Archive for November, 2009

Assoziationen im Supermarkt

Meine irrationalen Assoziationen in unserem Supermarkt:

  • Tomatenmark > Ketchup (Tomatenmark steht aber bei den Nudeln, weil man es ja IMMER zu Nudeln benötigt!)
  • Rinderfond > Soßen (steht aber beim Ketchup, weil Ketchup ja auch eine SOSSE ist)
  • Semmelbrösel > Brot (steht aber bei den Backwaren, weil Semmelbrösel ja auch gebacken WURDE)
  • Gehackte Nüsse > Gemahlene Nüsse (Nüsse GLEICH Nüsse, nicht aber bei uns, da liegt eine Etage dazwischen)
  • Reis > Nudeln (steht aber bei den China-Spezialitäten, wird ja auch NUR für Chinesische Küche benutzt)
  • Haushaltshandschuhe > Haushaltswaren (hängen aber beim Spüli, dazwischen liegen Spiel- und Schreibwaren)

Macht in Summe eine halbe Stunde.

November 28 at 2009 10 Kommentare

Schwierige Diagnose

Kolumbi klagt über Schwanzschmerzen. Das hatte uns etwas verwundert, röchelte er doch eher aus der Nase oder dem nasenähnlichen Dingsda vorne am was weiß ich. Wenn Holzwürmer röcheln, klingt das wie ein batteriebetriebener Mickey Mouse – Wecker mit leerem Akku. Deshalb fragten wir auch, ob er vielleicht eher Halsschmerzen habe. „Nein!“, betonte er. „Ich habe gar keinen Hals!“ Stattdessen habe er einen Bauch. Man röchelt jedoch selten aus dem Bauch. Das wäre schon stark verharmlosend. So einigten wir uns auf die Brust, was aber immernoch nicht Kolumbis Schwanzschmerzen erklärt.

Der Schwanz ist doch auch beim Holzwurm nur die Verlängerung des Rückens und ziemlich weit von der Brust entfernt. Und dann noch auf der anderen Seite. Außerdem dürfte ein Holwurm ohne Hals auch keinen Nacken besitzen, sodass der Rücken direkt in den Kopf mündet. Soweit die Theorie.

Kolumbi meint aber sogar, dass sein Kopf direkt am Schwanz ansetzt, völlig rückenfrei. Dem widersprachen wir jedoch energisch, weil der Bauch dann ziemlich in der Luft hängen würde ohne rückseitigen Gegenpart. Kolumbi hat aber gar nichts gegen frei schwebende Bäuche. Sein Bauch wäre außerdem fast überall, auch hinten.

Um die Verwirrung komplett zu machen: ‚Hinten‘ ist bei ihm in der Regel oben und nur bei besonders steilen Bäumen hinten. Da unser Rücken jedoch zweifelsfrei hinten und nicht oben ist, wäre das gar nicht vergleichbar. Bei ihm ist hinten der Schwanz und wir haben ja auch keinen Schwanz hinten. Dann braucht er ja im Umkehrschluss auch keinen Rücken zu haben. Und überhaupt: Wo hört ‚hinten‘ (oder besser ‚oben‘) bei runden Würmern seitlich überhaupt auf? „Stimmt auch wieder“, räumten wir irritiert ein und verzichteten freiwillig auf den Rücken.

Wissenschaftliche Abbildung: Klick für Großansicht

Wenn nun der Schwanz, der gleichzeitig der hintere obere Bauch ist, quasi schnurstracks an den Kopf grenzt, dem gegenüber direkt die Brust liegt, die faktisch der Hals ist, aber dieser ja eigentlich wie der Bauch auch nicht nur vorn unten zu finden ist, sondern ansatzlos dem hinteren oberen Schwanz entspricht, kann man großzügig auch von Schwanzschmerzen sprechen.

Ja, so musste es sein! Jedoch hatten wir ein begleitendes Symtom bei dieser Diagnose nicht berücksichtigt! Als Kolumbi heftig nieste und das ziemlich weit vorne, beförderte ihn der Rückstoß wie eine Weingummi-Rakete gegen das Bücherregel. Der Holzwum mag zwar Bücherregale, aber nicht wenn er mit voller Wucht dagegen knallt. „Aua! mein Schwanz!“, war auch der folgerichtige Kommentar. Aha!

Also finale Diagnose: bronchialinduziertes, redirektional ausstrahlendes Distalsyndrom mit temporärer Rektalamnesie.

November 23 at 2009 7 Kommentare

Ohne Regel

November 22 at 2009 12 Kommentare

Prager Herbst

Morgen fliege ich nach Prag. Nur so. Saufen, fressen,… ähm… Jazz hören.

Soll ich jemanden was mitbringen?

November 19 at 2009 8 Kommentare

In Eile

Ralf ist müde und lockert seine Krawatte, nachdem er eine Dose Red Bull aus dem Handschuhfach gezogen hat. Der Tag war lang. Sein Chef hatte vorhin betont, dass der Erfolg der Aktion über die Zukunft entscheidet. Auch seine. Die Präsentation muss jedoch noch fertig werden. Aber das ist es wert. Das wird wohl eine Nachtschicht nach einem Kuss auf Lenas Stirn, seinem Engel. Noch 50 km. Sorry, heute ist wirklich dicht. Ralf hat es eilig.

Sabine hatte einen miesen Tag. Paula hatte eine Fünf in Mathe nach Hause gebracht und die falschen Fliesen wurden geliefert. Und jetzt macht auch noch die Mutter von Paulas Freundin Stress wegen der Sache am Samstag. Thomas kümmert sich ja um nichts. Auch nicht um den Nachbarn, der ihr die ganze Woche schon mit dem dämlichen Zaun im Ohr liegt. Eigentlich hat sie überhaupt keine Zeit, Paula vom Reiten abzuholen. Heute hat sie wirklich keinen Nerv. Sonst immer, aber heute nicht. Sabine hat es eilig.

Marco hat heute die Arschkarte gezogen. Er muss fahren. Trotzdem klemmt eine fast leere Dose zwischen seinen Beinen als Relikt vom Vorglühen. Muss sein. Vor dem Pub warten schon die Schnecken, wie er und seine Kumpels auf der Rückbank die Mädels von letzter Woche nennen. Danach geht’s in den „Night Palace“. Und dann? Mal sehen. Nächsten Freitag sitzt er wieder hinten. Dann ist es ihm scheißegal. Aber heute ist schlecht wegen der Bullen. Marco hat es eilig.

Sonja liegt auf ein paar Blättern und die letzten Sonnenstrahlen scheinen auf ihr Gesicht. Heute Abend hatte sie sich gut gelaunt auf ihr Fahrrad geschwungen, um ihren Freund wieder zusehen. Er war sechs Monate in Singapur auf Montage. Jetzt liegt ihr Fahrrad am Ende der langen Allee kurz hinter der Kurve am 30-Schild. Die Blätter unter ihrem Kopf werden feuchter und ab und zu hebt sie schwach Zeigefinger und Mittelfinger vom Asphalt und winkt Ralf, Sabine und Marco zu. Sie kennt sie nur flüchtig vom Auspuff ihrer Autos. Sonja hat es eilig.

November 15 at 2009 4 Kommentare

Verbotene Liebe

Um die Funken sprühen zu sehen > Klick für Großansicht

 

November 11 at 2009 8 Kommentare

Tod eines Löffels

November 8 at 2009 18 Kommentare

Urbanstyle am Deich

Hat jemand schon mal Enten fliegen sehen? In einem Affenzahn immer geradeaus. Nicht schlecht für eine Ente, die sonst nur plump daherwatschelt. Aber was machen Enten eigentlich, nachdem sie geradeaus geflogen sind?

„Gucken, was da los ist!“, klärte uns Donky, unser Erpel, in Otterndorf an der Nordsee auf. „Und dann wieder zurück.“ Cool!

Windstärke 0 mit Freunden

Kurz hinter der Elbmündung verbrachten wir eine Herbstwoche und Donky flog natürlich mit. Mops, die fette Möwe vom Rhein, kam auch mit, nur ohne Fliegen, stattdessen im Kofferraum. Das war ihr schon anstrengend genug. Sie wollte mal mit echten Seemöwen fachsimpeln, lernte jedoch nur ein paar Backfische und Krabben mit Majo kennen. Seemöwen denken da etwas komplizierter und machen sich die Mühe, Krabben selbst zu fangen. Und das auch noch ohne Majo! (Wer hat es schon mal geschafft, ein Krabbenbrötchen ohne vertikalen Verlust zu essen?)

Donky flog auch gleich kräftig geradeaus zum Deich, guckte ganz wichtig, was da los ist, und dann schnurstracks wieder zurück. Nur so! Alles andere hätte ja einen Zweck gehabt und wäre absolut spießig, meinte er. Zum Beispiel „Fische suchen“, wie die Möwen: Ein paar Flügelschläge hier, ein paar dort, dann nach rechts abgleiten, abtauchen und wieder in die Luft schwingen. Und alles mit verkrampften Blick zum Fisch. Das war was für Land- oder besser Seeeier (Wow, ein Wort mit drei e), aber definitiv nicht urbanstyle. Nichts tun, aber dafür auffällig. Das war stylish.

So hatte Donky auch bald ein reges Gekreische um sich herum und diverse Anfragen, wie man denn nur so eben mal gucken konnte, was da los ist. Ohne Fisch.  Donky wies die unbedarften Vögel auf seine Metropolen-Herkunft hin und bot mal einen exklusiven Urbanstyle-Lehrgang an. Klar. Und so sah man am Abend einen Schwarm Möwen mit ernsten Blick hinter einer Ente hersausen. Auf die Dorfkirche, ein paar Tauben beim Paulus besudeln zugucken, und dann wieder zurück.

Windstärke 7 mit Flut

Am nächsten Tag die selbe Mission: Geradeaus fliegen und auf den Acker. Ein wirklich schöner Acker. Weitläufig und geruchsneutral gedüngt (für Möwen). Nur eigentlich hatte Donky den Leuchtturm angekündigt. Und der lag 300 Meter links. „Hey, das war eine Kurve, wie uncool“, beschwerten sich auch einige verwirrte Möwen und suchten zumindest einen Fisch in der Erde. Donky wand sich zwar noch geschickt raus, dass er den Acker mit dem Leuchturm verwechselt hatte, aber eines war nun klar: Er hatte die Rechnung ohne Windstärke 7 gemacht. Die Möwen dagegen nicht. Die konnten gar nicht rechnen. Deshalb müssen sie auch Fische fangen.

Windstärke 9 mit noch mehr Flut

Donky musste seine Strategie ändern. So lud er die Möwen zu einem völlig flugfreien, aber extrem urbanen Event auf dem nahegelegen Baggersee als Location ein. Die Wellen schaukelten behäbig und ein paar Grashüpfer im Schilf boten sich als Fingerfood an. Name der Veranstaltung: „Chillen mit Grillen“. Rumdümpeln können Möwen zwar auch, aber ohne Namen dafür. Eine Name macht es aber erst aus. Es gab allerdings ein paar Proteste insektensympathisierender Möwen. Sollen sie an ihren Gräten doch ersticken! Trotzdem schlug Donky ein neutraleres Re-Branding vor: „Happen beim Schwappen“. Ein voller Erfolg. Auch Dank den Grashüpfern.

Donky flog nach zwei weiteren Städter-Feten („Relax im Gewächs“ und „Rock the Dock“ in Cuxhaven) sogar bei Windstärke 9 als frisch gekürte Ehren-Möwe zurück nach Bonn. Über Warschau.

Windstärke 5 mit Opa

November 5 at 2009 12 Kommentare

Dienstag Abend

Ehrlich, ich würde zu jeder Fernsehserie die 50 € Frage bei Günther Jauch vermasseln. Prominente in Abendshows kenne ich überhaupt nicht mehr, weder Gesicht noch Namen, obwohl sie angesagte Stars in Serien sind, die ich ebenfalls nicht kenne. Meine letzte vollständig frequentierte Reihe war Colt Seavers. Davor Wickie. CSI Miami, NY oder Bad Wörishofen verwechsle ich regelmäßig mit Werbespots für Herrennassrasierer und Desperate Housewives mit einem mexikanischen Bier-Mixgetränk. Was hipp ist, bekomme ich sowieso erst mit, wenn es als siebte Wiederholung im RTL II Nachmittagsprogramm läuft. Comedy-Serien finde ich -tja, wie soll ich sagen- nicht lustig, was sie eigentlich sollten. Fast keine. Forsthaus Falkenau gucke ich vielleicht noch ab und zu. Aber nur bei meiner Schwiegermutter und weil als Alternative dort im Kaff nur die Dorfkneipe zur Verfügung steht. Die ist so eine Art  Verwachsung von „Unser Charly“ und „A-Team“, nur in live. Und was sonst noch läuft, hält eh nur eine Staffel. Zum Glück, wie mir die nervigen Trailer vermitteln. Jetzt kann man mir sicherlich mit Recht noch entrüstet „echte Klassiker“ an den Kopf werfen, aber ich bitte um Gnade. Vielleicht habe ich einfach zu wenig streng getaktete Zeitslots.

Aber ab morgen streiche ich mir den Dienstag abend im Kalender an. Stromberg: Böse, aber intelligent knapp über der Gürtellinie, fein beobachtet und gespielt, mit Witzen, die auch beim dritten Mal noch lustig sind und nicht schon zum ersten mal nicht mehr. Mein Serienfavorit. Ist ja auch die einzige.

Der aktuelle Trailer wirkt jedoch etwas vermariobarthet. Man will hoffentlich nur neue Zielgruppen erreichen und fegt nur ein paar Kalauer zusammen.

Deshalb mal hier was anderes mit dem Ekel (Best of – Ausschnitte findet man leider nicht auf YouTube).

November 2 at 2009 6 Kommentare


Ausgewählt

Kurz und bündig

  • Willkomen in der verrückten Welt von Donky, der Ente, und seinen Freunden!
  • Die meisten Beiträge entstanden aus Handspielen mit meinem Sohn Jan.
  • Hintergründe gibt es hier: Intro
  • Ein Steckbrief des Blogs, Kurzprofile der Figuren und Tipps zur Navigation unter: Neu hier!?
  • Stand der Abenteuer in der Kategorie (Sidebar): Stand der Dinge
  • Die Handfiguren sind im Text mit einem Link hinterlegt. Bei >Click< wird in einem neuen Fenster der Charakter vorgestellt. Alle kompakt unter: Akteure
  • Per Mouse over im Beitrag erhält man eine Kurzbeschreibung der Charaktere im Kästchen.

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