R(h)einfall für Mops

Januar 19 at 2009 10 Kommentare

Mops, die dicke Möwe mit der Vorliebe für verlorene Pommes, hat einen schweren Stand bei ihren Artgenossen. Im Sommer hatte sie noch heldenhaft Kolumbi , den Holzwurm, aus dem Rhein gerettet (Hier die Pressemeldung und das Interview ). Nun wird sie von den Möwen wieder nur spöttisch ausgelacht. Nur weil sie nicht in einem Zug über den Rhein kommt! Die anderen Möwen benötigen dagegen nur 3 Minuten. Inklusive Schaufliegen für die Touristen und Streit um einen Fisch im Fahrwasser eines Kohlefrachters. Möwen sind recht angeberisch und egoistisch.

Dabei hat sich Mops doch so eine raffinierte Lösung in 3 Flugetappen ausgedacht:

  • 1 Minute auf ein vorbeifahrendes Schiff  Richtung Koblenz  fliegen (das geht gerade noch konditionell)
  • 2 Stunden nach Koblenz
  • 1 Minute Rüberfliegen auf ein Schiff zurück nach Bonn
  • 1 Stunde runterschippern nach Bonn
  • 1 Minute an das andere Ufer.
  • Gesamt: 3 Stunden und 3 Minuten

Nun fliegen die anderen Möwen leider nach nur 10 Minuten Aufenthalt wieder zurück. Denn auf ihr verlassenes Stolziergeländer an der linksrheinischen Uferpromenade, wo sie sich sonst betont gelangweilt den bewundernden Blicken stellen, gesellen sich nach einiger Zeit Tauben aus der Bonner Innenstadt. Und die verschandeln dann unschön das Geländer. Da die Möwen auf der anderen Uferseite eigentlich gar nichts zu tun hatten, sitzen sie nach spätestens einer halben Stunde wieder auf dem Geländer, bevor die schmutzigen Städtervögel Lunte gerochen haben.

Da aber Mops 2 1/2 Stunden später allein auf der anderen Rheinseite ziemlich dumm aus den Federn guckt, ist das Gelächter der Möwen groß. Und es gibt noch nicht mal eine Pommesbude rechtsrheinisch. Ein peinliches Dilemma für Mops, dauert es doch wieder 3 Stunden, bis er zurück ist. Und dann ist auf dem Geländer kein Platz mehr frei.

Diese komplizierte Zeit- und Wegerechnung habe ich nochmal grafisch für eine bessere Übersicht dargestellt. Einfach drauf klicken für eine vergrößerte Ansicht:

Nun fragte Mops Bubu, die Blindeule, nach Rat. Denn immerhin ist Mops eine Möwe und möchte auch ein wenig stolz sein. Mops ist sehr zielgerichtet, manchmal nur in die falsche Richtung:

Zur Erinnerung: Bubu ist eine weise Eule, die immer was Schlaues zu sagen hat. Leider kann sie nachts schlecht sehen. Eigentlich kann sie auch tagsüber schlecht sehen, aber das ist egal, weil sie nachts jagt. So machen das Eulen nunmal. Deshalb bringen wir ihr regelmäßig Batterien für ihre Taschenlampe. Sie jagt nämlich mit Taschenlampe. Ist klar, denn sie ist ja auch weise und hat immer eine Lösung – auch im Dunklen. Alle Mäuse halten sie deshalb unbedacht für einen verirrten Wanderer, der ihnen nichts anhaben will. Stimmt aber nicht und sie hat leichtes Spiel. Im Vorstellungsvideo gibt sie auch uns wieder einen weisen Spruch auf den Weg.

  • Mops: „Bubu, ich bin immer auf der falschen Rheinseite“
  • Bubu: „Warum bleibst Du nicht auf dem Geländer?“
  • Mops. „Dann denken die Möwen, ich wäre zu faul zu fliegen.“
  • Bubu: „Aber das bist Du doch auch.“
  • Mops: „Oooch, aber sie sollen es nicht denken.“
  • Bubu: „Dann halte doch den Platz frei und verjage die Tauben.“
  • Mops: „Oooch, die tun doch nichts.“
  • Bubu: „Dann können die Möwen noch eine halbe Stunde länger auf der anderen Rheinseite bleiben, und wenn sie wieder kommen, ist das Geländer trotzdem frei und sauber. Nur durch Dich.“
  • Mops: „Oooch!“
  • Bubu: „Was heißt ‚ooch‘?“
  • Mops: „Und wie komme ich vom Geländer an die Pommes auf dem Gehweg?“

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10 Kommentare Add your own

  • 1. juf  |  Januar 19 um 2009

    Tauben tun doch nichts? Kann ich Sie für diese geschäftsschädigende Aussage verklagen? Als hätte ich es nicht schon schwer genug, Menno

  • 2. Donkys Freund  |  Januar 19 um 2009

    IIICH habe nichts gesagt. Mops war’s! Nehmen Sie sich der Tauben an und allen ist geholfen! Oder wie wäre es mit Mops als Subunternehmer?

  • 3. freidenkerin  |  Januar 19 um 2009

    Arme Möwe Mops. Am liebsten würde ich ihr eine Schnellflughilfe bauen, wenn ich technisch ein bisserl besser begabt wäre.

  • 4. Donkys Freund  |  Januar 19 um 2009

    Ein bisschen muss sie ja schon selbst tun. Mal die Majo weglassen, zum Beispiel. Aber die Möwen machen es ihr auch nicht leicht.

  • 5. Schaps  |  Januar 20 um 2009

    Hey, geile Story 😀
    Die Zeichnung auch wieder sehr gelungen…nun aber noch eine Frage: Koblenz? Wohnt ihr da? Ich hab leider vergessen wo du wohnst…und wo ich grad Koblenz auf dem Bild sehe wollt ich mal fragen…hab Freundinnen in Koblenz 🙂

  • 6. Donkys Freund  |  Januar 20 um 2009

    Nein, ich wohne in Bonn (etwas weiter unten im Bild). Ca. 80 km von Koblenz entfernt.

  • 7. Schaps  |  Januar 20 um 2009

    Ah okay…so war das!

  • 8. Hoschi  |  Januar 24 um 2009

    Gelungenes Video.
    lg Hoschi

  • 9. Mops’ Diät « Donkys Welt  |  April 8 um 2009

    […] dicke Möwe, schaffte es erstmalig in einem Zug über den Rhein. Das war nicht immer so, wie man hier nochmal nachlesen kann. Gut, Rückenwind mit Windstärke 4 mag hier etwas geholfen haben, aber normalerweise fiel er bei […]

  • 10. Urbanstyle am Deich « Donkys Welt  |  November 6 um 2009

    […] hinter der Elbmündung verbrachten wir eine Herbstwoche und Donky flog natürlich mit. Mops, die fette Möwe vom Rhein, kam auch mit, nur ohne Fliegen, stattdessen im Kofferraum. Das war ihr schon anstrengend genug. […]

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