist vielleicht hart,

doch Schuld bin ich nicht,

dass dir meine Kotze nicht schmeckt.

***

Die Wahrheit ist das,

noch nicht ganz verdaut,

wahrscheinlich noch mit etwas Biss.

Doch hätt‘ ich für dich

sie ganz abgebaut,

genössest du jetzt meinen Schiss!

Dezember 9 at 2011 2 Kommentare

An die Griechen

Nicht, dass wir es euch nicht gönnen,
habt’s doch gerade nicht so fett.
Aber, auch wenn wir es können,
wär’ ne Gegenleistung nett!

Eine Hauptstadt ist zu öde.
Hätten auf Athen schon Bock.
Dicke Luft bei uns, zu blöde,
so behaltet euren Smog!

Tempel, Trümmer, Steine, Säulen:
Davon halten wir nicht viel!
Pfusch am Bau, man könnte heulen:
Alles and’re als stabil!

Hades, Zeus, die ollen Biester,
können wir nur schlecht verwenden,
denn wir haben sogar Priester,
die schon Gottes Kinder schänden.

Mit Zaziki und Suflaki
ist’s vorbei, könnt ihr nicht locken,
Könn’ wir besser. Auch Sirtaki
kann nicht DJ Ötzi rocken.

Eure Dichter, Philosophen,
nehmen wir nicht gerne mit,
Bohlen macht für uns die Strophen
und für uns denkt Helmut Schmidt.

Doch bei einem sind wir ohne,
nein, wir meinen nicht den Feta.
Hadern mit der Klimazone.
Gebt uns also einfach Kreta!

November 1 at 2011 4 Kommentare

Edinburgh Horror (Nicht unter 18 J.)

Ich sag‘ es gleich: Es war blanker Horror. Abgetrennte Gliedmaßen, apathische Schreie,  freie Hirnmasse, eine eingeschlossene Frau im brennenden Taxi, überall Blut und ein ein kleines Kind, das mit starrem Blick die Szene verfolgte. Und ich hielt diesen grausamen Augenblick mit meiner Kamera fest. Ab hier dürfen nur ganz Hartgesottene weiterklicken. Ich muss… sorry…oh mein Gott…

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Oktober 13 at 2011 8 Kommentare

Jameson on the rocks

Und schon wieder einen Monat her…

Fantastische Idee, anstatt zwei Dosen Bier eine höhere Potenz mit kleinerer Dosierung zu wählen. Ob ich dadurch beim Aufstieg auf den Derryclare (Connemara, Irland) mein T-Shirt einmal weniger auswringen musste, ist allerdings zweifelhaft. Zumindest haben wir in Jamesons Gesellschaft den Gipfelblick genießen können und haben deshalb beinahe den Bus verpasst (unten, nicht auf dem Gipfel. Da war nämlich nur Gipfel. Und zwischen diesem und der Bushaltestelle Moor, der „Abkürzung“ sei Dank.)

Jameson on the rocks

Oktober 13 at 2011 3 Kommentare

Über das Zuhören

Niemand lässt sich gern sagen, dass er nicht zuhören kann. Gälte man dann im Widerspruch zu einem modernen Menschen als nicht aufgeschlossen, unsensibel oder sogar selbstdarstellerisch.

„Ich weiß doch, was du gesagt hast. Zuerst hattest du das, dann das, dann das erzählt.“ ist zum Beispiel eine beliebte Rechtfertigung, um den Vorwurf auszuhebeln. Ein Gesprächsprotokoll wäre ideal, um Gesprächsanteile zu analysieren. Dann könnte man sogar beweisen, dass man geantwortet hat. Und wie soll das ohne Zuhören denn bitte schön sinnvoll gehen?

Nun ist dem kommunikationsbewanderten Zeitgenossen natürlich auch der Begriff „Aktives Zuhören“ bekannt. Rein technisch gesagt also das Zuhören inklusive Nachfragen, begrifflich vor allem belegt im therapeutischen oder gar professionellen Gespräch (z.B. im Vertrieb). Wie ein Teppich, den man dem Partner ausbreitet, damit er nicht verloren auf kaltem Boden rumtapst. Er begeht ihn aber immernoch selbst. Kennt man und macht man natürlich.

Nur leider wird der Begriff oft zu eigenem Gunsten interpretiert. Ich erfahre oft, dass ein Thema in eigenen Gedanken weitergeführt wird. Besser noch: Einen Aufhänger für eigene Erfahrungen zu finden, die auch gleich kundgetan werden müssen. Das Nachfragen ist dann Mittel zum Zweck.

Sicher ist es hilfreich, mal ein eigenes Beispiel durchzuspielen, um sich tiefer in den Gegenüber zu denken, aber nur kurz und präzise, gefolgt von einem „Meinst du das auch so?“  Ansonsten wird das eigene Beispiel das Thema und es geht es dem Gegenüber mehr um das „Erzählen wollen“ und nicht „Verstehen wollen“.  Wenn es hoch kommt, entsteht ein Austausch über das Gesagte, aber nicht über das was dahintersteckt.

Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Das menschliche  Reinversetzen oder mindestens die Neugier auf den anderen wird meistens überlagert von der eigenen Selbstreflexion. Der eigene Mikrokosmos beherrscht das Szenario. Der angebliche Zuhörer ist mit sich selbst beschäftigt. (mehr …)

Oktober 11 at 2011 8 Kommentare

Prosommer

Oh Sonne, was kann ich dafür,
dass ich hier wohn‘ nicht artgerecht,
die falsche Zone (Wetter schlecht),
gemäßigt, fern der Côte d’Azur?

Warum wurde ich Sonnensohn
in dieses Land nur strafversetzt?
Ich bin und bleibe, tief verletzt,
ein Irrtum der Evolution.

Für Liegestühle, Meeresbad
und Grillbesteck fühl‘ ich nun mal
mich anatomisch ideal:
Was soll ich hier bei achtzehn Grad?

Oh Sonne, ich vermiss’ dich so,
ach komm’ (doch halt’ die Nächte kühl)
zum Wochenende, nicht so schwül,
und bitte sonst nach dem Büro.

Juli 27 at 2011 2 Kommentare

Kritikfähige Drachen

Jan (11) hatte in der letzten Deutsch-Klassenarbeit die Aufgabe, ein Märchen fortzusetzen. Schön lebhaft und phantasievoll geschrieben, was auch entsprechend belohnt wurde.

Ich möchte euch jedoch nicht eine Passage nach zwei DIN 4 Seiten vorenthalten, die entstand, just nachdem die Lehrerin „Noch zwei Minuten!“ in den Klassenraum warf:

… Diesmal war es ein Fuchs, dem er wieder folgte, bis dieser vor einer Höhle stehen blieb. Der Dummling bedankte sich ein drittes Mal und schritt hinein.
„Hallo? ist da jemand?“, fragte er ängstlich. Auf einmal stolperte er über etwas. Es war eine Drachenklaue! Doch er entdeckte auch den Pilz. Er nahm ihn und schlich hinaus.
Plötzlich packte ihn die Klaue, mit letzter Kraft befreite er sich. Doch der Drache folgte ihm. Aber anstatt ihn zu töten, sprach er: „Entschuldigung!“

(Dann noch etwas blala Thron besteigen blabla heiraten und glücklich bis an ihr Lebensende blabla in Rekordzeit)

Ich liebe straffe Handlungen. Also, falls sich mal jemand verhaspelt und wieder mal nicht zum Ende kommt, wie ich jetzt gerade, einfach mal sagen:

„Entschuldigung!“

Juli 25 at 2011 1 Kommentar

Antisommer

Ohne dass ich hetze, flitze,
läuft der Saft in meine Ritze.
Bleibe kleben, wenn ich sitze.
Weil ich schwitze, schwitze, schwitze.

„Einen Tag lang, auch bei Hitze!“
Mieses Deo, machst du Witze?
Eine Stunde wär’ schon spitze.
Denn ich schwitze, schwitze, schwitze.

Wo sind Hagel, Donner, Blitze?
Wolkenbruch! Mensch Himmel, spritze!
Schauerchen? Paar kleine, klitze?
Nein, ich schwitze, schwitze, schwitze.

Juli 15 at 2011 4 Kommentare

Tabulos und entfesselt

Wenn der enttabuisierte Umgang mit S.ex durch den frühen Zugang zu P0.rn0s über Medien Jugendliche völlig nachvollziehbar emotional überfordert, sie deshalb unreflektiert ihre vermeintlichen "Kenntnisse" anwenden und dadurch so Tragödien wie auf Ameland entstehen, dann gilt für mich das selbe auch für Gewalt – bei allem Respekt für die Verteidiger von Egoshootern. Nicht als ausschließliche Ursache, aber mindestens als Verstärker.

Und selbst, wenn 95% fähig wären, Fiktion und Realität klar zu trennen (was ich in der Höhe bezweifle, da unterbewusst eine Schwelle programmiert wird) oder sich zumindest durch ein gefestigtes Gewissen irgendwie unter Kontrolle haben, reichen die restlichen 5% dafür, die Gesellschaft zu gefährden. Aber leider gibt es für Videos und Spiele noch keinen Führerschein. Die FSK ist es jedenfalls nicht.

Leider kann man die Zeit nicht mehr so einfach zurückdrehen. Den Zugang kann ich früher oder später nicht verwehren. Also gilt für mich als Vater, noch besser vorzubereiten und eine starke Basis für die charakterliche Entwicklung meines Kindes zu zu bieten.

Juli 23 at 2010 8 Kommentare

Midlifecrisis oder was?

War da was? Da muss doch was sein! Hey, ich habe inzwischen über 40 Lenze auf dem Buckel und ich finde, dass die Zeit reif ist. Die Midlifecrisis steht an. Nicht, dass sie Besitz von mir ergriffen hat. Nein, ich kann die Zahl 40 problemlos artikulieren. 40, 41,  42… Bei 49 mache ich vorsichtshalber mal Schluss.  Aber das ist doch nicht die Ruhe vor dem Sturm, oder?

Ich muss mir vorhalten lassen, dass ich nicht vorgesorgt habe. Ich habe bei der Wahl meiner Bleibe keinen Platz für den Kickertisch einkalkuliert, wie wahrscheinlich die Mehrzahl der 30-Jährigen Hypothekenzahler. Ich war auch noch nicht in Tibet. Und die letzten 200 € habe ich nicht für Bungee-Springen vom Matterhorn ausgegeben, sondern für einen neuen Durchlauferhitzer. Auch mit der Wahl meiner Sportart habe ich kein rechtes Fingerspitzengefühl. Anstatt  den jungen Spunden beim Golf noch zeigen zu können, was Erfahrung ausmacht, spiele ich Volleyball in einer Gurkentruppe, wo jeder seine kaputten Knochen oder Pfunde über das Feld schleppt. Ich besitze noch nicht mal einen Motorradführerschein. So grenzt man sich nicht ab!

Ich habe für die anstehende Suche nach dem Sinn des Lebens nicht vorgesorgt.  So ist es.  Gut, ich spende immerhin ab und zu für die Welthungerhilfe. Das ist doch auch was! Nicht ganz  vergleichbar mit unzähligen Rechtsanwälten und Bauingeneuren, die sich nach dem Dachgeschossausbau der eigenen Resozialisierung widmen. Gern mit einem Engagement im Lokalbüro von  "Amnesty International" oder dem Bau eines Kinderspielplatzes. Aber: Ich tue was! Zumindest passiv. Dass ich in Kürze berühmter Autor werde, möchte ich auch nicht unerwähnt lassen.

Sonst warte ich, wann sie denn kommt, die Midlifecrisis, und mache nichts Voreiliges. Maximal schreibe ich vielleicht noch mal einen Artikel darüber. Ich will mein Pulver ja nicht vorher schon verschießen.

Juni 25 at 2010 4 Kommentare

Damals und heutzutage

Neulich traf ich einen Freund. Und mit neulich meine ich eine noch voll im Saft stehende Erinnerung, wie eine Perle auf meinem aktuellen Lebensstrang. Neulich gehört quasi noch zu heute, nur knapp neben vorhin.

Wir hatten uns lang nicht gesehen. Und wie das bei solch Treffen mit alten Freunden ist, folgte auf das neugierige Abklopfen der Gegenwart mit „Was machst du so?“ schnell das nostalgische „Weißt du noch?“, als wir gemeinsam in der alt vertrauten Musikkneipe zur dämmerigen Tanzecke schauten. Schon allein die Fragestellung deutet darauf hin, dass wir diese Ereignisse, die wir nun wie ein Puzzle im Dialog aufarbeiteten, ja auch vergessen hätten können. So lang ist es her. Das muss man sich mal vorstellen. Und damit nicht genug. Ja, wir nahmen das Wort tatsächlich mehrmals in den Mund: Wir sprachen von damals. Hiermit bekenne ich mich dazu, es benutzt zu haben. Ich bin ein Damals-Sager. Dieses Wort endete lange Zeit für mich irgendwo im Krieg oder knapp danach. Es war fest verbunden mit Schilderungen meiner Großeltern über die dramatische Zeit. Alles danach war eher vor ein paar Jahren, also mehr oder weniger direkt vor neulich. Ansonsten benutzte ich das Wort vielleicht noch für Diskussionen über das Mittelalter oder Napoleon.
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Juni 8 at 2010 7 Kommentare

Die (Ohn)Macht des Netzes

Nun kann mir jeder vor die Nase halten, dass die ePetition zur Internetsperre von Inderk-Oprno-Seiten (Ihr wisst schon) mit 130.000 "Unterschriften" ja irgendwie (fast) erfolgreich war und dass die Webgemeinde der Blogger und Forenuser politisch etwas bewegt hat, aber ich wage die These:

Es gibt keine Bewegung über das Netz und wird sie auch nicht geben. Es gibt keine Macht des Netzes, die gesellschaftliche und politische Strukturen beeinflussen kann.

Es existieren vielleicht Meinungsbildner in Blogs und unterstützende Instrumente für eine bessere Kommunikation, die vor allem in totalitären Systemen immens wichtig sind. Der Keim eines Wandels, eines Widerstands, einer ideologischen, politischen, kulturellen oder sozialen Idee sprießt jedoch nur in einem Boden, der durch realen Schweiß getränkt wird. Die virtuelle Gesellschaft ist aber nur ein Layer über der realen und bleibt eine diffuse Projektion ohne Bindung.

Dem Argument , dass sich der Widerstand nur von der Straße auf das Internet verlagert, das gern gegen die These einer desorientierten, opportunistischen Gesellschaft (wahlweise auch Jugend) ohne Mumm angeführt wird, kann ich deshalb nicht ganz folgen. Denn abgesehen von seinem Nickname setzt niemand etwas ein. Das Web bietet die Mittel, ein Strohfeuer zu entfachen oder ein real entfachtes Strohfeuer durch kräftiges Pusten ein Weilchen hell lodern zu lassen in der Hoffnung, dass es doch irgend jemanden auf dem falschen Bein erwischt. Zum Nachlegen braucht man jedoch festes Holz, quasi einen echten Keil.

Jedem Politiker sei eigentlich geraten: Sitz ein Problem aus! (wenn es nicht gerade in der heißen Wahlkampfphase auftritt). (mehr …)

April 16 at 2010 5 Kommentare

Wie man die Herzen gewinnt…

…durch K.O.

Nebenbei läuft Klitschko gegen was weiß ich wen. Überlegender Kampf. 12 gewonnene Runden nach Punkten. Aber der Reporter wird nicht müde, immer wieder zu betonen, dass er so „nicht die Herzen der Zuschauer gewinnt“. Welch ein Glück, dass Klischko noch 5 Sekunden vor Schluss seinen Gegner mit Nachdruck auf den Boden zwingt und dieser dort erst mal minutenlang benommen liegen bleibt.

Das muss man sich mal vorstellen: Man gewinnt die Herzen, indem man trotz gesichterem, sportlichem Erfolg dem Gegner gesundheitlich noch möglichst weh tut. Sorry, da komme ich nicht mit. Diese schleichende Wanderung der Hemmschwelle wird durch die Medien geführt… und durch das Publikum bedingungslos toleriert. Hat ja nicht mit der Realität zu tun…

Sicher, jetzt lässt sich anführen, dass das nun mal der Sport ist, sich darauf ja beide einlassen. Es bleibt aber als Botschaft haften: Setze immer einen drauf! Egal, was es kostet! …Dem anderen!

Heute ist glücklicherweise „Ultimate Fighting“ (UFC Fight Night) durch den Fernsehausschuss der bayrischen Landeszentrale aus dem Programm genommen worden. Ich war schockiert, als ich das erste Mal diesen Abstieg in niederste Sensationslust sah. In diesem „Wettkampf“, den das DSF sonntags abend austrahlte und ich per Zappen mal mit offenen Mund hängenblieb, wird „ohne Tabus“ gekloppt. Ohne Handschuhe, mit Ellbogen und Knien… und selbst, wenn der Gegner auf dem Boden liegt, dürfen ihm wehrlos mit Ellenbogen die Platzwunden in Gesicht gehauen werden, dass es nur so spritzt. Die Menge jolt. Was beim Boxen die leise Hoffnung ist, wird hier zum Programm. Und das DSF macht mit, weil der „Bedarf der werberelevanten Zielgruppe“ vorhanden ist. Die Latte wird immer höher gelegt. Warum muss hierzu eine Behörde einschreiten?

Dieser „Markt“ reguliert sich nicht mehr selbst. Ich finde das alles äußerst bedenklich. Und erzähle mir bitte niemand, dass wir ja alle mündig sind!!!

März 21 at 2010 3 Kommentare

Westerwelles Gästebuch

—-Schnipp Schnapp—-

Maria (Maria.Rujukowski@gmx.de)

Das stimmt, das Arbeit nicht lont. Ich mache jetzt aber noch Doppel schicht am Sonntag. So ich habe mit 30 € mehr in Portmone! :–)))

Miriam (miriam@meyer-reinfeld.de)

Ich finde das total gemein, dass Sie sagen, dass die mit Hartz IV dekandent sind. Dafür können die doch nichts. Meine Mutter hat gestern übrigens zwei Mützen für den Gemeindebasar gestrickt.

Motte (michael@fitnessstudio-schaller.de)

Ole ole ole!!! Schwuhle sau!!!

Rainer Krieger (rainer.krieger@rent-a-slave.biz)

Lange tat ich nichts und bekam dafür was. Das war irgendwann langweilig. Dann hatte ich eine Geschäftsidee. Rent a slave. Jetzt tue ich was und bekomme dafür nichts. Das geht viel einfacher!

g.westwelle@chance2010.biz

Jetzt zuschlagern! Nebenjob mit garantiert 347 € imMonat. Das lohnt sich!

Tom (Tom6@edelweiss-bruderschaft.com)

Endlich mal einer der die Dinge beim Namen nennt. Ich habe glücklicherweise keinen Kontakt mit diesem Gesocks. Aber man braucht ja nur mal über den Bahnhof zu gehen. Auch ich kann mir mein Traumauto erst in einem halben Jahr leisten, nachdem mein Bonus dieses Jahr etwas dürftiger ausfiel, aber ich schnalle dann den Gürtel einfach etwas enger und lege noch eine Schippe drauf. Diese Schmarotzer wissen ja noch nicht mal, was eine Schippe ist und schlagen den Nagel dafür bestimmt mit dem Kopf in die Wand.

Timmy (Tim@ravethenation.com)

Wo liegt nochmal Rom?

anonym

Guido, meine letzte Hoffnung:  Ich habe schon 143 Topangebote ausgeschlagen. Sogar einen Maschinenreinigungsjob über eine Leiharbeitsagentur in einer Asbestfabrik in Gummersbach , nur 150 km von mir entfernt. Das gibt es doch gar nicht, oder?  Das sagt sogar mein Enkel, dass das so nicht weitergeht. Rette mich! Nimm mir die Kohle! Ich verkümmere sonst.  Ich will ja, aber mein Konto ist so voll.

Harry (testtest123@web.de)

Hartz IV kürzen? Kein Thema, dann mache ich mir eben noch ein Blag mehr. *grins*

Reinsang (lothar.reinsang@t-online.de)

Im Krieg haben wir Kartoffelschalen aus dem Abfall geholt. Da gab es noch kein Hartz IV. So sieht es doch aus. Herr Westerwelle, ich habe schon etwas klarere Worte erwartet! Frau Merkel redet zumindest nicht um den heißen Brei herum, sondern gar nicht.

Frauke D. Pecking (fdp@hot-mail.de)

AAAAAAAAAAAAAARRRRRRRSSSSSSSSSCCCCCCHH!!!!!! Welche Arbeit????

Dr. Brecks (raimund@regenbogenhaus.info)

Arbeit muss sich lohnen. Dass ich nicht lache, Herr Westerwelle. Sagen sie das mal den Teppichknüpfern in Indien! Aber da wollen Sie ja hin mit Ihren Äußerungen. Aber Sie machen sich die Hände an Teppichen bestimmt nicht schmutzig.

asdasd (dsafd@abcdekkk.de)

2:34 Uhr. Ich kann nicht schlafen und muss gleich aufstehen. Dieser dauernde Jet lag macht mich fertig!

Darkrider (dark@darkdarkness.da.rk)

Das war es dann wohl.

——Schnipp Schnapp——-

Februar 18 at 2010 7 Kommentare

Ist doch kein Wunder

Die traurige Wahrheit zu Wundern ist, dass die Wahrscheinlichkeit, dass eines eintritt proportional zu der Anzahl der Betroffenen steigt.

(Das Beben in Haiti belegt diese These leider auf tragische Weise, wo heute nach 15 Tagen unter Schutt wieder ein Teenager gerettet wurde.)

Januar 28 at 2010 Hinterlasse einen Kommentar

Wunschperspektive

Wenn man sich nichts wünscht, außer nichts verlieren zu wollen, was man sich zuvor sehnlichst gewünscht hat, ist man dann wunschlos glücklich oder wird der Wunsch dann nur durch die Angst ersetzt?

Januar 26 at 2010 4 Kommentare

Die ideale Wiedergeburt

Wie ein Adler über den Wolken schweben. Ohne Grenzen, nur der Schrei der Freiheit hallt durch die Lüfte. Adler werden bevorzugt als geeignetes Tier für eine wunschgemäße Wiedergeburt genannt. Dazu noch einen gewissen Herrschaftsanpruch und möglichst weit oben in der Nahrungskette. Das ging auch an mir lange nicht vorbei. Ja, ein Adler wollte ich lange Zeit nach meinem Tod sein. Jetzt mal unabhängig davon, ob der Wunsch realistisch ist und ob ich doch eher extrem weit unten in der Hierarchie sogar Pflanzen mit Mineralien versorge, konnte ich mich mit dem Gedanken gut anfreunden. Zumal ich zur der Zeit nicht fliegen konnte.

Inzwischen ist mir aber bewusst, dass so ein Adler auch nichts zu lachen hat. Erstens fliegt er da ziemlich einsam ohne Unterhaltung durch die Gegend und viel von der kilometerweiten Bergsicht hat er auch nicht, da er viel zu konzentriert auf süße Kaninchen oder ähnliche Leckereien achtet. Und das nur, weil er einen Mordskohldampf hat. Nichts mit Segelidylle. Dazu muss man satt sein. Zu allem Überfluss noch der windige Horst in eisiger Kälte. Nein, der Adler hat seine Premiumstellung für das Leben danach mit dieser nüchternen Einschätzung eingebüßt.

Aber apropos Kaninchen. Die schnucklige Alternative zum Adler. Aber wo? Freie Wildbahn? Also als Fluchttier lebt man  in ständiger Angst vor unkalkulierbaren Übergriffen. Und selbst im Stall als Streicheltier wäre man der Willkür rabiater Vorschulkinder ausgesetzt, die einen immer zum ungünstigsten Zeitpunkt wahlweise von Salatblatt oder Hinterteil der Mitbewohnerin entreißen. Nach den Kindern kommt direkt der Koch als Horrorherrchen. Keine Chance! Und nun? (mehr …)

Januar 11 at 2010 6 Kommentare

Klimagipfel gescheitert!

… egal wie das in Kopenhagen diese Nacht ausgeht.

Aber bevor wir jetzt alle in Wehklagen einstimmen, dass die Politiker es wieder nicht hinkriegen, die Chinesen so furchtbar skrupellos sind und Obama nur ein Schwätzer ist, der kurze Hinweis: (mehr …)

Dezember 18 at 2009 6 Kommentare

Erfolgsrezept

Man nehme einen leeren Topf, packe nichts rein und serviere den Inhalt als 5-Sterne Menu mit dem bedauernden Hinweis, dass leider die Zutaten fehlen. Danach kassiere man den Preis, der einem Gourmet-Koch nun mal entspricht (Mit der Rechtfertigung, dass man ja weiß, was es bedeutet, Hunger zu haben). 

ODER

Man übernehme eine Firma vor der Insolvenz, verhandle einen 5-Jahres Vertrag und kassiere nach 6 Monaten vor der Insolvenz das volle Gehalt für 5 Jahre. (Mit der Rechtfertigung, dass man weiß, was 15 Mio. € wert sind, da man aus armen Verhältnissen kommt).

Hier zum dazugehörigen Spiegel-Artikel

Darauf eine Currywurst/Pommes/Majo. Da weiß ich, was ich habe.

September 1 at 2009 2 Kommentare

Scheiß Wetter

So, Schluss jetzt mit Sommer und Hitze! Ich warte auf den November: Luftige 9 Grad und erfrischenden Nieselregen. Eine Wonne! Ich kann was ausziehen oder mehr anziehen, wie es gerade passt. Im Sommer ist dagegen irgendwann die letzte (vertretbare) Hülle gefallen.

Ich weiß, ich stehe mit der Meinung ziemlich alleine da. 99% der Deutschen bevorzugen 35 °C. Damit sind sie Opfer des fatalen Irrtums der Evolution, die sie ohne zu fragen in die gemäßigte Zone setzte. Und das, obwohl sie physiologisch doch eigentlich für die Liegestühle der Costa del Sol geschaffen sind. Und wenn nach drei Tagen Hitze schließlich doch 99% der besagten 99% über das Wetter in Deutschland meckern, dann liegt es an der Art der Hitze, die ja in Deutschlang ganz anderes ist als in TUI-Land. So schwül und so. Alles Quatsch: Hitze ist Hitze. Und Hitze ist Schwitzen.

Überhaupt: Sommer ist langweilig! Ich gucke rechts, links und nach oben und alles ist blau. Und eine halbe Stunde später auch. Nichts passiert in der Landschaft, außer dass ich muffige Luft atme, als ob ich meine Nase in einen Fön halte. Keine spektakulären Wolkenspiele, dafür alles zweidimensional wie die Millionen langweiligen Urlaubs-Postkarten von irgendeinem x-beliebigen Strand, der letztendlich auch nicht anders aussieht wie die XXL-Version des aufgekippten Sandes im Freibad. Und dafür Tausende Euro den Reiseanbietern in den Rachen schieben. Na ja, man ist ja über den lokalen Abzock-Wochenmarkt gegangen und hat dabei Land und Leute kennengelernt („Ganz schön aufdringlich, diese Tunesier!“). Schwaches Alibi. 1000 € für 3 Wochen Sonnengarantie. Das ist der einzige Grund. Und danach 49 Wochen gefangen im falschen Land.

Apropos Sand: Völlig überflüssig, nein sogar lästig. Hängt monatelang in den Klamotten, mindestens aber in den Schuhen und für jedes Foto muss ich aufwändig meine Kamera aus einer Tüte kramen, weil mir das Zeugs sonst die Mechanik ruiniert. Andererseits. Was soll ich überhaupt fotografieren?

„Aber ist es nicht schön, abends bei einem gekühlten Getränk lange draußen auf der Wiese am Grill oder im Biergarten zu sitzen?“ Bei dieser Floskel werde ich fast weich, denke aber unmittelbar danach an die 12 Stunden, die ich vorher ertragen musste. Kneistend und blinzelnd, weil ich regelmäßig meine Sonnenbrille vergesse oder verliere, so dass ich anschließend erst einmal mit einer hartnäckigen Gesichtslähmung zu kämpfen habe. Im Sommer sitzt man im Biergarten draußen, im Winter drinnen. So einfach ist das. Nur mit dem Unterschied, dass ich draußen grundsätzlich im zielstrebigen Dunst einer meterweit entfernten Zigarette sitze. Und Grillen? Na, dann eben nicht, wenn’s nicht geht! Pizza ist doch auch lecker, oder?

Ja, ok, ich mag Sonne, schon allein wegen der Glückshormone, die das Teufelsding freisetzt. Ich möchte ja nicht zum Selbstmörder mutieren wie die ganzen armen Skandinavier. Das wird zum Herbst ja ganz schlimm bei denen. Aber Sonne eben ohne Sommer. 10 Monate ohne Juli und August. Den Juni sei noch denen gegönnt, die sich sonst das Leben nehmen würden, wie die ganzen Skandinavier. Nur Sonne wie an einem frischen Frühlingstag oder im goldenen Oktober, leicht gehemmt und zurückgezogen. Eine Sonne, die Aktivitäten anregt und nicht verbrennt.

Allen 99% verkappten Südländern wünsche ich noch einen knackigen Rest-Sommer. REST! Natürlich nicht so lange und nicht so schwül und nicht im Büro und nicht nachts, aber vor allem…NICHT BEI MIR!! Den restlichen 1% sage ich nur: Bald ist es vorbei!

August 18 at 2009 10 Kommentare

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