Posts tagged ‘Kindergeschichte’

Der erste freie Feldlauf

Neue Runde in Donna’s Schreibprojekt. Diesmal wurde der Anfangssatz „Niemand hatte damit gerechnet“ vorgegeben.

Der erste freie Feldlauf

Niemand hatte damit gerechnet. Da war er sich sicher, so oft wie sie ihn übersehen hatten. Nur weil er keine Beine hatte, wie er meinte. Gefesselt blickte Kolumbi die goldene Dose empor. Mit glänzenden Augen kroch der Holzwurm die Trophäe hoch, schaute über die große Wiese und wartete. Vor ein paar Tagen war er buchstäblich meilenweit von diesem Triumph entfernt gewesen…

„Ich stürze mich jetzt vom Ast!“, rief Kolumbi in die Menge. „Aber weint nicht um mich!“ Der Holzwurm lugte vom Kastanienbaum in die Tiefe. Die anderen Tiere, die sich aus dem ganzen Park versammelt hatten, tuschelten aufgeregt. „Aaaah!“, schrie der Wurm und ließ sich fallen, bis er federnd ins Gras plumpste. Während er langsam erkannte, dass der Sprung doch nicht so lebensbedrohlich war wie gewünscht, tuschelten die Tiere munter weiter. Mühsam rappelte er sich auf und seufzte. Noch nicht mal seinen Tod hätten sie zur Kenntnis genommen. Stattdessen war ihnen sogar eine Pappe am Nachbarbaum wichtiger, die schon minutenlang für regen Gesprächsstoff sorgte.
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Oktober 23 at 2010 12 Kommentare

Vierloch

Es war ihm egal, dass ihn gerade ein Kronkorken überholte und ihn dabei unsanft an den Bordsteinrand drückte. Es war im auch egal, dass er dabei gerade durch einen dreckigen Altölfilm geschwemmt wurde. Und selbst, dass der Rinnsal des Platzregens ihn Zentimeter für Zentimeter auf den dunklen Abgrund des Straßengullys trieb: Völlig egal. Und Vierloch war sonst nie etwas egal gewesen. Ganz im Gegenteil. Vierloch war Vierloch. Der Vierloch und kein anderer, obwohl mit der die Aufschrift „Vierloch, perlmutt, glänzend, 1000 Stk.“ auf der Plastikdose – hier übersetzt ins Deutsche – alle Insassen gemeint waren. Vierloch meinte jedoch, die anderen wären nur ungebetene Gäste in seiner Dose gewesen. Aber von vorn, in Taiwan, weit weg von der trostlosen Vorstadtgosse: (mehr …)

September 10 at 2010 4 Kommentare

Tauchfahrt nach Elin

Schreibprojekt von Donna: Sie gibt einen Anfangssatz vor und die Teilnehmer schreiben ihn als Geschichte weiter. Kreative  Sache, wie ich finde! Diesmal zu: „Perfekt, alles lief wie am Schnürchen…“

Tauchfahrt nach Elin

Perfekt! Alles lief wie am Schnürchen.
Das Boot lag am Rand des Teiches und Donky, die Ente, war auch schon vor Ort, um Red zu Wasser zu lassen. Tage lang hatte der Marienkäfer sein U-Boot vorbereitet. Die Etiketten von dem kleinen Schnapsfläschchen hatte er für eine einwandfreie Rundumsicht sorgsam abgeraspelt und den Verschluss mit etwas Kaugummi aus dem Abfallkorb abgedichtet. Eine kleine Feder steckte als Ruder im Verschluss und ließ sich leicht von innen bedienen.

Alles war fertig für den größten Tauchgang in der Geschichte des Parks: Der Expedition nach Elin. Red, der große Entdecker! Seine Artgenossen lachten ihn aus: „Elin? Das ist doch ein Märchen! Und gerade du willst es finden?“ Sie lachten ihn eigentlich immer aus. Red hatte nämlich keine Punkte auf seinem Rücken. Punkte sind aber sehr, sehr wichtig für Marienkäfer. So dachten es jedenfalls die Genossen mit Punkten, denn eigentlich haben die Punkte wenig Sinn und es ließe sich als Marienkäfer auch wunderbar ohne sie leben. Das sah Red zwar auch so, nur die anderen leider nicht. „Stimmt gar nicht!“, keifte er schnippisch zurück, „Elin gibt es, basta!“ Er hatte eine Mission, er alleine. Wie immer.

Die Legende von Elin, der gewaltigen Arena, versunken auf dem Grund des Ententeiches, war so alt wie der Park selbst. Tausende Insekten hätten einst auf der kreisförmigen Tribüne Platz gefunden, um Wettkämpfe zu bejubeln und ihre Helden zu feiern, nachdem diese unter großen Verlusten die Seile der verhassten Spinnennetze gekappt hatten. Auf der kleinen Anhöhe im Wald soll das Amphitheater gethront haben, nicht weit von der Straße, bevor Riesentrolle es entwurzelt und in den See gekippt hatten. Hunderte Ameisen ertranken nach der Krönungsfeier ihrer Königin. So wurde es seit Generationen jedenfalls überliefert. Und eine Generation dauert bei Insekten gar nicht mal so lang. Da kommen in ein paar Jahren viele Generationen zum Überliefern zusammen. Einige Kaulquappen meinten sogar, Elin schon mal gesehen zu haben, aber wer glaubt schon Kaulquappen? Kaulquappen finden Insekten-Theater auch ziemlich langweilig, so dass sie auch nicht weiter nachforschten.

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Mai 29 at 2010 19 Kommentare

Kitty, die Kettensäge

„Das muss doch nicht sein!“, schimpfte mein Sohn Jan, als Kitty das erste Mal bei uns nach einem Tropfen Öl fragte. „Du hast ja den ganzen Zaun von Nachbarn niedergemäht!“ – „Ach, habe ich gar nicht gemerkt“, erwiderte die Kettensäge kleinlaut. Und ‚kleinlaut’ war bei ihr ohrenbetäubend, so strotzte sie vor Kraft.

Kitty, die Kettensäge, erledigte einen Jägerzaun tatsächlich im Vorübergehen. Auch eine Allee musste sich nach ihrem Besuch als halbe Allee zufrieden geben. Sie konnte einfach keinen Baum links liegen lassen, oder sagen wir besser ‚stehen lassen’.

„Hey, Moment mal“, könntet ihr jetzt einwerfen, „eine Kettensäge kann doch nicht einfach spazieren gehen, so ganz alleine!“ Das stimmt normalerweise auch. Das gilt aber nur für diejenigen, die es noch nicht ausprobiert haben und sich lieber willenlos derben Holzfällern und eifrigen Hobbygärtnern fügen. Aber es gibt immer wieder mal Sägen, die entdecken, dass das Leben mehr bietet außer halbtote Fichten und langweilige Hecken. Und Kitty wollte viel neues Holz entdecken. Das könnt ihr glauben! So knatterte sie eines Tages einfach aus dem Geräteschuppen unseres Försters direkt durch die geschlossene Tür davon.

Kein Gartenstuhl war vor ihr sicher und Geländer schon gar nicht. Die Carports in unserer Umgebung waren als Garage nur noch für besonders flache Cabrios geeignet und vor Weihnachten lagerte niemand mehr seinen Weihnachtsbaum auf dem Balkon. Wer will auch schon einen geschredderten Haufen Nadelholz schmücken? Und je härter das Holz, umso besser! Wir können nur von Glück reden, dass Menschen so weiche Beine haben.

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Mai 17 at 2010 2 Kommentare

Hans IV (Fortsetzung)

Fortsetzung von Teil 1

Die Lage war heikel: Hans, der Wellensittich, wollte die Klimaschwankungen in Deutschland nicht wahrhaben. Sein Freund Kolumbi, der Holzwurm, hatte den Ernst der Lage noch nicht erkannt, wie sensibel entflogene Wellensittiche auf Kälte reagieren. Und „sensibel" ist noch milde ausgedrückt.

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September 4 at 2009 7 Kommentare

Hans IV

„Gestatten, Hansi, meine Freunde nennen mich Hans“, stellte sich der grüne Vogel dem Holzwurm vor, als er ihn gerade ausgewürgt hatte.

Eigentlich mögen Wellensittiche gar keine Holzwürmer, aber er hatte Hunger und noch keinen Cracker-Baum mit Honig und Vitamin D im Park gefunden. Kolumbi nahm es ihm nicht krumm, schüttelte sich kurz und sagte. „Willkommen im Park, Hans! Wo kommst du denn her?“ Hans flatterte aufgeregt von Ast zu Ast und zwitscherte: „Zwei Jahre saß ich im Käfig und schubste einen langweiligen Plastikvogel von rechts nach links. Jetzt will ich die Welt sehen. Das ist doch hier die Welt, oder?“- „Eigentlich der Park.“, grübelte Kolumbi. Für einen Holzwurm ist schon ein Park ziemlich groß und so wusste er auch nicht, dass Hans nicht der erste entflogene Wellensittich mit Namen Hansi war. Der vierte, um genau zu sein.

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September 2 at 2009 3 Kommentare

Jan erzählt (9): Tom und Lea

Chillen im botanischen Garten, jeder für sich und Jan schrieb dabei diese Geschichte (Original, nur korrigiert):

Tom und Lea, ein Hund und eine Katze, vertrugen sich sehr gut. Eigentlich sehr ungewöhnlich. Trotzdem vertrugen sie sich sehr gut. Sie lebten zusammen in einem Pappkarton, der in einer kahlen Gasse stand. Hier gehen nie Personen und deswegen brauchen sie sich nicht verstecken und einen anderen Ort suchen.

Langsam wurde es Abend und die Dunkelheit verschluckte die Sonne. Plötzlich wachte Lea durch einen Ruck um 5 Uhr morgens auf. Durch ihren Schrei wurde auch Tom wach und fragte verzweifelt: „Was ist passiert?“ – „Ich weiß auch nicht, aber mir kommt es vor, als ob wir gedreht und gerüttelt werden!“, kam es zurück. Tatsächlich wurden sie mit Wucht in einen Container geschleudert. In diesem Container stank es nach Müll und verfaulten Äpfeln. Tom nahm seinen ganzen Mut zusammen und lugte durch den Karton. Überall lagen Plastiktüten und weitere Kartons. Er dachte zurück, dass er früher einen orangenen LKW gesehen hatte, der Mülltonnen ausgeleert hatte. Er kombinierte und überlegte, ob dieser Wagen „Müllwagen“ heißt. Sie riefen um Hilfe, doch bei dem Getöse hörte sie niemand. Sie drückten sich ängstlich in eine Ecke und warteten. Für einen Moment war es still. Auch Tom und Lea waren still. Auf einmal begann es wieder zu poltern, und der Müll fiel auf einen großen Platz. Nun lugte Lea durch die Ritze im Karton. Hier endet aber nicht ihr Abenteuer…

Langsam öffnete sich der Karton Stück für Stück und sie hörten eine raue Männerstimme. Diese sagte: „Na, wen haben wir denn da? Einen Hund und eine Katze!“ Langsam kam eine große Hand auf sie zu. „Schneller, schneller! Wir müssen hier so schnell wie möglich raus, sonst landen wir im Tierheim!“, kreischten sie sich zu. Sie bissen mit letzter Kraft die Pappe auf und liefen ins Freie. Weit hinter sich hörten sie noch eine fluchende Stimme. Aus Stöcken, Moos und Schlamm bauten sie sich eine Höhle und fielen erschöpft und glücklich ins Gras.

August 9 at 2009 3 Kommentare

Beachparty für Kleintiere

Hüpfburgen und Superrutschen

Hüpfburgen und Superrutschen

Das war wohl nichts! Da lassen Hotz und Donky im Wahlkampfspot der Park-Partei durchblicken, dass sie Maulwürfe nach der Wahl nur bis zur Grasnarbe vertreten wollen. Schon rächen sich die Blindratten (Hotz‘ Zitat) und greifen der AAA tatkräftig unter die Arme. Hatte die A llianz a lternativer A mseln mit ihrem harmlosen Wahlprogramm neu  eingeübter Sing-Sang-Liedchen bisher eine eindeutige Außenseiterrolle bei der kommenden Wahl im Park, so konnten sie jetzt mit Maulwurf-Unterstützung richtig punkten. Hüpfburgen (siehe Foto) und die Super-Underground-Rutsche waren das Parkgespräch der letzten Tage. Und die Amseln konnten ihre Melodien beim großen Auflauf unter das Volk bringen, dass sogar die Raben "La, le, lu, nur der Mann im Mond schaut zu." trällern.

Strandbar

Strandbar

Die Park-Partei konterte mit der großen Beach-Party mit Kletterpark für alle Kleintiere, weil sie hier das größte Potenzial vermuten. Zunächst war die Resonanz mit einem verirrten Regenwurm und ein paar von Donky zwangsversetzten Kaulquappen eher gering. Einige Kellerasseln wurden jedoch schon neugierig, nachdem ihnen ihre schützende Rinde für die Dachkonstruktion der Strandbar weggenommen wurde. Nach und nach trudelten immer mehr Gäste ein, die Schnecken zum Schluss. Ganz zum Schluss.

Beachparty mit Cocktailtischen und Sonnenschirm

Beachparty mit Cocktailtischen und Sonnenschirm

Der extra aufgekippte Strand mit den Cocktail-Tischen wurde nur zögerlich angenommen. Zu wenig Cocktail-Krabben fanden den Weg aus der Schale in die künstliche Lagune. Die Fischhäppchen waren sehr schmackhaft. Fische waren sonst aber nicht eingeladen. Für die Spinnen, die Igitte animiert hatte, war der Kletterpark keine große Herausforderung. Die Nacktschnecken hatten jedoch ihr Tschakka-Erlebnis nach der Überquerung der Schlucht, jedenfalls die, die nicht vorher in den Bach abrutschten. Mit einem Schwarm von ca. 4.000 Mücken nahm die Party jedoch Fahrt auf und einige Wählerstimmen konnten gewonnen werden.

Insgesamt war die Party ein voller Erfolg, auch wenn Donky die Party vielleicht doch nicht mit einem "Ich hab‘ noch nie soviel Futter auf einem Haufen gesehen." frühzeitig hätte sprengen sollen.

Wahlkampfparty der Park-Partei

Wahlkampfparty der Park-Partei

Mai 21 at 2009 2 Kommentare

Buchhildes Liste

Panik bei der Bande  im Park. Buchhilde , die Ententante,  kommt zu Besuch aus dem Allgäu. Nicht, dass die Bande was gegen sie hat. Ganz im Gegenteil. Wann gibt es sonst Schnecken-Crunchies mit Algenglibber? Wobei das eigentlich nur Donky  interessiert. Kolumbi mag lieber die lustigen Versteckspiele mit ihr, weil er immer gewinnt. Es gibt einfach zu viele Holzlöcher.

Buchhilde räumt auf.

Buchhilde räumt auf.

Buchhilde schießt mit Ihrer Fürsorge manchmal etwas über das Ziel hinaus. Auch Jan findet es über-trieben, wenn er beim Schlafen-gehen das Kissen nicht eindellen darf. Damit sie nichts vergisst, hat sie eine Liste geschrieben, was sie unbedingt erledigen möchte. Sie bat uns mal drüberzuschauen. In rot unsere Anmerkungen, damit sie wieder lebend ins Allgäu kommt.

Buchildes Liste:

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März 17 at 2009 Hinterlasse einen Kommentar

Tauchen ist schwierig

Kolumbi, der Holzwurm,  ist wieder gesund. Nach einem kurzzeitigem Niesanfall, der seinen Taucheranzug gesundheitsgefährdend in Mitleidenschaft zog (hier mehr), sollte heute  die versteckte Welt des Unterwassergehölzes entdeckt werden. Kolumbi glaubt weiterhin felsenfest daran, dass in den Tiefen des Ententümpels ein Eichenwald nur darauf wartet, angenagt zu werden. Wir jetzt nicht so. Jan kennt Tauchen allerdings nur vom eher gewächslosen Hallen- und Freibädern, jedenfalls unter Wasser. So wirken seine Argumente nicht sehr glaubhaft. Und inzwischen sind wir auch so verwirrt, ob Eichenholz überhaupt auf dem Wasser schwimmt, dass heute tatsächlich ein Holzast untergegangen ist. Ein schlechter Vorführeffekt. Das war natürlich Wasser auf die Mühlen von Kolumbi.

Donky kennt die Gegend unter der Oberfläche schon etwas genauer (so von wegen Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh‘), aber wir überzeugten ihn davon, dass Kolumbi hier anscheinend seine Bestimmung gefunden hat. Diese wollten wir nicht gleich zerbröseln, weshalb wir einfach mal den Mund halten . Bis morgen vielleicht, zumindest was Donky angeht.

So schlüpfte Kolumbi heute in seinen Taucheranzug, blies ihn auf und tauchte, so tief er konnte. Sing Lang ließ sich von Kolumbis Begeisterung anstecken. Donky bleibt eher nüchtern. Anscheinend hat Kolumbi leider die Rechnung ohne die Luft gemacht.

Nach diesem Versuch, fassten Jan und Donky einen wirklich selbstlosen Plan:

Selbstlos bedeutet bei Donky vier Stück Apfelkuchen. Aber es blieb nicht viel Zeit zum Überlegen, brauchen wir nämlich auch Ali, den Alligator, um kurz mal einen Eichenwald im Ententeich zu installieren. Hatten wir Kolumbi doch ein U-Boot versprochen. Mit Greifarmen, um Holzproben zum Verzehr zu nehmen. Dafür ist aber ein Wald zwingend erforderlich.

So trifft es sich gut, dass Ali noch im Park weilt. Dieser schafft die gerade frisch abgesägten Dingsbums-Bäume in den Teich. Das sind zwar keine Eichen, aber wir glauben, dass Unterwassereichen sowieso anders schmecken würden als solche an der frischen Luft. Das sollte als Argument für Geschmacksabweichungen genügen. Donky sorgt für Verankerung mit Schlingpflanzen am Teichgrund und vor allem dafür, dass er den Mund über die trostlose Wahrheit des Tümpels hält.

Kolumbis maßgeschneidertes U-Boot ist auf den neuesten Stand der Technik mit 360 Grad Rundumblick, wie man sieht, und wartet auf seine Jungernfahrt:

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März 1 at 2009 1 Kommentar

Tauchen ist gefährlich

Kolumbi , der Holzwurm,  ist nicht mehr zu bremsen. Nach seiner Odyssee über die drei Ententümpel hat er eine Vision. Er vermutet, dass sich im Ententeich mehr als nur Algen befinden, da kann Donky erzählen, was er will. Zwar kann Kolumbi nicht schwimmen, vor allem nicht nach oben, aber er hat sich etwas besonderes ausgedacht, das Atmen unter Wasser erträglicher zu machen. Nur dafür muss wirklich an alles gedacht sein…

Februar 25 at 2009 6 Kommentare

Wie Hotz ein Hirschhase wurde

"Wie kann man nur den ganzen Tag still den Kopf durch das Loch stecken? Was für ein Job! Und wie bekommt er das sperrige, unnütze Kopfgestell abends zurück durch die Wand?" Hotz, der Hase, schüttelte mit dem Kopf. Fröhlich machte er öfter mal einen kleinen Umweg, um auf das Fensterbrett des grünen Häuschens am Waldesrand zu springen und durch die Scheibe zu schauen.

Hotz

Hotz

Rechts auf dem Regal thronte ein Waldkauz auf einem kleinen Sockel mit einem goldenen Schildchen ‚Waldkauz‘. "Angeber!", rief Hotz durch das Fenster, aber der Vogel rührte sich nicht. Bewundernd schaute er auf die andere Seite des Zimmers, wo ein Mauswiesel auf zwei Beinen auf einem Holzast balancierte. Der Hirsch schaute gegenüber ziemlich dämlich aus der Wand, auch wenn sein Geweih recht imposant wirkte. Hotz konnte Hirsche nicht leiden, weil sie so wichtig taten. Er fand Wichtigtuerei angeberisch. Seine Mutter hatte immer mit beschwichtigendem Tonfall gesagt: "Hirsch ißt man lieber als Hase.", nachdem sie regelmäßig laute Gewehrschüsse in den Bau gescheucht hatten.  Das verstand er überhaupt nicht. Warum ißt man Hirsch lieber als Hase? Hotz musterte den Hirschen missmutig. Er wollte gerade vom Fensterbrett springen, als er nur einen dumpfen Schlag vernahm. Dann wurde es um ihn herum dunkel. (mehr …)

Januar 30 at 2009 3 Kommentare

Jan erzählt (8): Lisa und die Mäuse

 Ich habe Weihnachten eine Geschichte 3 mal und für drei meiner Verwandten geschrieben. Sie haben sich sehr darüber gefreut. Ich wollte sie einfach mal zeigen. Ich habe sie mir selbst ausgedacht.

  

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Januar 14 at 2009 3 Kommentare

Der Weihnachtsauftrag

Schreiben Sie Geschichte!

Schreiben Sie Geschichte!

Der Auftrag war kniffelig, aber es ist soweit!

Die Geschichte zum Auftrag aus dem Geschichtenmanager ist fertig. Aus mehreren Umfrage-Modulen ergab sich zum Stichtag folgender Plot:

Sing Lang, die Pekingente, und Kolumbi, der naive Holzwurm, streiten sich über Weihnachten im Dunkeln ohne viel Fachkenntnis.

Und wir waren rechtzeitig mit der Kamera bei schlechten Lichtverhältnissen neben dem Weihnachtsbaum auf unserem Balkon, als Kolumbi, der Holzwurm, berechtigterweise ziemlich genervt mit Sing Lang, der Pekingente aus dem Restaurant Lotusgarten, weniger besinnlich über eine wichtige Frage zur Baumkultur diskutierten. Dazu muss man wissen, dass Sing Lang eigene Erfahrungen mit Weihnachten (Kurzgeschichte) hat.

Dezember 22 at 2008 5 Kommentare

Weihnachten im Lotusgarten

Sing Lang

Kurz nachdem die Glocke ertönte, konnte er immer einen Blick erhaschen. So postierte sich der Erpel zwischen Abtropfsieb und Knoblauchpresse und wartete. Heute Abend war viel Betrieb und so zappelte er aufgeregt, dass sich endlich wieder die Klappe öffnete.  

„Ding!“, machte es. „Schweinefleisch Kung Pao und gebratene Nudeln mit Krabben für Tisch 33!“. Li, der Koch, öffnete die Luke und stellte zwei Teller in die Durchreiche. Sing Lang schnatterte leise, reckte seinen Hals und lugte durch die Bambuspflanze, die auf der anderen Seite der Durchreiche im Restaurant wucherte. Direkt neben dem Aquarium mit den chinesischen Zierfischen blinkte es bunt. So hell, dass sich für einen kurzen Moment die Lichterkette des Plastikweihnachtsbaums in der Edelstahlwand des mächtigen Küchenblockes spiegelte. So etwas hatte Sing Lang noch nie gesehen. Es war wunderschön!  

„Eigentlich dürfen Enten nicht in der Küche spazieren gehen. Aber weil Du so schön singen kannst, mache ich eine Ausnahme“, hatte der Koch einst gesagt, als Sing Lang noch ganz klein war. ‚Schön’ ist vielleicht etwas übertrieben, aber Sing Lang konnte wirklich lang singen. Der Erpel hatte einen kleinen, überdachten Käfig im geschützten Innenhof des Restaurants ‚Lotusgarten’. Dieser war umgeben mit einer Mauer und ab und zu ruhte sich ein Rabe auf ihr aus, verschwand aber schnell wieder und der Erpel hörte nur noch lange sein Krächzen.  

So ging Sing Lang in der Küche ein und aus und durfte zugucken, wenn Li brutzelnd chinesische Leckereien zubereitete. Natürlich fiel immer wieder das ein oder andere Bambus-Stückchen für ihn ab. „Merke Dir nur, dass Du nie in den Gastraum gehst! Hast Du verstanden? Nie!“, sagte er mahnend. Li lächelte selbst, wenn er mahnte. Es war ein herrliches Leben im Lotusgarten. So stellte er sich China vor. Das war seine Welt. Manchmal waren auch andere Enten zu Gast. Sie wirkten oft sehr verwirrt und lungerten auch nur ein oder zwei Tage in einer Ecke eines grob gezimmerten Stalls. Dann schickte Li sie wieder weg. Jedenfalls waren sie nicht mehr da, wahrscheinlich weil sie nicht so gut singen konnten.  

„Ding!“. Wieder trat Sing Lang nervös von einem Watschelfuß auf den anderen, als er die glitzernden Lametta-Girlanden sah, die über die künstlichen Nadeln gelegt waren. Das war Weihnachten! „Bald ist Dein großer Tag.“, sagte Li neben ihm und lächelte wieder. „Ja, mein großer Tag. Das wird bestimmt schön“, seufzte der Erpel träumerisch in sich hinein.

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Dezember 16 at 2008 10 Kommentare

Pommes für Finkel

"Ich beantrage die Aufnahme in den Buchfinkenclub."

"Du bist aber eine Ente!"

Finkels offizielle Buchfinkenlaufbahn begann wenig vielversprechend. Der Oberbuchfink im Allgäu musterte Finkel von unten bis oben. Watschelfüße, grüner Kopf, gelber Plattschnabel. Der Oberbuchfink schüttelte mit dem Kopf und schaute nach oben. "Nein, du bist außerdem zu groß und zu dick."

"Kräftig!", entgegenete Finkel etwas beleidigt. "Meine Mutter ist Buchfink, meine Geschwister sind Buchfinken, dann werde ich wohl auch ein Buchfink sein, oder nicht?" Da hatte er Recht. Es ist bis heute unklar, wie ein Entenei in ein Buchfinkennest geraten kann. Die weit verbreitete Vermutung lautet, es wäre ein Streich der berüchtigten Elsternbande gewesen.

Finkel mag keine Spatzen.

Finkel mag keine Spatzen.

"Ja, das habe ich gehört.", zwitscherte der Oberbuchfink etwas nachdenklich. "Aber du siehst aus wie eine Ente." Er blieb hart. "Kennst du denn den Buchfinkenruf?", fragte er skeptisch.

"Natürlich!", entrüstete sich Finkel. Der Erpel fühlte sich nicht ernst genommen, wie so oft. Seine einzige Freundin war Buchhilde , die Ententante. "Jeder ist, was er fühlt! Basta!", schnatterte sie, wenn sich die anderen Enten am Forggensee wieder mal über Finkel amüsierten. (mehr …)

Dezember 1 at 2008 5 Kommentare

Leseversion: Der König des Waldkönigwaldes

Nachdem jetzt alle Wettkampftage teilweise mit Videos im Blog eingestellt sind, gibt es hier die Geschichte als Kurzgeschichte zum Lesen und Vorlesen, ohne die Hintergründe des Blogs kennen zu müssen.

Wer lieber die Blogversion sich anschauen möchte: hier .

Sonst zurücklehnen, eventuell ausdrucken, und weiter(vor)lesen:

 

Der König des Waldkönigwaldes

Die Geschichte eines ungleichen Wettkampfes…

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September 26 at 2008 Hinterlasse einen Kommentar

4. Disziplin: Ohrenwackeln

Kids spezial

Der König des Waldkönigwaldes, 4. Wettkampf

Wer sich das ausgedacht hat: Ohrenwackeln hat nun wirklich wenig mit Königen von Wäldern zu tun. Hotz rechtfertigt das mit den Rehen und den Füchsen, wenn diese ihre Lauscher aufstellen, und immer auf der Hut sind. Im Wald, bitte schön!

Wir befürchten aber, dass Hotz einfach gewinnen will. Dass Kolumbi keine Ohren hat, kümmert ihn nicht. „Da kann ich doch nichts dafür.“ rümpft er die Nase, „Außerdem kann er ja hören und dafür braucht man Ohren!“ Dagegen kann man nichts sagen und Kolumbi sagt sowieso nichts dagegen, was Hotz vorschlägt. Er ist sich aber auch siegessicher. Das verstehen wir noch nicht. Noch nicht!

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September 12 at 2008 Hinterlasse einen Kommentar

3. Disziplin: Kerzenwachsen

Kids spezial

Der König des Waldkönigwaldes, 3. Disziplin

 

Hotz war wieder ein schlechter Verlierer und ließ sich auch nicht mit einem Unentschieden beim letzten Wettkampf „Quasselstrippen“ überreden. Kolumbi wollte ihm das zugestehen, weil Hotz ja auch kein Haarspray in den Ohren hatte. Dadurch konnte Hotz vielleicht nichts sehen. Wir finden, dass man zum Quasseln nichts sehen muss.

Donky , die Ente, mag Hotz’ Zickerei nicht, Kolumbi mag er dagegen sehr. Als dem Erpel angeblich mal ein Ast den Blick auf den Teich versperrte, fragte er Kolumbi, ob er was dagegen tun könne. Da Kolumbi noch nichts gegessen hatte, war die Arbeit in ein paar Stunden gemacht. Nun hat Donky freie Sicht, oder wir vermuten, besser freien Fall, ohne sich zu stoßen, wenn er nachts mal vom Baum in den See fällt. Donky schläft nämlich auf dem Baum. Das ist ungewöhnlich für eine Ente. Donky meint, er bekommt sonst kalte Füße. 

Na ja, jedenfalls sagte er Hotz, er wolle sich mal mit seinem Freund treffen. Hotz änderte seine Meinung spontan und er tritt nun heute zum Wettbewerb an. Dieser Freund ist ein Bussard, bei dem ab und zu auch mal ein Häschen auf der Speisekarte steht. Der Bussard findet zwar Hotz’ Haarspray ungenießbar, aber das weiß Hotz ja nicht. 

Heute steht also die dritte Disziplin des Wettbewerbes „König des Waldkönigwaldes“ auf den Programm: Kerzenwachsen.

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September 8 at 2008 1 Kommentar

Die Religion der Enten

Auch Enten haben einen Gott. Er oder sie heißt einfach nur „Urente“. Die Urente erschuf die Enten, aber diese konnten noch nicht fliegen. Erst Paul, eine Ente, die mehr sehen wollte, als ihn seine Watschel-Füße tragen konnten, hatte die Idee, dass alle Enten fliegen lernen. 

Die Urente wusste aber, dass die Enten dann zwar überall hinfliegen und sich an jeden Fluss, See oder Tümpel niederlassen würden. Weil sie aber keine Ahnung hatten, wie andere, fremde Tiere dort lebten, und auch gar keine Ahnung haben wollten, ließ die Urente die Enten lieber nur laufen und tauchen. Nur am See, der auch nur „See“ hieß, denn es gab für die Enten keinen anderen. Dort würden sie keine anderen Tiere stören. 

Paul versprach der Urente, dass er allen Enten von den anderen Tieren erzählen würde: Wie sie leben, was sie mögen, wovor sie Angst haben. Die Urente willigte ein, aber nur wenn Paul alle Tiere einmal selbst kennenlernen würde, sonst könne er auch nichts berichten. Das waren wirklich sehr viele Tiere und Paul durfte fliegen, aber er war sehr viele Jahre unterwegs. Er sprach mit Schnaken wie mit Tigern, Kaulquappen wie mit Adlern. 

Als ihm kein Tier mehr fremd war, kehrte er zurück zum „See“. Er hatte keine Lust mehr zu fliegen. Seine Flügel waren müde. Fliegen allein war anstrengend, nur jede Begegnung mit einem Tier gab ihm Kraft. (mehr …)

September 3 at 2008 Hinterlasse einen Kommentar

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Kurz und bündig

  • Willkomen in der verrückten Welt von Donky, der Ente, und seinen Freunden!
  • Die meisten Beiträge entstanden aus Handspielen mit meinem Sohn Jan.
  • Hintergründe gibt es hier: Intro
  • Ein Steckbrief des Blogs, Kurzprofile der Figuren und Tipps zur Navigation unter: Neu hier!?
  • Stand der Abenteuer in der Kategorie (Sidebar): Stand der Dinge
  • Die Handfiguren sind im Text mit einem Link hinterlegt. Bei >Click< wird in einem neuen Fenster der Charakter vorgestellt. Alle kompakt unter: Akteure
  • Per Mouse over im Beitrag erhält man eine Kurzbeschreibung der Charaktere im Kästchen.

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