Schocktherapie

März 12 at 2009 7 Kommentare

Und wir dachten, die Gefahr sei gebannt! Nachdem Sing Lang aus dem ach so gemütlichen, aber für Pekingenten gefährlichen (Restaurant) Lotusgarten gelockt wurde, hatte die Pekingente immer noch eine allzu leichtgläubige Bindung an den Koch, als dieser sie listig zum Essen einlud. Igitte, die Spinne  und Jan hatten mit einer groß angelegten Fliegenmus-Aktion  noch rechtzeitig eine gelungene Alternative zum Chinesisch essen (oder  besser: Chinesisch gegessen werden) geboten.

Und nun fühlt sich Sing Lang direkt durch den Restaurant-Aushang "Mittagstisch mit Pekingente" angespornt, doch mal wieder beim Koch vorbeizuschauen. Wir sahen keinen anderen Ausweg, als Sing Lang mit der schonungslosen Wahrheit zu konfrontieren: Einer Pekingente!

 

Pekingente

Pekingente

Als Sing Lang das Bild des knusprigen Vogels sah, war sie jedoch recht gefasst.  Auf die Aussage, dass das eine Pekingente sei, erwiderte sie nur: "Das ist ein Missverständnis!". Bevor wir Luft holen konnte, ergänzte sie: "Das ist ein Missverständnis auf dem Teller." "Moment!", sagte Jan, "Das ist ein Foto von einer Pekingente". Sing Lang fragte, ob wir denn schon mal ein Missverständnis gesehen hätten. Das war schwierig zu beantworten. So folgerte Sing Lang "Wenn ihr noch kein Missverständis gesehen habt, könnte das auf dem Teller doch eins sein." Die Diskussion lief in eine Sackgasse und geschockt war Sing Lang sowieso nicht. Also mussten wir schwerere Geschütze auffahren:

Das zweite Foto verfehlte seine Wirkung nicht. "Wie kann ein Koch so etwas tun?", jammerte Sing Lang und rief erstmal ein lautes "Ooohöooaahäaaaaahä!". Wenn Sing Lang aufgeregt ist, singt sie erst einmal lang und das klingt eben wie ein "Ooooaaaaaaa". Oder wie ein "Ooohöooaahäaaaaahä!", wenn sie dabei wie ein aufgescheuchtes…eine aufgescheuchte Ente durch die Bude flattert.

 

Flucht vor der Currywurst

Flucht vor der Currywurst

Als sie sich gefangen hatte (eigentlich hatten wir sie gefangen), schluchzte sie immer wieder "Wie kann ein Koch so etwas tun?". "Sind Köche wirklich so grausam?". "Ja", nickte ich, "nur die Pommes am Rand hatten Glück , dass sie nicht ertränkt werden". Sing Langs Stimme vibrierte, als sie stammelte: "Nie, nie mehr werde ich mit einem Koch sprechen! Köche sind böse! Gar nicht nett, gar nicht nett!" Dann verschwand sie mit einem lauten "Freiheit für die Pommes! Freiiiheiiit!!"

Das wäre geschafft! Erstmal.

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7 Kommentare Add your own

  • 1. freidenkerin  |  März 12 um 2009

    *Seufz* Hach, die arme, arme Sing-Lang! Aber manchmal ist wirklich eine Schocktherapie die einzige Möglichkeit, überaus gutmütigen Tagträumern die Augen zu öffnen. Ich hoffe nur, daß sie jetzt nicht wirklich alle Köche verteufelt, da gibt es nämlich auch ein paar nette. Die rein vegetarisch kochen. Oder nur mit Fisch. 😉

  • 2. Ulf Runge  |  März 13 um 2009

    Lieber Donkeys Freund,

    am schlimmsten, finde ich, wenn man den Namen des Haustieres kennt, das man gerade isst… 😦

    Ich bin gerade dabei, von tradierter „gesunder“ Ernährung auf veganische umzustellen. Das hat als netten Nebeneffekt, dass mir die Frage Freilandhaltung oder Massentierhaltung schnurzpiepsegal wird.

    Was sagt Sing Lang eigentlich zu Falschmeldungen in der Zeitung?
    Wie ist es mit den sich ausschließlich aus pflanzlicher Nahrung der Meere ernährend Enten, die in Form einer Gerade einen Kreis nur an einem einzigen Punkt berühren?

    Liebe Grüße,
    Ulf

  • 3. Ecki  |  März 13 um 2009

    Diese Ente sieht ja wohl obergeil aus! Das Schockt allemal. Weil man Ente von Chinesen anders kennt 😀

  • 4. Donkys Freund  |  März 13 um 2009

    @ freidenkerin: Ja, richtig, aber wir wollen es vermeiden, jetzt schon Ausnahmen zu machen. Wir wissen nämlich, welche die erste Ausnahme bei ihr ist!

    @ Ulf: Sing Lang interessiert sich nicht so für Zeitungen. Das mit der Gerade und den Kreis stelle ich ihr mal vor. ich denke sie wird fragen, ob Kreise schmecken. 🙄

    Vegane Ernährung käme für mich nicht in Frage. Da würde ich verhungern. 😉

    @ Ecki: Ja, als ob sie gerade noch geschwommen ist, nicht wahr? Ich weiß gar nicht, wie man den Schnabel knabbert. 😉

  • 5. Schaps  |  März 13 um 2009

    Oh mjamm! Also ich hatte am Mittwoch auch mal wieder Currywurst mit Pommes. Hier ist son Stand mit extrem scharfen Soßen…mjamm!! ^^

  • 6. Donkys Freund  |  März 13 um 2009

    Dass du dich davon nicht abschrecken lässt, ist klar. Ganz im Gegenteil. :mrgreen:

  • […] lange zufrieden dort, bis sie entführt wurde . Sowohl die geniale Fliegenmus-Aktion wie auch die brachiale Currywurst-Schocktherapie hielt die Pekingente nur kurz in Schach, dem Ruf des Woks zu folgen. Zu gerne würde sie ihren […]

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