Archive for März 21

Aus dem Leben einer Koralle

Korallen sind unflexibel. Da gibt es nichts dran zu deuteln. Ein Leben lang am selben Platz und sie können sich noch nicht mal den Nachbarn aussuchen. So eine Art unbefristeter Mietvertrag ohne Ausstiegsklausel. Da können die meisten Exemplare von Glück reden, wenn ein paar Zebrafische an ihnen rumknuspern oder sie doch zumindest eine gute Aussicht vom Riff ihrer Bestimmung haben.

Nun hat leider nicht jedes Tierchen dieser Gattung solch ein Glück. So einsam auf dem flachem Meeresgrund rumzudümpeln, stelle ich mir zum Besipiel langweiliger vor, als mit einem Gips im Krankenhausbett DSDS gucken zu müssen, weil ich nicht an die Fernbedienung komme.

Wie ich darauf komme? Uns ist während unser wöchentlichen Tiefseeexpedition ein bedauernswertes Ding vor die Linse gekommen, dem ich auf diesem Weg zumindest ein bisschen zu Ruhm verhelfen will.. auch wenn es nie davon erfahren wird. Dafür hatten wir eine Woche lang eine versteckte Kamera installiert.

Ich kann Euch sagen: Bei Sichtung von 148 Stunden Material brauchte ich 8 Sixpacks Redbull und mehrere Stunden schmerzhafte Berieselung durch Hansi Hinterseer, um einigermaßen bei der Sache zu bleiben. Heraus kam aber dieser einmalige Zusammenschnitt einer Woche im Leben einer Koralle. Gucken und dabei nicht einschlafen. Ist wirklich totlangweilig! Außer die super Sonntags-Idee der Koralle, wie sie ihrem Leben etwas mehr Sinn gibt. Wer will das nicht.

Apropos. Wo wir gerade bei langweiligen Leben sind. (Eines ist richtig!)

EDIT: Auflösung in den Kommentaren.

März 21 at 2010 9 Kommentare

Projekt 52: Verwandtschaft

Hotz, der Hirschhase, leugnet ja vehement jegliche Verwandtschaft mit dem Osterhasen trotz einiger Ähnlichkeiten. Klar, er hat sich selbst schon zum Oberosterhirschasen ernannt, aber die Betonung liegt auf Oberosterhirschhasen. Die Osterhasen hatten eher ein Problem mit der Silbe „Ober“, aber das ist ein anderes Thema. Man kann sich denken, wie das ausging.

Hotz hat grundsätzlich auch starke Hirnstromschwankungen, wenn er Feldhasen begegnet. Zuviel böse Erinnerungen, die er mit Nachdruck verdrängt. „Kenn‘ ich nicht“, kreischt er bei jeder Begegnung und rennt in die nächstgelegene Höhle. Zu tief sitzt das Trauma, als er erst durch einen instinktiven Trick einem Präparator entkam, der ihn für einen Kaminsims herrichten wollte. Wer mehr hierzu wissen will, der lese hier.

März 21 at 2010 14 Kommentare

Wie man die Herzen gewinnt…

…durch K.O.

Nebenbei läuft Klitschko gegen was weiß ich wen. Überlegender Kampf. 12 gewonnene Runden nach Punkten. Aber der Reporter wird nicht müde, immer wieder zu betonen, dass er so „nicht die Herzen der Zuschauer gewinnt“. Welch ein Glück, dass Klischko noch 5 Sekunden vor Schluss seinen Gegner mit Nachdruck auf den Boden zwingt und dieser dort erst mal minutenlang benommen liegen bleibt.

Das muss man sich mal vorstellen: Man gewinnt die Herzen, indem man trotz gesichterem, sportlichem Erfolg dem Gegner gesundheitlich noch möglichst weh tut. Sorry, da komme ich nicht mit. Diese schleichende Wanderung der Hemmschwelle wird durch die Medien geführt… und durch das Publikum bedingungslos toleriert. Hat ja nicht mit der Realität zu tun…

Sicher, jetzt lässt sich anführen, dass das nun mal der Sport ist, sich darauf ja beide einlassen. Es bleibt aber als Botschaft haften: Setze immer einen drauf! Egal, was es kostet! …Dem anderen!

Heute ist glücklicherweise „Ultimate Fighting“ (UFC Fight Night) durch den Fernsehausschuss der bayrischen Landeszentrale aus dem Programm genommen worden. Ich war schockiert, als ich das erste Mal diesen Abstieg in niederste Sensationslust sah. In diesem „Wettkampf“, den das DSF sonntags abend austrahlte und ich per Zappen mal mit offenen Mund hängenblieb, wird „ohne Tabus“ gekloppt. Ohne Handschuhe, mit Ellbogen und Knien… und selbst, wenn der Gegner auf dem Boden liegt, dürfen ihm wehrlos mit Ellenbogen die Platzwunden in Gesicht gehauen werden, dass es nur so spritzt. Die Menge jolt. Was beim Boxen die leise Hoffnung ist, wird hier zum Programm. Und das DSF macht mit, weil der „Bedarf der werberelevanten Zielgruppe“ vorhanden ist. Die Latte wird immer höher gelegt. Warum muss hierzu eine Behörde einschreiten?

Dieser „Markt“ reguliert sich nicht mehr selbst. Ich finde das alles äußerst bedenklich. Und erzähle mir bitte niemand, dass wir ja alle mündig sind!!!

März 21 at 2010 3 Kommentare


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