Posts tagged ‘Feier’

Projekt 52: Coffee-Time

Alle vier Jahre wiederholt sich ein unglaubliches Schauspiel im Wald. Manchmal auch alle 3 Jahre, weshalb es auch oft verpasst wird: Die Nacht der fliegenden Kaffeebohnen! Die Wald- und Parkbewohner nennen das Spektakel auch "Kaffeezeit!" (die englischsprachigen unter ihnen "Coffee-Time", wenn es denn welche gäbe, die englisch sprechen würden). Nur -und wirklich nur- in dieser einen Nacht tänzeln tausende Kaffeebohnen zwischen den Bäumen und die Waldbewohner feiern ein abstruses Ritual. Wer jetzt denkt: "Moment mal, Kaffeebohnen können doch gar nicht fliegen!", sollte wissen, dass diese in der Packung ihre Flugfähigkeit verlieren. Warum auch fliegen? Nützt ja eh nichts mehr.

Von Ameise bis Zilpzalp jagen die Tiere und Tierähnlichen den Kaffeebohnen hinterher. Wer am meisten Kaffeebohnen fängt, wird mit Moos und Schlamm beschmissen. So ist der Ehrgeiz groß, die kleinen quirligen Dinger zu schnappen. Nun ist es uns gelungen, ein spektakuläres Foto von Hotz zu schießen, wie er eine Kaffeebohne fängt. Also…fast fängt. Dazu lagen wir zwei Tage unter moderigem Laub, um keine Kaffeebohne zu verschrecken. Diese sind sehr, sehr scheu. Deshalb wagen sie sich ja auch nur alle 4 (bzw. 3) Jahre raus. Als wir den x-ten Mistkäfer aus unserer Unterhose gepult hatten, bekamen wir dieses besonders dicke Exemplar vor die Linse… bis es wieder kichernd in der Dunkelheit verschwand.

Hotz verpasste Chance, Klick für Großansicht

Hotz hatte zum Schluss keine einzige Kaffeebohne gefangen, dafür versuchte er die Waldgemeinde mit einem achtlos weggeworfenen Teebeutel zu täuschen. Brachte aber nichts. Niemand kannte überhaupt Tee. Stattdessen wurden alle Kaffeebohnen während eines munteren Tanzes in den bunt geschmückten Abfallkorb geworfen. Tiere mögen nämlich keinen Kaffee.

 

März 14 at 2010 11 Kommentare

Multifunktionsfeier

Buchfinken sind schon ein fröhliches Vogelvölkchen. Und seitdem Finkel, der Erpel, der sich als Ei nicht ganz freiwillig in ein Buchfinkennest verirrte, ein amtlich anerkannter Buchfink ist, lernen wir die Gewohnheiten auch immer mehr kennen.

Gestern flötete er vergnügt, das er ein süßes Nestchen mit bunten Zuckereiern mit seinen Finken-Freunden gebastelt hat. "Nein, nein, Eier gibt es erst später!", erwiderte Jan, musste aber gleich eingestehen, da sich Vögel eindeutig besser mit Eiern auskennen. Außerdem schmücken sie ja mit den Nestern den Weihnachtsbaum. "Wie keine Strohsterne?", war unsere erschrockene Reaktion. "Nein, dafür eine silberne 3 mit Lorbeerkranz auf der Spitze", überraschte uns Finkel. Er klärte uns auf, dass es ja immer einen Geburtstag gibt und sie dafür aus Cola-Dosen mit ihren Schnäbeln einen Kranz stanzen.

"Wow, eine Multifunktionsfeier", kommentierten wir anerkennend und Finkel setzte noch einen drauf: (mehr …)

Dezember 2 at 2009 2 Kommentare


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