Posts tagged ‘Abenteuer’

Jan erzählt (9): Tom und Lea

Chillen im botanischen Garten, jeder für sich und Jan schrieb dabei diese Geschichte (Original, nur korrigiert):

Tom und Lea, ein Hund und eine Katze, vertrugen sich sehr gut. Eigentlich sehr ungewöhnlich. Trotzdem vertrugen sie sich sehr gut. Sie lebten zusammen in einem Pappkarton, der in einer kahlen Gasse stand. Hier gehen nie Personen und deswegen brauchen sie sich nicht verstecken und einen anderen Ort suchen.

Langsam wurde es Abend und die Dunkelheit verschluckte die Sonne. Plötzlich wachte Lea durch einen Ruck um 5 Uhr morgens auf. Durch ihren Schrei wurde auch Tom wach und fragte verzweifelt: „Was ist passiert?“ – „Ich weiß auch nicht, aber mir kommt es vor, als ob wir gedreht und gerüttelt werden!“, kam es zurück. Tatsächlich wurden sie mit Wucht in einen Container geschleudert. In diesem Container stank es nach Müll und verfaulten Äpfeln. Tom nahm seinen ganzen Mut zusammen und lugte durch den Karton. Überall lagen Plastiktüten und weitere Kartons. Er dachte zurück, dass er früher einen orangenen LKW gesehen hatte, der Mülltonnen ausgeleert hatte. Er kombinierte und überlegte, ob dieser Wagen „Müllwagen“ heißt. Sie riefen um Hilfe, doch bei dem Getöse hörte sie niemand. Sie drückten sich ängstlich in eine Ecke und warteten. Für einen Moment war es still. Auch Tom und Lea waren still. Auf einmal begann es wieder zu poltern, und der Müll fiel auf einen großen Platz. Nun lugte Lea durch die Ritze im Karton. Hier endet aber nicht ihr Abenteuer…

Langsam öffnete sich der Karton Stück für Stück und sie hörten eine raue Männerstimme. Diese sagte: „Na, wen haben wir denn da? Einen Hund und eine Katze!“ Langsam kam eine große Hand auf sie zu. „Schneller, schneller! Wir müssen hier so schnell wie möglich raus, sonst landen wir im Tierheim!“, kreischten sie sich zu. Sie bissen mit letzter Kraft die Pappe auf und liefen ins Freie. Weit hinter sich hörten sie noch eine fluchende Stimme. Aus Stöcken, Moos und Schlamm bauten sie sich eine Höhle und fielen erschöpft und glücklich ins Gras.

August 9 at 2009 3 Kommentare

Operation „Tiefe Eiche“

Nachdem Kolumbi , der Holzwurm, den Tauchgang im Ententümpel mit Taucheranzug wegen zu hohem Risiko und  Aufwand als gescheitert erklärt hat, konstruierten wir ihm ein U-Boot, um die von ihm vermuteten Eichenwälder im Ententeich zu entdecken.

Die Sprite

Die Sprite

Die "Sprite" konnte leider vorher nicht getestet werden. Dafür hatten Donky und Ali, der Alligator, zu schnell gearbeitet und den Tümpel mit Eichenersatz präpariert, der im Park rumlag, damit Kolumbi nicht zu sehr enttäuscht ist. Über den Preis dieses Freundschaftsdienstes wurde Stillschweigen vereinbart.

Kolumbi diktierte uns über unsere Funkverbindung (Paketschnur) sein Logbuch. Ergänzt wird dieses Zeitdokument durch dramatische Bilder vom Ufer.

Auszug aus dem Logbuch der "Sprite":

Erster Tauchgang:

13:02 Uhr: Das Wasser ist ruhig. Das Technik-Team prüft die Sicherungsleine.  Letzte Beratungen zur besten Methode , das Schiff zu Wasser zu lassen.

13:10 Uhr: Check der Greifarme zur Entnahme der Holzproben. Rechts: OK. Links: OK. Katapult zur Direkteintauchflugwasserung wird vorbereitet. (mehr …)

März 3 at 2009 3 Kommentare

Tauchen ist schwierig

Kolumbi, der Holzwurm,  ist wieder gesund. Nach einem kurzzeitigem Niesanfall, der seinen Taucheranzug gesundheitsgefährdend in Mitleidenschaft zog (hier mehr), sollte heute  die versteckte Welt des Unterwassergehölzes entdeckt werden. Kolumbi glaubt weiterhin felsenfest daran, dass in den Tiefen des Ententümpels ein Eichenwald nur darauf wartet, angenagt zu werden. Wir jetzt nicht so. Jan kennt Tauchen allerdings nur vom eher gewächslosen Hallen- und Freibädern, jedenfalls unter Wasser. So wirken seine Argumente nicht sehr glaubhaft. Und inzwischen sind wir auch so verwirrt, ob Eichenholz überhaupt auf dem Wasser schwimmt, dass heute tatsächlich ein Holzast untergegangen ist. Ein schlechter Vorführeffekt. Das war natürlich Wasser auf die Mühlen von Kolumbi.

Donky kennt die Gegend unter der Oberfläche schon etwas genauer (so von wegen Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh‘), aber wir überzeugten ihn davon, dass Kolumbi hier anscheinend seine Bestimmung gefunden hat. Diese wollten wir nicht gleich zerbröseln, weshalb wir einfach mal den Mund halten . Bis morgen vielleicht, zumindest was Donky angeht.

So schlüpfte Kolumbi heute in seinen Taucheranzug, blies ihn auf und tauchte, so tief er konnte. Sing Lang ließ sich von Kolumbis Begeisterung anstecken. Donky bleibt eher nüchtern. Anscheinend hat Kolumbi leider die Rechnung ohne die Luft gemacht.

Nach diesem Versuch, fassten Jan und Donky einen wirklich selbstlosen Plan:

Selbstlos bedeutet bei Donky vier Stück Apfelkuchen. Aber es blieb nicht viel Zeit zum Überlegen, brauchen wir nämlich auch Ali, den Alligator, um kurz mal einen Eichenwald im Ententeich zu installieren. Hatten wir Kolumbi doch ein U-Boot versprochen. Mit Greifarmen, um Holzproben zum Verzehr zu nehmen. Dafür ist aber ein Wald zwingend erforderlich.

So trifft es sich gut, dass Ali noch im Park weilt. Dieser schafft die gerade frisch abgesägten Dingsbums-Bäume in den Teich. Das sind zwar keine Eichen, aber wir glauben, dass Unterwassereichen sowieso anders schmecken würden als solche an der frischen Luft. Das sollte als Argument für Geschmacksabweichungen genügen. Donky sorgt für Verankerung mit Schlingpflanzen am Teichgrund und vor allem dafür, dass er den Mund über die trostlose Wahrheit des Tümpels hält.

Kolumbis maßgeschneidertes U-Boot ist auf den neuesten Stand der Technik mit 360 Grad Rundumblick, wie man sieht, und wartet auf seine Jungernfahrt:

(mehr …)

März 1 at 2009 1 Kommentar

Tauchen ist gefährlich

Kolumbi , der Holzwurm,  ist nicht mehr zu bremsen. Nach seiner Odyssee über die drei Ententümpel hat er eine Vision. Er vermutet, dass sich im Ententeich mehr als nur Algen befinden, da kann Donky erzählen, was er will. Zwar kann Kolumbi nicht schwimmen, vor allem nicht nach oben, aber er hat sich etwas besonderes ausgedacht, das Atmen unter Wasser erträglicher zu machen. Nur dafür muss wirklich an alles gedacht sein…

Februar 25 at 2009 6 Kommentare

Der schwarze Drache

Kolumbi stach am Samstag in See, oder besser in eine Odyssee. Nachdem wir dem Holzwurm doch zum Geburtstag einen Einmaster geschenkt hatten (hier mehr ), startete er vorgestern seine Ein-Wurm-Expedition zur Erkundung der anderen Seite des Ententümpels. Dass dort eine Parkbank  steht, hatten wir ihm besser verschwiegen. Sowas trübt nämlich wirklich den Forschungsdrang und damit auch den Spaß.

Als wir ihn gestern völlig erschöpft in einem Abfallkorb fanden, hatte er uns eine unglaubliche Geschichte zu erzählen. Angefangen hatte alles mit dem "schwarzen Drachen", der Kolumbi mitten auf hoher See mit ohrenbetäubenden Schrei angegriffen hatte. Wir zitieren: "Mit seinem wurmhohen Reißzahn wollte er mein  Schiff aufspießen und feurige Glut quoll aus seinen Augen." So musste er seinen Kurs wechseln und das Drama nahm seinen Lauf.

Er erzählte noch vom "schwimmenden Turm", der "schwarzen Grotte" und der "Straße der Riesen", aber das müssen wir nochmal rekonstruieren. Kolumbi konnte kaum ganze Sätze sprechen. Hier haben wir nach Kolumbis Beschreibung zunächst mal ein Phantomfoto des schwarzen Drachen angefertigt.

Der schwarze Drache

Der schwarze Drache

Februar 9 at 2009 5 Kommentare

Das Paradies im Keller

Kurzrückblick: Sing Lang , die Pekingente wurde von Donky aus dem Lotusgarten gerettet. Sing Lang glaubt aber noch immer, der Lotusgarten läge in China, ist kein Restaurant und der Koch sei sehr nett. Wie halt alle nett sind, auch die neuen Freunde aus dem Park. Nun lud der Koch sie zum Essen ein und sie nahm begeistert die Offerte an. Bisher schlugen alle Einwände fehl, dass der Koch andere Absichten haben könnte! (Hier mehr )

Igitte , die fünf-beinige Spinne hat nun aber einen tollen Einfall. Anstatt langweiliger, frittierter Heuschrecken-Spieße kann sie auch was Exquisites zubereiten: Zersetztes Fliegenmus in knackigem Seidenkokon-Mantel. Das kann Sing Lang nicht ausschlagen als Alternative. Tat sie auch nicht!

Nun hatten wir eine neue Herausforderung. So viele Fliegen, wie Sing Lang verschlingt, kann Igitte bei uns im Keller nicht fangen.

Jan hatte die Lösung: Igitte kommt mit zur Oma auf den Bauernhof während der Herbstferien. Fliegen und Spinnen ergänzen sich dort gegenseitig.

Im alten Bauernhaus...

Im alten Bauernhaus...

Die Fliegenklatsche gehört dort zum festen Kücheninventar. Eigentlich liegt in jedem Raum eine. Das liegt daran, das dort zeitgleich keine Spinnennetze mit Bewohnerinnen geduldet werden, die die Fliegenjagd abehmen. Die Webwunder lenken einfach zu sehr vom "Forsthaus Falkenau" ab.

Anders sieht das im Keller, auf dem Dachboden und auf dem Strohspeicher aus. Dort haben die niedlichen Achtbeiner genügend Möglichkeit zur Entfaltung. Die Fotos zeigen die grenzenlosen Weiten mit hervorragenden Anknüpfpunkten (Klick zum Vergrößern).

...finden Spinnen alles...

...finden Spinnen alles...

Da Donky und Igitte sich inzwischen vertragen haben (Donky biss Igitte aus Versehen 3 Beine ab.), brachte Donky Igitte zur Oma. Und das Beste: Igitte durfte sich während des Fluges im Gefieder verstecken. Donky juckte es zwar ein wenig, aber er riss sich zusammen. Noch zwei Beine weniger und Igitte wäre einfach zu instabil.

Igitte hielt eine brilliante Ansprache in der Dehle an die anwesenden Spinnen.

...was sie suchen.

...was sie suchen.

"Rettet Sing Lang" flüsterte sie so laut sie konnte abschließend. Zwar hatten die meisten keine Ahnung, wie eine Pekingente aussieht. Aber wenn eine Spinne hierfür 250 km mit einer gefährlichen Bestie auf sich nimmt, muss etwas dran sein. Dabei guckte Donky gar nicht so grimmig. Er ekelte sich einfach etwas zu auffällig.

Also spinnen sie nun eifrig Extra-Netze und fangen in  Sonderschichten schmackhafte Brummer von der Obst- über die Stuben- bis zur Schmeißfliege. Am Freitag holt Donky Igitte wieder ab und dann wird geerntet.

Lasst Euch noch entführen in die dunkle Welt der Kellerspinnen. Achtung, nichts für schwache Nerven. (mehr …)

Oktober 6 at 2008 11 Kommentare


Ausgewählt

Kurz und bündig

  • Willkomen in der verrückten Welt von Donky, der Ente, und seinen Freunden!
  • Die meisten Beiträge entstanden aus Handspielen mit meinem Sohn Jan.
  • Hintergründe gibt es hier: Intro
  • Ein Steckbrief des Blogs, Kurzprofile der Figuren und Tipps zur Navigation unter: Neu hier!?
  • Stand der Abenteuer in der Kategorie (Sidebar): Stand der Dinge
  • Die Handfiguren sind im Text mit einem Link hinterlegt. Bei >Click< wird in einem neuen Fenster der Charakter vorgestellt. Alle kompakt unter: Akteure
  • Per Mouse over im Beitrag erhält man eine Kurzbeschreibung der Charaktere im Kästchen.

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