Posts filed under ‘ohne uns’

Multifunktionsfeier

Buchfinken sind schon ein fröhliches Vogelvölkchen. Und seitdem Finkel, der Erpel, der sich als Ei nicht ganz freiwillig in ein Buchfinkennest verirrte, ein amtlich anerkannter Buchfink ist, lernen wir die Gewohnheiten auch immer mehr kennen.

Gestern flötete er vergnügt, das er ein süßes Nestchen mit bunten Zuckereiern mit seinen Finken-Freunden gebastelt hat. "Nein, nein, Eier gibt es erst später!", erwiderte Jan, musste aber gleich eingestehen, da sich Vögel eindeutig besser mit Eiern auskennen. Außerdem schmücken sie ja mit den Nestern den Weihnachtsbaum. "Wie keine Strohsterne?", war unsere erschrockene Reaktion. "Nein, dafür eine silberne 3 mit Lorbeerkranz auf der Spitze", überraschte uns Finkel. Er klärte uns auf, dass es ja immer einen Geburtstag gibt und sie dafür aus Cola-Dosen mit ihren Schnäbeln einen Kranz stanzen.

"Wow, eine Multifunktionsfeier", kommentierten wir anerkennend und Finkel setzte noch einen drauf: (mehr …)

Dezember 2 at 2009 2 Kommentare

Urbanstyle am Deich

Hat jemand schon mal Enten fliegen sehen? In einem Affenzahn immer geradeaus. Nicht schlecht für eine Ente, die sonst nur plump daherwatschelt. Aber was machen Enten eigentlich, nachdem sie geradeaus geflogen sind?

„Gucken, was da los ist!“, klärte uns Donky, unser Erpel, in Otterndorf an der Nordsee auf. „Und dann wieder zurück.“ Cool!

Windstärke 0 mit Freunden

Kurz hinter der Elbmündung verbrachten wir eine Herbstwoche und Donky flog natürlich mit. Mops, die fette Möwe vom Rhein, kam auch mit, nur ohne Fliegen, stattdessen im Kofferraum. Das war ihr schon anstrengend genug. Sie wollte mal mit echten Seemöwen fachsimpeln, lernte jedoch nur ein paar Backfische und Krabben mit Majo kennen. Seemöwen denken da etwas komplizierter und machen sich die Mühe, Krabben selbst zu fangen. Und das auch noch ohne Majo! (Wer hat es schon mal geschafft, ein Krabbenbrötchen ohne vertikalen Verlust zu essen?)

Donky flog auch gleich kräftig geradeaus zum Deich, guckte ganz wichtig, was da los ist, und dann schnurstracks wieder zurück. Nur so! Alles andere hätte ja einen Zweck gehabt und wäre absolut spießig, meinte er. Zum Beispiel „Fische suchen“, wie die Möwen: Ein paar Flügelschläge hier, ein paar dort, dann nach rechts abgleiten, abtauchen und wieder in die Luft schwingen. Und alles mit verkrampften Blick zum Fisch. Das war was für Land- oder besser Seeeier (Wow, ein Wort mit drei e), aber definitiv nicht urbanstyle. Nichts tun, aber dafür auffällig. Das war stylish.

So hatte Donky auch bald ein reges Gekreische um sich herum und diverse Anfragen, wie man denn nur so eben mal gucken konnte, was da los ist. Ohne Fisch.  Donky wies die unbedarften Vögel auf seine Metropolen-Herkunft hin und bot mal einen exklusiven Urbanstyle-Lehrgang an. Klar. Und so sah man am Abend einen Schwarm Möwen mit ernsten Blick hinter einer Ente hersausen. Auf die Dorfkirche, ein paar Tauben beim Paulus besudeln zugucken, und dann wieder zurück.

Windstärke 7 mit Flut

Am nächsten Tag die selbe Mission: Geradeaus fliegen und auf den Acker. Ein wirklich schöner Acker. Weitläufig und geruchsneutral gedüngt (für Möwen). Nur eigentlich hatte Donky den Leuchtturm angekündigt. Und der lag 300 Meter links. „Hey, das war eine Kurve, wie uncool“, beschwerten sich auch einige verwirrte Möwen und suchten zumindest einen Fisch in der Erde. Donky wand sich zwar noch geschickt raus, dass er den Acker mit dem Leuchturm verwechselt hatte, aber eines war nun klar: Er hatte die Rechnung ohne Windstärke 7 gemacht. Die Möwen dagegen nicht. Die konnten gar nicht rechnen. Deshalb müssen sie auch Fische fangen.

Windstärke 9 mit noch mehr Flut

Donky musste seine Strategie ändern. So lud er die Möwen zu einem völlig flugfreien, aber extrem urbanen Event auf dem nahegelegen Baggersee als Location ein. Die Wellen schaukelten behäbig und ein paar Grashüpfer im Schilf boten sich als Fingerfood an. Name der Veranstaltung: „Chillen mit Grillen“. Rumdümpeln können Möwen zwar auch, aber ohne Namen dafür. Eine Name macht es aber erst aus. Es gab allerdings ein paar Proteste insektensympathisierender Möwen. Sollen sie an ihren Gräten doch ersticken! Trotzdem schlug Donky ein neutraleres Re-Branding vor: „Happen beim Schwappen“. Ein voller Erfolg. Auch Dank den Grashüpfern.

Donky flog nach zwei weiteren Städter-Feten („Relax im Gewächs“ und „Rock the Dock“ in Cuxhaven) sogar bei Windstärke 9 als frisch gekürte Ehren-Möwe zurück nach Bonn. Über Warschau.

Windstärke 5 mit Opa

November 5 at 2009 12 Kommentare

Hans IV (Fortsetzung)

Fortsetzung von Teil 1

Die Lage war heikel: Hans, der Wellensittich, wollte die Klimaschwankungen in Deutschland nicht wahrhaben. Sein Freund Kolumbi, der Holzwurm, hatte den Ernst der Lage noch nicht erkannt, wie sensibel entflogene Wellensittiche auf Kälte reagieren. Und „sensibel" ist noch milde ausgedrückt.

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September 4 at 2009 7 Kommentare

Hans IV

„Gestatten, Hansi, meine Freunde nennen mich Hans“, stellte sich der grüne Vogel dem Holzwurm vor, als er ihn gerade ausgewürgt hatte.

Eigentlich mögen Wellensittiche gar keine Holzwürmer, aber er hatte Hunger und noch keinen Cracker-Baum mit Honig und Vitamin D im Park gefunden. Kolumbi nahm es ihm nicht krumm, schüttelte sich kurz und sagte. „Willkommen im Park, Hans! Wo kommst du denn her?“ Hans flatterte aufgeregt von Ast zu Ast und zwitscherte: „Zwei Jahre saß ich im Käfig und schubste einen langweiligen Plastikvogel von rechts nach links. Jetzt will ich die Welt sehen. Das ist doch hier die Welt, oder?“- „Eigentlich der Park.“, grübelte Kolumbi. Für einen Holzwurm ist schon ein Park ziemlich groß und so wusste er auch nicht, dass Hans nicht der erste entflogene Wellensittich mit Namen Hansi war. Der vierte, um genau zu sein.

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September 2 at 2009 3 Kommentare

Der heilige Hosenknopf

Zum Gedächnis der Limburger Dom-Enten (siehe Artikel)

Zum Gedächnis der Limburger Dom-Enten (siehe Artikel)

Sehr ärgerlich, wenn vor einem wichtigen Termin die Uhrbatterie erlischt und man wie irre mit dem Finger auf das Zifferblatt hämmert. Noch ärgerlicher, wenn dies im Mittelalter passiert. Nicht, dass die damalige Bevölkerung besonderen Wert auf batteriebetriebene Armbanduhren legte. Donky hatte jedoch einen wirklich, wirklich wichtigen Termin. Nach einem kurzen Abstecher ins Limburg des 13. Jahrhunderts mit seiner Zeitmaschine, meldetete diese just zum Rückflug…12:34 Uhr. Und zwar schon seit Stunden.

Der Erpel hatte sich eine Uhr "geborgt", nachdem unser Außerirdischer ihn in die Kunst des Zeitreisens mit Hilfe einer gewöhnlichen Armbanduhr eingewiesen hatte. So begleitete uns Donky auf unserer Mega-Fahrradtour an Rhein, Ruhr und Lahn sehr bequem per Zeitreise. Ich habe keine Ahnung, wie das funktioniert. Er aber umso mehr, so dass er nur so von Epoche zu Epoche pendelte. Was war er niedergeschlagen, als er uns mitteilte, dass der Ententeich zugefroren sei. Das hielten wir für nicht so ungewöhnlich. Dass ganz Bonn unter einer Eisschicht begraben liegen sollte, erschreckte uns bei 30 °C an der Lahn aber schon. Erleichtert nahmen wir zur Kenntnis, dass dies noch ein paar Jährchen Zeit hat. Donky hatte leichte Schwierigkeiten Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu trennen und meckerte zum Beispiel über die Panzerung der Eisenfische und wie schwer diese in 20.000 Jahren zu knacken seien. Zarte Heringsfilets in Balkansoße. Mindesthaltbarkeitsdatum: 20.9.2011.

Limburger Dom 2009

Limburger Dom 2009

Zurück ins 13. Jahrhunder: Die Ente fuchtelte verzweifelt am Drehknopf und nichts geschah. Hinter ihm wurde gerade der Limburger Dom hochgezogen. Wie brenzlig diese Situation war, wurde Donky erst bewußt, nachdem er durch die Maschen eines Netzes in einen Verschlag mit vielen zerrupften Stockenten schaute.

Es ist bis dato weitgehend unbekannt, dass damals Enten für den Bau von Kirchen genutzt wurden. Nicht ganz freiwillig, aber für entlegene Winkel eignen sich Enten ganz hervorragend zum Steinetransport. Ganz besonders ziemlich weit oben. Und Teile des Limburger Doms sind wirklich ziemlich weit oben. (mehr …)

Juli 30 at 2009 5 Kommentare

Nachschub

Wie? Schon alle Links der letzten beiden Artikel durch? Voll auf der Höhe, was die Bande die letzten Monate so getrieben hat? Alle Achtung!

So habt Ihr auch weiteren Lesestoff verdient:

Wer noch nicht weiß, wie aus einer Ente ein Buchfink wird, der lese hier. Wie gefährlich treuherzig Pekingenten sein können, wird in dieser Anekdote deutlich. Wer schwache Nerven hat, sollte jedoch nicht wissen wollen, dass Hirschhasen eine Vergangenheit haben.

Immer noch nicht genug?

Zurücklehnen und zuschauen:

Schon bekannt, dass Holzwürmer prominente Vorfahren haben? Wir brauchen außerdem noch 1.000.000 Klicks, um mit dem Original von Rene Marik’s Rapante gleichzuziehen. Der Versuch, Wiesel zu delegieren, scheiterte hier.

Juli 14 at 2009 6 Kommentare

Wer wird Vorsitzender der Park-Partei?

Der Wahlkampf im Park für alle Tiere und Tierähnlichen ist im vollen Gange und die Park-Partei (die Bande) hat immer noch keinen Vorsitzenden. Zwar sind schon einige Stimmen geködert. Aber wer bestimmt den Kurs? Dass die VVV (Vereinigung vielfliegender Vögel) sogar schon einige lahmen Enten geworben hat, kann damit zusammenhängen, dass Sing Lang als Pekingente zu sehr von chinesischen Köchen geschwärmt hat. Und Hotz, der Hirschhase, vergrault so einige Tiergattungen mit seiner „Politik der Größe“ (Tiere kleiner als 2 cm sind blöd.) Hotz hält als König des Waldkönigwaldes sowieso recht wenig von Demokratie und sucht nach Wegen, sie auzutricksen.

Nun stellen  sich vier Kandidaten für die Vorsitzendenwahl. Die Parteisatzung sieht vor, dass eine Stimme dem Volk außerhalb des Parkes gehört. Deshalb präsentieren sie ihre Schokoladenseite im Wahlkampfspot. Manfriss, der Metallfresser, hat eine dramatische Wahlbotschaft für Bäume. Kolumbi, der Holzwurm, wird gefördert von Hotz, der allerdings eine sehr undurchsichtige Rolleim Wahlkampf spielt. Igitte, die 5-beinige Spinne wird unterstützt von Mops, der dicken Möwe (was auch dringend nötig ist) und Donky hat wegen Buchhilde, der Ententante, Probleme, seine Wahlbotschaft glaubwürdig rüberzubringen.

Also bitte wählt Euren Favoriten. Eure Stimme kann die Zukunft des Parkes und Waldes entscheiden!!

Juni 14 at 2009 2 Kommentare

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Ausgewählt

Kurz und bündig

  • Willkomen in der verrückten Welt von Donky, der Ente, und seinen Freunden!
  • Die meisten Beiträge entstanden aus Handspielen mit meinem Sohn Jan.
  • Hintergründe gibt es hier: Intro
  • Ein Steckbrief des Blogs, Kurzprofile der Figuren und Tipps zur Navigation unter: Neu hier!?
  • Stand der Abenteuer in der Kategorie (Sidebar): Stand der Dinge
  • Die Handfiguren sind im Text mit einem Link hinterlegt. Bei >Click< wird in einem neuen Fenster der Charakter vorgestellt. Alle kompakt unter: Akteure
  • Per Mouse over im Beitrag erhält man eine Kurzbeschreibung der Charaktere im Kästchen.

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