Posts tagged ‘Geschichte’

Die Heintzelmennchen

„Teppiche werden gesaugt und nicht gewischt!“, schrie ich in den Keller. „Und das eins klar ist: Ich habe das letzte Mal auf dem Sofa geschlafen. Wehe, ihr lüftet noch einmal bei Unwetter mein Schlafzimmer! Nie! Am besten überhaupt kein Fenster mehr aufmachen, wenn ich weg bin!“ Ich bückte mich und las entnervt den allmorgendlichen Zettel, der wie üblich auf der Treppe lag: „Sory für das blöde Ding mit der Dusche. Wir haben den Schlauch wider festgeschraubt. Dafür jetzt auch Badezimmer sauber, toll nich? Fiel Spass noch. Die Heintzelmennchen, Angesehn und ungenehm“. Ja, das war am Tag zuvor. Ich erinnerte mich noch genau, als mir der Duschkopf bei eingeseiftem Kopf auf die Nase fiel und das Wasser aus dem Schlauch stattdessen ganz hemmungslos den Duschvorhang überwand. Dass der Duschkopf blitzte wie noch nie, erkannte ich leider zu spät. Ich musste immer auf der Hut sein, seitdem sich die Heinzelmännchen bei mir breit gemacht hatten.

Eines Tages waren sie da, ungebeten. Ich hatte noch nicht einmal eine Telefonnummer. „Auf schöne Zeit zusammen, die Heintzelmennchen, Angesehn und ungenehm“, entdeckte ich früh um 8 Uhr auf einem Wisch gekritzelt, als ich den Kaffee gerade in die Spüle spuckte. Es hätte mich stutzig machen müssen, dass ich selbst gar keinen Kaffee aufgebrüht hatte. (mehr …)

Januar 25 at 2011 2 Kommentare

Multifunktionsfeier

Buchfinken sind schon ein fröhliches Vogelvölkchen. Und seitdem Finkel, der Erpel, der sich als Ei nicht ganz freiwillig in ein Buchfinkennest verirrte, ein amtlich anerkannter Buchfink ist, lernen wir die Gewohnheiten auch immer mehr kennen.

Gestern flötete er vergnügt, das er ein süßes Nestchen mit bunten Zuckereiern mit seinen Finken-Freunden gebastelt hat. "Nein, nein, Eier gibt es erst später!", erwiderte Jan, musste aber gleich eingestehen, da sich Vögel eindeutig besser mit Eiern auskennen. Außerdem schmücken sie ja mit den Nestern den Weihnachtsbaum. "Wie keine Strohsterne?", war unsere erschrockene Reaktion. "Nein, dafür eine silberne 3 mit Lorbeerkranz auf der Spitze", überraschte uns Finkel. Er klärte uns auf, dass es ja immer einen Geburtstag gibt und sie dafür aus Cola-Dosen mit ihren Schnäbeln einen Kranz stanzen.

"Wow, eine Multifunktionsfeier", kommentierten wir anerkennend und Finkel setzte noch einen drauf: (mehr …)

Dezember 2 at 2009 2 Kommentare

In Eile

Ralf ist müde und lockert seine Krawatte, nachdem er eine Dose Red Bull aus dem Handschuhfach gezogen hat. Der Tag war lang. Sein Chef hatte vorhin betont, dass der Erfolg der Aktion über die Zukunft entscheidet. Auch seine. Die Präsentation muss jedoch noch fertig werden. Aber das ist es wert. Das wird wohl eine Nachtschicht nach einem Kuss auf Lenas Stirn, seinem Engel. Noch 50 km. Sorry, heute ist wirklich dicht. Ralf hat es eilig.

Sabine hatte einen miesen Tag. Paula hatte eine Fünf in Mathe nach Hause gebracht und die falschen Fliesen wurden geliefert. Und jetzt macht auch noch die Mutter von Paulas Freundin Stress wegen der Sache am Samstag. Thomas kümmert sich ja um nichts. Auch nicht um den Nachbarn, der ihr die ganze Woche schon mit dem dämlichen Zaun im Ohr liegt. Eigentlich hat sie überhaupt keine Zeit, Paula vom Reiten abzuholen. Heute hat sie wirklich keinen Nerv. Sonst immer, aber heute nicht. Sabine hat es eilig.

Marco hat heute die Arschkarte gezogen. Er muss fahren. Trotzdem klemmt eine fast leere Dose zwischen seinen Beinen als Relikt vom Vorglühen. Muss sein. Vor dem Pub warten schon die Schnecken, wie er und seine Kumpels auf der Rückbank die Mädels von letzter Woche nennen. Danach geht’s in den „Night Palace“. Und dann? Mal sehen. Nächsten Freitag sitzt er wieder hinten. Dann ist es ihm scheißegal. Aber heute ist schlecht wegen der Bullen. Marco hat es eilig.

Sonja liegt auf ein paar Blättern und die letzten Sonnenstrahlen scheinen auf ihr Gesicht. Heute Abend hatte sie sich gut gelaunt auf ihr Fahrrad geschwungen, um ihren Freund wieder zusehen. Er war sechs Monate in Singapur auf Montage. Jetzt liegt ihr Fahrrad am Ende der langen Allee kurz hinter der Kurve am 30-Schild. Die Blätter unter ihrem Kopf werden feuchter und ab und zu hebt sie schwach Zeigefinger und Mittelfinger vom Asphalt und winkt Ralf, Sabine und Marco zu. Sie kennt sie nur flüchtig vom Auspuff ihrer Autos. Sonja hat es eilig.

November 15 at 2009 4 Kommentare

Urbanstyle am Deich

Hat jemand schon mal Enten fliegen sehen? In einem Affenzahn immer geradeaus. Nicht schlecht für eine Ente, die sonst nur plump daherwatschelt. Aber was machen Enten eigentlich, nachdem sie geradeaus geflogen sind?

„Gucken, was da los ist!“, klärte uns Donky, unser Erpel, in Otterndorf an der Nordsee auf. „Und dann wieder zurück.“ Cool!

Windstärke 0 mit Freunden

Kurz hinter der Elbmündung verbrachten wir eine Herbstwoche und Donky flog natürlich mit. Mops, die fette Möwe vom Rhein, kam auch mit, nur ohne Fliegen, stattdessen im Kofferraum. Das war ihr schon anstrengend genug. Sie wollte mal mit echten Seemöwen fachsimpeln, lernte jedoch nur ein paar Backfische und Krabben mit Majo kennen. Seemöwen denken da etwas komplizierter und machen sich die Mühe, Krabben selbst zu fangen. Und das auch noch ohne Majo! (Wer hat es schon mal geschafft, ein Krabbenbrötchen ohne vertikalen Verlust zu essen?)

Donky flog auch gleich kräftig geradeaus zum Deich, guckte ganz wichtig, was da los ist, und dann schnurstracks wieder zurück. Nur so! Alles andere hätte ja einen Zweck gehabt und wäre absolut spießig, meinte er. Zum Beispiel „Fische suchen“, wie die Möwen: Ein paar Flügelschläge hier, ein paar dort, dann nach rechts abgleiten, abtauchen und wieder in die Luft schwingen. Und alles mit verkrampften Blick zum Fisch. Das war was für Land- oder besser Seeeier (Wow, ein Wort mit drei e), aber definitiv nicht urbanstyle. Nichts tun, aber dafür auffällig. Das war stylish.

So hatte Donky auch bald ein reges Gekreische um sich herum und diverse Anfragen, wie man denn nur so eben mal gucken konnte, was da los ist. Ohne Fisch.  Donky wies die unbedarften Vögel auf seine Metropolen-Herkunft hin und bot mal einen exklusiven Urbanstyle-Lehrgang an. Klar. Und so sah man am Abend einen Schwarm Möwen mit ernsten Blick hinter einer Ente hersausen. Auf die Dorfkirche, ein paar Tauben beim Paulus besudeln zugucken, und dann wieder zurück.

Windstärke 7 mit Flut

Am nächsten Tag die selbe Mission: Geradeaus fliegen und auf den Acker. Ein wirklich schöner Acker. Weitläufig und geruchsneutral gedüngt (für Möwen). Nur eigentlich hatte Donky den Leuchtturm angekündigt. Und der lag 300 Meter links. „Hey, das war eine Kurve, wie uncool“, beschwerten sich auch einige verwirrte Möwen und suchten zumindest einen Fisch in der Erde. Donky wand sich zwar noch geschickt raus, dass er den Acker mit dem Leuchturm verwechselt hatte, aber eines war nun klar: Er hatte die Rechnung ohne Windstärke 7 gemacht. Die Möwen dagegen nicht. Die konnten gar nicht rechnen. Deshalb müssen sie auch Fische fangen.

Windstärke 9 mit noch mehr Flut

Donky musste seine Strategie ändern. So lud er die Möwen zu einem völlig flugfreien, aber extrem urbanen Event auf dem nahegelegen Baggersee als Location ein. Die Wellen schaukelten behäbig und ein paar Grashüpfer im Schilf boten sich als Fingerfood an. Name der Veranstaltung: „Chillen mit Grillen“. Rumdümpeln können Möwen zwar auch, aber ohne Namen dafür. Eine Name macht es aber erst aus. Es gab allerdings ein paar Proteste insektensympathisierender Möwen. Sollen sie an ihren Gräten doch ersticken! Trotzdem schlug Donky ein neutraleres Re-Branding vor: „Happen beim Schwappen“. Ein voller Erfolg. Auch Dank den Grashüpfern.

Donky flog nach zwei weiteren Städter-Feten („Relax im Gewächs“ und „Rock the Dock“ in Cuxhaven) sogar bei Windstärke 9 als frisch gekürte Ehren-Möwe zurück nach Bonn. Über Warschau.

Windstärke 5 mit Opa

November 5 at 2009 12 Kommentare

Der heilige Hosenknopf

Zum Gedächnis der Limburger Dom-Enten (siehe Artikel)

Zum Gedächnis der Limburger Dom-Enten (siehe Artikel)

Sehr ärgerlich, wenn vor einem wichtigen Termin die Uhrbatterie erlischt und man wie irre mit dem Finger auf das Zifferblatt hämmert. Noch ärgerlicher, wenn dies im Mittelalter passiert. Nicht, dass die damalige Bevölkerung besonderen Wert auf batteriebetriebene Armbanduhren legte. Donky hatte jedoch einen wirklich, wirklich wichtigen Termin. Nach einem kurzen Abstecher ins Limburg des 13. Jahrhunderts mit seiner Zeitmaschine, meldetete diese just zum Rückflug…12:34 Uhr. Und zwar schon seit Stunden.

Der Erpel hatte sich eine Uhr "geborgt", nachdem unser Außerirdischer ihn in die Kunst des Zeitreisens mit Hilfe einer gewöhnlichen Armbanduhr eingewiesen hatte. So begleitete uns Donky auf unserer Mega-Fahrradtour an Rhein, Ruhr und Lahn sehr bequem per Zeitreise. Ich habe keine Ahnung, wie das funktioniert. Er aber umso mehr, so dass er nur so von Epoche zu Epoche pendelte. Was war er niedergeschlagen, als er uns mitteilte, dass der Ententeich zugefroren sei. Das hielten wir für nicht so ungewöhnlich. Dass ganz Bonn unter einer Eisschicht begraben liegen sollte, erschreckte uns bei 30 °C an der Lahn aber schon. Erleichtert nahmen wir zur Kenntnis, dass dies noch ein paar Jährchen Zeit hat. Donky hatte leichte Schwierigkeiten Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu trennen und meckerte zum Beispiel über die Panzerung der Eisenfische und wie schwer diese in 20.000 Jahren zu knacken seien. Zarte Heringsfilets in Balkansoße. Mindesthaltbarkeitsdatum: 20.9.2011.

Limburger Dom 2009

Limburger Dom 2009

Zurück ins 13. Jahrhunder: Die Ente fuchtelte verzweifelt am Drehknopf und nichts geschah. Hinter ihm wurde gerade der Limburger Dom hochgezogen. Wie brenzlig diese Situation war, wurde Donky erst bewußt, nachdem er durch die Maschen eines Netzes in einen Verschlag mit vielen zerrupften Stockenten schaute.

Es ist bis dato weitgehend unbekannt, dass damals Enten für den Bau von Kirchen genutzt wurden. Nicht ganz freiwillig, aber für entlegene Winkel eignen sich Enten ganz hervorragend zum Steinetransport. Ganz besonders ziemlich weit oben. Und Teile des Limburger Doms sind wirklich ziemlich weit oben. (mehr …)

Juli 30 at 2009 5 Kommentare

Wer wird Vorsitzender der Park-Partei?

Der Wahlkampf im Park für alle Tiere und Tierähnlichen ist im vollen Gange und die Park-Partei (die Bande) hat immer noch keinen Vorsitzenden. Zwar sind schon einige Stimmen geködert. Aber wer bestimmt den Kurs? Dass die VVV (Vereinigung vielfliegender Vögel) sogar schon einige lahmen Enten geworben hat, kann damit zusammenhängen, dass Sing Lang als Pekingente zu sehr von chinesischen Köchen geschwärmt hat. Und Hotz, der Hirschhase, vergrault so einige Tiergattungen mit seiner „Politik der Größe“ (Tiere kleiner als 2 cm sind blöd.) Hotz hält als König des Waldkönigwaldes sowieso recht wenig von Demokratie und sucht nach Wegen, sie auzutricksen.

Nun stellen  sich vier Kandidaten für die Vorsitzendenwahl. Die Parteisatzung sieht vor, dass eine Stimme dem Volk außerhalb des Parkes gehört. Deshalb präsentieren sie ihre Schokoladenseite im Wahlkampfspot. Manfriss, der Metallfresser, hat eine dramatische Wahlbotschaft für Bäume. Kolumbi, der Holzwurm, wird gefördert von Hotz, der allerdings eine sehr undurchsichtige Rolleim Wahlkampf spielt. Igitte, die 5-beinige Spinne wird unterstützt von Mops, der dicken Möwe (was auch dringend nötig ist) und Donky hat wegen Buchhilde, der Ententante, Probleme, seine Wahlbotschaft glaubwürdig rüberzubringen.

Also bitte wählt Euren Favoriten. Eure Stimme kann die Zukunft des Parkes und Waldes entscheiden!!

Juni 14 at 2009 2 Kommentare

Beachparty für Kleintiere

Hüpfburgen und Superrutschen

Hüpfburgen und Superrutschen

Das war wohl nichts! Da lassen Hotz und Donky im Wahlkampfspot der Park-Partei durchblicken, dass sie Maulwürfe nach der Wahl nur bis zur Grasnarbe vertreten wollen. Schon rächen sich die Blindratten (Hotz‘ Zitat) und greifen der AAA tatkräftig unter die Arme. Hatte die A llianz a lternativer A mseln mit ihrem harmlosen Wahlprogramm neu  eingeübter Sing-Sang-Liedchen bisher eine eindeutige Außenseiterrolle bei der kommenden Wahl im Park, so konnten sie jetzt mit Maulwurf-Unterstützung richtig punkten. Hüpfburgen (siehe Foto) und die Super-Underground-Rutsche waren das Parkgespräch der letzten Tage. Und die Amseln konnten ihre Melodien beim großen Auflauf unter das Volk bringen, dass sogar die Raben "La, le, lu, nur der Mann im Mond schaut zu." trällern.

Strandbar

Strandbar

Die Park-Partei konterte mit der großen Beach-Party mit Kletterpark für alle Kleintiere, weil sie hier das größte Potenzial vermuten. Zunächst war die Resonanz mit einem verirrten Regenwurm und ein paar von Donky zwangsversetzten Kaulquappen eher gering. Einige Kellerasseln wurden jedoch schon neugierig, nachdem ihnen ihre schützende Rinde für die Dachkonstruktion der Strandbar weggenommen wurde. Nach und nach trudelten immer mehr Gäste ein, die Schnecken zum Schluss. Ganz zum Schluss.

Beachparty mit Cocktailtischen und Sonnenschirm

Beachparty mit Cocktailtischen und Sonnenschirm

Der extra aufgekippte Strand mit den Cocktail-Tischen wurde nur zögerlich angenommen. Zu wenig Cocktail-Krabben fanden den Weg aus der Schale in die künstliche Lagune. Die Fischhäppchen waren sehr schmackhaft. Fische waren sonst aber nicht eingeladen. Für die Spinnen, die Igitte animiert hatte, war der Kletterpark keine große Herausforderung. Die Nacktschnecken hatten jedoch ihr Tschakka-Erlebnis nach der Überquerung der Schlucht, jedenfalls die, die nicht vorher in den Bach abrutschten. Mit einem Schwarm von ca. 4.000 Mücken nahm die Party jedoch Fahrt auf und einige Wählerstimmen konnten gewonnen werden.

Insgesamt war die Party ein voller Erfolg, auch wenn Donky die Party vielleicht doch nicht mit einem "Ich hab‘ noch nie soviel Futter auf einem Haufen gesehen." frühzeitig hätte sprengen sollen.

Wahlkampfparty der Park-Partei

Wahlkampfparty der Park-Partei

Mai 21 at 2009 2 Kommentare

Besuch im Zoo

New Lifestyle

New Lifestyle

Muttern war auf Fortbildung, Oma in den Zug gesetzt und wir besuchten letzten Sonntag den Kölner Zoo. Wir bemerkten erstaunt, dass viele bei Sonnenschein den Kölner Zoo besuchten. Inklusive Muttern und Oma. Wären diese auch auf Fortbildung oder im Zug gewesen,  hätten wir im Aquarium vielleicht auch einen Fisch gesehen. Na, ganz so dramatisch war es nicht, nur die Scheibenklopfer und Lora-Rufer hätte ich gern auf Fortbildung oder im Zug gewusst.

Schnabelvergleich

.....Schnabelvergleich

Donky hatte sich schon vor der Invasion einen Platz bei den Flamingos gesichert. Bei Flamingos existiert auch mehr Schein als Sein, so hatte Donky leichtes Spiel mit den rosa Kleiderständern. Er verhandelte mit den 35 Vögeln, dass ihr Futter gerecht Hälfte-Hälfte mit ihm geteilt wird. Im Gegenzug besorgte er ihnen ein Bild von Afrika. Dass die Postkarte den Rhein zeigte, bemerkten die ortsunkundigen Gesellen nicht.

Echte Monster!

Echte Monster!

Kolumbi  war von Jan mit Löwen-mäulern, Wolfsreißzähnen und aufgerissenen Hipposchlunden wenig zu beeindrucken, außer dass es ihm ein wenig davor ekelte.  Er hat als Holzwurm eine etwas andere Sicht für Gefahren. So hatten Frösche, Finken und Fische seine weit höhere Aufmerksamkeit, soweit man davon sprechen kann, wenn er sich in Jans Kaputze versteckte.

So hatte er vor dem Besuch des Aquariums auch große Zweifel an den dortigen Sicherheitsmaßnahmen. Auch Scheiben mochten ihn zunächst nicht überzeugen:

  • Jan: "Keine Angst, zwischen dem Fisch und dir ist ja eine Scheibe."
  • Kolumbi: "Und wenn nicht?"
  • Jan: "Dann fließt das Wasser aus dem Aquarium raus und die Fische können nicht schwimmen."
  • Kolumbi: "Dann ist es ohne Scheibe ja ungefährlicher!"
  • Jan: "Ja, aber dann gibt es ja auch keine Fische zu sehen."
  • Kolumbi: "OK. Dann ist es im Ententeich auch ungefährlich, weil Fische ohne Scheibe nicht schwimmen können."
  • Jan: "Nein, nein, im Ententeich können sie das schon!"
  • Kolumbi: "Und wenn eine Scheibe im Ententeich wäre?"
  • Jan: "Dann würden sie darum herum schwimmen."
  • Kolumbi: "Wenn Fische um Scheiben rum schwimmen, können sie das im Aquarium doch auch!"

Erst der leicht getrickste Einwand, dass wir zu Hause ja auch Scheiben haben und kein Fisch darum herum schwimmt, überzeugte ihn einigermaßen.

Kolumbis halbe Erkenntnisse zu Clownfischen und den Grund für Donkys Abneigung gegenüber Seelöwen sieht man hier:

(mehr …)

März 26 at 2009 7 Kommentare

Große Sprünge (mit Skizze)

Igitte hatte ja lange damit zu kämpfen, dass sie drei Beine verlor. Nicht nur, dass so eine Amputation für eine Spinne dreifache Phantomschmerzen verursacht. Nein, auch das Selbstwertgefühl litt darunter gewaltig, und das obwohl sie vorher schon keines hatte. Wie auch… als Spinne. Zu allem Übel musste sie auch erst langsam lernen, bekannte Verhaltensmuster aufzulösen.

Zum Beispiel, runde Netze zu spinnen, ist einfach nicht mehr drin. Die Fäden auf der rechten einbeinigen Seite waren so schlaff gespannt, dass die Fliegen dadurch Slalom-Wettbewerbe flogen. Das ist sehr demütigend. Sie lernte aber schnell neue Webtechniken, so dass ihre Netze jetzt eher wie Putzlappen aussehen und so offensichtlich in der Gegend rumhängen, dass die auch direkt von den Fliegen als solche erkannt werden. Ein fataler Irrtum, wenn die sich  mal auf einem Putzlappen ausruhen wollen. Und das tun sie sehr häufig.

Aber das Treppensteigen fällt ihr sehr schwer (hier ). Wenn sie auf dem Rücken zappelt oder im Kreis läuft, kommt sie nicht voran. Und da Fäden nicht hochfliegen, war der Anfang eines Netzbaues immer sehr mühsam. Wie kommt sie nach oben, um einen Faden nach unten zu lassen? (mehr …)

März 6 at 2009 3 Kommentare

Essstrategie für Ali

Ali hatte nichts zu Lachen in Australien. Die anderen Alligatoren umso mehr, wenn er wieder mal ein Karnickel um ein paar Möhrchen anbettelte. Dieses drehte sich meistens nur genervt um. So war der Deal, dass die fleischfressenden Artgenossen die Karnickel mal eben kalt machten und er dafür die Möhren bekommt. Allerdings musste er anschließend jedem Alligator die Zähne putzen. Es gibt für einen pflanzenfressenden Alligator nichts Ekligeres und Demütigenderes als Gedärm- und Sehnenreste unter Gelächter aus fremden Gebissen zu kratzen.

So wanderte er eines Tages nach Südafrika aus und schwor sich, nicht noch einmal ein Wort über seine Essensgewohnheiten zu verlieren. Leider um den Preis, dass er als Tarnung auch mal das ein oder andere Gnu reißen musste. Igitt!

In Gonky hatte er einen guten Freund gefunden. Der Erpel (nicht zu verwechseln mit Donky) besorgte ab und zu paar Hülsenfrüchte und versteckte sich mit Ali im Schilf.  Mit einem Krokodil zu speisen, ist für eine Ente nicht so normal wie es scheint. Gonky ist wirklich cool.

Nun sind die Alligatoren Südafrikas auch etwas entspannter und Ali fragte sich, ob er mal öffentlich eine Porreestange knabbern könnte. "Nein, besser nicht!", verwarf er die Idee gleich wieder, denn er weiß nicht, wo es noch Alligatoren auf der Welt gibt und er fand Südafrika eigentlich ganz gemütlich.

Aber wir hatten jetzt eine großartige Idee, in die wir Gonky einweihten: Er sollte mal vor den südafrikanischen Reptilien von den australischen Alligatoren schwärmen.  Dass diese besonders stark sind, weil sie Blumenkohl für den Kiefermuskelaufbau fraßen und Karotten für schärfere Zähne.  Er war ja oft genug auf  einem Sprung auf dem Kontinent. Wir nehmen mal an, dass die Kaltblüter darauf anspringen und sich gleich mal einen Korb Gemüse besorgen. Allein der Ehre wegen. Machen Menschen ja auch. Und dann kommt Ali dazu und kocht eine köstliche Minestrone. Soweit die Theorie.

März 4 at 2009 4 Kommentare

Tauchen ist schwierig

Kolumbi, der Holzwurm,  ist wieder gesund. Nach einem kurzzeitigem Niesanfall, der seinen Taucheranzug gesundheitsgefährdend in Mitleidenschaft zog (hier mehr), sollte heute  die versteckte Welt des Unterwassergehölzes entdeckt werden. Kolumbi glaubt weiterhin felsenfest daran, dass in den Tiefen des Ententümpels ein Eichenwald nur darauf wartet, angenagt zu werden. Wir jetzt nicht so. Jan kennt Tauchen allerdings nur vom eher gewächslosen Hallen- und Freibädern, jedenfalls unter Wasser. So wirken seine Argumente nicht sehr glaubhaft. Und inzwischen sind wir auch so verwirrt, ob Eichenholz überhaupt auf dem Wasser schwimmt, dass heute tatsächlich ein Holzast untergegangen ist. Ein schlechter Vorführeffekt. Das war natürlich Wasser auf die Mühlen von Kolumbi.

Donky kennt die Gegend unter der Oberfläche schon etwas genauer (so von wegen Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh‘), aber wir überzeugten ihn davon, dass Kolumbi hier anscheinend seine Bestimmung gefunden hat. Diese wollten wir nicht gleich zerbröseln, weshalb wir einfach mal den Mund halten . Bis morgen vielleicht, zumindest was Donky angeht.

So schlüpfte Kolumbi heute in seinen Taucheranzug, blies ihn auf und tauchte, so tief er konnte. Sing Lang ließ sich von Kolumbis Begeisterung anstecken. Donky bleibt eher nüchtern. Anscheinend hat Kolumbi leider die Rechnung ohne die Luft gemacht.

Nach diesem Versuch, fassten Jan und Donky einen wirklich selbstlosen Plan:

Selbstlos bedeutet bei Donky vier Stück Apfelkuchen. Aber es blieb nicht viel Zeit zum Überlegen, brauchen wir nämlich auch Ali, den Alligator, um kurz mal einen Eichenwald im Ententeich zu installieren. Hatten wir Kolumbi doch ein U-Boot versprochen. Mit Greifarmen, um Holzproben zum Verzehr zu nehmen. Dafür ist aber ein Wald zwingend erforderlich.

So trifft es sich gut, dass Ali noch im Park weilt. Dieser schafft die gerade frisch abgesägten Dingsbums-Bäume in den Teich. Das sind zwar keine Eichen, aber wir glauben, dass Unterwassereichen sowieso anders schmecken würden als solche an der frischen Luft. Das sollte als Argument für Geschmacksabweichungen genügen. Donky sorgt für Verankerung mit Schlingpflanzen am Teichgrund und vor allem dafür, dass er den Mund über die trostlose Wahrheit des Tümpels hält.

Kolumbis maßgeschneidertes U-Boot ist auf den neuesten Stand der Technik mit 360 Grad Rundumblick, wie man sieht, und wartet auf seine Jungernfahrt:

(mehr …)

März 1 at 2009 1 Kommentar

Kolumbis Traum

Wie oft hat Kolumbi, der Holzwurm, schon auf dem kleinen Stöcken am Ufer des Ententeichs gesessen? Vorsichtig schob er sich bis an den Rand und benetzte kurz seine Haut mit Wasser. Das war es aber schon. Zu gern würde er schwimmen lernen. Also richtig schwimmen!

Kolumbi kam bisher  2 x intensiv in Kontakt mit Wasser. Das erste Mal musste ihn Mops, die dicke Möwe retten, als er auf einem Ast durch die Kanalisation auf den Rhein geschwemmt wurde. Zum im Nachgang angeregten Schwimmkurs kamen aber nur zwei Teilnehmer. Er und ein Laubfrosch, der seinen Namen noch zu wörtlich nahm. Dadurch fiel der Kurs aus, zudem auch gar kein Schwimmlehrer anwesend war.

Das zweite Mal warf ihn Hotz, der Hirschhase, in den Ententeich. Die Hirsche hatten sich für Kolumbi als Waldtier des Monats entschieden. Hotz sah darin ein Anriff auf seine Autorität. Kolumbi tauchte zwar ziemlich tief, hatte aber Schwierigkeiten beim Rückweg nach oben. Donky ließ sich seinen Rettungseinsatz gut bezahlen.

Das Boot

Das Boot

Kolumbi steigen die Tränen in die Augen, wenn er die munter paddelnden Enten sieht. Er hat dazu sogar ein Lied geschrieben. Das geht ungefähr so: „Alle meine Entchen schwimmen auf dem See, schwimmen auf dem See. Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh‘.“ Wir finden, dass das ein sehr schönes Lied ist. Selbst wenn Mops mit einer A****bombe im Rhein dicke Wellen macht, seufzt er nur.

Nun hat Kolumbi heute Geburtstag. Da Holzwürmer nicht sooo alt werden, feiert er monatlich. Oder besser Donky, da er hier einen Anlass für eine Lammkotelett-Party sieht. Kolumbi weiß gar nicht, was ein Monat ist, geschweige denn ein Jahr.

So haben wir ihm einen Traum als Geschenk erfüllt (siehe Bild). Am Wochenende wollen wir in See stechen.

Februar 4 at 2009 5 Kommentare

Abflug verpasst (mit Skizze)

Was für ein Drama: Alles ist gepackt. Das Ding hat sogar bereits einige Andenken in die Rakete geschafft (Cola-Dose, eine 500 Jahre alte Eiche, Mercedes-Stern etc.) und dann das!

Das Ding

Das Ding

Aber nochmal kurzer Exkurs: Das Ding (Name und Geschlecht unbekannt) ist mit seiner Rakete auf die Erde abgestürzt und Manfriss, der Metallfresser, hat sie aufgefressen. Es dauerte ein paar Monate, bis wir den intergalaktischen Taxiruf herausfanden und eine neue bestellt hatten. Diesmal vorsichtshalber aus Plastik. Seit dem steht sie im Park. Damit nicht genug: Manfriss versprach, das nötige Benzin zu besorgen, verspeiste die Kanister auf dem Weg aber immer als gefüllte Pralinen. Das mag lecker sein, nützt aber der Rakete nichts.

Nun haben wir den Sprit in den Tanks (Plastikkanistern sei Dank), aber jetzt ist etwas im Weg. Die Sonne, um genau zu sein. Denn die Rakete kann nur geradeaus fliegen. Eine komische Rakete, wie wir finden, aber das Ding machte uns deutlich, dass man im Weltall eigentlich immer geradeaus fliegt. So verstanden wir das jedenfalls, weil wir eigentlich kein UItraschall hören können. Das Ding spricht Ultraschall.

In Abflugrichtung zu seinem Planeten versperrt die Sonne die direkte Linie zum Heimatplaneten. Die Sonne ist bekanntlich heiß (im Sommer 40 °C) und auch zu groß zum Durchfliegen (Die Erde würde so eine Rakete locker schaffen, versicherte uns das Ding.). Also heißt es wieder: Warten! Mindestens ein Viertel Jahr, dann ist der Weg wieder frei und ausreichend kühl, da man nicht so dicht an der Sonne vorbeifliegen muss. Mehr verkraftet die Klimaanlage nicht. Das findet das Ding blöd, weil es nun jeden Tag die Eiche in der Rakete gießen muss.

Ich habe mal ein Bild von dem Dilemma aufgezeichnet. Am besten mal Klicken für eine große Ansicht.

Flugbahn Skizze

Flugbahn Skizze

Januar 28 at 2009 23 Kommentare

Der Zwiebelfluch

Rückblick: Dunny ist bekanntlich seit unserem Schottland-Urlaub unser Hausgeist.

Das einzige Bild

Das einzige Bild

Er war zwar ursprünglich Burggeist von Dunnottar Castle, nur hatte er sich in Jans Kaputze verfangen. Erst in Bonn konnten wir ihn orten, so dass wir ihm alternativ nur unser bescheidenes Heim anbieten konnten. Wir bildeten Dunnottar Castle jedoch originalgetreu aus Pappkartons nach.

Dunnottar Castle

Dunny war vor langer Zeit Küchenjunge und hatte prompt zur Hochzeit des Burgherrn einige Zwiebeln geklaut. So schmeckte die Hochzeitssuppe ziemlich fade. Und das Drama nahm seinen Lauf. Die Hochzeitsfeier war natürlich ebenso fade und die anschließende Hochzeitsnacht schließlich auch. Das genügte der Braut nicht, so dass sie noch mal gelangweilt beim Gesindel vorbeischaute. Und wie sollte es anders sein, kamen sich Braut und Gärtner etwas näher. Hatte er doch noch eine Extra-Zwiebel im Garten versteckt… (mehr …)

Januar 24 at 2009 11 Kommentare

Weihnachten im Lotusgarten

Sing Lang

Kurz nachdem die Glocke ertönte, konnte er immer einen Blick erhaschen. So postierte sich der Erpel zwischen Abtropfsieb und Knoblauchpresse und wartete. Heute Abend war viel Betrieb und so zappelte er aufgeregt, dass sich endlich wieder die Klappe öffnete.  

„Ding!“, machte es. „Schweinefleisch Kung Pao und gebratene Nudeln mit Krabben für Tisch 33!“. Li, der Koch, öffnete die Luke und stellte zwei Teller in die Durchreiche. Sing Lang schnatterte leise, reckte seinen Hals und lugte durch die Bambuspflanze, die auf der anderen Seite der Durchreiche im Restaurant wucherte. Direkt neben dem Aquarium mit den chinesischen Zierfischen blinkte es bunt. So hell, dass sich für einen kurzen Moment die Lichterkette des Plastikweihnachtsbaums in der Edelstahlwand des mächtigen Küchenblockes spiegelte. So etwas hatte Sing Lang noch nie gesehen. Es war wunderschön!  

„Eigentlich dürfen Enten nicht in der Küche spazieren gehen. Aber weil Du so schön singen kannst, mache ich eine Ausnahme“, hatte der Koch einst gesagt, als Sing Lang noch ganz klein war. ‚Schön’ ist vielleicht etwas übertrieben, aber Sing Lang konnte wirklich lang singen. Der Erpel hatte einen kleinen, überdachten Käfig im geschützten Innenhof des Restaurants ‚Lotusgarten’. Dieser war umgeben mit einer Mauer und ab und zu ruhte sich ein Rabe auf ihr aus, verschwand aber schnell wieder und der Erpel hörte nur noch lange sein Krächzen.  

So ging Sing Lang in der Küche ein und aus und durfte zugucken, wenn Li brutzelnd chinesische Leckereien zubereitete. Natürlich fiel immer wieder das ein oder andere Bambus-Stückchen für ihn ab. „Merke Dir nur, dass Du nie in den Gastraum gehst! Hast Du verstanden? Nie!“, sagte er mahnend. Li lächelte selbst, wenn er mahnte. Es war ein herrliches Leben im Lotusgarten. So stellte er sich China vor. Das war seine Welt. Manchmal waren auch andere Enten zu Gast. Sie wirkten oft sehr verwirrt und lungerten auch nur ein oder zwei Tage in einer Ecke eines grob gezimmerten Stalls. Dann schickte Li sie wieder weg. Jedenfalls waren sie nicht mehr da, wahrscheinlich weil sie nicht so gut singen konnten.  

„Ding!“. Wieder trat Sing Lang nervös von einem Watschelfuß auf den anderen, als er die glitzernden Lametta-Girlanden sah, die über die künstlichen Nadeln gelegt waren. Das war Weihnachten! „Bald ist Dein großer Tag.“, sagte Li neben ihm und lächelte wieder. „Ja, mein großer Tag. Das wird bestimmt schön“, seufzte der Erpel träumerisch in sich hinein.

(mehr …)

Dezember 16 at 2008 10 Kommentare

Pommes für Finkel

"Ich beantrage die Aufnahme in den Buchfinkenclub."

"Du bist aber eine Ente!"

Finkels offizielle Buchfinkenlaufbahn begann wenig vielversprechend. Der Oberbuchfink im Allgäu musterte Finkel von unten bis oben. Watschelfüße, grüner Kopf, gelber Plattschnabel. Der Oberbuchfink schüttelte mit dem Kopf und schaute nach oben. "Nein, du bist außerdem zu groß und zu dick."

"Kräftig!", entgegenete Finkel etwas beleidigt. "Meine Mutter ist Buchfink, meine Geschwister sind Buchfinken, dann werde ich wohl auch ein Buchfink sein, oder nicht?" Da hatte er Recht. Es ist bis heute unklar, wie ein Entenei in ein Buchfinkennest geraten kann. Die weit verbreitete Vermutung lautet, es wäre ein Streich der berüchtigten Elsternbande gewesen.

Finkel mag keine Spatzen.

Finkel mag keine Spatzen.

"Ja, das habe ich gehört.", zwitscherte der Oberbuchfink etwas nachdenklich. "Aber du siehst aus wie eine Ente." Er blieb hart. "Kennst du denn den Buchfinkenruf?", fragte er skeptisch.

"Natürlich!", entrüstete sich Finkel. Der Erpel fühlte sich nicht ernst genommen, wie so oft. Seine einzige Freundin war Buchhilde , die Ententante. "Jeder ist, was er fühlt! Basta!", schnatterte sie, wenn sich die anderen Enten am Forggensee wieder mal über Finkel amüsierten. (mehr …)

Dezember 1 at 2008 5 Kommentare

Geschichte wird gemacht!

Euer Wunsch ist uns Befehl! Der Geschichtenauftrag, den wir mit Mitgliedern der Bande nachspielen oder erzählen werden, nimmt Form an. Bis Freitag kann noch abgestimmt werden mit

Nur einfach in den Polls (Umfragen) nacheinander ein Modul auswählen und bestätigen, Es entsteht ein mehr oder weniger sinnvoller Auftrag.

Der bisherige Stand ist noch nicht eindeutig durch einige Kopf-an-Kopf-Rennen (siehe „?“):

Sing Lang, die Pekingente, und Manfriss, der Metallfresser (?), streiten sich über (?) Heavy Metal Musik beim Tanzen (?) ohne viel Fachkenntnis.

Wer seine Geschichte noch nicht beauftragt hat, tue dies doch einfach hier .

November 29 at 2008 Hinterlasse einen Kommentar

Schreiben Sie Geschichte!

EDIT: Die Wahl ist gefallen!  Zu folgendem Auftrag für eine Weihnachtsgeschichte wird bald die bande zusammengetrommelt. Vorher machen wir uns ein paar Gedanken:

Sing Lang, die Pekingente (46%) und Kolumbi, der naive Holzwurm (36%) streiten sich über (36%) Weihnachten (36%) im Dunkeln (36%) ohne (64%) viel Fachkenntnis (55%).

Wir brauchen Hilfe! Jan und ich suchen die Geschichte.

Es gibt soviel zu erzählen. Soviel Figuren, Abenteuer rund um die Bande (hier  mehr dazu ). Nur wir werfen alles durcheinander. Wer hatte zuletzt mit wem nochmal was und warum überhaupt? 

Geben Sie uns einen Geschichtsauftrag!

Neu!

Neu!

Die neue Art zu erzählen: Entwerfen Sie aus Wort-Modulen eine Geschichte, die wir wahlweise mit der Bande spielen oder erzählen.

Hierfür sind mehrere Umfragen (Polls) als Module aufgelistet. Einfach nacheinander die gewünschte Auswahl in den einzelnen Polls treffen, so dass diese einen Satz ergeben, und jeweils bestätigen. Die jeweils mehrheitlichen Antworten ergeben den Auftrag.

Bis zum 5.12. kann mitbestimmt werden. Auf geht’s!

>> hier geht es zu den Modulen 2-7  (Polls) der Geschichte

(mehr …)

November 26 at 2008 11 Kommentare

Die hohe Baumschule

„Ich gucke mich noch ein wenig um!“, rief Hotz, der Hirschhase und schaute angestrengt von links nach rechts über die Wipfel der angrenzenden Baumschule. Er saß etwas eingezwängt in einer Astgabel und sein linkes Ohr büßte etwas Spannkraft ein. Das Haarspay verlor langsam seine Wirkung und musste eigentlich dringend aufgefrischt werden.

„Die Maulwürfe müssen mal wieder ihren Dreck wegmachen!“. Hotz konnte sogar die entfernte Weide mit den wahllos verteilten Erdhäuflein erkennen. Er hatte wirklich einen guten Überblick über sein ‚Reich‘ als selbsternannter König des Waldes. Hoch über dem Waldboden umklammerte er einen dünnen Zweig für ein besseres Gleichgewicht. „Nur weil Maulwürfe blind sind, heißt das noch lange nicht, dass ich mir diese Sauerei anschauen muss.“, schimpfte er mit erhobener Stimme.

Tock, tock, tock. „Und Herr Specht hält die Mittagspause nicht ein.“ Seine Stimme überschlug sich: „Du da, Ruhe jetzt! Sonst ist was los!“. Tock, tock, tock. TOCK, TOCK, TOCK!

„Ich muss hier mal andere Saiten aufziehen!“, erboste sich Hotz und fuchtelte mit seinen Vorderläufen. Nur mit Mühe konnte er sich gerade noch an dem dünnen Zweig halten.

Unten knackten die Hirsche teilnahmslos einige Eicheln. „Hmmm“, brummten sie. Vor mehreren Stunden hatte Hotz ihren Rehen das Schmatzen abgewöhnen wollen. Hirsche mögen nicht, wenn man sich in ihre Angelegenheiten einmischt.

„Igitt! Könnt ihr Borkenkäfer euch nicht eine andere Rinde suchen? Und überhaupt! Habe ich euch das erlaubt?“ Zwei Borkenkäfer krochen langsam in ein Loch auf dem kranken, morschen Ast. Der schmeckte und würde auch weiter schmecken, Hotz hin oder her. „Krzzz!“, klang es verdächtig unter Hotz‘ Blume. Der Ast drohte jeden Moment unter der Last von Hotz Gewicht abzubrechen. Hotz hielt den Atem an.

„Darf ich jetzt wieder runter?“, flüsterte Hotz und blickte nach unten, ohne sich zu bewegen. 

Für einen kurzen Augenblick war das zermahlende Knorpsen von Hülsenfrüchten das einzige Geräusch im Wald. „Hmmm“, brummten die Hirsche und waren mit ihrer ‚Baumschule‘ als Erziehungsmaßnahme sehr zufrieden.

November 20 at 2008 4 Kommentare

Jan erzählt (2): Holzbeine für Igitte

Ich finde die Idee von Welt des Wissens Igitte Holzbeine anzulegen zwar sehr gut, aber ich will auch nicht, dass Igitte die ganze Zeit im Kreis herum läuft.

Oktober 20 at 2008 3 Kommentare

Ältere Beiträge


Ausgewählt

Kurz und bündig

  • Willkomen in der verrückten Welt von Donky, der Ente, und seinen Freunden!
  • Die meisten Beiträge entstanden aus Handspielen mit meinem Sohn Jan.
  • Hintergründe gibt es hier: Intro
  • Ein Steckbrief des Blogs, Kurzprofile der Figuren und Tipps zur Navigation unter: Neu hier!?
  • Stand der Abenteuer in der Kategorie (Sidebar): Stand der Dinge
  • Die Handfiguren sind im Text mit einem Link hinterlegt. Bei >Click< wird in einem neuen Fenster der Charakter vorgestellt. Alle kompakt unter: Akteure
  • Per Mouse over im Beitrag erhält man eine Kurzbeschreibung der Charaktere im Kästchen.

In Monaten

Kategorien

Immer aktuell

Kalendersuche

August 2020
M D M D F S S
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  
__________

Fotos (Press red button)

Press button
free hit counters
Add to Technorati Favorites