Posts filed under ‘mir & uns’

Edinburgh Horror (Nicht unter 18 J.)

Ich sag‘ es gleich: Es war blanker Horror. Abgetrennte Gliedmaßen, apathische Schreie,  freie Hirnmasse, eine eingeschlossene Frau im brennenden Taxi, überall Blut und ein ein kleines Kind, das mit starrem Blick die Szene verfolgte. Und ich hielt diesen grausamen Augenblick mit meiner Kamera fest. Ab hier dürfen nur ganz Hartgesottene weiterklicken. Ich muss… sorry…oh mein Gott…

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Oktober 13 at 2011 8 Kommentare

Jameson on the rocks

Und schon wieder einen Monat her…

Fantastische Idee, anstatt zwei Dosen Bier eine höhere Potenz mit kleinerer Dosierung zu wählen. Ob ich dadurch beim Aufstieg auf den Derryclare (Connemara, Irland) mein T-Shirt einmal weniger auswringen musste, ist allerdings zweifelhaft. Zumindest haben wir in Jamesons Gesellschaft den Gipfelblick genießen können und haben deshalb beinahe den Bus verpasst (unten, nicht auf dem Gipfel. Da war nämlich nur Gipfel. Und zwischen diesem und der Bushaltestelle Moor, der „Abkürzung“ sei Dank.)

Jameson on the rocks

Oktober 13 at 2011 3 Kommentare

Prosommer

Oh Sonne, was kann ich dafür,
dass ich hier wohn‘ nicht artgerecht,
die falsche Zone (Wetter schlecht),
gemäßigt, fern der Côte d’Azur?

Warum wurde ich Sonnensohn
in dieses Land nur strafversetzt?
Ich bin und bleibe, tief verletzt,
ein Irrtum der Evolution.

Für Liegestühle, Meeresbad
und Grillbesteck fühl‘ ich nun mal
mich anatomisch ideal:
Was soll ich hier bei achtzehn Grad?

Oh Sonne, ich vermiss’ dich so,
ach komm’ (doch halt’ die Nächte kühl)
zum Wochenende, nicht so schwül,
und bitte sonst nach dem Büro.

Juli 27 at 2011 2 Kommentare

Kritikfähige Drachen

Jan (11) hatte in der letzten Deutsch-Klassenarbeit die Aufgabe, ein Märchen fortzusetzen. Schön lebhaft und phantasievoll geschrieben, was auch entsprechend belohnt wurde.

Ich möchte euch jedoch nicht eine Passage nach zwei DIN 4 Seiten vorenthalten, die entstand, just nachdem die Lehrerin „Noch zwei Minuten!“ in den Klassenraum warf:

… Diesmal war es ein Fuchs, dem er wieder folgte, bis dieser vor einer Höhle stehen blieb. Der Dummling bedankte sich ein drittes Mal und schritt hinein.
„Hallo? ist da jemand?“, fragte er ängstlich. Auf einmal stolperte er über etwas. Es war eine Drachenklaue! Doch er entdeckte auch den Pilz. Er nahm ihn und schlich hinaus.
Plötzlich packte ihn die Klaue, mit letzter Kraft befreite er sich. Doch der Drache folgte ihm. Aber anstatt ihn zu töten, sprach er: „Entschuldigung!“

(Dann noch etwas blala Thron besteigen blabla heiraten und glücklich bis an ihr Lebensende blabla in Rekordzeit)

Ich liebe straffe Handlungen. Also, falls sich mal jemand verhaspelt und wieder mal nicht zum Ende kommt, wie ich jetzt gerade, einfach mal sagen:

„Entschuldigung!“

Juli 25 at 2011 1 Kommentar

Antisommer

Ohne dass ich hetze, flitze,
läuft der Saft in meine Ritze.
Bleibe kleben, wenn ich sitze.
Weil ich schwitze, schwitze, schwitze.

„Einen Tag lang, auch bei Hitze!“
Mieses Deo, machst du Witze?
Eine Stunde wär’ schon spitze.
Denn ich schwitze, schwitze, schwitze.

Wo sind Hagel, Donner, Blitze?
Wolkenbruch! Mensch Himmel, spritze!
Schauerchen? Paar kleine, klitze?
Nein, ich schwitze, schwitze, schwitze.

Juli 15 at 2011 4 Kommentare

Midlifecrisis oder was?

War da was? Da muss doch was sein! Hey, ich habe inzwischen über 40 Lenze auf dem Buckel und ich finde, dass die Zeit reif ist. Die Midlifecrisis steht an. Nicht, dass sie Besitz von mir ergriffen hat. Nein, ich kann die Zahl 40 problemlos artikulieren. 40, 41,  42… Bei 49 mache ich vorsichtshalber mal Schluss.  Aber das ist doch nicht die Ruhe vor dem Sturm, oder?

Ich muss mir vorhalten lassen, dass ich nicht vorgesorgt habe. Ich habe bei der Wahl meiner Bleibe keinen Platz für den Kickertisch einkalkuliert, wie wahrscheinlich die Mehrzahl der 30-Jährigen Hypothekenzahler. Ich war auch noch nicht in Tibet. Und die letzten 200 € habe ich nicht für Bungee-Springen vom Matterhorn ausgegeben, sondern für einen neuen Durchlauferhitzer. Auch mit der Wahl meiner Sportart habe ich kein rechtes Fingerspitzengefühl. Anstatt  den jungen Spunden beim Golf noch zeigen zu können, was Erfahrung ausmacht, spiele ich Volleyball in einer Gurkentruppe, wo jeder seine kaputten Knochen oder Pfunde über das Feld schleppt. Ich besitze noch nicht mal einen Motorradführerschein. So grenzt man sich nicht ab!

Ich habe für die anstehende Suche nach dem Sinn des Lebens nicht vorgesorgt.  So ist es.  Gut, ich spende immerhin ab und zu für die Welthungerhilfe. Das ist doch auch was! Nicht ganz  vergleichbar mit unzähligen Rechtsanwälten und Bauingeneuren, die sich nach dem Dachgeschossausbau der eigenen Resozialisierung widmen. Gern mit einem Engagement im Lokalbüro von  "Amnesty International" oder dem Bau eines Kinderspielplatzes. Aber: Ich tue was! Zumindest passiv. Dass ich in Kürze berühmter Autor werde, möchte ich auch nicht unerwähnt lassen.

Sonst warte ich, wann sie denn kommt, die Midlifecrisis, und mache nichts Voreiliges. Maximal schreibe ich vielleicht noch mal einen Artikel darüber. Ich will mein Pulver ja nicht vorher schon verschießen.

Juni 25 at 2010 4 Kommentare

Damals und heutzutage

Neulich traf ich einen Freund. Und mit neulich meine ich eine noch voll im Saft stehende Erinnerung, wie eine Perle auf meinem aktuellen Lebensstrang. Neulich gehört quasi noch zu heute, nur knapp neben vorhin.

Wir hatten uns lang nicht gesehen. Und wie das bei solch Treffen mit alten Freunden ist, folgte auf das neugierige Abklopfen der Gegenwart mit „Was machst du so?“ schnell das nostalgische „Weißt du noch?“, als wir gemeinsam in der alt vertrauten Musikkneipe zur dämmerigen Tanzecke schauten. Schon allein die Fragestellung deutet darauf hin, dass wir diese Ereignisse, die wir nun wie ein Puzzle im Dialog aufarbeiteten, ja auch vergessen hätten können. So lang ist es her. Das muss man sich mal vorstellen. Und damit nicht genug. Ja, wir nahmen das Wort tatsächlich mehrmals in den Mund: Wir sprachen von damals. Hiermit bekenne ich mich dazu, es benutzt zu haben. Ich bin ein Damals-Sager. Dieses Wort endete lange Zeit für mich irgendwo im Krieg oder knapp danach. Es war fest verbunden mit Schilderungen meiner Großeltern über die dramatische Zeit. Alles danach war eher vor ein paar Jahren, also mehr oder weniger direkt vor neulich. Ansonsten benutzte ich das Wort vielleicht noch für Diskussionen über das Mittelalter oder Napoleon.
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Juni 8 at 2010 7 Kommentare

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