Tabulos und entfesselt

Juli 23 at 2010 8 Kommentare

Wenn der enttabuisierte Umgang mit S.ex durch den frühen Zugang zu P0.rn0s über Medien Jugendliche völlig nachvollziehbar emotional überfordert, sie deshalb unreflektiert ihre vermeintlichen "Kenntnisse" anwenden und dadurch so Tragödien wie auf Ameland entstehen, dann gilt für mich das selbe auch für Gewalt – bei allem Respekt für die Verteidiger von Egoshootern. Nicht als ausschließliche Ursache, aber mindestens als Verstärker.

Und selbst, wenn 95% fähig wären, Fiktion und Realität klar zu trennen (was ich in der Höhe bezweifle, da unterbewusst eine Schwelle programmiert wird) oder sich zumindest durch ein gefestigtes Gewissen irgendwie unter Kontrolle haben, reichen die restlichen 5% dafür, die Gesellschaft zu gefährden. Aber leider gibt es für Videos und Spiele noch keinen Führerschein. Die FSK ist es jedenfalls nicht.

Leider kann man die Zeit nicht mehr so einfach zurückdrehen. Den Zugang kann ich früher oder später nicht verwehren. Also gilt für mich als Vater, noch besser vorzubereiten und eine starke Basis für die charakterliche Entwicklung meines Kindes zu zu bieten.

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LDUNGEN+KURZMELDUNGEN+KURZME Weg…

8 Kommentare Add your own

  • 1. Wortman  |  Juli 23 um 2010

    Wenn man seinen Kindern die richtigen Werte vermittelt, dürften Gewaltspiele etc. keinerlei Auswirkungen haben. Ich glaube, man nimmt diese Sachen nur als Vorwand, weil man im Grunde gar nicht weiß, warum der ein oder andere Jugendlich überhaupt ausrastet.

    Meine Mädels spielen Egoshooter, ich habe „Gewaltspiele“ gespielt und trotzdem sind wir alle sozial und umgänglich 😉
    Es ist sicherlich auch eine Frage des sozialen Umfeldes, der Erziehung und das, was jemanden im Familien- und Freundeskreis vorgelebt wird, wenn er/sie „ausrastet“.

  • 2. Donkys Freund  |  Juli 23 um 2010

    Nicht missverstehen: Ameland war nicht die Folge von S.exvi.deos, aber diese können das Futter bieten, das nicht vernünftig verdaut wird und dann diesen fürchterlichen Durchfall provoziert.

    Ja, Werte sind die Grundlage. Das meinte ich mit charaktericher Entwicklung (und ich kann mir gut vorstellen, dass Du hier voll im grünen Bereich liegst 😉 ). „Dürften“ ist mir aber zu wenig. Außerdem schrieb ich ja, dass ich 95% diese Gefahr zumute. Ich spreche von den 5% (Ist natürlich nicht empirisch). Was machen wir mit denen?

    Ich plappere jetzt auch nicht nach dem Mund aktionistischer und populistischer Politiker, die mit ihren Forderungen an der Oberfläche kratzen.

    Dennoch: Da wir kein Mittel gegen den Erreger solchen Handelns (Erziehung…) haben, muss man sich zwangsläufig auch auf die Symptome oder Verstärker beschränken. Da das aber auch nicht geht, kann ich nur vor der eigenen Haustür kehren.

  • 3. Wortman  |  Juli 23 um 2010

    Die 5% schicken wir entweder nach Sibirien in die Steinbrüche oder führen wieder den öffentlichen Pranger ein 😉

    Im Ernst: Da können wir leider nichts ausrichten, da die meisten dieser Täter überaus unauffällig sind – vorher.
    Wie du schon sagst, man kann nur versuchen, vor der eigenen Haustür zu kehren und eben hoffen, dass man in der Erziehung die richtigen Wege und Worte gefunden hat.
    Das wird sich dann irgendwann zeigen, wenn die Kinder „groß“ sind.

  • 4. Wortman  |  Juli 23 um 2010

    Hab ich nicht falsch verstanden… muss ehrlich zugeben, habe gar nicht mitbekommen, was da auf Ameland passiert ist… ich komme irgendwie nicht dazu, Nachrichten zu gucken…

  • 5. Raven  |  Juli 25 um 2010

    Ich habe das Gefühl, dass es eine zunehmende „Verwahrlosung und Verrohung“ gibt. Ich habe als Kind auch mal in einem „sozialen Brennpunkt“ leben müssen. Wenn ich da heute vorbei fahre, sieht es irgendwie nicht besser aus, wenn Eltern morgens mit ’ner Dose Bier in der Hand ihr Kleinkind spazieren fahren. 😦

  • 6. Donkys Freund  |  Juli 26 um 2010

    Ja, den Trend gibt es bestimmt. Ich denke jedoch, dass in sozialen Brennpunkten die Gefahr einer Eskalation zwar größer ist, aber auch in den sogenannten „gut situierten“ Familien durch blinden Leistungsdruck, Bindungslosigkeit, „schlechtem“ Vorbild und/oder einfach Desinteresse ein gefährliches Gebräu entsteht.

  • 7. paleica  |  August 10 um 2010

    ich denk, dass dann, wenn probleme auftauchen, schon in der erziehung davor was massiv falsch gelaufen ist. dass man sich nicht genug um die kinder gekümmert hat, sie sich vernachlässigt gefühlt haben, selbst gewalt erfahren haben…

    aber ich kann mir schon vorstellen, dass solche spiele – vielleicht besonders in einem gewissen alter – eine gewalthemmschwelle senken…

  • 8. Donkys Freund  |  August 30 um 2010

    Es geht ja nur um die paar %, die gefährdet sind, aber das sind mir eben genug.

    Natürlich ist die Ursache meist die Erziehung (im Übrigen auch obeerhalb der „sozialen Unterschicht“). Deshalb sind irgendwelche Exzesse auch nur der üble Auswurf, was vorher schlecht verdaut wurde. Aber dann müssen eben die Symptome bekämpft werden…

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