Zwei vor, eins zurück

Mai 24 at 2009 19 Kommentare

Dieses Blog besteht nur aus einem Grund: Wegen Donky und seinen Freunden im Zusammenspiel mit uns (also vor allem Jan). Dies beschert dem Blog eine bescheidene Leserschaft. Viele ziehen durch. Ginge es um Besuche oder Kommentare, müsste ich viel mehr Off Topic und Fotos anbieten, jedenfalls wenn ich über alles die für mich messbare Resonanz vergleiche. Darum geht es mir aber nicht. Zunächst war das Blog ein Ausweichmedium, meinem spontanen Ausfluss Struktur zu geben, da ich ein Buch scheute und Donky auch live maximal im Bekanntenkreis (erfolgreich) sein Unwesen trieb. Zu undifferenziert waren meine Vorstellungen. Zu eindimensional waren andere Medien.

Seit ein paar Wochen merke ich jedoch, dass mir das Blog nicht genügt. Die knappe Zeit von ein paar Stunden, die ich neben Fullfulltime-Job und Familie für Donky & Co. abzwacke, geht bisher 1:1 in relativ flüchtige Artikel, die mir (und Jan) viel Spaß bereiten, aber nach spätestens einer Woche in den Niederungen der Chronologie verschwinden. Dennoch sind sie teilweise recht aufwändig zu gestalten (Fotos, Videos, Skizzen…)

So habe ich beschlossen ohne Schimmer zu den Erfolgsaussichten ein Buch zu verfassen, von dem ich mir einfach mehr Nachhaltigkeit verspreche. So recht kann ich meine Erwartung jedoch noch nicht beschreiben. Ein Buch irgendwo zwischen Fiktion und Erlebnisbericht, wahrscheinlich eher für Erwachsene. Genug Grundstoff habe ich ja inzwischen. Ich bin nach wie vor von dem „Konzept“ der Bande überzeugt, wenn man das überhaupt so nennen kann. Die Figuren werden in einem Buch jedoch nur begrenzt zum Leben erweckt. Das Blog bot ja noch die Möglichkeit kleiner Filmchen. Deshalb möchte ich parallel die Charaktere Kindern in sozialen Institutionen quasi ehrenamtlich als Programm vorführen. Auch hier habe ich noch keine Ahnung, wie und vor allem wo. Aber gerade das macht es spannend.

Das wird aber alles Zeit in Anspruch nehmen, nicht nur für die Gestaltung sondern auch für die Akquise, wird mir aber auch viel Energie geben. Ich freue mich schon darauf. Trotzdem habe ich diese Zeit nicht mehr für das Blog. Meistens war es mal schnell eine Stunde hier oder dort, manchmal auch zu falscher Zeit. Zwangsläufig werde ich im Blog kürzer treten. Das wird in Kürze auch das Musikquiz betreffen. Ich will mir trotz hohen Spaßfaktors nicht mehr den ganzen Mittwoch Abend dafür freihalten. Ich werde das Blog weiterführen und zwar nicht als „Donkys Welt light: Gleicher Geschmack mit weniger drin.“, sondern eher „Donkys Welt Konzentrat: Jetzt noch ergiebiger!“. Also bleibt uns treu. Nur, dass ihr es wisst.

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Projekt 52: Emotionen Bye, bye Achtziger!

19 Kommentare Add your own

  • 1. Schonzeit  |  Mai 24 um 2009

    Zum Glück macht man ein Blog ja nicht wegen der Resonanz primär. Ein Buch aber schon.

    Ich wünsche viel Erfolg bei der Gestaltung und schaue mir das gern an.

  • 2. Donkys Freund  |  Mai 24 um 2009

    Danke, das wird noch dauern. 😀

    Das mit der Resonanz ist so ’ne Sache. Ich freue mich im Blog schon über Feedback. Sonst könnte ich auch ein Tagebuch schreiben. Letztendlich ist es auch ein Kommunikationsmedium. Vielleicht viel mehr als ein Buch durch den unmittelbaren Zugang, weil ein Buch während und nach seiner Entstehung lange, vielleicht sogar ewig im Verborgenen schlummert. Fazit: Vom Blog erwarte ich eigentlich zunächst sogar mehr Resonanz als von einem Buch. Kommerziell bringt ein (erfolgreiches!) Buch natürlich mehr.

    Deshalb werde ich das Blog auch weiterführen, um nicht den Kontakt zu verlieren…
    …und einige bekloppte Ideen sind ja auch nicht verwertbar… 😉

  • 3. Stricksogge  |  Mai 25 um 2009

    Das ist doch mal eine klasse Sache.
    Das mit dem ehrenamtlich auftreten und so weiter finde ich echt super. Ich finde da gehört auch ein bisschen Mut dazu, die eigenst ausgedachten Figuren vor einem anderen Publikum als der eigenen Familie vorzuspielen – auch wenn es sich dabei um Kinder handelt, ich glaube die sind manchmal noch kritischer als Erwachsene.

    Das mit dem Buch finde ich auch spitze, gerade weil ich ja selber gerne schreibe. Ich würde mich da wirklich sehr über genauere Infos freuen, also z.B. ein mehr oder weniger konkretes Konzept (z.B. ob du das auch illustrieren willst, ob es sich dabei um eher einzelne Geschichten handelt oder schon Romanform annimmt…). Hast du das vor eher für dich und evtl. deine Leserschaft zu machen oder tatsächlich auch als Veröffentlichung bei einem Verlag?

    Ich finde das ganze total spannend und fände es cool, wenn du hier und da Zeit finden könntest, etwas darüber auf dem Blog zu erzählen.

  • 4. Donkys Freund  |  Mai 25 um 2009

    Kinder sind zwar kritischer, sie äußern aber auch ihre Kritik. Erwachsene gehen einfach. Ich bin auch gespannt und stehe erst ganz am Anfang.

    Über ein Buchkonzept habe ich mir schon lange den Kopf zerbrochen. Es ist nicht so einfach, die Donkys Welt in Schrift zu pressen, erst Recht, wenn ich die fiktive Welt mit der realen auch noch koppeln will. Dazu kommen Gedanken wie „Kannst Du das überhaupt?“ etc.

    Eine Veröffentlichung ist schon geplant, aber das ist erstens noch lange hin, zweitens ist mir auch klar, dass das ein sehr, sehr hartes Brot ist, überhaupt an Verlage ranzukommen (Wer zufällig Connections hat…). Ein Schritt nach dem anderen.

    Wie gesagt, der Blog bleibt bestehen und wird auch gepflegt. Wenn sich in den beiden Schienen was tut, werde ich auch den ein oder anderen Satz darüber verlieren.

  • 5. Miki  |  Mai 25 um 2009

    Ich wünsche Dir unendliches Durchhaltevermögen…!
    Connections zu (Belletristik-)Verlagen hab ich leider nicht, aber wenn Du einen Korrektor brauchst, übernehme ich das gerne (ehrenamtlich natürlich)! Mach ich im Büro auch oft genug, Erfahrung ist also vorhanden… 😉

  • 6. Donkys Freund  |  Mai 25 um 2009

    „Unendlich“ klingt ganz schön lang. 😉
    Danke für Dein Angebot! Wenn’s soweit ist, werde ich mich melden. 🙂
    Ansonsten setze ich mir zwar ein Ziel (sonst versickert das ganz schnell im Sand), gehe aber ganz entspannt an die Sache ran. Es gibt nichts zu verlieren und es ist immernoch meine Freizeit.

  • 7. Miki  |  Mai 25 um 2009

    …es wird sich wahrscheinlich zu irgendeinem Zeitpunkt „unendlich“ anfühlen 😉

  • 8. Silencer  |  Mai 26 um 2009

    Ach, ach, ach.
    Ich weiß ja noch nicht, ob ich diese Entwicklungen gut heißen soll 🙂

    Trotzdem: Drück die Daumen für´s Buchprojekt.

  • 9. Pest Krause  |  Mai 26 um 2009

    Ich war ja ehrlich gesagt nie der große Leser der Donky-Sachen, einfach, weil ich den Einstieg verpasst hatte und mir den Überblick – ob aus Faulheit oder sonstigen Gründen – nicht verschaffen konnte. Das ist wie beim Tatort am Sonntag: Die ersten zehn Minuten verpasst und damit den Mord, schon habe ich keine Lust mehr, weiterzuschauen. Und deshalb finde ich eine Light-Blog-Version (plus mehr offtopic vielleicht!) eine schöne Idee. Und der Gedanke, ein Donky-Buch zu verfassen, ist großartig und wahrscheinlich absolut notwendig. Und vielleicht können die Filme ja auch auf einer DVD dazugepackt werden?

  • 10. Donkys Freund  |  Mai 26 um 2009

    @ Miki: Mag sein, bis dahin ist aber nnoch (unendlich viel) Zeit. ;.)

    @ Silencer: Doch, doch. Eigentlich ändert sich ja nicht sooo viel. Danke für den Zuspruch.

    @ Pest Krause: Danke für Dein Feedback. Vielleicht ist Donkys Welt etwas zu komplex für ein Blog. Ich kann das gut verstehen, dass der Quereinstieg abschreckend ist. Vielleicht ist tatsächlich weniger mehr.

    Ob die Welt in ein Buch passt, ist eine andere Frage. Aber ich habe hier schon (endlich) einige Gedanken. Die Figuren über eine DVD lebendig zu machen, wäre ein Versuch. Klingt aber sehr, sehr aufwändig, wenn’s gut werden soll. Vielleicht aber auch eine Kopplung mit dem Blog.

  • 11. Silencer  |  Mai 27 um 2009

    Das war nur ein halber Zuspruch. Ich bin egoistisch und lese das Blog gerne, würde mir also wünschen das es in erster Linie hier weitergeht. Deine ursprüngliche Begründung „Warum Blog und KEIN Buch“ fand ich auch sehr einleuchtend.

  • 12. Donkys Freund  |  Mai 27 um 2009

    Läuft… 🙂

    Ja, die Begründung finde ich sogar selbst einleuchtend, sie ist aber nur theoretisch. Ich muss das austesten und bin mir auch nicht mehr sicher, ob Donky nicht auch in ein Buch passt.

  • 13. ruediger  |  Mai 27 um 2009

    Es fällt mir schwer zu zweifeln, dass es mit Deinem/Euerm neuen Vorhaben nichts wird, angesichts der Akribie die Du/ihr bereits hier an den Tag gelegt hast/habt.

    Als dann, ich warte ob das Donky Konzentrat es mir zukünftig etwas leichter machen wird.:)

  • 14. Donkys Freund  |  Mai 27 um 2009

    Danke, Rüdiger. Es war bei allem Aufwand teilweise nicht so akribisch wie gewünscht. Schnell runtergeschrieben, schnell abgedreht. Das soll sich etwas ändern.

    Was hat es denn bisher für Dich schwer gemacht? Die Frequenz oder die Komplexität? Oder beides? Oder was anderes? Wäre mal interessant zu wissen.

  • 15. ruediger  |  Mai 27 um 2009

    Kam und kommt hier anders an, das mit dem Aufwand und der Akribie. Nix bauchpinseln, sondern aufrichtige Anerkennung.

    Da Du fragst:
    Trotzdem Du vieles sehr gut aufbereitet hast, tue ich mich selbst grundsätzlich schwer mit ‚Kunstwelten‘ und in denen auf Dauer doch mit Unterbrechungen zu leben. Ich verliere zu schnell den Draht und den Faden, muss mich dann wieder reinkämpfen. Ähnliches passiert mir auch bei komplexen Büchern, die muss ich immer in einem Rutsch durchlesen, sonst verliere ich den Faden und die Lust mich damit zu beschäftigen. Das scheint eine Supporterkrankheit zu sein, ich kenne ettliche die ebenfalls im Kundendienst arbeiten und denen es sehr ähnlich geht.

  • 16. Donkys Freund  |  Mai 27 um 2009

    Oh, vielen Dank für das Lob. Schön dass es so rüber kommt. Ein Video dauert 1/2 bis 1 Stunde (inkl. Vorbereitung). Meistens ist es letztendlich jedoch ein Kompromiss. Die meisten Texte sind runtergeschrieben und einmal korrigiert. Die Akribie liegt vor allem in der Verknüpfung und den Links.

    Ich bemühe mich schon, weitgehend eigenständige Artikel zu schreiben. Aber es stimmt schon, dass die Charaktere mit der Zeit eine Geschichte haben.

  • 17. Was macht das Buch? « Donkys Welt  |  September 21 um 2009

    […] 21 Der Plot steht. Zwar ist und wird es wie angekündigt hier im Blog etwas ruhiger, aber die Umsetzung der Geschichten rund um die Bande in einem Buch […]

  • 18. Die gemeine Küchenschabe « Donkys Welt  |  Januar 7 um 2010

    […] ist alles ein großes Problem! Denn wer denkt, dass zu einem Kinderbuch für Erwachsene über durchgeknallte Parkbewohner keine Recherche notwendig ist, sei gesagt: Diese Erkenntnise über Küchenschaben stellen mich vor […]

  • 19. Zrol « Donkys Welt  |  Januar 22 um 2010

    […] 22 Mein Kinderbuch für Erwachsene hat drei Haupthandlungsstränge: Die mysteriösen drei demokratischen Dampfnudeln, Donky und die […]

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Kurz und bündig

  • Willkomen in der verrückten Welt von Donky, der Ente, und seinen Freunden!
  • Die meisten Beiträge entstanden aus Handspielen mit meinem Sohn Jan.
  • Hintergründe gibt es hier: Intro
  • Ein Steckbrief des Blogs, Kurzprofile der Figuren und Tipps zur Navigation unter: Neu hier!?
  • Stand der Abenteuer in der Kategorie (Sidebar): Stand der Dinge
  • Die Handfiguren sind im Text mit einem Link hinterlegt. Bei >Click< wird in einem neuen Fenster der Charakter vorgestellt. Alle kompakt unter: Akteure
  • Per Mouse over im Beitrag erhält man eine Kurzbeschreibung der Charaktere im Kästchen.

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