Archive for Februar 13

Das optimale Alter für Musicals

Heute ist mir beim Betrachen eines fetzigen „We will rock you“-Plakates eines bewusst geworden:

Musicals sind die Musikantenstadl der 40-Jährigen. Gerade ermüdet vom angestrengten Anspruchsdenken, als man noch  in den Dreißigern seinen aufstrebenden Wohlstand in Kultur investierte, will man unterhalten werden. Aber irgendwie noch mit Niveau. Dafür bürgt allein der Preis und die unglaublichen Showeffekte. Nicht umsonst geben bekannte Bands wie Queen und Abba, die in den 70ern und Anfang der 80er ihre Blütezeit hatten, ihre Songs und Namen zur Zweit- oder besser Drittverwertung her. Oder irgendeine Adapation (anderes Wort für „Verwurstung“) eines Filmes aus der Zeit. Grease, Tanz der Vampire und wie sie alle heißen.

Mit 25 reist man noch 300 km zur Band seines Vertrauens. 20 Jahre später zum gleichnamigen Musical, aber direkt verbunden mit einer Städtereise, denn die Zeit muss genutzt werden. Schon allein, um sich gut erinnern zu können.

Dazwischen liegen die Jahre, Rosinen zu suchen. So nach dem 30., wenn jeder merkt, dass die Zeit tatsächlich voranschreitet. Das muss schnell zum eigenen Vorteil interpretiert werden. Zum Beispiel mit kleinen musikalischen Leckerbissen bei einem guten Glas Chardonnay, oft genug mit gerunzelter Stirn. Den man gibt sich Mühe. Mühe, in die Musik einzutauchen, die gefälligst einen selbst wiederspiegeln soll. Gamba-Spießchen schaffen den geeigneten Rahmen und öffnen die Sinneskanäle! Und man besäuft sich nicht mehr, sondern man vergnügt sich. Die Veranstaltungen werden gut gewählt aus den Niederungen der Stadtjournale als Geheimtipps.

Irgendwann wird das aber anstrengend und man besinnt sich auf die vergessenen Helden. Na, ganz vergessen waren sie noch nie, denn das CD-Regal ist noch gefüllt. Die Scheibe wird auch mal als Hintergrunddudelei beim Besuch der Nachbarn eingelegt und auf die Frage „Was hörst Du denn so?“ kommen die altbewährten Namen noch wie aus der Pistole geschossen.

Nach der Musicalzeit  feiert man seinen 50. Geburtstag. Der Startschuss, Verpasstes nachzuholen. Theaterstücke von Dürrenmatt oder seit Jahren schließlich wieder mal eine Inszenierung der Zauberflöte. Aber Achtung! Der Übergang zu Paul Potts ist fließend und schnell ist man 60. Und jetzt mal ehrlich. Wo liegt der Unterschied zwischen Paul Potts und Andre Rieu? Tja, und der ist eben auch schon mal im Musikantenstadl aufgetreten. Wenn man Glück hat, kann man ihn dann live beim Playback bewundern.

Zurück zum Musical. Ich habe noch kein einziges gesehen, bin aber gerade erst 40 geworden. Ich freue mich auf die Phase, endlich mal kulturell abschalten zu können und zwar ohne schlechtes Gewissen. Ja, ohne schlechtes Gewissen, das ist wichtig! Ich werde mir mal die Liste der Musicals zu Gemüte führen. Das ließe sich bestimmt mit einem Besuch bei einem Freund verbinden. Ja, ich schaue mal zuerst, wo diese Musicals denn so laufen.

Februar 13 at 2009 8 Kommentare

Die Auflösung

Tja, da war doch noch was offen vom 1. Musikquiz der 80er:

Der unsortierte Anfang welcher Songs ist das?

1.) breath of short tongue tied

2.) zwei two four eins drei three

Klicken und wissen:

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Februar 13 at 2009 4 Kommentare

LDUNGEN+KURZMELDUNGEN+KURZME

Sensation: Van Gogh hatte seine Sonnenblumen in Zwangsjacke gemalt+++Manfriss ist besoffen+++Gonky , Donkys Bruder aus Südafrika, kommt zu Besuch+++Rosenmontag winke ich mit Ohrenverband und Sonnenblumen nach Kamelle+++Germanen sind Wikinger mit Fell+++Unser Spiritusbrenner ist weg+++Enttäuschung im Park: Keiner kann was+++Kolumbi probiert Taucheranzüge an+++Gonky steht im Stau auf der A3 Richtung Arnheim+++Bubus Botschaft der letzten Woche: "Yes, we can!"+++Igitte fehlt nur noch ein Bein+++Großbestellung bei Ebay: Fellreste, Leinentuch und Wikingerhelm+++Arnheim liegt nördlich von Bonn, Südafrika südlich+++Igitte geht Karneval als Mistkäfer

Februar 13 at 2009 5 Kommentare


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