Posts tagged ‘Wissenschaft’

Schwierige Diagnose

Kolumbi klagt über Schwanzschmerzen. Das hatte uns etwas verwundert, röchelte er doch eher aus der Nase oder dem nasenähnlichen Dingsda vorne am was weiß ich. Wenn Holzwürmer röcheln, klingt das wie ein batteriebetriebener Mickey Mouse – Wecker mit leerem Akku. Deshalb fragten wir auch, ob er vielleicht eher Halsschmerzen habe. „Nein!“, betonte er. „Ich habe gar keinen Hals!“ Stattdessen habe er einen Bauch. Man röchelt jedoch selten aus dem Bauch. Das wäre schon stark verharmlosend. So einigten wir uns auf die Brust, was aber immernoch nicht Kolumbis Schwanzschmerzen erklärt.

Der Schwanz ist doch auch beim Holzwurm nur die Verlängerung des Rückens und ziemlich weit von der Brust entfernt. Und dann noch auf der anderen Seite. Außerdem dürfte ein Holwurm ohne Hals auch keinen Nacken besitzen, sodass der Rücken direkt in den Kopf mündet. Soweit die Theorie.

Kolumbi meint aber sogar, dass sein Kopf direkt am Schwanz ansetzt, völlig rückenfrei. Dem widersprachen wir jedoch energisch, weil der Bauch dann ziemlich in der Luft hängen würde ohne rückseitigen Gegenpart. Kolumbi hat aber gar nichts gegen frei schwebende Bäuche. Sein Bauch wäre außerdem fast überall, auch hinten.

Um die Verwirrung komplett zu machen: ‚Hinten‘ ist bei ihm in der Regel oben und nur bei besonders steilen Bäumen hinten. Da unser Rücken jedoch zweifelsfrei hinten und nicht oben ist, wäre das gar nicht vergleichbar. Bei ihm ist hinten der Schwanz und wir haben ja auch keinen Schwanz hinten. Dann braucht er ja im Umkehrschluss auch keinen Rücken zu haben. Und überhaupt: Wo hört ‚hinten‘ (oder besser ‚oben‘) bei runden Würmern seitlich überhaupt auf? „Stimmt auch wieder“, räumten wir irritiert ein und verzichteten freiwillig auf den Rücken.

Wissenschaftliche Abbildung: Klick für Großansicht

Wenn nun der Schwanz, der gleichzeitig der hintere obere Bauch ist, quasi schnurstracks an den Kopf grenzt, dem gegenüber direkt die Brust liegt, die faktisch der Hals ist, aber dieser ja eigentlich wie der Bauch auch nicht nur vorn unten zu finden ist, sondern ansatzlos dem hinteren oberen Schwanz entspricht, kann man großzügig auch von Schwanzschmerzen sprechen.

Ja, so musste es sein! Jedoch hatten wir ein begleitendes Symtom bei dieser Diagnose nicht berücksichtigt! Als Kolumbi heftig nieste und das ziemlich weit vorne, beförderte ihn der Rückstoß wie eine Weingummi-Rakete gegen das Bücherregel. Der Holzwum mag zwar Bücherregale, aber nicht wenn er mit voller Wucht dagegen knallt. „Aua! mein Schwanz!“, war auch der folgerichtige Kommentar. Aha!

Also finale Diagnose: bronchialinduziertes, redirektional ausstrahlendes Distalsyndrom mit temporärer Rektalamnesie.

November 23 at 2009 7 Kommentare

Blitz-Evolution: Pflanzenfresser-Krokodile!

Gestern fand ich in mehreren Tagesblättern und Wissenschaftsmagazinen folgende Nachricht, die aus meiner Sicht eine neue Ära einläutet: 

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Krokodile wechseln zu

pflanzlicher Nahrung

 

Rätselhafter Vegetarismus in Teilen Südafrikas

 

Kapstadt

In der nördlichen Regionen Südafrikas stoßen Forscher auf ein eigenartiges Phänomen bei Krokodilen. Immer mehr Sippen der ursprünglich fleischfressenden Reptilien ändern ihre Fressgewohnheiten und ernähren sich von Pflanzen. Vor allem Hülsenfrüchte und Nutzpflanzen werden von großen Gruppen bevorzugt. Landwirte schlagen Alarm und legen bereits tonnenweise Kohlrabi-Köder an die Flüsse, um die Tiere von den Plantagen und Feldern fernzuhalten. "Im Mai wurde mir ein Hektar Staudensellerie verwüstet. Inzwischen setze ich Ziegen ein. Das scheint die Krokodile abzuschrecken", verriet ein ansässiger Bauer, wie er der neuartigen Plage begegnet.

"Wir haben es hier mit einem evolutorischen Sprung zu tun, den wir so noch nie beobachtet haben." Dr. Ken Fletcher vom ‚Institute of Forced Biology & Evolution‘ in Kapstadt weist zwar auf die wechselnden Bedingungen durch die zunehmende Erschließung der Lebensräume der Krokodile hin, kann sich den grundlegenden Schwenk jedoch noch nicht erklären. Sollte der menschliche Eingriff in die Natur weiterhin solch einen beschleunigten Einfluss auf die Evolution haben, rechnen Experten mit einer weitgehenden Prehumanisierung von einzelnen Tiergattungen in den nächsten 300 – 500 Jahren. dqa

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 Diese Nachricht klingt wirklich spektakulär. Wir haben aber eine eindeutige Erklärung, was da los ist:

>> Hier<<

Juni 9 at 2009 8 Kommentare


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