Archive for Januar, 2010

Projekt 52: Die Farbe Grün

Hotz, der Hirschhase ist ein Meister der Tarnung. Blitzschnell kann er die Farbe seiner Umgebung annehmen, um Abtrünnigen in seinem Herrschaftsgebiet von Park und Wald aufzulauern und sie zur Rechenschaft zu ziehen. Hier auf dem Bild hat der Frosch keine Chance mehr zu entkommen und muss alle Seerosen wieder sorgsam in eine Reihe schieben, denn im Park muss alles seine Ordnung haben. Hotz macht sich einfach grün

…Ach, ich kann’s nicht. Hotz forderte mich auf, doch mal endlich mal seinem "Status als König des Waldes gerecht zu werden", und was Positives über ihn zu schreiben. Sonst überlegt er, das Projekt 52 zu boykottieren. Aber es geht einfach nicht. Alles gelogen. Hotz kann gar nicht schwimmen und die letzte Begegnung mit Fröschen endete in einem Schlammbad. Für ihn. Da war er auch ein bisschen grün, sonst aber nicht. Das ist alles hier nur ein schnöder Bildbearbeitungstrick. Ich gebe es zu. Sorry für die hinterlistige Täuschung!

Billiger Trick

 

Januar 31 at 2010 13 Kommentare

Ein Schrank Möhrensaft

Da ist es wieder! Das Ding ist wieder bei uns und leider wieder länger als geplant.

Plastik ist sicher!

Aber kurz zur Erinnerung: Das Ding war lange Zeit unser Außerirdischer im Park. Vielleicht eher Außerirdisches, denn bis heute reagiert es äußerst gereizt auf die Zuweisung eines Geschlechtes. Und wenn das Ding gereizt ist, macht es schnell aus einer Mücke auch mal einen Elefanten… oder Hubschrauber (Video). Es stürzte bei uns im Park mit seiner Rakete ab, die Manfriss, unser bauchgesteuerter Metallfresser, auch prompt als Zwischenmahlzeit entdeckte. Das gab Ärger! Es dauerte Monate, bis wir die intergalaktische Taxirufnummer herausfanden. Vorsichtshalber wurde diesmal eine Plastikrakete vom Heimatplaneten ein paar Stationen hinter dem großen scharzen Loch in der Fffft7-Galaxie geschickt, um Manfriss‘ Appetit zu zügeln. Leider ohne ausreichend Benzin. Manfriss gab sich zur Wiedergutmachung zwar alle Mühe, Benzinkanister zu besorgen, verspeiste diese aber auf dem Weg als gefüllte Pralinen. Ist ja auch lecker! Bis der Tank voll war, vergingen weitere Monate. Zu allem Unglück konnte die Rakete nur geradeaus fliegen, dass zum geplanten Abflugtermin die Sonne im Weg war (hier mit Skizze). Irgendwann winkten wir dem Ding aber mit Tränen in den Augen und geblümten Taschentuch hinterher…

So , und jetzt ist es zu unserer Freude wieder zu Besuch und hat sogar vorgesorgt: Die Rakete ist aus Glas und fliegt mit Möhrensaft (Man könnte fast eine überdimensionierte Flasche Möhrensaft vermuten, wenn auf der Rakete nicht dieses kryptische „ACE+“ stände. Was immer das heißen mag). Jedenfalls ist beides völlig ungenießbar für Manfriss (für Jan und mich übrigens auch, vor allem der Möhrensaft). Und da das Ding ja wusste, dass es auf der Erde Möhrensaft gibt, fragte es uns im unverkennbaren -und völlig unverständlichen- Ultraschall-Dialekt nach einer Tankstelle für den Rückflug. Als wir nachhakten, wieviel Möhrensaft denn so eine Rakete pro Lichtjahr benötigt, wies es auf Jans Kleiderschrank. „Ups!“, dachte Jan und ich dachte fast gleichzeitig: „Ups!“ Einen Schrank Möhrensaft hatten wir bisher beim Supermarkt unseres Vertrauens noch nicht gesichtet, auch nicht bei Obi. Also stehen wir wieder vor einem großen Problem, während das Ding sehnsüchtig sein Sonnensystem beäugt, das es zufällig in Jans fluoreszierenden Deckenhimmel entdeckt hatte. Es meint sogar, den Heimatplaneten neben seinem Sonnenstern ausfindig gemacht zu haben. Wir glauben jedoch eher an die Überreste einer Mücke.

Das Ding braucht Möhrensaft

Januar 28 at 2010 2 Kommentare

Ist doch kein Wunder

Die traurige Wahrheit zu Wundern ist, dass die Wahrscheinlichkeit, dass eines eintritt proportional zu der Anzahl der Betroffenen steigt.

(Das Beben in Haiti belegt diese These leider auf tragische Weise, wo heute nach 15 Tagen unter Schutt wieder ein Teenager gerettet wurde.)

Januar 28 at 2010 Hinterlasse einen Kommentar

Wunschperspektive

Wenn man sich nichts wünscht, außer nichts verlieren zu wollen, was man sich zuvor sehnlichst gewünscht hat, ist man dann wunschlos glücklich oder wird der Wunsch dann nur durch die Angst ersetzt?

Januar 26 at 2010 4 Kommentare

Projekt 52: Wind und Wetter

Hotz, der Hirschhase, hat bei Regen ein Imageproblem: Seine Ohren verlieren an Spannkraft. Er würde es anders formulieren: Sein Geweih verliert an Spannkraft. Er sprüht sich nicht umsonst literweise Haarspray auf seine Lauscher. Ob diese brettharten Löffel nun wirklich als Geweih gelten, ist im Wald umstritten. Eigentlich beeindruckt das selbst die Borkenkäfer nicht, geschweige denn die Hirsche, die überhaupt kein Haarspray benötigen. Hotz meint aber, dass er sich durch diese Bretter am Hinterkopf den nötigen Respekt als König des Waldes verschafft. Na ja, nennen wir es mal eher „Aufmerksamkeit verschafft“, oder gelten Einbuddeln und Totlachen noch im weitesten Sinne als Respekt?

Jedenfalls  schlabbern seine Ohren bei Wind und Wetter (passend zum Motto des Projekt 52) ziemlich seitlich. Gegen Regen kommt sein Haarspray nicht an. Er konnte uns dazu überreden, ihm ein Regencape für seine Ohren zu designen, ohne seine Pracht unter einer Plastiktüte verhüllen zu müssen. (Diese Variante hatte definitv für Irritationen im Wald gesorgt. Tagelang wurde im Park und Wald gerätselt, wer denn dieser Aldi ist, der durch den Wald geistert und gegen jeden Baum donnert.)

Wir finden, unsere Lösung ist modisch, körperbetont und sehr wirksam gegen Regen. Nur hören kann er jetzt nichts mehr.

Gummierte Ohren

Januar 24 at 2010 16 Kommentare

Der Witz der Wochenmitte

Stehen ein Schaf und ein Rasenmäher auf der Wiese. Sagt das Schaf: „Mäh!“ Sagt der Rasenmäher: „Kapier‘ ich nicht!“

Januar 19 at 2010 5 Kommentare

Projekt 52: Freundschaft

Sing Lang, die Pekingente,  ist Hotz‘ Freund. Weil sie so gut verlieren kann. Hotz meint zwar, als König des Waldes ist man immer allein und hat keine Freunde und das stimmt sogar. Aber das hat andere Gründe. Zum Beispiel, dass Hotz Freundschaft sehr einseitig definiert, wenn er irgendeinen Vorteil daraus ziehen kann. Beim Kniffel spielen hatte Hotz jedoch keinen Vorteil, was Sing Lang mit einem fünfachen Fünfer  eindrucksvoll bewies. Sie nahm Hotz seine impulsive Art jedoch nicht krumm.

Hotz ändert extra für das Projekt 52 die Regeln:

(Weitere Bilder zu Hotz, dem Hirschhasen, hier)

Januar 17 at 2010 15 Kommentare

Projekt 52: Zahlen

Hotz, der Hirschhase, hat ein eigenes Zahlenverständnis. Eigentlich kann er gar nicht zählen. Aber was zu viel ist, ist zu viel. Vor allem bei anderen. Hier versucht er Finkel (unsere Ente, die denkt, sie wäre ein Buchfink) zu überzeugen, dass Finkels Nuss ja viel größer ist als seine kleinste. Hat er ja auch irgendwie recht. Finkel hat diese Logik auch sofort akzeptiert. Ohne Zählen.

7:1 für Hotz im Projekt 52:

Januar 17 at 2010 6 Kommentare

Projekt 52: Hallo Welt

Es war ein hartes Stück Arbeit, Hotz zu überzeugen, als Maskottchen des Projekts 52 mitzumachen. Kein Wunder, denn anstatt eines Maskottchens fühlt er sich als König des Waldes. Mit dieser Einschätzung  steht er zwar ziemlich allein und die Hirsche als rechtmäßige Herrscher buddeln ihn auch regelmäßig im Laub ein, aber was hilft es. Er ist eigentlich ein Hase, aber um sich mehr Respekt zu verschaffen, hat er seine Ohren mit Haarspray eingesprüht, um mit diesem Geweihimitat als Hirschhase durchzugehen. (Treue Leser kennen den durchgeknallten Typen schon länger. Er war aber nicht immer durchgeknallt. Das hat eine tragische Vorgeschichte.).

Letztendlich konnte ich ihn mit handfesten Argumenten zum Mitmachen bewegen.

Hotz macht mit…oder so ähnlich:

Januar 17 at 2010 5 Kommentare

Major Heckenried sieht rot

Einen Mückenschwarm zu bändigen, gleicht einer Sisyphosarbeit. In lauen Sommernächsten verzweifle ich schon an einem Exemplar. Donky, unser Erpel, hat sich jedoch zum Ziel gesetzt, eine Volkszählung der Sippe im Park durchzuführen, um die Chancen der Parkpartei bei der Parkwahl zu verbessern. Quasi so eine Art Marktforschung. Und da er vom Gefühl her mit den Mücken ausreichend Wählerstimmen für eine knappe Regierungsmehrheit vermutet, ohne sich um den restlichen Pöbel zu kümmern (Schnecken und Eichhörnchen zum Beispiel), möchte er schon mal eine gezieltere Prognose wagen. Dumm nur, dass das Interesse, durchgezählt zu werden, äußerst begrenzt ist und Mücken auch noch auf der Nahrungsliste der Ente stehen. Zu allem Übel begrüßte er bei der letzten Wahlkampfrede die anwesenden Insekten mit „Liebes Futter“. So ist die Bereitschaft zur Kooperation gering.

Zumindest das 1. Parkbataillon machte aber mit. Zwar erst, nachdem er ihnen für den Sommer einen allabendlichen Report halbgeöffneter Terrassentüren der umliegenden Häuser versprach, aber immerhin: Major Heckenried gab sein OK. Major Heckenried trägt das Oberkommando über das erste Parkbataillon. Die Truppe macht zwar, was sie will, da aber Major Heckenried einen guten Riecher für offen liegende Ohrläppchen und Gesäßmuskel hat, bleibt der quirlige Haufen bei ihm in der Nähe.

Major Heckenried sieht rot

So versammelten sich gestern die surrenden Biester um Donkys Baum zum Durchzählen. „Alle in eine Reihe!“, rief Donky. (mehr …)

Januar 13 at 2010 3 Kommentare

Die ideale Wiedergeburt

Wie ein Adler über den Wolken schweben. Ohne Grenzen, nur der Schrei der Freiheit hallt durch die Lüfte. Adler werden bevorzugt als geeignetes Tier für eine wunschgemäße Wiedergeburt genannt. Dazu noch einen gewissen Herrschaftsanpruch und möglichst weit oben in der Nahrungskette. Das ging auch an mir lange nicht vorbei. Ja, ein Adler wollte ich lange Zeit nach meinem Tod sein. Jetzt mal unabhängig davon, ob der Wunsch realistisch ist und ob ich doch eher extrem weit unten in der Hierarchie sogar Pflanzen mit Mineralien versorge, konnte ich mich mit dem Gedanken gut anfreunden. Zumal ich zur der Zeit nicht fliegen konnte.

Inzwischen ist mir aber bewusst, dass so ein Adler auch nichts zu lachen hat. Erstens fliegt er da ziemlich einsam ohne Unterhaltung durch die Gegend und viel von der kilometerweiten Bergsicht hat er auch nicht, da er viel zu konzentriert auf süße Kaninchen oder ähnliche Leckereien achtet. Und das nur, weil er einen Mordskohldampf hat. Nichts mit Segelidylle. Dazu muss man satt sein. Zu allem Überfluss noch der windige Horst in eisiger Kälte. Nein, der Adler hat seine Premiumstellung für das Leben danach mit dieser nüchternen Einschätzung eingebüßt.

Aber apropos Kaninchen. Die schnucklige Alternative zum Adler. Aber wo? Freie Wildbahn? Also als Fluchttier lebt man  in ständiger Angst vor unkalkulierbaren Übergriffen. Und selbst im Stall als Streicheltier wäre man der Willkür rabiater Vorschulkinder ausgesetzt, die einen immer zum ungünstigsten Zeitpunkt wahlweise von Salatblatt oder Hinterteil der Mitbewohnerin entreißen. Nach den Kindern kommt direkt der Koch als Horrorherrchen. Keine Chance! Und nun? (mehr …)

Januar 11 at 2010 6 Kommentare

Die gemeine Küchenschabe

Ist jemanden zufällig auch entgangen, dass eine Küchenschabe mit 150 cm/s (5,4  km/h) als schnellstes krabbelndes Insekt gilt? Aber nur die orientalische Küchenschabe  (auch gemeine Küchenschabe genannt und quasi ein Global Player). Die deutsche Küchenschabe schafft zwar „nur“ 29 cm/s, aber nur 0,5 mm reichen ihr aus, um sich durch die engsten Lücken durchzuquetschen. Das sollte jeder Interessierte wissen. Und wer das tiefere Wesen einer Kakerlake erfahren will, sollte sich damit auseinandersetzen, dass diese erst ab 20 Grad richtig aufblühen und unter 10 Grad nur lethargische Memmen sind.

Das ist alles ein großes Problem! Denn wer denkt, dass zu einem Kinderbuch für Erwachsene über durchgeknallte Parkbewohner keine Recherche notwendig ist, sei gesagt: Diese Erkenntnise über Küchenschaben stellen mich vor eine große Herausforderung. Dass eine Ente Allesfresser ist, gehört zur Allgemeinbildung. Das kommt Donkys Vorliebe für Lammkoteletts auch sehr zugute. Auch, dass Wellensittiche im Vergleich zu Halsbandsittichen mit Migrationshintergrund kälteempfindlich sind, konnte ich ohne Tierversuch ermitteln. Aber, dass eine Küchenschabe sooo schnell ist? Und soooo dünn?  Wer soll das denn wissen? OK, dass die Viecher 9 Tage lang ohne Kopf rumlaufen und 40 Minuten die Luft anhalten können, hätte ich ja verkraften können, aber ihre Flinkheit stellt die Glaubwürdigkeit meines Plots zum Kapitel „Flucht aus dem Paradies“ ernsthaft in Frage.

Aber von vorn: (mehr …)

Januar 7 at 2010 10 Kommentare


Ausgewählt

Kurz und bündig

  • Willkomen in der verrückten Welt von Donky, der Ente, und seinen Freunden!
  • Die meisten Beiträge entstanden aus Handspielen mit meinem Sohn Jan.
  • Hintergründe gibt es hier: Intro
  • Ein Steckbrief des Blogs, Kurzprofile der Figuren und Tipps zur Navigation unter: Neu hier!?
  • Stand der Abenteuer in der Kategorie (Sidebar): Stand der Dinge
  • Die Handfiguren sind im Text mit einem Link hinterlegt. Bei >Click< wird in einem neuen Fenster der Charakter vorgestellt. Alle kompakt unter: Akteure
  • Per Mouse over im Beitrag erhält man eine Kurzbeschreibung der Charaktere im Kästchen.

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