Fackel oder Angel?

November 6 at 2008 12 Kommentare

Also ich trug die St. Martin-Laterne als Kind immer wie eine Angel mit einem Haken am Ende, an dem das Kunstwerk (Maus, Mond, Aquarell-Maltechnik-Dingsda) hing. Anfangs mit Kerze, glaube ich, dann hatte mir mein Vater eine Batterie-Kabel-Birnen-Konstruktion gebastelt. Was war ich stolz!

Aus meinen bisherigen Stationen in Deutschland ist mir also (auch mit Jan) diese Angel vertraut und das Poltern des Papp-Gebildes hinein in die Pfütze, wenn es etwas zu lassoartig aus dem Haken geschwungen wurde. Bishin zu den unsäglichen Kirmes-Plastikhaltern made in China, die sogar im transparenten Stab bunt (und nervig) blinken.

Jetzt in Bonn gibt es aber Fackeln, also Stäbe mit "Tellerchen", auf dem die Laterne befestigt wird. Drinnen brennt dann eine echte Kerze. Kannte ich so nicht. Also gab es letztes Jahr eine Angel für Jan. Und dazu noch diese  blinkende aus dem Altbestand. Au weia! Musste er durch!

Dieses Jahr wussten wir es besser! Schon lange. Nur hatten wir trotzdem bis gestern keinen Stab. Diesmal wurde in der Schule ein Piratenschiff gebastelt mit echter Piratenflagge und großen Segeln. So groß, dass diese sich bei trüber Witterung schön über die Kerze neigen. Das kann schnell zu einem Schiffsunglück führen!

Also gestern durch den Stau zu OBI, Stab und Schrauben kaufen (Taschenlampe als Kerzenersatz hatte ich bereits) und ab in den Keller, um rechtzeitig beim Sägen und Bohren die Tagesschau zu verpassen. Alles fertig! War ja wichtig! Um 18:00 Uhr erwarte ich dankbar leuchtende Augen, die diese Meisterkonstruktion bestaunen.

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Das große TV-Quiz (3) Jan erzählt (5): Schnörzen

12 Kommentare Add your own

  • 1. Silencer  |  November 6 um 2008

    Berichtest Du wie es gelaufen ist?

    Ich weiß noch, dass mein Vater mir mal mit strahlenden Augen eine selbstgebaute Angel auf einem Nußbaumstecken und einer Rolle Bastelleine präsentiert hat. Da war er echt stolz drauf.

    Und ich war fürchterlich enttäuscht, weil sie nicht so aussah wie die Angel im Geschäft. Daraufhin war er so enttäuscht von mir, dass er die Selbstbauangel wieder zerlegte.

    Danach hat er nie wieder was gebastelt.

    Ich war schon ein undankbares Blag. Damals.
    Am letzten Donnerstag.

  • 2. buchstaeblich  |  November 6 um 2008

    Hauptsache, man kann schön Rabimmel, Rabammel, Rabumm singen!

  • 3. weltdeswissens  |  November 6 um 2008

    Hauptsache, es brennt! Kokeln, kokeln :D! Sicherheit hin oder her, ich finde, ohne echte Kerze, Teelicht meinetwegen, kann man das mit den Laternen vergessen. Und draußen kann meiner Meinung nach auch nicht viel passieren, wenn man die Laterne notfalls fallen lässt.

    Silencer: besser undankbares Blag als undankbares Blog 😀

  • 4. Schaps  |  November 6 um 2008

    Also ich hatte immer eine echte Kerze drin! 🙂

  • 5. Renee  |  November 6 um 2008

    ich will das bild der strahlenden Janaugen sehen ;-)))))

  • 6. Donkys Freund  |  November 6 um 2008

    Ja, ich werde berichten. Kurzinfo: Es war ein Lichtermeer und es war voll. In unserem Stadtteil von Bonn (nicht Innenstadt!) meine ich ohne Witz, mindestens 1000 Kinder und Eltern gesehen zu haben.

    Danach wurde geschnörzt! Kennt das jemand?

    @ Silencer: Selbstgebastelt ist uncool, wenn alle was anderes haben, aber cool, wenn es besser ist. Bei Jan war das so eine Sache: Der Stab war dicker als die anderen, also besser. Die Lampe war nicht so klasse: LED-Licht. Viel zu blau! Dafür brannte es bis zum Schluss (Der Zug dauerte eine Stunde, wo Kerzen und Normalfunzeln oft schon den Geist aufgegeben hatten!).

    @ buchstäblich: Ungefähr 20 x. Und natürlich „St. Martin, St. Maaaartin“.

    @WeltdesWissens: Irgendwie haben Sie ja Recht. Aber wenn die Laterne auf den ersten Metern abfackelt, ist die Stimmung dahin. Wir hatten damals oft so kleine Fensterchen in den Laternen, die wir mit buntem Pergament zuklebten. Jetzt werden die Designs immer großflächiger. Effekt: Ein bisschen Luftfeuchtigkeit und das ganze Gebilde knickt ein, gern auch in Kerzenrichtung. Nächstes Mal wirds aber authentischer.

    @ Schaps: 50/50 würde ich diesmal sagen (Ich habe nicht alle 1000 Laternen begutachten können).

    @ Renee: War ein bisschen dunkel ohne Stativ (auch mit ISO 800) und Blitzlicht tötete die Stimmung. Fotos werden aber noch nachgeliefert.

  • 7. buchstaeblich  |  November 6 um 2008

    Tipp füs nächste Jahr:
    Es gibt diese steifen, transparenten Plexi-Folien, wenn man die als Untergrund für die Transparentpapierkunst benutzt, kann einem die Luftfeuchtigkeit gestohlen bleiben! Übrigens kann man darauf auch noch mit diesen transparenten Fensterbildfarben arbeiten, und mit Glitzerzeugs, und, und, und …

    Also, ich habe da mal eine Drachenlaterne gesehen, die war schon richtig Kunst! vielleicht gibt es nächstes Jahr eine Donkey-Laterne? Oder eine Igitte ….

  • 8. Donkys Freund  |  November 7 um 2008

    Das ist eine gute Idee mit der Plexi-Folie.
    Letztes Jahr hatte ich das Kunstwerk mit Draht verstärkt. Aber die Plexi-Lösung kling einfacher.

    Eine Donky-Laterne wäre was. Da aber immer eine Universal-Klassenlaterne gebastelt wird, muss ich das erstmal zentral bei der Klassenlehrerin einbringen. 😉

  • 9. Schaps  |  November 8 um 2008

    Früher war der Schnitt eher Richtung richtiger Kerzen 🙂

  • 10. weltdeswissens  |  November 8 um 2008

    Selbstverständlich habe ich noch nie geschnörzt (guckt empört)! Allein der Gedanke 8-O!

    Erklären Sie mir bitte, was schnörzen bedeutet 😀 ?

  • 11. Donkys Freund  |  November 8 um 2008

    @ Schaps: Ich glaube, das ist auch etwas laternendesign- und witterungsabhängig. Richtige Kerzen versprüchen mehr Stimmung.

    @ WeltdesWissens: Heue abend folgt noch ein Beitrag mit erklärung und Demonstration. 😀

  • 12. Schaps  |  November 10 um 2008

    Donky, so ist es…dieses fackelnde Flackern ^^

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