Der Pharao ist tot!

Februar 6 at 2009 14 Kommentare

Mit Schrecken schau‘ ich auf den Kalender und sehe, dass schon am 14.2. der erste Karnevalsumzug hier in Bonn stattfindet. Seit zwei Jahren Heimat  in der Quasi-Hochburg sind drei Umzüge Pflicht (im Auftrag von Jan). Das bringt mindestens 4 volle Tüten mit billigen Süßigkeiten und Haribo (Bonn eben). Wenn man sich drauf einlässt, ist das sogar wirklich lustig. Den Gedanken „Auf Kommando lustig sein müssen, ist doof“, den ich lange Jahre gepflegt hatte, blende ich einfach aus und mache daraus ein „Was soll’s!“.

Dieses Jahr gehe ich als Taucher. Letztes Jahr war ich Schmeißfliege, davor Möhre. Ich mache mich gern mal zum Affen. Karneval. Alle Kostüme waren weitgehend selbst zusammengesucht, inklusive der Kopf-Petersilie für die Möhre und der Teesieb-Brille für die Fliege.

Nur wir haben noch kein Kostüm für Jan. Es gibt ja im Umkreis viele Läden, aber auch genau so viel Geld zum da lassen. Also wollten wir zumindest teilweise eins selbst basteln. Der Pirat hat letztes Jahr prima geklappt (Lederweste, Größe 48 mit Gürtel, zerfleddertes Hemd und Hose, Hühnerknochen als Kette, Bügelhaken mit Plastikkappe als Enterhaken, der Hut und Säbel wurde gekauft.) Das war aber letztes Jahr. Klar, dass diese Verkleidung dieses Mal außen vor ist, ging er doch schon Halloween als …toter Pirat.

Jans Anforderungen sind eindeutig: Bloß nichts Drolliges, möglichst gefährlich, originell (also Cowboy ist retro-out). Unser Anspruch ist es zusätzlich, dass es auch draußen zu tragen ist – eben wegen der Umzüge. Also nichts mit Strumpfhose, kurzen Ärmeln oder so.  Superhelden sind bei Jan noch nicht auf dem Plan.

Konkret im Fokus: Pharao. Jetzt guck‘ ich mir im Netz diverse Pharaos von Ramses bis Tutanchamun an und denke nur „Scheiße, was hatten die damals für Klamotten!“. Zu aufwändig, unpraktisch und als Kaufkostüm sauteuer. Und halb verwest als Mumie wirkt so ein Pharao einfach nicht mehr frisch genug. Also 180 Grad zurück oder am besten gleich 360. Römischer Feldherr wäre noch im erweiterten Angebot.  Hat sonst noch jemand eine Idee? Ach so: Nähen kann ich nicht. Und Zeit habe ich eigentlich auch keine dafür.

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LDUNGEN+KURZMELDUNGEN+KURZME Best of… Vol. 1

14 Kommentare Add your own

  • 1. buchstaeblich  |  Februar 6 um 2009

    Jan als Rosen-Inder? So ein paar Plastikblumen sind doch günstig im Euro-Laden.
    Oder als Putzfrau – Kittel, Lappen, Atadose.
    Mit Latzhose und Helm: Bob der Baumeister.
    Fliegt ein Kittel ‚rum? Hausmeister, Maler …
    Strickjacke, Brille, Tintenfass, Feder, Schreibblock: Ein Dichter.

  • 2. Donkys Freund  |  Februar 6 um 2009

    Klasse! 🙂 Dichter und Maler war ich auch mal als Kind. Da lässt sich was draus machen. Nur der „gefährliche“ Faktor fehlt noch. Also so was von.

    Putzfrau wäre allerdings was für mich! 😀

  • 3. buchstaeblich  |  Februar 6 um 2009

    Dann gib dem Dichter einen Gummidolch und etwas Helloween-Gedöns (Augapfelflummi oder so) und schon ist er Thrillerautor! Was wäre gefährlicher als Stephen King?

    Und van Gogh hat sich das Ohr abgesäbelt (Ohrenverband!) – wenn das nicht gefährlich ist, weiß ich auch nicht!

  • 4. Donkys Freund  |  Februar 6 um 2009

    Ohrenverband. Sehr gut!
    Und ein paar Sonnenblumen finden wir auch noch. Werde ich mal zur Sprache bringen… *gucktnocheinwenigskeptisch*

  • 5. buchstaeblich  |  Februar 6 um 2009

    Vielleicht hilft ein wenig Wissenswertes:
    http://www.kidsville.de/schauspiel/kunstwerke/vincent/vincent.htm
    Zudem: Vincent war „irre“ – das ist für Kinder doch meist nah dran an „gefährlich“.
    😉

    Disclaimer:
    Nein, ich habe keine Vorurteile gegenüber psychisch Kranken und habe nicht vor, welche zu schüren.

  • 6. Silencer  |  Februar 6 um 2009

    Ich will fotos von der Kopfpetersilie sehen!!!

  • 7. Donkys Freund  |  Februar 7 um 2009

    Gut, dass ich die Gewalt über den Fotoapparat habe! 😀
    Ich krame mal…glaube aber, nur die Fliege wurde eingefangen.

  • 8. freidenkerin  |  Februar 7 um 2009

    Wie wär’s mit Ghostbuster? Den Anzug bzw. das Oberteil kannste aus einer Iso-Matte oder -Folie kleben (nicht nähen). Dann vielleicht noch einen silbern lackierten oder angesprühten alten Fahrrad- oder Motorradhelm und als Strahlerwaffe zur Geisterbekämpfung dient ein versilbertes oder anderweitig aufgemotztes Staubsaugerrohr.

  • 9. Donkys Freund  |  Februar 8 um 2009

    Heute gehen wir in die finale Planung und ich nehme mal die guten Vorschläge mit. 🙂

  • 10. Miki  |  Februar 8 um 2009

    @ Silencer: Ich auch! Und von der Schmeißfliege! Helau, Alaaf, Narri-Narro, Ahoi, oder was auch immer der örtliche Schlachtruf ist 🙂

  • 11. Donkys Freund  |  Februar 8 um 2009

    Alaaf natürlich! Alles andere ist hier Todsünde…*kram*

  • 12. Schaps  |  Februar 9 um 2009

    Ihr habt das gut! Hier gibt es sone Läden mit Verkleidungssachen gar nicht…ich kenn jedenfalls keinen einzigen! Das ist voll das Problem, wenn dann mal ne Verkleidungsparty ist 😦

  • 13. Donkys Freund  |  Februar 9 um 2009

    Aber gib‘ mal in Google „Kostüme“ ein. Du wirst überschwemmt!

  • 14. Donkys Freund  |  Februar 12 um 2009

    Am Wochenende ist Bastelstunde. Jan geht als Germane. Utensilien von Wikinger-Helm bis Fellen sind bestellt. Dann kann getunt werden. Gar nicht so teuer und sogar wiederverwertbar.

    Danke auch an Buchstäblich: Ich habe die Van Gogh Idee aufgegriffen: Eine buntbemalte Zwangsjacke, Ohrenverband und mit ein paar Sonnenblumen nach Kamelle winken. So stelle ich mir das vor. 😀

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