Per Rad, Fön und Zeitmaschine

Juli 2 at 2009 10 Kommentare

In Kürze startet unsere Tour de Rhein/Ruhr/Nahe per Fahrrad und Zelt (wie schon hier geschrieben) und wir sind nicht allein. Die Bande hat das spitz gekriegt -außer Hotz– und wollen mit. Wir freuen uns auf ihre Gesellschaft  in Biergarten und Zelt -außer auf Hotz.

Nur wie halten sie mit, wenn wir mit 15 Sachen über den Asphalt fegen? Die Bande hat sich so einige Gedanken über die Wahl der Reisemittel gemacht und wir haben sie dabei tatkräftig unterstützt – außer Hotz.

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Manfriss reist per Schiff. Unser Metallfresser hatte sich auch schon einen Rhein-Frachter ausgesucht, bekam dann aber Hunger, auch wenn die Schlacke-Füllung etwas dröge schmeckte und somit nicht für sein Restaurant in Betracht kommt. So haben wir ihm vorsichtshalber ein Plastikschiff zur Verfügung gestellt, damit er kein Loch in den Rumpf  knabbert. Auch für die Paddel, um rechtzeitig gegen den Strom in die Ruhr abzubiegen, haben wir mit einer ungenießbaren Spezialanfertigung gesorgt. Den Rotterdamer Hafen wollten wir ihm doch nicht zumuten…oder besser andersum: Wir möchten dem Rotterdamer Hafen Manfriss nicht zumuten! Zu viele leckere Container…

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Donky, unser Erpel, findet Radfahren doof. Vor allem, dass wir ja sowieso wieder in Bonn rauskommen, hält er für völlig unsinnig. Warum denn der ganze Aufwand? Das Argument, dass Radfahren Spaß macht, lehnt er ab. Er lehnt alles ab, was er nicht kann. Er kommt aber trotzdem mit, um seiner neuen Mission zu folgen: Schwäne ärgern. Die gibt es mehr als genug am Rhein. Donky bezeichnet Schwäne als „Möchtegern-Fragezeichen“. Seine Abneigung hat seinen Ursprung darin, dass die weißen Wasservögel ihn auf dem Weg zur Entenschule das ein oder andere Mal verkloppen, aber man sollte auch keine rosa Wasserfarbe auf den einflussreichen Chef des „Rheinischen Clubs“ ausschütten. (Schwäne vergnügen sich nicht in Gangs oder Vereinen, sondern in elitären Clubs). Da Donky Rundflüge trotz allem für überflüssig hält -und er interpretiert die Reise als „Etappen-Rundflug“- haben wir ihm eine Bahncard besorgt.

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Mops hat sich entschieden, sich einfach für eine optimale Sicht auf den Lenker zu lümmeln. Eigentlich aber eine suboptimale Lösung, bewirkt die einseitige Belastung mit einer dicken Möwe doch einen starken Linksdrall beim Fahren. Das hätte jedoch zur Folge, dass wir nach einer Stunde wieder zu Hause sind (bei Rechtsdrall dagegen landen wir direkt im Rhein.) So wird Mops sich wohl auf den Gepäckträger setzen müssen, um meinen Hintern wackeln zu sehen. Fahrradkleidung ist jedoch Pflicht. Nach anfänglichem Mosern meint der Vogel, dass er jetzt sportlicher und schlanker aussieht. Das meinen übrigens viele, die in gelbem Tour-de-France Trikot den seniorentauglichen Rhein-Radweg langradeln und das Gewicht ihrer Wampe mit ultraleichtem Karbon-Rahmen kompensieren. Stimmt aber nicht.

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Das Ding, unser gestrandeter Alien, hat die wirklich komfortabelste Lösung gefunden, uns regelmäßig zu besuchen. Es reist per Zeitmaschine. Ankunftszeit auf dem Campingplatz eingeben und -schwupp!- sitzt es auf der Isomatte. Wir finden, dass die Maschine eher wie eine Uhr aussieht. „Stimmt auch!“, teilte und das Ding per schwer verständlichen Ultraschall mit. „Jede Uhr ist eine Zeitmaschine!“. „Cool!“, fand ich und fummelte heute beharrlich an meiner Uhr rum. Ich meinte auch ganz kurz mal nach 2:44 Uhr der vergangenen Nacht versetzt gewesen zu sein. Aber vielleicht war ich auch nur ein bisschen müde.

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Qualo, die Trockenqualle, weigerte sich zunächst mitzureisen. Zu nah ist Laola, die Welle, wenn sie per Rhein mitschwappt. Wir schilderten ja bereits, dass Laola die Trockenqualle für einen Springbrunnen hält und deshalb grenzenlos verliebt in sie ist. Ist sie aber nicht, ganz im Gegenteil, denn Qualo hält überhaupt nichts von Wasser und verliebten Laolas schon gar nicht. Erst Jans Versprechen, Laola mit einem tollen Strudel in unserer Badewanne abzulenken, überzeugte ihn. Laola liebt Studel, weil sie so schön kribbeln. So leihen wir Qualo unseren extrem trockenen Fön, damit er auch ordentlich Fahrt aufnehmen kann. Aber 1. Klasse!

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Kolumbi meidet den Rhein. Der Holzwurm hatte ja schon schlechte Erfahrungen gemacht, als er in einen Ast nach einem Gewitter durch die Kanalistation in den Rhein gespült wurde. Die heldenhafte Rettungsaktion durch Mops fand sogar in Lokalinterviews und -zeitungen ihren Platz. Kolumbi hat das Trauma zwar inzwischen mit See(irr)fahrten und (Fast-)Tauchgängen überwunden, aber „Rhein“ klingt schon so nach …“rein“. So haben wir ihm einen Flieger gebastelt. Nun hofft er auf geeigneten Aufwind oder einen Motor. Wir glauben jedoch an beides nicht. Eher schon daran, dass das schwer zu trimmende Stück Papier im Wasser landet, erst Recht bei Regen. Zum Glück kann er in dem Fall direkt ein Boot daraus basteln…wenn er es könnte.

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Ach übrigens, Hotz will auch mit. Donky hat sich verplappert. Nun gut, so richtet Hotz im Vorfeld der Wahl im Park zumindest keinen Schaden an. Bad Wörishofen nannte er Hotz als Reiseziel. Keine Ahnung, wie er darauf kommt, aber ich glaube, Bad Wörishofen ist ein Vorort von Duisburg…

Wir verabschieden uns bei allen treuen und neuen Lesern für ’ne knappe Weile. Und haltet durch! Damit Euch nicht langweilig wird, stöbert fleißig in den Links in diesem und dem letzten Artikel (Stand der Dinge). Da gibt es viel zu entdecken!

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Stand der Dinge (5) Nachschub

10 Kommentare Add your own

  • 1. ruediger  |  Juli 3 um 2009

    Frohe Zeit, gute Fahrt 🙂

  • 2. Miki  |  Juli 3 um 2009

    Viel Spaß und immer Rückenwind 🙂

  • 3. Renee  |  Juli 3 um 2009

    Viel Vergnügen und gute Erholung 😉

  • 4. Raven  |  Juli 3 um 2009

    Viel Spaß und vertragt euch alle! Soll doch Urlaub sein. 🙂

  • 5. freidenkerin  |  Juli 4 um 2009

    Habt allesamt eine schöne, gute und erholsame Zeit, ob per Drahtesel, Plastikboot, Papierflieger, Bahncard oder sonstigen Transportmitteln.
    Liebe Grüße! 😀

  • 6. juf  |  Juli 6 um 2009

    Und der Schwan? Hat der eine Schwancard? Knallerwitz, was?

  • 7. Donkys Freund  |  Juli 24 um 2009

    Danke Euch allen! 😀
    Waren sehr abwechslungsreiche 500 km, leider teilweise auch wettermäßig. Mehr dazu später!

    @ juf: Ja, wirklich ein absoluter Brüller, aber ich kannte ihn schon! 😀

  • 8. freidenkerin  |  Juli 24 um 2009

    Toll, daß ihr wohlbehalten, fit und erholt allesamt wieder da seid! Freue mich schon auf deine Reiseberichte von euch und der Bande! 😀

  • 9. Der heilige Hosenknopf « Donkys Welt  |  Juli 30 um 2009

    […] mit Hilfe einer gewöhnlichen Armbanduhr eingewiesen hatte. So begleitete uns Donky auf unserer Mega-Fahrradtour an Rhein, Ruhr und Lahn sehr bequem per Zeitreise. Ich habe keine Ahnung, wie das funktioniert. Er […]

  • […] 18, 2009 Über 500 km Rad an den Flüssen Rhein, Ruhr und Lahn per Rad in Begleitung von 5 Gefährten als Steckfriefe. Einladend (Villa Hügel) […]

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  • Willkomen in der verrückten Welt von Donky, der Ente, und seinen Freunden!
  • Die meisten Beiträge entstanden aus Handspielen mit meinem Sohn Jan.
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