Posts tagged ‘Geschichten’

Quartalsbericht: Hotz im Projekt 52

Hotz, der Hirschhase, selbsternannter und belächelter König des Waldes mit Haarspray in in den Ohren für ein adäqauates Geweih ist seit einem viertel Jahr Serienstar. Für das Projekt 52 hat er sich bereit erklärt, Einblick in sein Leben zu gewähren. Und das ist ziemlich, tja wie soll ich es ausdrücken, abgefahren! Zeit für einen 3-Monats-Rückblick, was bisher geschah! Link klicken für kleine biographische Berichte mit Foto.

Es kostete ein wenig Überzeugungsarbeit, Hotz für das Projekt zu gewinnen. Bisschen Gewaltandrohung half da sehr. So ließ er sich auch ablichten, als er Zahlen sehr zum eigenen Vorteil interpretierte. Da wundert es nicht, dass er ein schlechter Verlierer ist, was Sing Lang, die Pekingente, böse zu spüren bekam. Mehr Haltung bewahrt er, wenn es um sein „Geweih“ geht. Um die Spannkraft zu erhalten, hat er eine ganz besonders, regendichte Lösung.

Bisschen übertrieben ist dagegen sein Ordnungssinn für den Park, für den er irre grüne Tarnungstricks nutzt, um Unruhestifter zu stellen. Nicht nur das macht ihn ziemlich unbeliebt im Wald, sondern auch der Einsatz einer geheimen Waldpolizei, wofür ihn die rechtmäßige Waldpolizei, die Eichelhäher, auf einen 24-Stunden-Drogentrip schickten.

Kein Wunder also, dass ihn niemand liebt, außer er sich selbst, und das mehrfach. Auch wir machten uns einen Scherz mit ihm und offenbarten ihm eine warmes Plätzchen neben Backflaumen und Kartoffeln (bzw. einem Teil von ihm). Letzendlich tat es uns leid, immerhin wurder er sogar schon mal zum Nordpol geschickt, weil er den Eichhörnchen die Nüsse nicht gönnte. Durch diese harten Erfahrungen flüchtet er heimlich so manches Mal in eine andere Rolle. Mit Lippenstift.

In der „Nacht der fliegenden Kaffeebohnen“ ist er wieder ganz er selbst, auch wenn er keine einzige Kaffeebohne fängt. Ganz er selbst ist er jedoch nur als Hirschhase, denn er leugnet jede Verwandtschaft mit Hasen im Allgemeinen und Osterhasen im Besonderen. Dass Hirschhasen trotzdem nicht fliegen können, ist eigentlich bekannt, was er durch eine Wette mit den Amseln allerdings widerlegen wollte. Wollte.

März 30 at 2010 7 Kommentare

Stand der Dinge (5)

Mops, die Möwe, vor der Diät

Schon wieder Zuwachs bei der Bande. Nach Mops, der dicken Möwe mit Image-Problemen ( Sie kommt nur mit Zwischenstopp über den Rhein.) und Ali, dem vegetarischen Alligator aus Südafrika (siehe Stand der Dinge 4) hatten die seltenen Gäste Pitty, die Petersiliensäge und Qualo, die Trockenqualle ihr Stelldichein.

Pitty war ursprünglich mal eine Kettensäge mit Hollywood-Ambitionen schulte aber rechtzeitig für Küchendienste um, nachdem sie leider stumpf wurde. Dies ist für Kettensägen ein wahrlich traumatischer Zustand, war doch bis dahin kein Baum und kein Bein vor ihr sicher.

Qualo dagegen wirkt sehr entspannt. Nur La Ola, die Welle, macht der Trockenqualle sehr zu schaffen. Wir konnten jedoch sensationelle Bilder im Heizungskeller in einer atemberaubenden Dokumentation einfangen, wie sich Trockenquallen mit einem sagenhaften Tarnmanöver vor ungeliebten Wellen schützen.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Unser Park und Wald wird demokratisiert und alle Tiere und Tierähnlichen sind zur Wahl einer Regierung aufgerufen. Hotz, der Hirschhase, seines Zeichens selbsternannter König des Waldes, versucht diese lobenswerte Bewegung  zu unterwandern.

Beachparty für Kleintiere

Beachparty für Kleintiere

Hierfür unterstützt er Kolumbi, den Holzwurm für die Wahl des Partei-Vorsitzenden der Park-Partei (PP) rund um die Bande mit dubiosen Hintergedanken (siehe Vorstellung der Kandidaten). Schon im Wahlkampfspot der Park-Partei wird deutlich, dass er sehr wählerisch seine Wähler wählt. Zum Glück hat im Park niemand einen Fernseher.  Die Chancen gegen die

  • AAA (Allianz alternativer Amseln mit neuem Liedgut),
  • KKK (wegen der Bein-Pauschale zerstrittene Koalition der Kriech-und Krabbeltiere),
  • UUU (Union ufernaher Unterwassertiere),
  • VVV (Vereinigung vielfliegender Vögel, die nach eigener Aussage sogar Pinguine wirbt) und der mysteriösen
  • DDD (Drei demokratische Dampfnudeln, die niemand kennt und für die Abschaffung des Siedepunktes eintritt)

werden als mäßig bewertet. Trotz gut organiserter Beach-Partys für den Wählerfang (z.B. 70.000 Mücken auf einmal!) fehlt es der Bande etwas an Diplomatie, wenn Donky die Gäste zum Beispiel mit "Liebes Futter" anredet.

Bubu sieht nichts!

Bubu sieht nichts!

Vielleicht hätte sie sich bei der obligatorischen Fragestunde im Wald bei Bubu, der Blindeule (jagt nur mit Taschenlampe) den ein oder anderen Rat holen müssen. Die wahrhaftig weisen Antworten der Eule sind oft erstaunlich praxisnah. Hier lernt man was für’s Leben oder was für’s Frühstück, je nachdem.

Der Plan!

Sing Lang, die Pekingente wurde endgültig von ihrem Drang entwöhnt, ihren Ex-Koch zu treffen. Oder erstmal. Die Bande begleitete Sing Lang zu ihrer Einladung in das Restaurant Lotusgarten (ihr Ex-Heim). Mit einer unglaublich raffiniert ausgeklügelten Aktion (siehe Plan) wurde das Restaurant an  seiner empfindlichesten Stelle getroffen: Der Küche. Manfriss, der Metalfresser vertilgte die halbe Küche und Dunny, unser Hausgeist simulierte noch den passenden, chinesischen Dämon, so dass Sing Lang zwar anschließend ziemlich verwirrt wirkte, aber keinen Verdacht schöpfte. Allerdings hängen Dunny noch etwas Sing Langs Dämonenbeschwörungs-Versuche nach, weil sie ihn seit dem für den Bruder des chinesischen Dämons hält.

Manfriss Pommes rot(weiß

Manfriss' Pommes rot/weiß

Was gibt es sonst noch:

  • Mops Diät (eher zwanghaft…) hatte zwar den Effekt, dass sie als dickste Möwe des Rheins bei 40 km/h Rückenwind den Fluss das erste Mal bewältigte, aber erwartungsgemäß den Rückflug nicht. Dies führte zu einer dramatischen Rettungsaktion in Holland (Für Mops gar nicht so dramatisch, saß sie doch entspannt einem Windmühlenblatt als "Flugsimulator").
  • Donky nahm eine Kamera zu einer psychedelischen Fahrt auf die unsichtbare Rutsche unter Jans Bett (siehe Foto) mit. Absolut irre!

    Klick für den Kick!

    Klick für den Kick!

  • Manfriss, der Metallfresser macht ein Restaurant auf (hier mit Bildern). Die Resonanz ist jedoch noch recht dürftig. Eisenhaltige Gerichte sind zur zeit nicht gefragt. Eigentlich nie.
  • Unglaubliche Enthüllung: Südafrikas Krokodile trotzen der Evolution und entwickeln sich zu Pflanzenfressern (Zeitungsbericht!).
  • Besuch aus Paris: Don hat allerdings das Los eines Filmstars und kommt nicht ganz aus sich raus.
  • Donky allerdings umso mehr:

Juni 29 at 2009 6 Kommentare

Mops‘ Diät

Definitiv nicht Mops!

Definitiv nicht Mops!

Die Pommesbude am Rhein ist wegen Renovierung geschlossen. Das ist eigentlich erfreulich, denn Mops, die dicke Möwe, schaffte es erstmalig in einem Zug über den Rhein. Das war nicht immer so, wie man hier nochmal nachlesen kann. Gut, Rückenwind mit Windstärke 4 mag hier etwas geholfen haben, aber normalerweise fiel er sonst bei jeder mäßigen Windböe einfach vom Geländer. Das war sehr lustig – außer für Mops.

Seit nun keine zermatschten Kartoffelstäbchen mehr auf dem Radweg lagen, musste Mops auf Entenbrot umsteigen. Unaufgeweichte, steinharte Entenbrotkruste, um genau zu sein, wozu sich die versnobten Enten in den Rheinauen zu schade waren. Das ist schon ein kulinarischer Abstieg. Zum Glück hatte die Möwe  Sonntag abend noch einen Ausgleich im nahe gelegenen Promenaden- Café mit den zerbröselten Resten von Donauwellen aus der Mülltonne hinter der Küche.

Das ist Mops!

Das ist Mops!

Mops harrte recht lang auf der anderen Rheinseite aus. Er hatte sich dummerweise vorher nicht erkundigt, wann der Wind wieder dreht. Langsam wurde es dunkel und er hatte…Hunger. So wagte Mops den Rückflug bei Gegenwind. 30 Meter sind auch eine stolze Leistung für ihn, aber definitiv nicht ausreichend für den Rhein. Wer den Rhein kennt, hat vielleicht eine Ahnung. Und da auch die anviserte Boje außer Reichweite lag, plumpste Mops japsend ins Wasser und ruhte sich erst einmal aus. (mehr …)

April 8 at 2009 7 Kommentare

R(h)einfall für Mops

Mops, die dicke Möwe mit der Vorliebe für verlorene Pommes, hat einen schweren Stand bei ihren Artgenossen. Im Sommer hatte sie noch heldenhaft Kolumbi , den Holzwurm, aus dem Rhein gerettet (Hier die Pressemeldung und das Interview ). Nun wird sie von den Möwen wieder nur spöttisch ausgelacht. Nur weil sie nicht in einem Zug über den Rhein kommt! Die anderen Möwen benötigen dagegen nur 3 Minuten. Inklusive Schaufliegen für die Touristen und Streit um einen Fisch im Fahrwasser eines Kohlefrachters. Möwen sind recht angeberisch und egoistisch.

Dabei hat sich Mops doch so eine raffinierte Lösung in 3 Flugetappen ausgedacht:

  • 1 Minute auf ein vorbeifahrendes Schiff  Richtung Koblenz  fliegen (das geht gerade noch konditionell)
  • 2 Stunden nach Koblenz
  • 1 Minute Rüberfliegen auf ein Schiff zurück nach Bonn
  • 1 Stunde runterschippern nach Bonn
  • 1 Minute an das andere Ufer.
  • Gesamt: 3 Stunden und 3 Minuten

Nun fliegen die anderen Möwen leider nach nur 10 Minuten Aufenthalt wieder zurück. Denn auf ihr verlassenes Stolziergeländer an der linksrheinischen Uferpromenade, wo sie sich sonst betont gelangweilt den bewundernden Blicken stellen, gesellen sich nach einiger Zeit Tauben aus der Bonner Innenstadt. Und die verschandeln dann unschön das Geländer. Da die Möwen auf der anderen Uferseite eigentlich gar nichts zu tun hatten, sitzen sie nach spätestens einer halben Stunde wieder auf dem Geländer, bevor die schmutzigen Städtervögel Lunte gerochen haben.

Da aber Mops 2 1/2 Stunden später allein auf der anderen Rheinseite ziemlich dumm aus den Federn guckt, ist das Gelächter der Möwen groß. Und es gibt noch nicht mal eine Pommesbude rechtsrheinisch. Ein peinliches Dilemma für Mops, dauert es doch wieder 3 Stunden, bis er zurück ist. Und dann ist auf dem Geländer kein Platz mehr frei.

Diese komplizierte Zeit- und Wegerechnung habe ich nochmal grafisch für eine bessere Übersicht dargestellt. Einfach drauf klicken für eine vergrößerte Ansicht:

Nun fragte Mops Bubu, die Blindeule, nach Rat. Denn immerhin ist Mops eine Möwe und möchte auch ein wenig stolz sein. Mops ist sehr zielgerichtet, manchmal nur in die falsche Richtung: (mehr …)

Januar 19 at 2009 10 Kommentare


Ausgewählt

Kurz und bündig

  • Willkomen in der verrückten Welt von Donky, der Ente, und seinen Freunden!
  • Die meisten Beiträge entstanden aus Handspielen mit meinem Sohn Jan.
  • Hintergründe gibt es hier: Intro
  • Ein Steckbrief des Blogs, Kurzprofile der Figuren und Tipps zur Navigation unter: Neu hier!?
  • Stand der Abenteuer in der Kategorie (Sidebar): Stand der Dinge
  • Die Handfiguren sind im Text mit einem Link hinterlegt. Bei >Click< wird in einem neuen Fenster der Charakter vorgestellt. Alle kompakt unter: Akteure
  • Per Mouse over im Beitrag erhält man eine Kurzbeschreibung der Charaktere im Kästchen.

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