Posts filed under ‘Welt & Sonstiges’

Wie man die Herzen gewinnt…

…durch K.O.

Nebenbei läuft Klitschko gegen was weiß ich wen. Überlegender Kampf. 12 gewonnene Runden nach Punkten. Aber der Reporter wird nicht müde, immer wieder zu betonen, dass er so „nicht die Herzen der Zuschauer gewinnt“. Welch ein Glück, dass Klischko noch 5 Sekunden vor Schluss seinen Gegner mit Nachdruck auf den Boden zwingt und dieser dort erst mal minutenlang benommen liegen bleibt.

Das muss man sich mal vorstellen: Man gewinnt die Herzen, indem man trotz gesichterem, sportlichem Erfolg dem Gegner gesundheitlich noch möglichst weh tut. Sorry, da komme ich nicht mit. Diese schleichende Wanderung der Hemmschwelle wird durch die Medien geführt… und durch das Publikum bedingungslos toleriert. Hat ja nicht mit der Realität zu tun…

Sicher, jetzt lässt sich anführen, dass das nun mal der Sport ist, sich darauf ja beide einlassen. Es bleibt aber als Botschaft haften: Setze immer einen drauf! Egal, was es kostet! …Dem anderen!

Heute ist glücklicherweise „Ultimate Fighting“ (UFC Fight Night) durch den Fernsehausschuss der bayrischen Landeszentrale aus dem Programm genommen worden. Ich war schockiert, als ich das erste Mal diesen Abstieg in niederste Sensationslust sah. In diesem „Wettkampf“, den das DSF sonntags abend austrahlte und ich per Zappen mal mit offenen Mund hängenblieb, wird „ohne Tabus“ gekloppt. Ohne Handschuhe, mit Ellbogen und Knien… und selbst, wenn der Gegner auf dem Boden liegt, dürfen ihm wehrlos mit Ellenbogen die Platzwunden in Gesicht gehauen werden, dass es nur so spritzt. Die Menge jolt. Was beim Boxen die leise Hoffnung ist, wird hier zum Programm. Und das DSF macht mit, weil der „Bedarf der werberelevanten Zielgruppe“ vorhanden ist. Die Latte wird immer höher gelegt. Warum muss hierzu eine Behörde einschreiten?

Dieser „Markt“ reguliert sich nicht mehr selbst. Ich finde das alles äußerst bedenklich. Und erzähle mir bitte niemand, dass wir ja alle mündig sind!!!

März 21 at 2010 3 Kommentare

Westerwelles Gästebuch

—-Schnipp Schnapp—-

Maria (Maria.Rujukowski@gmx.de)

Das stimmt, das Arbeit nicht lont. Ich mache jetzt aber noch Doppel schicht am Sonntag. So ich habe mit 30 € mehr in Portmone! :–)))

Miriam (miriam@meyer-reinfeld.de)

Ich finde das total gemein, dass Sie sagen, dass die mit Hartz IV dekandent sind. Dafür können die doch nichts. Meine Mutter hat gestern übrigens zwei Mützen für den Gemeindebasar gestrickt.

Motte (michael@fitnessstudio-schaller.de)

Ole ole ole!!! Schwuhle sau!!!

Rainer Krieger (rainer.krieger@rent-a-slave.biz)

Lange tat ich nichts und bekam dafür was. Das war irgendwann langweilig. Dann hatte ich eine Geschäftsidee. Rent a slave. Jetzt tue ich was und bekomme dafür nichts. Das geht viel einfacher!

g.westwelle@chance2010.biz

Jetzt zuschlagern! Nebenjob mit garantiert 347 € imMonat. Das lohnt sich!

Tom (Tom6@edelweiss-bruderschaft.com)

Endlich mal einer der die Dinge beim Namen nennt. Ich habe glücklicherweise keinen Kontakt mit diesem Gesocks. Aber man braucht ja nur mal über den Bahnhof zu gehen. Auch ich kann mir mein Traumauto erst in einem halben Jahr leisten, nachdem mein Bonus dieses Jahr etwas dürftiger ausfiel, aber ich schnalle dann den Gürtel einfach etwas enger und lege noch eine Schippe drauf. Diese Schmarotzer wissen ja noch nicht mal, was eine Schippe ist und schlagen den Nagel dafür bestimmt mit dem Kopf in die Wand.

Timmy (Tim@ravethenation.com)

Wo liegt nochmal Rom?

anonym

Guido, meine letzte Hoffnung:  Ich habe schon 143 Topangebote ausgeschlagen. Sogar einen Maschinenreinigungsjob über eine Leiharbeitsagentur in einer Asbestfabrik in Gummersbach , nur 150 km von mir entfernt. Das gibt es doch gar nicht, oder?  Das sagt sogar mein Enkel, dass das so nicht weitergeht. Rette mich! Nimm mir die Kohle! Ich verkümmere sonst.  Ich will ja, aber mein Konto ist so voll.

Harry (testtest123@web.de)

Hartz IV kürzen? Kein Thema, dann mache ich mir eben noch ein Blag mehr. *grins*

Reinsang (lothar.reinsang@t-online.de)

Im Krieg haben wir Kartoffelschalen aus dem Abfall geholt. Da gab es noch kein Hartz IV. So sieht es doch aus. Herr Westerwelle, ich habe schon etwas klarere Worte erwartet! Frau Merkel redet zumindest nicht um den heißen Brei herum, sondern gar nicht.

Frauke D. Pecking (fdp@hot-mail.de)

AAAAAAAAAAAAAARRRRRRRSSSSSSSSSCCCCCCHH!!!!!! Welche Arbeit????

Dr. Brecks (raimund@regenbogenhaus.info)

Arbeit muss sich lohnen. Dass ich nicht lache, Herr Westerwelle. Sagen sie das mal den Teppichknüpfern in Indien! Aber da wollen Sie ja hin mit Ihren Äußerungen. Aber Sie machen sich die Hände an Teppichen bestimmt nicht schmutzig.

asdasd (dsafd@abcdekkk.de)

2:34 Uhr. Ich kann nicht schlafen und muss gleich aufstehen. Dieser dauernde Jet lag macht mich fertig!

Darkrider (dark@darkdarkness.da.rk)

Das war es dann wohl.

——Schnipp Schnapp——-

Februar 18 at 2010 7 Kommentare

Ist doch kein Wunder

Die traurige Wahrheit zu Wundern ist, dass die Wahrscheinlichkeit, dass eines eintritt proportional zu der Anzahl der Betroffenen steigt.

(Das Beben in Haiti belegt diese These leider auf tragische Weise, wo heute nach 15 Tagen unter Schutt wieder ein Teenager gerettet wurde.)

Januar 28 at 2010 Hinterlasse einen Kommentar

Klimagipfel gescheitert!

… egal wie das in Kopenhagen diese Nacht ausgeht.

Aber bevor wir jetzt alle in Wehklagen einstimmen, dass die Politiker es wieder nicht hinkriegen, die Chinesen so furchtbar skrupellos sind und Obama nur ein Schwätzer ist, der kurze Hinweis: (mehr …)

Dezember 18 at 2009 6 Kommentare

Erfolgsrezept

Man nehme einen leeren Topf, packe nichts rein und serviere den Inhalt als 5-Sterne Menu mit dem bedauernden Hinweis, dass leider die Zutaten fehlen. Danach kassiere man den Preis, der einem Gourmet-Koch nun mal entspricht (Mit der Rechtfertigung, dass man ja weiß, was es bedeutet, Hunger zu haben). 

ODER

Man übernehme eine Firma vor der Insolvenz, verhandle einen 5-Jahres Vertrag und kassiere nach 6 Monaten vor der Insolvenz das volle Gehalt für 5 Jahre. (Mit der Rechtfertigung, dass man weiß, was 15 Mio. € wert sind, da man aus armen Verhältnissen kommt).

Hier zum dazugehörigen Spiegel-Artikel

Darauf eine Currywurst/Pommes/Majo. Da weiß ich, was ich habe.

September 1 at 2009 2 Kommentare

Scheiß Wetter

So, Schluss jetzt mit Sommer und Hitze! Ich warte auf den November: Luftige 9 Grad und erfrischenden Nieselregen. Eine Wonne! Ich kann was ausziehen oder mehr anziehen, wie es gerade passt. Im Sommer ist dagegen irgendwann die letzte (vertretbare) Hülle gefallen.

Ich weiß, ich stehe mit der Meinung ziemlich alleine da. 99% der Deutschen bevorzugen 35 °C. Damit sind sie Opfer des fatalen Irrtums der Evolution, die sie ohne zu fragen in die gemäßigte Zone setzte. Und das, obwohl sie physiologisch doch eigentlich für die Liegestühle der Costa del Sol geschaffen sind. Und wenn nach drei Tagen Hitze schließlich doch 99% der besagten 99% über das Wetter in Deutschland meckern, dann liegt es an der Art der Hitze, die ja in Deutschlang ganz anderes ist als in TUI-Land. So schwül und so. Alles Quatsch: Hitze ist Hitze. Und Hitze ist Schwitzen.

Überhaupt: Sommer ist langweilig! Ich gucke rechts, links und nach oben und alles ist blau. Und eine halbe Stunde später auch. Nichts passiert in der Landschaft, außer dass ich muffige Luft atme, als ob ich meine Nase in einen Fön halte. Keine spektakulären Wolkenspiele, dafür alles zweidimensional wie die Millionen langweiligen Urlaubs-Postkarten von irgendeinem x-beliebigen Strand, der letztendlich auch nicht anders aussieht wie die XXL-Version des aufgekippten Sandes im Freibad. Und dafür Tausende Euro den Reiseanbietern in den Rachen schieben. Na ja, man ist ja über den lokalen Abzock-Wochenmarkt gegangen und hat dabei Land und Leute kennengelernt („Ganz schön aufdringlich, diese Tunesier!“). Schwaches Alibi. 1000 € für 3 Wochen Sonnengarantie. Das ist der einzige Grund. Und danach 49 Wochen gefangen im falschen Land.

Apropos Sand: Völlig überflüssig, nein sogar lästig. Hängt monatelang in den Klamotten, mindestens aber in den Schuhen und für jedes Foto muss ich aufwändig meine Kamera aus einer Tüte kramen, weil mir das Zeugs sonst die Mechanik ruiniert. Andererseits. Was soll ich überhaupt fotografieren?

„Aber ist es nicht schön, abends bei einem gekühlten Getränk lange draußen auf der Wiese am Grill oder im Biergarten zu sitzen?“ Bei dieser Floskel werde ich fast weich, denke aber unmittelbar danach an die 12 Stunden, die ich vorher ertragen musste. Kneistend und blinzelnd, weil ich regelmäßig meine Sonnenbrille vergesse oder verliere, so dass ich anschließend erst einmal mit einer hartnäckigen Gesichtslähmung zu kämpfen habe. Im Sommer sitzt man im Biergarten draußen, im Winter drinnen. So einfach ist das. Nur mit dem Unterschied, dass ich draußen grundsätzlich im zielstrebigen Dunst einer meterweit entfernten Zigarette sitze. Und Grillen? Na, dann eben nicht, wenn’s nicht geht! Pizza ist doch auch lecker, oder?

Ja, ok, ich mag Sonne, schon allein wegen der Glückshormone, die das Teufelsding freisetzt. Ich möchte ja nicht zum Selbstmörder mutieren wie die ganzen armen Skandinavier. Das wird zum Herbst ja ganz schlimm bei denen. Aber Sonne eben ohne Sommer. 10 Monate ohne Juli und August. Den Juni sei noch denen gegönnt, die sich sonst das Leben nehmen würden, wie die ganzen Skandinavier. Nur Sonne wie an einem frischen Frühlingstag oder im goldenen Oktober, leicht gehemmt und zurückgezogen. Eine Sonne, die Aktivitäten anregt und nicht verbrennt.

Allen 99% verkappten Südländern wünsche ich noch einen knackigen Rest-Sommer. REST! Natürlich nicht so lange und nicht so schwül und nicht im Büro und nicht nachts, aber vor allem…NICHT BEI MIR!! Den restlichen 1% sage ich nur: Bald ist es vorbei!

August 18 at 2009 10 Kommentare

Gewöhnlich anders

Menschen, die betonen, wie anders sie doch denken und sind, leisten meistens einen Offenbarungseid ihrer Gewöhnlichkeit. Dabei finde ich gewöhnliche Menschen, die offen ihre Gewöhnlichkeit vertreten oft sogar deutlich andersartiger, als andersartige Menschen, die betonen, dass sie anders sind, weil sie nur anders sind, um nicht gewöhlich zu sein. Dabei sind sie so abhängig vom Gewöhnlichen, denn ohne gewöhnliche Menschen hätten sie kein Gegenpol, anders zu sein.

Juni 14 at 2009 8 Kommentare

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