Kirche im Sack
Gestern, recht spät:
- "Jetzt lass mal die Katze im Sack!"
- "War das nicht die Kirche?"
- "Nein, die muss man durch’s Dorf treiben."
- "Sau!"
17 comments Oktober 29
Kaltes Wasser
- Jan: Igitte meint, sie kann nicht Vorsitzende der Parkpartei werden. Ich finde aber, sie muss auch mal ins kalte Wasser springen.
(Anmerkung: Igitte, die 5-beinige Spinne hat mit dem Verlust von drei Beinen auch den Rest ihres Selbstwertgefühls gleich mit amputiert.)
- Donky: Igitte kann doch gar nicht schwimmen.
- Jan: Das ist ein Sprichwort!
- Donky: Moment, du meinst doch nicht wirklich, dass das kalte Wasser im Ententeich nur ein Sprichwort ist?
- Jan: Im Ententeich nicht!
- Donky: Im Ententeich ist wohl kaltes Wasser.
- Jan: Das meine ich auch nicht!
- Donky: Was? Nicht? Ich will Dich mal im Herbst im Ententeich sehen!
- Jan: Nein, ich wollte nur sagen, dass sich Igitte mal was trauen soll.
- Donky: Mach’ ich jeden Tag!
- Jan: Aber doch nur in echt im Ententeich!
- Donky: Ach so, Du meinst also in ein Sprichwort zu springen ist schwerer?
- Jan: Nein, in Sprichwörter kann man nicht springen!
- Donky: Hast Du selbst gesagt, das kaltes Wasser nur ein Sprichwort ist.
- Jan: Ich meine nur, dass Igitte mal über ihren eigenen Schatten springen sollte!
- Donky: In den Ententeich? Was soll denn das bringen?
- Jan: Oh, Mann, das ist auch nur ein Sprichwort! Wie zum Beispiel „Augen zu und durch“!
- Donky: Ich weiß nicht, ob du jetzt doch etwas viel von Igitte verlangst: Über den eigenen Schatten mit geschlossenen Augen ins kalte Wasser springen!
- Jan: Nein, nein. Igitte soll einfach etwas mutiger sein!
- Donky: Bist Du schon mal durch deinen Schatten in den Ententeich gesprungen?
- Jan: Nein…aber…
- Donky: …Siehste! Und selbst groß rumtönen, von wegen „mutiger“!
- Jan: Moment, ich bin sogar schon im Schwimmbad vom 3-Meter Brett gesprungen!
- Donky: Lauwarme Plörre!
- Jan: Nochmal: Das ist nur ein Sprichwort!!
- Donky: Also ist der Sprung in lauwarmes Wasser ein Sprichwort! Nicht in kaltes am Ententeich!
- Jan: Stooop! Igitte soll nur nicht immer denken, dass sie nichts kann.
- Donky: Ach! Sie kann schwimmen?
7 comments Oktober 27
Schöne Aussichten
Nachdem mir Schildmaid das „Fenster auf“-Stöckchen bereits -ach, vor Ewigkeiten- zugeworfen hatte, war ich hin- und hergerissen, ob ich das Nachbarhaus aus dem Schlafzimmer, Wohnzimmer oder Kinderzimmer fotografieren sollte, mit oder ohne Busch, Garage offen oder zu… Auch der richtige Lichteinfall, der die architektonische Meisterleistung der avangardistischen Reihenhäuschen (Flur rein, Küche rechts, Klo links, dahinter Treppe hoch zu den Schlafgemächern, geradeaus das Wohnzimmer) erst so aufregend wirken lässt, musste wohl kalkuliert sein. Und gibt es Klärungsbedarf, wenn ich mit Teleobjektiv auf das Schlafzimmerfenster des Nachbarn ziele?
Zu viele Unwägbarkeiten für ein Bild, wie ich fand, und füllte erstmal eine Waschmaschine und lüftete die Waschküche. Da ich beim Waschmaschine füllen immer meinen Fotoapparat dabei habe, schoss ich mal ganz unbedarft ein Foto aus unserem Kellerfenster. Und siehe da: Ist es nicht schön?
Hier sammeln sich neben dem Eingang und leicht versteckt hinter einem Busch diverse Fundstücke, die Jan von seinen Streifzügen dort lagert. Stöcke, Stöcke, manchmal auch ein paar Stöcke, Latten, mit und ohne rostigem Nagel, Plastikabdeckungen, kaputte Drachen und ein Fußball für den schnellen Kick. Ich merke, die Kammer muss mal wieder etwas aufgefüllt werden, der Kerl war jetzt zu lange bei Oma.
Nehme sich das Stöckchen, wer will!
3 comments Oktober 24
Lüge
Da schreibe ich tagelang -was sage ich, nächtelang- einen didaktisch raffinierten, rethorisch eloquenten, kreativ überschäumenden, mulitimedial innovativen, aufwändig formatierten Artikel über Donkys Anti-Windkampagne an der Nordsee, der alles bisher Publizierte in den Schatten stellt, das Wort Humor neu definiert, in wilder Extase mit Worten jongliert, Generationen auf ewig verbindet, Tränen in die Augen treibt sowie im selben Moment ein Lächeln in das Gesicht zaubert, und plötzlich zerstört mir WordPress alles, wirklich alles!!! Das dauert Monate, wenn nicht Jahrzehnte, um diesen Meilenstein literarischer Zeitgeschichte Fragment für Fragment zu rekonstruieren. Ein Tonkrug aus Atlantis wäre ein Kinderpuzzle dagegen. Aber ich werde in Kürze schonmal eine kurze Inhaltsangabe schreiben. Versprochen!
8 comments Oktober 22
Ohne Punkt und Komma
Ein anonymer Kommentar über die "Other"-Funktion der letzten Umfrage hat den "ortho- und lithographischen (?) Unsinn" des Buchanfangs angeprangert. Teilweise zu recht ("erst recht" wird z. B. klein geschrieben). Das muss natürlich sitzen.
Ich habe mich nochmal reingekniet und stolpere vor allem über zwei Themen: Direkte Rede mit eingeschobener Erklärung und Nutzung des Ausrufezeichens.
So ist es, denke ich, zunächst mal korrekt:
„Nein, zufällig habe ich keinen Siedepunkt“, rief Donky ungehalten vom Baum, „und ich bin auch keine Dampfnudel, oder sehe ich so aus?“
- Kein Komma nach ‘Siedepunkt’ trotz Teilsatz
- Eingeschobene Erklärung
- Komma nach der Erklärung
- klein weiter
- Komma nach ‘Dampfnudel’ (Richtig? Wie trennt man einen Aussage- und eine Fragehalbsatz?)
- Kein Punkt am Ende
Nun möchte ich aber eigentlich die Aussage etwas teilen, um den Teilaussagen mehr Gewicht zu geben und eine kleine virtuelle Pause einzufügen:
„Nein, zufällig habe ich keinen Siedepunkt!“, rief Donky ungehalten vom Baum. „Und ich bin auch keine Dampfnudel, oder sehe ich so aus?“
Ist das noch "erlaubt"?
- Ausrufezeichen nach dem ersten Teil, ohne Aufforderung?
- Punkt nach ‘Baum’, weil ein neuer Satz beginnt oder Komma, weil sie sinngemäß zusammengehören?
Gar nicht so einfach…
6 comments Oktober 9
Aller Anfang ist hypothetisch
Wenn ein Buch mit diesen Sätzen anfangen würde: Würdet Ihr weiterlesen?
„Nein, zufällig habe ich keinen Siedepunkt“, rief Donky ungehalten vom Baum, „und ich bin auch keine Dampfnudel, oder sehe ich so aus?“ Der Erpel wird äußerst unbequem, wenn er morgens geweckt wird und mit einer Nudel verwechselt wird, erst recht um fünf Uhr, wenn sich die halbe Parkgemeinde unangemeldet um seinen Schlafbaum versammelt.
13 comments Oktober 2
Quak
Wie Ihr wisst, beherrscht Donky, unser Erpel, die Menschensprache recht flüssig. Das ist nichts Besonderes, wird Deutsch doch als Universalsprache im Park benutzt.
Heute kamen wir jedoch in den Genuss, in die Entensprache eingeführt zu werden, wie er sie in der Entenschule lernt.
Das simple „Quak“ bedeutet „Bitte sehr!“. Wer nun jedoch denkt, das „Quak, quak“ einfach doppelt „Bitte sehr, bitte sehr“ heißt, irrt sich gewaltig. Die korrekte Übersetzung lautet „Weg da, ich habe Vorfahrt!“. Das hat schon zu bösen Unfällen geführt, wenn ein „Quak“ verschluckt wird. Enten verschlucken schnell mal ein „Quak“ oder ziehen alternativ zwei davon in ein „Quauak!“, was wiederum ausschließlich als „Hat jemand mal ein Streichholz?“ genutzt wird, für eine Vorfahrtsregelung absolut untauglich.
Letztendlich kommt es anscheinend immer auf die Betonung an: „Quaak!“, „Quak!“ oder „Quäak“ zum Beispiel.
Das kurze „Quack“ ist äußerst schwierig auszusprechen und bedeutet: „Habe ich nicht süße lila Kringelsöckchen an? Wenn Du willst, kann ich sie dir mal ausleihen.“ Diese Variante lernen die Enten erst in der 8. Klasse und dürfen auch dann erst das Wort benutzen, um bei unsachgemäßer Aussprache Schlägereien zu vermeiden (Das verwandte „Quackr“ heißt „Fresse, oder wat?“). Die Schule hat dummerweise zwischen 4. und 8. Schuljahr Pause, so dass sie noch geschlagene 3 Jahre warten müssen. Das macht jedoch nichts, da Enten nie süße lila Kringelsöckchen tragen.
Ich verabschiede mich mit einem „Quak, quak, quak, quak, quak, quak, quak, quak!“ („Tschüss“) und lernt recht eifrig, man weiß ja nie, wen man mal am Entenweiher trifft.
EDIT:
Ich wurde gerade korrigiert: Die korrekte Verabschiedung lautet: „Quak, quak, quaK, quak, quak, quak, quak, quak!“. Ich sagte versehentlich „Tsch ss!“, ein reiner Unterwassergruß.
3 comments September 24
Projekt 52: Vergangene Zeiten
Ich habe gebadet in diesem Thema aus dem Projekt 52 , als ich in Schottland (Ballater) eine Stunde über einen alten Friedhof gestreunt bin, um die verwitterten Relikte vergangener Schicksale aufzusaugen. Das hier vorgestellte Bild zeigt das vergessene Gedenken an ein Kind, dass anscheinend mit 8 Jahren verstorben war. Und nur ein paar verblasste Stoffblumen zeugen noch von der Trauer. Erinnerungen.
Noch weiter zurück:
5 comments September 22
Was macht das Buch?
Der Plot steht. Zwar ist und wird es wie angekündigt hier im Blog etwas ruhiger, aber die Umsetzung der Geschichten rund um die Bande in einem Buch nimmt Form an. Mit Form meine ich eine „Hülle“, die ich jetzt nach und nach fülle und füllen werde. Die Rahmenhandlung bildet die Parkwahl mit den mysteriösen drei demokratischen Dampfnudeln und der Gründung der Parkpartei sowie viel Aufregung um Pläne rund um das Waldschlösschen (Ex-Lotusgarten) verbreitet von vertriebenen Küchenschaben, die nun von den Borkenkäfern zu Parkschaben umgeschult werden. Das Ganze aus meiner Perspektive erzählt, natürlich auch mit Jan als Protagonisten. Der Bezug zu den (ausgewählten) Handfiguren besteht ausschließlich aus Illustrationen (Fotos der Figuren in Comic-Landschaft). Nach und nach werden die Charaktere in separaten Kurzgeschichten nach deren Auftauchen vorgestellt, die auch eigenständig (vor)gelesen werden können ohne Bezug zur Rahmenhandlung. Ein paar stellte ich hier bereits vor, jedoch werde ich sie zukünftig nur in die Leselupe einstellen, in Hoffnung auf Resonanz für Verbesserungen. Momentan ist ein Entwurf für Igitte dort zu lesen. Das ganze Konstrukt würde ich „Kindergeschichten für Erwachsene“ nennen. Schritt für Schritt ohne Zwang. Die schwierige Hürde eines tragfähigen Konzeptes (das der „lebenden“ Bande gerecht wird) und des Plots (ohne mit der Vielzahl der Protagonisten zu überfordern) ist aus meiner Sicht genommen und die Finger jucken.
2 comments September 21
Hotz on Twitter
Muss das sein?
Hotz möchte sein Herrschaftsgebiet ausbauen und twittert. König des Waldes ist wohl nicht genug. Wobei: Wo er Recht hat, hat er Recht.
Siehe auch die Sidebar.
1 comment September 7
Hans IV (Fortsetzung)
Fortsetzung von Teil 1
Die Lage war heikel: Hans, der Wellensittich, wollte die Klimaschwankungen in Deutschland nicht wahrhaben. Sein Freund Kolumbi, der Holzwurm, hatte den Ernst der Lage noch nicht erkannt, wie sensibel entflogene Wellensittiche auf Kälte reagieren. Und „sensibel" ist noch milde ausgedrückt.
7 comments September 4
Hans IV
„Gestatten, Hansi, meine Freunde nennen mich Hans“, stellte sich der grüne Vogel dem Holzwurm vor, als er ihn gerade ausgewürgt hatte.
Eigentlich mögen Wellensittiche gar keine Holzwürmer, aber er hatte Hunger und noch keinen Cracker-Baum mit Honig und Vitamin D im Park gefunden. Kolumbi nahm es ihm nicht krumm, schüttelte sich kurz und sagte. „Willkommen im Park, Hans! Wo kommst du denn her?“ Hans flatterte aufgeregt von Ast zu Ast und zwitscherte: „Zwei Jahre saß ich im Käfig und schubste einen langweiligen Plastikvogel von rechts nach links. Jetzt will ich die Welt sehen. Das ist doch hier die Welt, oder?“- „Eigentlich der Park.“, grübelte Kolumbi. Für einen Holzwurm ist schon ein Park ziemlich groß und so wusste er auch nicht, dass Hans nicht der erste entflogene Wellensittich mit Namen Hansi war. Der vierte, um genau zu sein.
3 comments September 2
Erfolgsrezept
Man nehme einen leeren Topf, packe nichts rein und serviere den Inhalt als 5-Sterne Menu mit dem bedauernden Hinweis, dass leider die Zutaten fehlen. Danach kassiere man den Preis, der einem Gourmet-Koch nun mal entspricht (Mit der Rechtfertigung, dass man ja weiß, was es bedeutet, Hunger zu haben).
ODER
Man übernehme eine Firma vor der Insolvenz, verhandle einen 5-Jahres Vertrag und kassiere nach 6 Monaten vor der Insolvenz das volle Gehalt für 5 Jahre. (Mit der Rechtfertigung, dass man weiß, was 15 Mio. € wert sind, da man aus armen Verhältnissen kommt).
Hier zum dazugehörigen Spiegel-Artikel
Darauf eine Currywurst/Pommes/Majo. Da weiß ich, was ich habe.
2 comments September 1
50 Jahre Rombo
Gestern vor dem Schlafengehen:
- Donky: "Ich habe morgen Geburtstag. Kommst Du?"
- Jan: "Oh nein! Ich bin morgen weg auf Klassenfahrt!"
- Donky: "OK, dann verschiebe ich meinen Geburtstag auf nächste Woche!"
- Jan: "Das geht nicht. Man hat nur einmal Geburtstag im Jahr!"
- Donky: "Warum denn das? Ich kann doch feiern, wann ich will?"
- Jan: "Nein, nur einmal im Jahr am Jahrestag. An welchem Tag bist Du denn jetzt geboren?"
- Donky: "Lass mich überlegen…ich glaube… als ich aus dem Ei geschlüpft bin. Ja, das war’s!"
- Jan: "Und wann war das?"
- Donky: "Keine Ahnung!"
- Jan: "Dann kannst Du auch keinen Geburtstag feiern."
- Donky: "Wieso das denn nicht? Hat doch letzte Woche wunderbar geklappt. War ‘ne Riesenfete!"
- Jan: "Kannst Du nicht was anderes feiern?"
- Donky: "Wenn’s sein muss! Weihnachten vielleicht?"
- Jan: "Weihnachten ist auch nur einmal im Jahr!"
- Donky: "Dann Silvester!"
- Jan: "Nein, auch nur einmal!"
- Donky: "Und wenn ich eine Rakete abschieße?"
- Jan: "Reicht nicht!"
- Donky: "Dann feier ich eben Jubiläum!"
- Jan: "Was für ein Jubiläum?"
- Donky: "50 Jahre."
- Jan: "Was 50 Jahre?"
- Donky: "50 Jahre eben. Oder 36."
- Jan: "Zu einem Jubiläum gehört auch was wie ‘50 Jahre Feuerwehr’ oder so."
- Donky: "Gut, dann feiern wir 50 Jahre Feuerwehr!"
- Jan: "Neeeiin! Das war nur ein Beispiel!"
- Donky: "Rombo!"
- Jan: "Was Rombo?"
- Donky: "Wir feiern 50 Jahre Rombo!"
- Jan: "Was ist denn Rombo?"
- Donky: "Keine Ahnung, aber hört sich gut an!"
- Jan: "Gut, dann feiern wir nächste Woche 50 Jahre Rombo!"
- Donky: "Bis dann! Gute Nacht!"
- Jan: "Gute Nacht!"
3 comments August 24
Projekt 52: Fellmonster
Uh, ist das gruselig. Beim Projekt 52 werden Fellmonster gesucht. Das ultimative Exemplar habe ich unter Einsatz meines Lebens in den Highlands Schottlands abgelichtet. Das kleine davon ist das Fellmoster im Schafspelz. Es hat anschließend einen ganzen Pullover verputzt.

MONSTER!
5 comments August 24
1 Jahr Donkys Welt
Zur Feier des Tages die Top 3 der Bande bei YouTube (von 73 Videos)
Vituoses Gitarrenspiel von Igitte, der 5- beinigen Spinne und Kolumbi, dem Holzwurm (1.081 Views):
Die unglaublich starke Mücke macht Donky, dem Erpel, echte Bauchschmerzen und Hotz, der Hirschhase, fühlt sich künstlerisch verkannt (626 Views):
Donky hat so eine Ahnung (597 Views)…
Und als Zugabe den letzten Platz mit sagenhaften 15 Views:
6 comments August 22
Ach ja, in drei Tagen…
…vor einem Jahr publizierte ich den ersten Artikel hier. Jubiläum also. Das Drumrum (Akteure oder Neu hier) war schon online, aber sei’s drum, irgendwo muss man ja mal den Termin festsetzen zum Feiern.
Kurze Frage: Gibt es einen Lieblingsartikel? Lieblingsgeschichte? Lieblingsvideo? Oder eine Lieblingsfigur?
7 comments August 19
Scheiß Wetter
So, Schluss jetzt mit Sommer und Hitze! Ich warte auf den November: Luftige 9 Grad und erfrischenden Nieselregen. Eine Wonne! Ich kann was ausziehen oder mehr anziehen, wie es gerade passt. Im Sommer ist dagegen irgendwann die letzte (vertretbare) Hülle gefallen.
Ich weiß, ich stehe mit der Meinung ziemlich alleine da. 99% der Deutschen bevorzugen 35 °C. Damit sind sie Opfer des fatalen Irrtums der Evolution, die sie ohne zu fragen in die gemäßigte Zone setzte. Und das, obwohl sie physiologisch doch eigentlich für die Liegestühle der Costa del Sol geschaffen sind. Und wenn nach drei Tagen Hitze schließlich doch 99% der besagten 99% über das Wetter in Deutschland meckern, dann liegt es an der Art der Hitze, die ja in Deutschlang ganz anderes ist als in TUI-Land. So schwül und so. Alles Quatsch: Hitze ist Hitze. Und Hitze ist Schwitzen.
Überhaupt: Sommer ist langweilig! Ich gucke rechts, links und nach oben und alles ist blau. Und eine halbe Stunde später auch. Nichts passiert in der Landschaft, außer dass ich muffige Luft atme, als ob ich meine Nase in einen Fön halte. Keine spektakulären Wolkenspiele, dafür alles zweidimensional wie die Millionen langweiligen Urlaubs-Postkarten von irgendeinem x-beliebigen Strand, der letztendlich auch nicht anders aussieht wie die XXL-Version des aufgekippten Sandes im Freibad. Und dafür Tausende Euro den Reiseanbietern in den Rachen schieben. Na ja, man ist ja über den lokalen Abzock-Wochenmarkt gegangen und hat dabei Land und Leute kennengelernt („Ganz schön aufdringlich, diese Tunesier!“). Schwaches Alibi. 1000 € für 3 Wochen Sonnengarantie. Das ist der einzige Grund. Und danach 49 Wochen gefangen im falschen Land.
Apropos Sand: Völlig überflüssig, nein sogar lästig. Hängt monatelang in den Klamotten, mindestens aber in den Schuhen und für jedes Foto muss ich aufwändig meine Kamera aus einer Tüte kramen, weil mir das Zeugs sonst die Mechanik ruiniert. Andererseits. Was soll ich überhaupt fotografieren?
„Aber ist es nicht schön, abends bei einem gekühlten Getränk lange draußen auf der Wiese am Grill oder im Biergarten zu sitzen?“ Bei dieser Floskel werde ich fast weich, denke aber unmittelbar danach an die 12 Stunden, die ich vorher ertragen musste. Kneistend und blinzelnd, weil ich regelmäßig meine Sonnenbrille vergesse oder verliere, so dass ich anschließend erst einmal mit einer hartnäckigen Gesichtslähmung zu kämpfen habe. Im Sommer sitzt man im Biergarten draußen, im Winter drinnen. So einfach ist das. Nur mit dem Unterschied, dass ich draußen grundsätzlich im zielstrebigen Dunst einer meterweit entfernten Zigarette sitze. Und Grillen? Na, dann eben nicht, wenn’s nicht geht! Pizza ist doch auch lecker, oder?
Ja, ok, ich mag Sonne, schon allein wegen der Glückshormone, die das Teufelsding freisetzt. Ich möchte ja nicht zum Selbstmörder mutieren wie die ganzen armen Skandinavier. Das wird zum Herbst ja ganz schlimm bei denen. Aber Sonne eben ohne Sommer. 10 Monate ohne Juli und August. Den Juni sei noch denen gegönnt, die sich sonst das Leben nehmen würden, wie die ganzen Skandinavier. Nur Sonne wie an einem frischen Frühlingstag oder im goldenen Oktober, leicht gehemmt und zurückgezogen. Eine Sonne, die Aktivitäten anregt und nicht verbrennt.
Allen 99% verkappten Südländern wünsche ich noch einen knackigen Rest-Sommer. REST! Natürlich nicht so lange und nicht so schwül und nicht im Büro und nicht nachts, aber vor allem…NICHT BEI MIR!! Den restlichen 1% sage ich nur: Bald ist es vorbei!
9 comments August 18
Die 5 Gefährten – Reisebericht Tag 5-7
Über 500 km Rad an den Flüssen Rhein, Ruhr und Lahn per Rad in Begleitung von 5 Gefährten als Steckfriefe.
Tag 5: Baldeneysee Essen (2. Tag auf dem Campingplatz "Haus Scheppen", Rundtour zur Villa Hügel 25 km)
Tag 6: Baldeneysee Essen – Hattingen (Tag 7: Hattingen)
- Strecke: 25 km gegen den Strom
- Wetter: Mehr Tretboot als Fahrrad
- Campingplatz: 5 Sterne Deluxe (Hotel Mama)
- Stimmung: Cool! In jedem positiven Sinn
- Die Gefährten:
- Donky, der Erpel: Lässt sich von Mops, der Möwe, die Füße massieren.
- Kolumbi, der Holzwurm: Hat keine Füße zum Massieren.
- Manfriss, der Metallfresser: Glück für Kanufahrer: Boote sind aus Plastik. Pech für Beachvolleyballer.
- Qualo, die Trockenqualle: Neue Freundin entdeckt: Nunni Nanni, die Trockenkoralle (Vorstellung später)
- Mops, die dicke Möwe: Massiert Donky die Füße, weil Donky ihn aus Rotterdam zurückgeholt hatte.
- Donky, der Erpel: Lässt sich von Mops, der Möwe, die Füße massieren.
- Besonderes:
- Tag 5: Die Krupps (Villa Hügel) hatten einen schlechten Geschmack.
- Tag 6: Mettbrötchen und Kaffee satt für nur 8 € (3 Personen) beim Motorradtreff "Haus Scheppen"
- Tag 7: Ice Age 3 in 3D
- Tagestipp:
- Tag 5: Grieche direkt am S-Bahnhof Villa Hügel (Zeus-Teller…was auch sonst…)
- Tag 6: Nie Regen-Gamaschen über die Regenhosen anziehen. Das Wasser fließt die Hose runter direkt in die Schuhe. ICH hatte das Problem nicht.
Add comment August 18
Aus alt mach’ neu
Im Urlaub brachen bei meinem Zelt der Marke Exped drei Stangen. Zum Glück ließen sich alle noch notdürftig reparieren, dass wir den Urlaub nicht abbrechen mussten. Das ist für ein Highend-Zelt völlig indiskutabel, lag aber an einem Materialfehler, mit der auch die Premiummarke Hilleberg und andere Zelthersteller 2004 zu kämpfen hatte (gleicher Zulieferer) und zwar nur 2004.
Das Zelt hatte ich aber leider genau 2004 als Ausstellungszelt direkt über den Hersteller bezogen mit 1 Jahr Garantie (zum halben UVP-Preis). Nun hatte ich schon erwartet, dass man mir deutlich vergünstigt einen neuen Stangensatz schickt. Abgelaufene Garantie hin oder her.
Aber was lag gestern im Paket? Ein nagelneues Zelt (Nachfolgermodell) zu 0 €!
Selten so über einen Defekt gefreut!
5 comments August 12





