Posts filed under ‘03. Specials’

LDUNGEN+KURZMELDUNGEN+KURZME

Qualo, die Trockenqualle, hat Angst vor Schlangen+++Donky, der Erpel, besucht seinen Bruder Gonky in Südafrika+++Die Buteo Blutsbrüderschaft lädt zum 1. freien Feldlauf+++Scheißwetter+++Qualo sagt: "Schlangen spucken!"+++Donky trifft sich mit Gonky lieber auf halber Stecke+++Kolumbi, der Holzwurm, will auch über das Feld laufen+++Zum Frühstück habe ich mir Butter über das Brot gegossen+++Donky fliegt heute nach Karlsruhe, Gonky treffen+++Holzwürmer können gar nicht laufen+++Unser Gartenschlauch sieht aus wie eine Schlange+++Kolumbi ist der einzige Überlebende des 1. freien Feldlaufes+++Drei Wochen ohne Kühlschrank+++lat. Buteo heißt Bussard+++ Gonky ist zu Besuch+++Kolumbi hat gewonnen+++Warmer Joghurt sabbert

Juli 16 at 2010 Hinterlasse einen Kommentar

Damals und heutzutage

Neulich traf ich einen Freund. Und mit neulich meine ich eine noch voll im Saft stehende Erinnerung, wie eine Perle auf meinem aktuellen Lebensstrang. Neulich gehört quasi noch zu heute, nur knapp neben vorhin.

Wir hatten uns lang nicht gesehen. Und wie das bei solch Treffen mit alten Freunden ist, folgte auf das neugierige Abklopfen der Gegenwart mit „Was machst du so?“ schnell das nostalgische „Weißt du noch?“, als wir gemeinsam in der alt vertrauten Musikkneipe zur dämmerigen Tanzecke schauten. Schon allein die Fragestellung deutet darauf hin, dass wir diese Ereignisse, die wir nun wie ein Puzzle im Dialog aufarbeiteten, ja auch vergessen hätten können. So lang ist es her. Das muss man sich mal vorstellen. Und damit nicht genug. Ja, wir nahmen das Wort tatsächlich mehrmals in den Mund: Wir sprachen von damals. Hiermit bekenne ich mich dazu, es benutzt zu haben. Ich bin ein Damals-Sager. Dieses Wort endete lange Zeit für mich irgendwo im Krieg oder knapp danach. Es war fest verbunden mit Schilderungen meiner Großeltern über die dramatische Zeit. Alles danach war eher vor ein paar Jahren, also mehr oder weniger direkt vor neulich. Ansonsten benutzte ich das Wort vielleicht noch für Diskussionen über das Mittelalter oder Napoleon.
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Juni 8 at 2010 7 Kommentare

Projekt 52: Flowerpower

Damit hatte Hotz, der Hirschhase, nicht gerechnet. Da springt er von Löwenzahn zu Löwenzahn und singt ihnen hämisch „Bald seid ihr ’ne Pusteplume, dann puste ich euch weg!“ an den Stengel. Anschließend macht er einen Schritt zur Seite und pustet vor ihren Augen ein Dutzend fortgeschrittene Exemplare nackig. Und die gelben Artgenossen toben vor Wut, wenn sie könnten. Fast der ganze Park ist voll mit Schirmchengetümmel, nur von Hotz‘ Blaserei. Es wurde sogar schon ein Flugverbot für Vögel ausgerufen.

Man sollte denken, dass sich Löwenzahn freut, zu einer Pusteplume zu mutieren. Frei wie ein Vogel daherzuschweben und so. Aber Pustekuchen… äh blume. Sie fühlen sich da immer so „zerrissen“ und „entwurzelt“, wie sie sagen. Außerdem landen sie dann meist doch nur in irgendeiner langweiligen Pflastersteinfuge in der Fugängerzone und müssen wieder von vorn anfangen.

Soviel Flowerpower war jedoch eine Nummer zu heftig für Hotz, als er direkt von drei athletischen Kerlen in die Zange genommen wurde. Die waren wirklich stark wie Löwen und zeigten ihre Zähne. Blöd für Hotz, denn im Park blühen im Augenblick Tausende von den Pflänzchen, die nur auf ihn warteten.

Hotz in Not

Fortsetzung in „Mutprobe“

Mai 2 at 2010 7 Kommentare

Projekt 52: Mutprobe

Fortsetzung von „Flowerpower“:

Flowerpower

„Du lässt die Pusteblumen in Frieden, klar?“, rief der aufgebrachte Löwenzahn. „Glasklar!“, antworte Hotz kleinlaut. „Und pustest du noch einmal, wird’s ungemütlich!“ -„Logisch, kommt nie wieder vor. War ein Versehen.“ Hotz zitterte nicht gerade königlich am ganzen Leib. Die Eichhörnchen spotteten anschließend: „Hotz hat Schiss vor Blümchen. Hotz hat Schiss vor Blümchen.“ – „Blödsinn, das war nur ein Trick von mir!“, räusperte sich der Hirschhase. „Na, dann puste doch noch mal. Oder traust du dich nicht, Herr König?“, provozierten die Buschelschwänze. Solch eine Aufforderung zur Mutprobe hat eine magische Signalwirkung auf Hotz. Den Preis musste er jedoch anschließend zahlen, als ihn der zornige Löwenzahn wieder zu fassen bekam…

Hotz hat viel vor sich

Mai 2 at 2010 12 Kommentare

Projekt 52: Kunterbunt

Hotz, dem Hirschhasen, ist es leid. Nachdem ihn die Parkgemeinde bei seinem Krönungsjubiläum so arg versetzt hatte, sollen alle an seiner Dämmerstimmung teilhaben. Und dafür müssen erst einmal alle Farben weg. Nichts mit kunterbunt wie im Projekt 52 gefordert und frühlingsfarben. Grau ist die Farbe der Stunde, ach, des Jahres. Also wienerte er die ganzen Farben aus dem Park. Kein Blümchen wurde verschont, völlig aufgelöste Zitronenfalter wurden von ihrer Angebeteten mit Motten verwechslt und selbst die Blaumeise musste sich ab sofort als Graumeise zufriedengeben. Nur die Maulwürfe kapierten nicht, was sich alle aufregen. Aber im Untergrund lebt es sich auch ganz gut völlig farblos…und blind. Hotz‘ Maßnahme zeigte Wirkung.

So zog er sich zufrieden in seinen muffigen Bau zurück, bis er am nächsten Morgen mit Schrecken bemerkte, dass sich der Park nicht so Recht an seine Vorgeben hält. Der Himmel macht hinter Hotz‘ Rücken komplett blau und die Flora bietet mit peppig modischen Neon-Akzenten Hotz wieder Paroli. Dem Grün ist sowieso nicht mehr Einhalt zu gebieten und macht, was es will. Selbst ein paar Kanalratten hatten sich für ein paar Strähnchen etwas Kaminrot vor dem Dompfaff unter dem Nagel gerissen.

Inzwischen hat sich die Lage weitestgehend entspannt. Nur Hotz‘ Löffel sind noch grau…

April 18 at 2010 16 Kommentare

Projekt 52: Licht und Schatten

Licht und Schatten, Sekt und Selters, Ruhm und Ehre, Hinz und Kunz, Hin und wieder… Das Leben hat immer zwei Seiten. Für Hotz als selbsternannter König des Waldes vor allem die zweite. Da arbeitet er Tage lang auf sein Krönungsjubiläum hin und niemand kommt und huldigt ihn. Glanz und Gloria sollten die Feierlichkeiten prägen. Und noch nicht mal Gloria, die bepickelte Zwergpinscherschlampe, die er mit einem Müsliriegel als Zofe bestochen hatte, war zu sehen.

Da hinterfragt sich sogar sein übersteigertes Ego: „Woran lag es? Habe ich was falsch gemacht?“ Wobei er die letzte Frage gleich wieder verwarf und ersetzte durch „Muss ich eine härtere Hand walten lassen?“ Nichts mehr mit Hotz, der Sanftmütige! Hotz, der Strenge, soll in den Geschichtsbüchern stehen! Jawoll, ein Imagewechsel muss her! Aber vorher heult er erst einmal wie ein Schlosshund und rotzte sogar seine Krone voll. Er ahnt gar nicht, wieviele dieses traurige Schauspiel aus der Ferne bekicherten.

Hotz ist enttäuscht

April 11 at 2010 20 Kommentare

Projekt 52: Osterfreuden

Na klasse! Da war ich dem neuen Thema des Projekts 52 „Osterfreuden“ ja zwei Wochen voraus (siehe Verwandtschaft). Aber somit sind die Rahmenbedingungen ja klar: Hotz, der Hirschhase, wird als Oberosterhirschhase nicht anerkannt, womit ihm seine heimliche Leidenschaft, das Ostereier verstecken, wohl auf ewig verwehrt bleiben wird.

So musste er einen geeigneten Ersatz finden: Das Ostereier suchen. Da ist Hotz jedoch nicht pingelig! Morgens legt er sich hinter der Parkbank auf die Lauer, bevor die ganzen Eltern mit ihren Plastiktüten ausschwärmen und im ganzen Park Ostereier verstecken. Hotz notiert sich jedes Schokolager haarklein auf einem Zettel. Und bevor die Kinder mit roten Bäckchen Büsche und Gras durchkämmen, ist schon alles weg. In Hotz‘ Bau oder gleich in seinem Schlund. Tja, er interpretiert Ostern eben sehr ergebnisorientiert.

„So geht das nicht!“, dachten wir uns dieses Jahr und lockten ihn mit einer Finte auf eine andere Wiese. „Auf dieser Wiese verstecken wir jetzt das größte Osterei der Welt“, riefen wir uns besonders laut zu, dass es Hotz auch wirklich gut aushorchen konnte. Superlative lässt sich der Hirschhase nie entgehen, vor allem wenn es um das „Größte“ geht, hält er sich doch selbst für das Größte. Dass wir nur den wertlosen Ramsch vergangangener Zeiten mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum versteckten, erkannte er zur Glück zu spät.

April 4 at 2010 14 Kommentare

Quartalsbericht: Hotz im Projekt 52

Hotz, der Hirschhase, selbsternannter und belächelter König des Waldes mit Haarspray in in den Ohren für ein adäqauates Geweih ist seit einem viertel Jahr Serienstar. Für das Projekt 52 hat er sich bereit erklärt, Einblick in sein Leben zu gewähren. Und das ist ziemlich, tja wie soll ich es ausdrücken, abgefahren! Zeit für einen 3-Monats-Rückblick, was bisher geschah! Link klicken für kleine biographische Berichte mit Foto.

Es kostete ein wenig Überzeugungsarbeit, Hotz für das Projekt zu gewinnen. Bisschen Gewaltandrohung half da sehr. So ließ er sich auch ablichten, als er Zahlen sehr zum eigenen Vorteil interpretierte. Da wundert es nicht, dass er ein schlechter Verlierer ist, was Sing Lang, die Pekingente, böse zu spüren bekam. Mehr Haltung bewahrt er, wenn es um sein „Geweih“ geht. Um die Spannkraft zu erhalten, hat er eine ganz besonders, regendichte Lösung.

Bisschen übertrieben ist dagegen sein Ordnungssinn für den Park, für den er irre grüne Tarnungstricks nutzt, um Unruhestifter zu stellen. Nicht nur das macht ihn ziemlich unbeliebt im Wald, sondern auch der Einsatz einer geheimen Waldpolizei, wofür ihn die rechtmäßige Waldpolizei, die Eichelhäher, auf einen 24-Stunden-Drogentrip schickten.

Kein Wunder also, dass ihn niemand liebt, außer er sich selbst, und das mehrfach. Auch wir machten uns einen Scherz mit ihm und offenbarten ihm eine warmes Plätzchen neben Backflaumen und Kartoffeln (bzw. einem Teil von ihm). Letzendlich tat es uns leid, immerhin wurder er sogar schon mal zum Nordpol geschickt, weil er den Eichhörnchen die Nüsse nicht gönnte. Durch diese harten Erfahrungen flüchtet er heimlich so manches Mal in eine andere Rolle. Mit Lippenstift.

In der „Nacht der fliegenden Kaffeebohnen“ ist er wieder ganz er selbst, auch wenn er keine einzige Kaffeebohne fängt. Ganz er selbst ist er jedoch nur als Hirschhase, denn er leugnet jede Verwandtschaft mit Hasen im Allgemeinen und Osterhasen im Besonderen. Dass Hirschhasen trotzdem nicht fliegen können, ist eigentlich bekannt, was er durch eine Wette mit den Amseln allerdings widerlegen wollte. Wollte.

März 30 at 2010 7 Kommentare

Projekt 52: Hoch hinaus

Hotz, der Hirschhase, hat sich mal wieder mit den Falschen angelegt: Den Amseln. Ja genau, die Vögel, die zur Zeit im Liebestaumel gern mal unter der Ölwanne durchfliegen oder -wenn nicht- alternativ durch einen Kühlergrill filetiert werden. Seine Anweisung, doch mal ein paar Meter Bodenfreiheit zu schaffen, war gar nicht mal so abwegig, auch für die Amseln, aber er war vielleicht etwas direkt, mit dem Hinweis, dass sie die Sauerei dann bitte schön auch selbst vom Asphalt kratzen könnten…

„Du schaffst ja nicht mal drei Meter über dem Boden, wetten?“, entgegneten die Amseln entsprechend schnippisch. Hotz bekommt man mit „Wetten?“ immer, wobei er sich regelmäßig selbst überschätzt. Als die Hirsche mal mit ihm wetteten, dass er es keine drei Tage schafft, ruhig zu stehen, war es im Wald angenehm ruhig. Bis er nach 103 Stunden einfach umkippte (Er legt gern noch einen drauf). Drei Partys hatte er in der Zeit verpasst.

Da Hasen im Allgemeinen und Hirschhasen im Besonderen bekanntlich nicht fliegen können, setzte er sich auf die Schaukel um hoch hinaus zu kommen. Leider maßen die herangeeilten Parkbewohner nur 2,54 Meter, als er im hohen Bogen in den Brombeeren landete.

Hotz bei 2,23 Meter

März 28 at 2010 15 Kommentare

Projekt 52: Verwandtschaft

Hotz, der Hirschhase, leugnet ja vehement jegliche Verwandtschaft mit dem Osterhasen trotz einiger Ähnlichkeiten. Klar, er hat sich selbst schon zum Oberosterhirschasen ernannt, aber die Betonung liegt auf Oberosterhirschhasen. Die Osterhasen hatten eher ein Problem mit der Silbe „Ober“, aber das ist ein anderes Thema. Man kann sich denken, wie das ausging.

Hotz hat grundsätzlich auch starke Hirnstromschwankungen, wenn er Feldhasen begegnet. Zuviel böse Erinnerungen, die er mit Nachdruck verdrängt. „Kenn‘ ich nicht“, kreischt er bei jeder Begegnung und rennt in die nächstgelegene Höhle. Zu tief sitzt das Trauma, als er erst durch einen instinktiven Trick einem Präparator entkam, der ihn für einen Kaminsims herrichten wollte. Wer mehr hierzu wissen will, der lese hier.

März 21 at 2010 14 Kommentare

Projekt 52: Coffee-Time

Alle vier Jahre wiederholt sich ein unglaubliches Schauspiel im Wald. Manchmal auch alle 3 Jahre, weshalb es auch oft verpasst wird: Die Nacht der fliegenden Kaffeebohnen! Die Wald- und Parkbewohner nennen das Spektakel auch "Kaffeezeit!" (die englischsprachigen unter ihnen "Coffee-Time", wenn es denn welche gäbe, die englisch sprechen würden). Nur -und wirklich nur- in dieser einen Nacht tänzeln tausende Kaffeebohnen zwischen den Bäumen und die Waldbewohner feiern ein abstruses Ritual. Wer jetzt denkt: "Moment mal, Kaffeebohnen können doch gar nicht fliegen!", sollte wissen, dass diese in der Packung ihre Flugfähigkeit verlieren. Warum auch fliegen? Nützt ja eh nichts mehr.

Von Ameise bis Zilpzalp jagen die Tiere und Tierähnlichen den Kaffeebohnen hinterher. Wer am meisten Kaffeebohnen fängt, wird mit Moos und Schlamm beschmissen. So ist der Ehrgeiz groß, die kleinen quirligen Dinger zu schnappen. Nun ist es uns gelungen, ein spektakuläres Foto von Hotz zu schießen, wie er eine Kaffeebohne fängt. Also…fast fängt. Dazu lagen wir zwei Tage unter moderigem Laub, um keine Kaffeebohne zu verschrecken. Diese sind sehr, sehr scheu. Deshalb wagen sie sich ja auch nur alle 4 (bzw. 3) Jahre raus. Als wir den x-ten Mistkäfer aus unserer Unterhose gepult hatten, bekamen wir dieses besonders dicke Exemplar vor die Linse… bis es wieder kichernd in der Dunkelheit verschwand.

Hotz verpasste Chance, Klick für Großansicht

Hotz hatte zum Schluss keine einzige Kaffeebohne gefangen, dafür versuchte er die Waldgemeinde mit einem achtlos weggeworfenen Teebeutel zu täuschen. Brachte aber nichts. Niemand kannte überhaupt Tee. Stattdessen wurden alle Kaffeebohnen während eines munteren Tanzes in den bunt geschmückten Abfallkorb geworfen. Tiere mögen nämlich keinen Kaffee.

 

März 14 at 2010 11 Kommentare

Projekt 52: Auf frischer Tat

Es geht ja nichts über einen vernünftigen Fetisch-Keller. Vor allem, wenn man dort Hotz, den Hirschhasen, auf frischer Tat ertappt. Seine geheime Vorliebe könnte sich als selbsternannter König des Waldes sehr imageschädigend für ihn auswirken… Könnte… Denn ich überlege mir gerade einen guten Preis für das Foto. Sozusagen als Ausgleich für meine Mühe. Es stehen ein paar Alternativen zur Auswahl…

————–

Schick ist er ja…

Hotz hat ein Problem

März 7 at 2010 13 Kommentare

Projekt 52: Auf Achse

Das Projekt 52 gibt diesmal das Thema „Auf Achse“  in Auftrag? Bei Hotz, dem Hirschhasen? Der kennt zwar den Wald und den Park in- und auswendig, sogar die geheimen Wintervorräte der Eichhörnchen, aber sonst? Nein, der ist nie unterwegs ohne Wald. Eigentlich meint er sogar, dass der Wald die Welt sei. Ein Glück, denn sonst würde er als König des Waldes die Weltherrschaft anstreben.

Obwohl…mir fällt gerade etwas ein. Einmal war er auf einer laaangen Reise „auf Achse„. In seiner übereifrigen Sorgfaltspflicht hatte er sämtliche Eicheln und Nüsse auf ihren Ursprungsplatz kreuz und quer im Wald zurückgelegt, nachdem die besagten Eichhörnchen diese wochenlang sorgsam gebunkert hatten. „Was sein muss, muss sein!“, meinte er streng und man muss ihm anerkennend ein gutes fotografisches Gedächnis zubilligen. „Nix da! Das war zuviel!“, brüllten die Buschelschwänze trotzdem aufgebracht. Und wenn Eichhörnchen brüllen, klingt das wirklich furchterregend. Prompt verfrachteten sie ihn in ein Paket und sandten ihn zum Nordpol. Zum Glück war dort gerade niemand zu Hause und die Kiste wurde mit dem Vermerk „Empfänger verzogen“ wieder zurückgeschickt. Hotz sah auf seine wochenlangen Reise jedoch wenig von der Landschaft. War zu dunkel.

Mehr Hotz >>hier<<

Hotz sieht wieder Licht

Februar 28 at 2010 14 Kommentare

Worte auf der Goldwaage: Spießer

Aus der Reihe "Worte auf der Goldwaage":

"Scheiß Spießer!" Gern geraunzt, wenn wieder ein selbsternannter Oberhausmeister die Flusen im Flur sucht oder ein aufgeregter Zettel über Sinn und Zweck von Parkverbotsschildern an der Windschutzscheibe hängt. Oder wenn einfach ein Beamter gesetzestreu den verdammten Bescheid nicht ausstellen will. Spießer. Ein Wort, das meiner Meinung nach viel zu inflationär benutzt wird. Nicht, weil ich um Himmels Willen eine Lanze für die oben genannten Querulanten brechen möchte, sondern wegen der verbogenen Selbstwahrnehmung vieler Nutzer des Wortes. Von wegen Steinen und Glashaus und so.

Vielleicht liegt das am verstaubten Bild eines Spießers: Der verhärmte Sechziger mit Blümchentapete und Kuckucksuhr, der missmutig hinter der Gardine ahnungslosen Mitbürgern mit Bagatellen auflauert, um seine in altmodischen Werten verirrte Unzufriedenheit aufgrund verpasster Gelegenheiten zu rechtfertigen, falls er nicht gerade seinen Benz schrubbt und Kindern dabei den Ball wegnimmt. Nach dem Motto: "Was ich nicht hab, dürft ihr auch nicht." …und all seinen Varianten.

Wikipedia bietet eine etwas allgemeinere Definition, die, wie ich finde, den Begriff  auf den Punkt bringt als

  • engstirnige Personen, die sich durch
  • geistige Unbeweglichkeit (Intoleranz),
  • ausgeprägte Konformität mit gesellschaftlichen Normen,
  • Abneigung gegen Veränderungen der gewohnten Lebensumgebung und ein
  • starkes Bedürfnis nach sozialer Sicherheit

hervortun. Keine Blümchentapete, keine Flusen, kein Benz. Übrigens auch kein Biedermann, der in Abgrenzung zur Reizfigur "Spießer" ganz harmlos nur als altbackender Langweiler mit entsprechenden Außenbild auftritt. Der Schlüssel zu einer neuen Definition eines Spießertyps sind die gesellschaftlichen Normen, an denen er sich orientiert. (mehr …)

Februar 25 at 2010 4 Kommentare

LDUNGEN+KURZMELDUNGEN+KURZME

Unser Wasserhahn tropft seit einem Jahr+++Kolumbi, der Holzwurm, war sehr deprimiert+++Donky, die Ente, hat eine Riesenmathe-Textaufgabe gelöst+++Kolumbi hat sich vom Baum gestürzt+++Hotz, der Hirschhase, wurde im Museum mit seiner Vergangenheit konfrontiert+++Seit einem Jahr wollen wir eine neue Küche kaufen+++Unter den Bäumen liegt viel Laub und ein kaputter Schlitten+++Im Museum steht ein ausgestopfter Feldhase+++Die Mathe-Textaufgabe war ein Deutsch-Diktat+++Der Wasserhahn tropft weiter+++Hotz verleugnet Feldhasen+++Eine Mathearbeit soll nicht nacherzählt werden+++Kolumbi ist vergnügt und satt von der "Davos-Platte"

Februar 24 at 2010 4 Kommentare

Projekt 52: Wärme

Hotz, der Hirschhase, ist deprimiert. Letzte Woche erkannte er ja bereits, das nur er sich liebt. Immerhin, das sind schon mindestens 90%, denn er liebt sich sehr. Aber er vermisst trotzdem etwas Geborgenheit und Wärme, wie er uns in einer leisen Minute vorwimmerte. Und Hotz hat wenig leise Minuten, ganz im Gegenteil.

Wärme„, dachten wir in Erinnerung an das Projekt 52, „da haben wir doch was!“ Und wir zeigten ihm einen wirklich angemessenen Serviervorschlag für einen König oder einem Teil von ihm. Hotz hatte den Witz zunächst nicht verstanden und flüchtete in unsere Biotonne, was etwas weniger angemessen für einen König ist. „War doch nur ein Witz!“, erklärten wir dem Hirschhasen, bevor er laut zeternd die Bananenschalen vom Fell kratzte. Stattdessen richten wir jetzt mit etwas schlechtem Gewissen eine große Grillparty zu Ehren Hotz mit der ganzen Bande aus und grillen Lammkoteletts. Ist ja auch warm und haben alle was von. Das finden allerdings die Lämmer nicht so witzig.

Hotz erkennt Ähnlichkeiten

Hotz sieht Ähnlichkeiten

Mehr Hotz >>hier<<

Februar 21 at 2010 16 Kommentare

Projekt 52: All you need is love

Dass auch Hotz, der Hirschhase, Liebe benötigt (Wie sagt das Projekt 52 so schön: All you need is love), ist ein hartes Schicksal für einen König des Waldes, der auch mal ungeliebte Entscheidungen treffen muss. Eigentlich liebt ihn niemand. Dagegen liebt er seinen nächsten wie sich selbst, bleibt aber sicherheitshalber gleich zu Anfang eine halbe Ewigkeit  bei sich hängen und fängt dann einfach wieder von vorn an. Eine gute Lösung.

Liebe von allen Seiten

Februar 14 at 2010 16 Kommentare

Projekt 52: Süchtig danach

Hotz, der Hirschhase, will  eine eigene Geheimpolizei im Wald einrichten. Er braucht mehr Durchgriff auf Abtrünnige. Dafür wollte er die Maulwürfe rekrutieren. Quasi für die harte Hand aus dem Untergrund. Abgesehen davon, dass sich die eigenwilligen Wühler nicht für Hotz‘ Herrschaftsansprüche missbrauchen lassen wollen, sondern lieber einfach nur ein bisschen blind rumbuddeln, hat Hotz die Rechnung ohne die Eichelhäher gemacht. Die wollen sich als rechtmäßige Waldpolizei nicht ins Handwerk pfuschen lassen. Und so nimmt die Machtrangelei rabiate Ausmaße an. Mit leichten Vorteilen für die Vögel, denn sie jubelten Hotz ein paar "Vogelbeeren" unter, um ihn gefügig zu machen.

Einziger Effekt war jedoch, dass er völlig high mit geknickten Ohren durch den Wald taumelte und etwas von hüpfenden Pinguinen lallte, die mit ihm fröhlich "Blau, blau, blau blüht der Enzian" trällern. Das ist natürlich Quatsch. Pinguine trällern nicht "Blau, blau, blau blüht der Enzian" sondern nur "Schwarzbraun ist die Haselnuss." Wir fürchten jedoch, dass Hotz Gefallen an Vogelbeeren findet und noch süchtig danach wird (zufällig auch gerade Thema des Projekt 52). Sein Trip dauerte 24 Stunden, bis er anschließend mit Gänseblümchen im Hintern drei Tage lang in der Suhlgrube des Wildschweingeheges durchratzte.

Hotz im Rausch mit Pinguin

Februar 9 at 2010 12 Kommentare

Projekt 52: Die Farbe Grün

Hotz, der Hirschhase ist ein Meister der Tarnung. Blitzschnell kann er die Farbe seiner Umgebung annehmen, um Abtrünnigen in seinem Herrschaftsgebiet von Park und Wald aufzulauern und sie zur Rechenschaft zu ziehen. Hier auf dem Bild hat der Frosch keine Chance mehr zu entkommen und muss alle Seerosen wieder sorgsam in eine Reihe schieben, denn im Park muss alles seine Ordnung haben. Hotz macht sich einfach grün

…Ach, ich kann’s nicht. Hotz forderte mich auf, doch mal endlich mal seinem "Status als König des Waldes gerecht zu werden", und was Positives über ihn zu schreiben. Sonst überlegt er, das Projekt 52 zu boykottieren. Aber es geht einfach nicht. Alles gelogen. Hotz kann gar nicht schwimmen und die letzte Begegnung mit Fröschen endete in einem Schlammbad. Für ihn. Da war er auch ein bisschen grün, sonst aber nicht. Das ist alles hier nur ein schnöder Bildbearbeitungstrick. Ich gebe es zu. Sorry für die hinterlistige Täuschung!

Billiger Trick

 

Januar 31 at 2010 13 Kommentare

Projekt 52: Wind und Wetter

Hotz, der Hirschhase, hat bei Regen ein Imageproblem: Seine Ohren verlieren an Spannkraft. Er würde es anders formulieren: Sein Geweih verliert an Spannkraft. Er sprüht sich nicht umsonst literweise Haarspray auf seine Lauscher. Ob diese brettharten Löffel nun wirklich als Geweih gelten, ist im Wald umstritten. Eigentlich beeindruckt das selbst die Borkenkäfer nicht, geschweige denn die Hirsche, die überhaupt kein Haarspray benötigen. Hotz meint aber, dass er sich durch diese Bretter am Hinterkopf den nötigen Respekt als König des Waldes verschafft. Na ja, nennen wir es mal eher „Aufmerksamkeit verschafft“, oder gelten Einbuddeln und Totlachen noch im weitesten Sinne als Respekt?

Jedenfalls  schlabbern seine Ohren bei Wind und Wetter (passend zum Motto des Projekt 52) ziemlich seitlich. Gegen Regen kommt sein Haarspray nicht an. Er konnte uns dazu überreden, ihm ein Regencape für seine Ohren zu designen, ohne seine Pracht unter einer Plastiktüte verhüllen zu müssen. (Diese Variante hatte definitv für Irritationen im Wald gesorgt. Tagelang wurde im Park und Wald gerätselt, wer denn dieser Aldi ist, der durch den Wald geistert und gegen jeden Baum donnert.)

Wir finden, unsere Lösung ist modisch, körperbetont und sehr wirksam gegen Regen. Nur hören kann er jetzt nichts mehr.

Gummierte Ohren

Januar 24 at 2010 16 Kommentare

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