Posts filed under ‘09. Donky & Co. erleben was…’

Marlene

Donky, unsere doch eher gemütliche Ente aus dem Park, wollte mit seinem Bruder Gonky, seines Zeichens weltreisende Flugente, einen Ausflug machen. Nun ja, „Wollen“ ist vielleicht etwas zu weit gegriffen, denn wenn Gonky einen Ausflug plant, kann daraus schnell ein zünftiger Rundkurs werden, zum Beispiel die chinesische Mauer entlang. Deshalb hat er zum Vorschlag Gonkys zu einer Spritztour gen Osten auch seine Bedenken.

  • Donky: „Sieht nach Regen aus!“
  • Gonky: „Ach, das ist doch nur ein reinigendes Gewitter“
  • Donky: „Vielleicht sollte es vorher ein bisschen reinigen, bevor wir losfliegen.“
  • Gonky: „Was hast du gegen Marlene?“
  • Donky: „Marlene?“
  • Gonky: „Ja, da vorne, die Gewitterfront!“
  • Donky: “ Du gibst Wetter Weibchennamen?“
  • Gonky: „Nur Gewittern, der letzte Sandsturm hieß dagegen Friedhelm.“
  • Donky: „Na gut, kannst du Marlene vielleicht auf später vertrösten?“
  • Gonky: „Ooch, Marlene ist doch ganz harmlos“
  • Donky: „Das nennst du harmlos? Ich denke eher, das ist eine kratzbürstige Zicke!“
  • Gonky: „Da kennst du meine Ex-Freundin aus Amerika nicht!“
  • Donky: „Ha, die hieß bestimmt ‚Windy‘, oder was?“
  • Gonky: „Nein, Katrina!“

Licht im Dunkel

November 10 at 2011 7 Kommentare

Kellernostalgie

Was haben wir in Erinnerungen geschwelgt, lagen uns in den Armen oder Beinen, kramten  Bilder aus dem Schuhkarton  und erzählten uns alte Anekdoten.

Einfach herrlich, als Igitte, unsere 5-beinige Spinne, auf dem Bauernhof meiner Schwiegermutter mit Hilfe Dutzender Kellerspinnen einen Eimer (!) Fliegen fing. (Sing Lang, die Pekingente, musste bekehrt werden, nicht auf einen Snack zu ihrem Ex-Koch im Restaurant Lotusgarten zu watscheln. Zu groß war die Gefahr, der Snack zu sein. Also musste eine delikate Gourmet-Alternative her. Was bietet sich da besser an als Fliegenmus?) Es war das einzige Mal, dass jemand auf Igitte hörte (Okay, ein bisschen Bestechung war auch mit im Spiel).

„Ach, Igitte“, sagte ich und wischte mir eine Träne aus den Augen, „dass du trotz deiner fünf Beine mal zu was nutze bist außer zum Topflappen weben!“. Man muss wissen, dass wir zu Hause in jeder Ecke Topflappen hängen haben, weil die Amputation Igitte etwas destabilisert für filigrane Netze. Seitdem kochen wir sogar zum Frühstück Kartoffeln mit Schinken-Sahne-Soße , um ihr etwas Selbstwertgefühl zu geben. Wir haben inzwischen neben Frühstückskochlappen auch Eierkochlappen, Pfannenkochlappen, Linkshänderkochlappen, Ganzkörperkochlappen, Kochlappen für Lachsschnittchen und „Kochlappen“ für danach (Klopapier brauchen wir nämlich auch nicht mehr).

„Das war nicht einfach, die anderen zu überzeugen, was Igitte?“ Ich zeigte ihr das Bild von der kleinen Werkstatt neben der Dehle. „Ja, ja, die waren sowas von sauer.“ Igitte kicherte. „Immer wurde an ihren Netzen gezottelt. Die kamen ja zu nichts. Aber ich habe das ja geregelt.“ Na ja, der Preis war schon hoch: Hinter Igittes Rücken vereinbarte ich mit meinem Schwager, dass ich später das Wohnzimmer tapeziere. Habe ich zwar nicht, aber er ließ  für eine Woche Fahrrad und Werkzeug, wo es war. Daran ließ sich im wahrsten Sinne besser anknüpfen. Ein guter Deal, dachten sich die heimischen Kellerspinnen und gönnten uns eine Handvoll Schnaken (Ein bisschen faserig).

Fahrradkeller

„Du bist schon eine tolle Spinne“, meinte ich mit großen Augen und nickte eifrig. „Guck mal, ich habe noch ein paar andere Bilder: Den Dachboden, wo die leckeren Obstfliegen schwirrten, den noch leeren Fliegeneimer, den tragischen Zwischenfall mit der Spinne, die sich aus Versehen selbst fing…“

Als Jan aus dem Nebenzimmer einwarf, dass ich das alles doch nur erzähle, um die alten Fotos wieder im Blog veröffentlichen zu können, weil ich nichts Neues zu bieten habe,  konnte ich Igitte nur noch ein „Stimmt doch gar nicht!“ hinterherrufen. Seitdem ist sie verschwunden und ich habe eine Brandblase, weil sie den bestellten Rückhandschnellkochtopflappen mit Doppelsaum nicht rechtzeitig geliefert hat. Na ja, jetzt sind die Fotos aber nun mal da. Ich zeig‘ sie einfach mal,  bevor ich sie wieder wegpacke. (Klick zur Großansicht)…

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Oktober 23 at 2011 Hinterlasse einen Kommentar

Später Wurm

Nun fängt der frühe Vogel bekanntlich den Wurm. Deshalb hält sich Kolumbi, der Holzwurm,  lieber an das Motto „Später Wurm entkommt dem Vogel“ und ratzt durch. Aber so war das nichts Halbes, nichts Ganzes:

Nach durchzechter Nacht beim  „Wet but lucky“ e.V (Regenwurm-Rocker-Club) mit ein paar überreifen Kirschen hatte es Kolumbi nicht mehr nach Hause geschafft. Oder genauer gesagt: Mit dem Sauerstoff-Flash, als er sich durch die Wiese nach oben gebohrt hatte, setzte auch unmittelbar der Tiefschlaf ein.

So bibberte er am nächsten Morgen ganz schön bei um die 0 °C. Noch mehr bibberte er, als er merkte, dass sein Schwanz im Boden festgefroren war. Das war ihm nur solange peinlich, bis er durch die Grashalme etwas Schwarzes erspähte. Schlimmer noch: Etwas Schwarzes mit etwas länglichem Orangenen. Dann wurde aus peinlich schnell panisch. „Eine Amsel“, dachte er, „Scheiße auch!“ Und Kolumbi flucht sonst nie.

Doch er hatte blitzschnell die rettende Idee (Nun ja, eine gute viertel Stunde überlegte er schon): Er stellte sich aufrecht und tarnte sich als Strohhalm. Amseln mögen keine Strohhalme. Oder hat jemand schon mal eine Amsel mit Cocktail gesehen? Schlau, nicht wahr?

Nun ja, das Schwarze mit dem länglichen Orangenen stand zwar nach drei Stunden Stillstand immernoch auf der Wiese auf dem selben Fleck, aber wer denkt schon an eine Spielzeuglokomotive mit gelbem Schornstein so früh am Morgen? War so was wirklich zu erwarten?

Schließlich kippte Kolumbi  hechelnd um, weil der Boden taute. Seitdem klagt er über Nackenschmerzen (und so ein Nacken ist bei Holzwürmern ganz schön lang, wenn man nicht weiß, wo er endet). Und über schwarze Lokomotiven mit gelbem Schornstein klagt er seitdem auch. Glaubt natürlich keiner, wie immer.

Der Versuch einer Rekonstruktion: (mehr …)

Oktober 19 at 2011 3 Kommentare

Chinese Domino Day

Sing Lang, unsere Pekingente, ist mit vorweihnachtlichen (Fr)Essgebräuchen jenseits der chinesischen Speisekarte noch nicht so vertraut. Auch Zimtglückskeksadventskalender wie in ihrem Exdominizil des Restaurants „Lotusgarten“ sind bei uns zu Hause noch nicht eingeführt.

  • Jan: „Nimm dir doch auch einen Dominostein!“
  • Sing Lang: „Was?“
  • Jan: „Diese Schokowürfel hier heißen so. Lecker!“
  • Sing Lang: „Würfel haben Punkte!“
  • Jan: „Der ist zum Essen, der braucht keine Punkte.“
  • Sing Lang: „Ihr esst Würfel?“
  • Jan: „Nur die, mit denen man nicht spielt.“
  • Sing Lang: „Und wenn ihr nicht spielt, esst Ihr die Würfel auf??“
  • Jan: „Der hat doch gar keine Punkte zum Spielen!“
  • Sing Lang: „Und wo sind die Punkte jetzt?“
  • Jan: „Och, Sing Lang, das ist ein Dominostein zum Essen. Basta.“
  • Sing Lang: „In Ordnung, Würfel sind in Wirklichkeit gar keine Würfel, sondern Dominosteine.“
  • Jan: „Moment, Moment! Dominosteine zum Spielen haben Punkte wie Würfel, sind aber keine Würfel. Dominosteine zum Essen sind Würfel ohne Punkte“
  • Sing Lang „?“
  • Jan: „Moment!“
  • Sing Lang „-„
  • Jan: „Guck hier, das ist eine Dominostein zum Spielen mit Punkten!Hier zwei, da fünf“
  • Sing Lang: „Aha! Und Punkte schmecken nicht!“
  • Jan: „Äh, keine Ahnung!“
  • Sing Lang: „Im Lotusgarten gab es nie Punkte zu essen.Kann man die nicht abmachen?“
  • Jan: „Der ganze Dominostein schmeckt nicht!“
  • Sing Lang: „Ohne Punkte schon!“
  • Jan: „Unter den Punkten ist Plastik!“
  • Sing Lang: „Aber Dominosteine sind eine chinesische Spezialität!“
  • Jan: „?“
  • Sing Lang: „Guck hier: ‚Made in China‘!“

Dezember 6 at 2010 Hinterlasse einen Kommentar

Imaginärer Placebo

Verdammt, Donky hat einen Drehwurm. Teilte er uns gestern zunächst freudig mit. Leider haben wir ihm gesagt, dass so ein Drehwurm ganz schön schwindelig machen kann und ihm bestimmt übel ist. Seitdem kotzt er unentwegt in den Teich. Was den Kröten gefällt, finden wir ganz schön ekelig. Nun sahen wir heute, dass der Drehwurm extrem einem Telefonkabel ähnelt, vor allem, weil noch ein Hörer dranhängt. Aber da gab es kein Zurück. Donky ist speiübel.

Wir zeigten ihm, was man mit einem Hörer so anstellen kann. Telefonieren, zum Beispiel, drehfrei. Das überzeugte ihn aber nicht, da niemand ranging. Wir zogen Kolumbi zu Rate, seines Zeichens anerkannter Holzwurm und Experte. Als er jedoch Donky und das Telefonkabel sah, musste er gleich mit aufstoßen und schredderte erstmal ein Gramm Sägespäne aus. Das bestätigte Donky noch mehr.

Es wird noch schlimmer: Ich versuchte ihm zu erklären, dass dieser Drehwurm so eine Art imaginärer Placebo ist, nur andersrum irgendwie. Und so sehr mich dieser Vergleich auch selbst verwirrt, so Donky natürlich umso mehr. Seit dem schimpft ununterbrochen mit dem Placebo, dass selbst Amseln seinen Baum meiden aus Angst vor Übergriffen. Der Placebo solle sich gefälligst vom Acker machen und den Drehwurm mit dem Hörer mitnehmen. Bis jetzt bleibt der Placebo jedoch hartnäckig und dazu noch imaginär neben ihm sitzen. Zumindest klopft er Donky beim Kotzen auf den Rücken.

September 15 at 2010 3 Kommentare

Amtliches Endergebnis der Parkwahl

Lang ist es her, als die Parkgemeinde zur Parkwahl aufrief (hier mehr). Aber die Stimmen einer kompletten Mückenarmee müssen auch erst einmal ausgezählt werden. Und für die Schnecken war das Wahllokal einfach ein paar Zentimenter zu weit entfernt, so dass die Frist um ein paar Monate verlängert wurde.

Igitte als Parteivorsitzende konnte durch ihre Amputation neben den verwandten Spinnen  bei den Würmern noch einige Wahlstimmen für die Park Partei abräumen. 3 verlorene Beine schaffen Vertrauen bei Beinfreien.

Nun steht aber endlich das amtliche Endergebnis fest. Donky hat sich freiwillig als Amt zur Verfügung gestellt und die Stimmen ausgezählt:

  • PPP (Prima Park Partei): 145%
    • Überwältigender Wahlsieger, Donky hat sogar 12 mal nachgezählt (und jede Zählung addiert)
  • AAA (Allianz alternativer Amseln): -4%
    • Donky spendierte Pagalinis Chor-Partei großzügig ein Minus (zum eigenen Schutz)
  • UUU (Union ufernaher Unterwassertiere): 45
    • ohne Prozent, Kaulquappen kennen noch kein Prozent
  • KKK (Koalition der Kriech- und Krabbeltiere): 2% für das zweite K, 2% für das dritte K, das erste K wurde abgeschafft
    • heillos zerstritten wegen der Beinpauschalsteuer
  • FFF (Fell- und Flausch Fraktion): 0,00000001%
    • zu weich für den erbarmungslosen Wahlkampf
  • BBB (Buteo Blutsbrüderschaft): 0%
    • nicht zugelassen wegen unzulässigemWählerfangs (Buteo = lateinisch für Bussard)
  • VVV (Vereinigung vielfliegender Vögel): 3-21%
    • zu flatterhaft für ein eindeutiges Ergebnis
  • DDD (Drei demokratische Dampfnudeln): 45%
    • Die mysteriöse Partei ist heimlicher Wahlsieger, bleibt aber auch  heimlich.

Juni 28 at 2010 3 Kommentare

Donkys Liebeslied

Donky hat sich verschossen. In Anneliese. Schon seit zwei Jahren, als wir unseren Urlaub im Allgäu verbracht hatten und der Erpel mit dabei war. Dummerweise hat er ihre Handynummer verloren. Er meint zwar, sie hätte gar kein Handy. Trotzdem blöd. Wir empfanden Anneliese ja als ziemliches Mannweib, zum Beispiel als sie die Schwäne mit „Ver****e Z****, ver***** euch!“ zusammengestaucht hatte. Ups! Aber vielleicht braucht Donky sowas.

Jetzt startet er einen neuen Anlauf und kämmt sich täglich seinen Schwanz vor der Abreise ins Allgäu. Er schrieb er ihr nämlich ein Liebeslied, das er ihr im Mondschein persönlich vorträllern will. Er braucht etwas Licht zum Ablesen. Er diktierte uns dafür den Text.

Ich wollt’ mir grad einen Tee aufbrühen
Da sah ich Dich beim Alpenglühen
Das klappte leider nicht so recht
Denn die Alpen brennen schlecht
Doch mein Herz war in Flammen
Autsch, heiß


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Juni 13 at 2010 4 Kommentare

Manfriss mag Fahrräder

  • Manfriss, der Metallfresser: Leckaaaa! Ich habe gerade eine Mutter gegessen!
  • Jan (9): Oh nein, das darfst du nicht!
  • Manfriss: Zuerst dachte ich auch, jetzt ist die Schraube ganz alleine, wie traurig. Dann hatte ich sie aber einfach aufgegessen. Nett, nicht?
  • Jan: Puh, ich dachte schon! Aber kannst du nicht mal was Gesundes essen?
  • Manfriss: Du meinst, mal was Leichtes?
  • Jan: Hmmm!
  • Manfriss: Eine Alufelge vielleicht?
  • Jan: Nein, ich dachte eher an einen Gemüseeintopf.
  • Manfriss: Gute Idee, habe ich schon mal probiert.
  • Jan: Und?
  • Manfriss: Der Inhalt war ekelig. Habe ich vorher ausgekippt. Aber die Schale war lecker!
  • Jan: Man, du machst alles kaputt!
  • Manfriss: Nein, ich schlucke es ganz runter. Nur beim Fahhrad vorhin habe ich als erstes die Kette abgeknabbert. *Sabber*
  • Jan: Du hast ein Fahrrad gegessen?? Aber das gehört doch jemanden!!
  • Manfriss: Stand nur rum!
  • Jan: Ja, aber später vielleicht!!
  • Manfriss: Außerdem waren genug da.
  • Jan: Wo?
  • Manfriss: An der Schule. Sogar abgeschlossen. Kann ja niemand mit fahren.
  • Jan: An der Schule? Die Kinder fahren da morgens hin und mittags wieder nach Hause. Die brauchen das dann. Menno!
  • Manfriss: Ist doch kein Problem. Ich fresse es ja nur vormittags.
  • Jan: …?

April 30 at 2010 3 Kommentare

Holzwurm-Blues

Kolumbi ist traurig. Sehr traurig. Selbstmörderisch traurig. Dass der Holzwurm immer wieder mal spontan mit dem Freitod liebäugelt, ist bekannt. Fühlt er sich manchmal im wahrsten Sinne des Wortes übergangen. Aber normalerweise lässt er sich auch sekundenschnell wieder vom Gegenteil überzeugen, zum Beispiel durch Partys oder eine leckere Schranktür. Diesmal meint er es aber ernst, denn er hat einen sehr merkwürdigen wie auch spektakulären Plan und bestand vorher auf eine Videobotschaft mit seinem letzten Blues. So stellte ich heulend die Videokamera auf…

Wer sich wundert, warum Kolumbi Gitarre spielen kann, sei dieses Video noch ans Herz gelegt:

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April 4 at 2010 9 Kommentare

Donkys neuer Baum

Schock!

Drama im Park. Donkys  Baum ist weg. Einfach ab. Sicher, es kann ja niemand wiessen, dass darauf eine Ente schläft, aber einfach ohne zu fragen, das Bett zu zersägen, ist keine feine Art. Er hatte zwar immer ein wenig Ärger mit den Nachbarn, den Kröten, und das widerliche Laub versperrte im regelmäßig den Seeblick.

Das neue Heim!

Aber so ein Heim wächst schon irgendwie ans Herz. Da vergoss er so manche dicke Träne. Zumindest für ein paar Minuten, bis Donky sein neues Penthouse entdeckte. Jetzt gilt es nur noch eine gute Strategie gegen die Krähen zu entwickeln. Donky hat schon eine Idee mit dem Strommasten auf dem Acker…

März 28 at 2010 7 Kommentare

Wurm-Express

Kolumbi ist im Park ein viel gefragter Holzwurm. Nicht, dass er vermisst wird. Im Gegenteil: Er wird einfach oft gefragt: "Wer bist du denn überhaupt?" Und meist schon das 1000. Mal, also ganz schön viel, weil Kolumbi anschließend sofort in den Niederungen des Großhirns der fragenden Parkbewohner verschwindet. Die meisten besitzen noch nicht mal ein Großhirn, womit Kolumbi quasi direkt wieder als verlorene Erinnerung aus dem Kopf raustropft. Er wird noch nicht einmal von Amseln wahrgenommen, die wütend nach Regenwürmern stochern, während Kolumbi sich auf einem nahegelegenen Maulwurfshügel sonnt. "Hey, nehmt doch mich! Nur eiiinmal", hatte er vor ein paar Tagen gerufen. Ja, nur einmal im Mittelpunkt stehen, egal um welchen Preis! Das wäre was. Ging gerade noch mal gut. Sie hatten ihn nicht gehört.

So einfach geht das aber nicht. Dazu muss er jedoch zumindest mal rechtzeitig da sein. Erst letzte Woche hatte er Donkys Geburtstagsparty um zwei Tage verpasst und mümmelte nur noch die übrig gebliebenen Krümel. Zum Glück feiert Donky nächste Woche wieder Geburtstag. Kolumbi macht sich heute schon mal auf den Weg. So ein Holzwurm ist nämlich langsamer als man denkt, erst recht, wenn er  Schnecken als Taxi  nutzt, die in die Gegenrichtung kriechen.

So haben wir ihm ein neues Vehikel gebaut, dass in in Null Komma Nichts zum Ort seiner Wahl bringt. Vorausgesetzt, man wählt die richtige Dosierung. Das ging beim ersten Versuch schief, als Kolumbi durch Donkys übereifrigen Einsatz (Sprung vom Baum) in der Regenrinne landete. War zumindest eine prima Wildwasserrutschpartie anschließend.  Wir haben jedoch an alles gedacht: Wurmergonomische Beschleunigungsschale, hochempfindliches Drehlager, watscheltauglicher Trethebel, Notrutsche.

März 2 at 2010 Hinterlasse einen Kommentar

Ein Schrank Möhrensaft

Da ist es wieder! Das Ding ist wieder bei uns und leider wieder länger als geplant.

Plastik ist sicher!

Aber kurz zur Erinnerung: Das Ding war lange Zeit unser Außerirdischer im Park. Vielleicht eher Außerirdisches, denn bis heute reagiert es äußerst gereizt auf die Zuweisung eines Geschlechtes. Und wenn das Ding gereizt ist, macht es schnell aus einer Mücke auch mal einen Elefanten… oder Hubschrauber (Video). Es stürzte bei uns im Park mit seiner Rakete ab, die Manfriss, unser bauchgesteuerter Metallfresser, auch prompt als Zwischenmahlzeit entdeckte. Das gab Ärger! Es dauerte Monate, bis wir die intergalaktische Taxirufnummer herausfanden. Vorsichtshalber wurde diesmal eine Plastikrakete vom Heimatplaneten ein paar Stationen hinter dem großen scharzen Loch in der Fffft7-Galaxie geschickt, um Manfriss‘ Appetit zu zügeln. Leider ohne ausreichend Benzin. Manfriss gab sich zur Wiedergutmachung zwar alle Mühe, Benzinkanister zu besorgen, verspeiste diese aber auf dem Weg als gefüllte Pralinen. Ist ja auch lecker! Bis der Tank voll war, vergingen weitere Monate. Zu allem Unglück konnte die Rakete nur geradeaus fliegen, dass zum geplanten Abflugtermin die Sonne im Weg war (hier mit Skizze). Irgendwann winkten wir dem Ding aber mit Tränen in den Augen und geblümten Taschentuch hinterher…

So , und jetzt ist es zu unserer Freude wieder zu Besuch und hat sogar vorgesorgt: Die Rakete ist aus Glas und fliegt mit Möhrensaft (Man könnte fast eine überdimensionierte Flasche Möhrensaft vermuten, wenn auf der Rakete nicht dieses kryptische „ACE+“ stände. Was immer das heißen mag). Jedenfalls ist beides völlig ungenießbar für Manfriss (für Jan und mich übrigens auch, vor allem der Möhrensaft). Und da das Ding ja wusste, dass es auf der Erde Möhrensaft gibt, fragte es uns im unverkennbaren -und völlig unverständlichen- Ultraschall-Dialekt nach einer Tankstelle für den Rückflug. Als wir nachhakten, wieviel Möhrensaft denn so eine Rakete pro Lichtjahr benötigt, wies es auf Jans Kleiderschrank. „Ups!“, dachte Jan und ich dachte fast gleichzeitig: „Ups!“ Einen Schrank Möhrensaft hatten wir bisher beim Supermarkt unseres Vertrauens noch nicht gesichtet, auch nicht bei Obi. Also stehen wir wieder vor einem großen Problem, während das Ding sehnsüchtig sein Sonnensystem beäugt, das es zufällig in Jans fluoreszierenden Deckenhimmel entdeckt hatte. Es meint sogar, den Heimatplaneten neben seinem Sonnenstern ausfindig gemacht zu haben. Wir glauben jedoch eher an die Überreste einer Mücke.

Das Ding braucht Möhrensaft

Januar 28 at 2010 2 Kommentare

Major Heckenried sieht rot

Einen Mückenschwarm zu bändigen, gleicht einer Sisyphosarbeit. In lauen Sommernächsten verzweifle ich schon an einem Exemplar. Donky, unser Erpel, hat sich jedoch zum Ziel gesetzt, eine Volkszählung der Sippe im Park durchzuführen, um die Chancen der Parkpartei bei der Parkwahl zu verbessern. Quasi so eine Art Marktforschung. Und da er vom Gefühl her mit den Mücken ausreichend Wählerstimmen für eine knappe Regierungsmehrheit vermutet, ohne sich um den restlichen Pöbel zu kümmern (Schnecken und Eichhörnchen zum Beispiel), möchte er schon mal eine gezieltere Prognose wagen. Dumm nur, dass das Interesse, durchgezählt zu werden, äußerst begrenzt ist und Mücken auch noch auf der Nahrungsliste der Ente stehen. Zu allem Übel begrüßte er bei der letzten Wahlkampfrede die anwesenden Insekten mit „Liebes Futter“. So ist die Bereitschaft zur Kooperation gering.

Zumindest das 1. Parkbataillon machte aber mit. Zwar erst, nachdem er ihnen für den Sommer einen allabendlichen Report halbgeöffneter Terrassentüren der umliegenden Häuser versprach, aber immerhin: Major Heckenried gab sein OK. Major Heckenried trägt das Oberkommando über das erste Parkbataillon. Die Truppe macht zwar, was sie will, da aber Major Heckenried einen guten Riecher für offen liegende Ohrläppchen und Gesäßmuskel hat, bleibt der quirlige Haufen bei ihm in der Nähe.

Major Heckenried sieht rot

So versammelten sich gestern die surrenden Biester um Donkys Baum zum Durchzählen. „Alle in eine Reihe!“, rief Donky. (mehr …)

Januar 13 at 2010 3 Kommentare

Trockenes Wasser

Für Qualo, die Trockenqualle, ist das Leben digital. Das konnte man ja schon in der unglaublichen Dokumentation im Heizungskeller sehen.  Es gibt "Trocken" und "Nass". "Trocken" ist gut, "Nass" ist böse. Wobei La Ola, die Welle, die Qualo mit einem Springbrunnen verwechselt, gar nicht böse ist, sondern nur unglücklich in den falschen Kerl verliebt (siehe Video). "Verliebt" steht jedoch nicht in Qualos Wertesystem und wenn dann nur ziemlich weit bei "nass".

So überrascht es nicht, dass Qualo Regen meidet. Regen ist nämlich "nass". Können wir bestätigen. Bis zum Sonntag, als Qualo bei uns aufschlug und uns mit den paar Brocken Deutsch, die er bis jetzt aufgeschnappt hat,  mit einer ganz neuen Definition des Klimawandels überraschte:

  • Qualo: "Regen trocken!"
  • Jan: "Nein, Regen ist nass."
  • Qualo: "Nein, Regen von Himmel nach unten: Trocken!"
  • Jan: "Nein, Regen ist nass!"
  • Qualo: "Und Regen weiß!"
  • Jan: "Ach so, du meinst Schnee. Schnee ist gefrorenes Wasser."
  • Qualo: "Nein, Wasser nass."
  • Jan: "Ja, aber erst wenn es taut."
  • Qualo: "Nein, Wasser nicht laut"
  • Jan: "Ich meine, erst die Sonne macht den Schnee nass."
  • Qualo: "Sonne nass?"
  • Jan: "Nein, die Sonne macht den Schnee nur nass."
  • Qualo: "Sonne regnet!"

Dezember 21 at 2009 4 Kommentare

Multifunktionsfeier

Buchfinken sind schon ein fröhliches Vogelvölkchen. Und seitdem Finkel, der Erpel, der sich als Ei nicht ganz freiwillig in ein Buchfinkennest verirrte, ein amtlich anerkannter Buchfink ist, lernen wir die Gewohnheiten auch immer mehr kennen.

Gestern flötete er vergnügt, das er ein süßes Nestchen mit bunten Zuckereiern mit seinen Finken-Freunden gebastelt hat. "Nein, nein, Eier gibt es erst später!", erwiderte Jan, musste aber gleich eingestehen, da sich Vögel eindeutig besser mit Eiern auskennen. Außerdem schmücken sie ja mit den Nestern den Weihnachtsbaum. "Wie keine Strohsterne?", war unsere erschrockene Reaktion. "Nein, dafür eine silberne 3 mit Lorbeerkranz auf der Spitze", überraschte uns Finkel. Er klärte uns auf, dass es ja immer einen Geburtstag gibt und sie dafür aus Cola-Dosen mit ihren Schnäbeln einen Kranz stanzen.

"Wow, eine Multifunktionsfeier", kommentierten wir anerkennend und Finkel setzte noch einen drauf: (mehr …)

Dezember 2 at 2009 2 Kommentare

Schwierige Diagnose

Kolumbi klagt über Schwanzschmerzen. Das hatte uns etwas verwundert, röchelte er doch eher aus der Nase oder dem nasenähnlichen Dingsda vorne am was weiß ich. Wenn Holzwürmer röcheln, klingt das wie ein batteriebetriebener Mickey Mouse – Wecker mit leerem Akku. Deshalb fragten wir auch, ob er vielleicht eher Halsschmerzen habe. „Nein!“, betonte er. „Ich habe gar keinen Hals!“ Stattdessen habe er einen Bauch. Man röchelt jedoch selten aus dem Bauch. Das wäre schon stark verharmlosend. So einigten wir uns auf die Brust, was aber immernoch nicht Kolumbis Schwanzschmerzen erklärt.

Der Schwanz ist doch auch beim Holzwurm nur die Verlängerung des Rückens und ziemlich weit von der Brust entfernt. Und dann noch auf der anderen Seite. Außerdem dürfte ein Holwurm ohne Hals auch keinen Nacken besitzen, sodass der Rücken direkt in den Kopf mündet. Soweit die Theorie.

Kolumbi meint aber sogar, dass sein Kopf direkt am Schwanz ansetzt, völlig rückenfrei. Dem widersprachen wir jedoch energisch, weil der Bauch dann ziemlich in der Luft hängen würde ohne rückseitigen Gegenpart. Kolumbi hat aber gar nichts gegen frei schwebende Bäuche. Sein Bauch wäre außerdem fast überall, auch hinten.

Um die Verwirrung komplett zu machen: ‚Hinten‘ ist bei ihm in der Regel oben und nur bei besonders steilen Bäumen hinten. Da unser Rücken jedoch zweifelsfrei hinten und nicht oben ist, wäre das gar nicht vergleichbar. Bei ihm ist hinten der Schwanz und wir haben ja auch keinen Schwanz hinten. Dann braucht er ja im Umkehrschluss auch keinen Rücken zu haben. Und überhaupt: Wo hört ‚hinten‘ (oder besser ‚oben‘) bei runden Würmern seitlich überhaupt auf? „Stimmt auch wieder“, räumten wir irritiert ein und verzichteten freiwillig auf den Rücken.

Wissenschaftliche Abbildung: Klick für Großansicht

Wenn nun der Schwanz, der gleichzeitig der hintere obere Bauch ist, quasi schnurstracks an den Kopf grenzt, dem gegenüber direkt die Brust liegt, die faktisch der Hals ist, aber dieser ja eigentlich wie der Bauch auch nicht nur vorn unten zu finden ist, sondern ansatzlos dem hinteren oberen Schwanz entspricht, kann man großzügig auch von Schwanzschmerzen sprechen.

Ja, so musste es sein! Jedoch hatten wir ein begleitendes Symtom bei dieser Diagnose nicht berücksichtigt! Als Kolumbi heftig nieste und das ziemlich weit vorne, beförderte ihn der Rückstoß wie eine Weingummi-Rakete gegen das Bücherregel. Der Holzwum mag zwar Bücherregale, aber nicht wenn er mit voller Wucht dagegen knallt. „Aua! mein Schwanz!“, war auch der folgerichtige Kommentar. Aha!

Also finale Diagnose: bronchialinduziertes, redirektional ausstrahlendes Distalsyndrom mit temporärer Rektalamnesie.

November 23 at 2009 7 Kommentare

Urbanstyle am Deich

Hat jemand schon mal Enten fliegen sehen? In einem Affenzahn immer geradeaus. Nicht schlecht für eine Ente, die sonst nur plump daherwatschelt. Aber was machen Enten eigentlich, nachdem sie geradeaus geflogen sind?

„Gucken, was da los ist!“, klärte uns Donky, unser Erpel, in Otterndorf an der Nordsee auf. „Und dann wieder zurück.“ Cool!

Windstärke 0 mit Freunden

Kurz hinter der Elbmündung verbrachten wir eine Herbstwoche und Donky flog natürlich mit. Mops, die fette Möwe vom Rhein, kam auch mit, nur ohne Fliegen, stattdessen im Kofferraum. Das war ihr schon anstrengend genug. Sie wollte mal mit echten Seemöwen fachsimpeln, lernte jedoch nur ein paar Backfische und Krabben mit Majo kennen. Seemöwen denken da etwas komplizierter und machen sich die Mühe, Krabben selbst zu fangen. Und das auch noch ohne Majo! (Wer hat es schon mal geschafft, ein Krabbenbrötchen ohne vertikalen Verlust zu essen?)

Donky flog auch gleich kräftig geradeaus zum Deich, guckte ganz wichtig, was da los ist, und dann schnurstracks wieder zurück. Nur so! Alles andere hätte ja einen Zweck gehabt und wäre absolut spießig, meinte er. Zum Beispiel „Fische suchen“, wie die Möwen: Ein paar Flügelschläge hier, ein paar dort, dann nach rechts abgleiten, abtauchen und wieder in die Luft schwingen. Und alles mit verkrampften Blick zum Fisch. Das war was für Land- oder besser Seeeier (Wow, ein Wort mit drei e), aber definitiv nicht urbanstyle. Nichts tun, aber dafür auffällig. Das war stylish.

So hatte Donky auch bald ein reges Gekreische um sich herum und diverse Anfragen, wie man denn nur so eben mal gucken konnte, was da los ist. Ohne Fisch.  Donky wies die unbedarften Vögel auf seine Metropolen-Herkunft hin und bot mal einen exklusiven Urbanstyle-Lehrgang an. Klar. Und so sah man am Abend einen Schwarm Möwen mit ernsten Blick hinter einer Ente hersausen. Auf die Dorfkirche, ein paar Tauben beim Paulus besudeln zugucken, und dann wieder zurück.

Windstärke 7 mit Flut

Am nächsten Tag die selbe Mission: Geradeaus fliegen und auf den Acker. Ein wirklich schöner Acker. Weitläufig und geruchsneutral gedüngt (für Möwen). Nur eigentlich hatte Donky den Leuchtturm angekündigt. Und der lag 300 Meter links. „Hey, das war eine Kurve, wie uncool“, beschwerten sich auch einige verwirrte Möwen und suchten zumindest einen Fisch in der Erde. Donky wand sich zwar noch geschickt raus, dass er den Acker mit dem Leuchturm verwechselt hatte, aber eines war nun klar: Er hatte die Rechnung ohne Windstärke 7 gemacht. Die Möwen dagegen nicht. Die konnten gar nicht rechnen. Deshalb müssen sie auch Fische fangen.

Windstärke 9 mit noch mehr Flut

Donky musste seine Strategie ändern. So lud er die Möwen zu einem völlig flugfreien, aber extrem urbanen Event auf dem nahegelegen Baggersee als Location ein. Die Wellen schaukelten behäbig und ein paar Grashüpfer im Schilf boten sich als Fingerfood an. Name der Veranstaltung: „Chillen mit Grillen“. Rumdümpeln können Möwen zwar auch, aber ohne Namen dafür. Eine Name macht es aber erst aus. Es gab allerdings ein paar Proteste insektensympathisierender Möwen. Sollen sie an ihren Gräten doch ersticken! Trotzdem schlug Donky ein neutraleres Re-Branding vor: „Happen beim Schwappen“. Ein voller Erfolg. Auch Dank den Grashüpfern.

Donky flog nach zwei weiteren Städter-Feten („Relax im Gewächs“ und „Rock the Dock“ in Cuxhaven) sogar bei Windstärke 9 als frisch gekürte Ehren-Möwe zurück nach Bonn. Über Warschau.

Windstärke 5 mit Opa

November 5 at 2009 12 Kommentare

Kaltes Wasser

  • Jan: Igitte meint, sie kann nicht Vorsitzende der Parkpartei werden. Ich finde aber, sie muss auch mal ins kalte Wasser springen.

(Anmerkung: Igitte, die 5-beinige Spinne hat mit dem Verlust von drei Beinen auch den Rest ihres Selbstwertgefühls gleich mit amputiert.)

  • Donky: Igitte kann doch gar nicht schwimmen.
  • Jan: Das ist ein Sprichwort!
  • Donky: Moment, du meinst doch nicht wirklich, dass das kalte Wasser im Ententeich nur ein Sprichwort ist?
  • Jan: Im Ententeich nicht!
  • Donky: Im Ententeich ist wohl kaltes Wasser.
  • Jan: Das meine ich auch nicht!
  • Donky: Was? Nicht? Ich will Dich mal im Herbst im Ententeich sehen!
  • Jan: Nein, ich wollte nur sagen, dass sich Igitte mal was trauen soll.
  • Donky: Mach‘ ich jeden Tag!
  • Jan: Aber doch nur in echt im Ententeich!
  • Donky: Ach so, Du meinst also in ein Sprichwort zu springen ist schwerer?
  • Jan: Nein, in Sprichwörter kann man nicht springen!
  • Donky: Hast Du selbst gesagt, das kaltes Wasser nur ein Sprichwort ist.
  • Jan: Ich meine nur, dass Igitte mal über ihren eigenen Schatten springen sollte!
  • Donky: In den Ententeich? Was soll denn das bringen?
  • Jan: Oh, Mann, das ist auch nur ein Sprichwort! Wie zum Beispiel „Augen zu und durch“!
  • Donky: Ich weiß nicht, ob du jetzt doch etwas viel von Igitte verlangst: Über den eigenen Schatten mit geschlossenen Augen ins kalte Wasser springen!
  • Jan: Nein, nein. Igitte soll einfach etwas mutiger sein!
  • Donky: Bist Du schon mal durch deinen Schatten in den Ententeich gesprungen?
  • Jan: Nein…aber…
  • Donky: …Siehste! Und selbst groß rumtönen, von wegen „mutiger“!
  • Jan: Moment, ich bin sogar schon im Schwimmbad vom 3-Meter Brett gesprungen!
  • Donky: Lauwarme Plörre!
  • Jan: Nochmal: Das ist nur ein Sprichwort!!
  • Donky: Also ist der Sprung in lauwarmes Wasser ein Sprichwort! Nicht in kaltes am Ententeich!
  • Jan: Stooop! Igitte soll nur nicht immer denken, dass sie nichts kann.
  • Donky: Ach! Sie kann schwimmen?

Oktober 27 at 2009 7 Kommentare

Quak

Wie Ihr wisst, beherrscht Donky, unser Erpel, die Menschensprache recht flüssig. Das ist nichts Besonderes, wird Deutsch doch als Universalsprache im Park benutzt.

Heute kamen wir jedoch in den Genuss, in die Entensprache eingeführt zu werden, wie er sie in der Entenschule lernt.

Das simple „Quak“ bedeutet „Bitte sehr!“. Wer nun jedoch denkt, das „Quak, quak“ einfach doppelt „Bitte sehr, bitte sehr“ heißt, irrt sich gewaltig. Die korrekte Übersetzung lautet „Weg da, ich habe Vorfahrt!“. Das hat schon zu bösen Unfällen geführt, wenn ein „Quak“ verschluckt wird. Enten verschlucken schnell mal ein „Quak“ oder ziehen alternativ zwei davon in ein „Quauak!“, was wiederum ausschließlich als „Hat jemand mal ein Streichholz?“ genutzt wird, für eine Vorfahrtsregelung absolut untauglich.

Letztendlich kommt es anscheinend immer auf die Betonung an: „Quaak!“, „Quak!“ oder „Quäak“ zum Beispiel.

Das kurze „Quack“ ist äußerst schwierig auszusprechen und bedeutet: „Habe ich nicht süße lila Kringelsöckchen an? Wenn Du willst, kann ich sie dir mal ausleihen.“ Diese Variante lernen die Enten erst in der 8. Klasse und dürfen auch dann erst das Wort benutzen, um bei unsachgemäßer Aussprache Schlägereien zu vermeiden (Das verwandte „Quackr“ heißt „Fresse, oder wat?“). Die Schule hat dummerweise zwischen 4. und 8. Schuljahr Pause, so dass sie noch geschlagene 3 Jahre warten müssen. Das macht jedoch nichts, da Enten nie süße lila Kringelsöckchen tragen.

Ich verabschiede mich mit einem „Quak, quak, quak, quak, quak, quak, quak, quak!“ („Tschüss“) und lernt recht eifrig, man weiß ja nie, wen man mal am Entenweiher trifft.

EDIT:

Ich wurde gerade korrigiert: Die korrekte Verabschiedung lautet: „Quak, quak, quaK, quak, quak, quak, quak, quak!“. Ich sagte versehentlich „Tsch ss!“, ein reiner Unterwassergruß.

September 24 at 2009 3 Kommentare

Hans IV (Fortsetzung)

Fortsetzung von Teil 1

Die Lage war heikel: Hans, der Wellensittich, wollte die Klimaschwankungen in Deutschland nicht wahrhaben. Sein Freund Kolumbi, der Holzwurm, hatte den Ernst der Lage noch nicht erkannt, wie sensibel entflogene Wellensittiche auf Kälte reagieren. Und „sensibel" ist noch milde ausgedrückt.

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September 4 at 2009 7 Kommentare

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Kurz und bündig

  • Willkomen in der verrückten Welt von Donky, der Ente, und seinen Freunden!
  • Die meisten Beiträge entstanden aus Handspielen mit meinem Sohn Jan.
  • Hintergründe gibt es hier: Intro
  • Ein Steckbrief des Blogs, Kurzprofile der Figuren und Tipps zur Navigation unter: Neu hier!?
  • Stand der Abenteuer in der Kategorie (Sidebar): Stand der Dinge
  • Die Handfiguren sind im Text mit einem Link hinterlegt. Bei >Click< wird in einem neuen Fenster der Charakter vorgestellt. Alle kompakt unter: Akteure
  • Per Mouse over im Beitrag erhält man eine Kurzbeschreibung der Charaktere im Kästchen.

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