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10 kleine Zifferchen
10 kleine Zifferchen,
die wollten an die Macht.
Die 6 und 9 verliebten sich.
Da waren’s nur noch 8.
2 kleine Zifferchen,
die waren eine Zahl,
die 9 wollt’ immer vorne steh’n.
Da wurde es zur Qual.
8 kleine Zifferchen,
die waren so durchtrieben.
Die 0, die wurde rausgemobbt.
Da waren’s nur noch 7.
7 kleine Zifferchen,
die packte schnell die Gier,
1, 2, 3 in Unterzahl:
Da waren’s nur noch 4.
4 kleine Zifferchen,
die mussten Zwietracht streu’n.
Die 8 wollt’ nicht die Letzte sein.
Da holte sie die 9.
5 kleine Zifferchen,
die stritten sich entzwei.
Bei 5 und 7 ging das nicht.
Da waren’s nur noch 3.
3 kleine Zifferchen
die war’n vom Streit ganz ranzig,
verschmolzen dann zu Ziffermus.
Da waren’s 21.
21 Zifferchen,
die zählten 11 als Klon.
Sie meinten: „Jetzt ist’s auch egal!“
Da war es ’ne 1.000.000.
Wer hat mitgedacht? Hier geht’s zum Quiz:
Immer geradeaus
“Immer geradeaus und gucken, was da los ist!” Das war das Motto von Donkys Flugschule an der Nordsee, wohin ihn sein Bruder Gonky auf einen seiner berüchtigten Kurztripps aus Bonn genommen hatte.
Dass Enten gute Flieger sind, ist unbestritten, sogar sehr schnelle. Aber dass er als plumper Erpel fünf Dutzend Möwen hinter sich versammeln konnte, war schon bemerkenswert. Möwen sind nämlich wahre Flugkünstler. Aber anders als wir, die ihre Manöver völlig überzogen als majestätischen Akt der Freiheit bewundern, sehen sie darin eher eine ziemlich dröge Fischsuche.
Als Donky jedoch sie in die urbane Kunst des Fliegens einweisen wollte (gegen Bezahlung von Muscheln, versteht sich), waren sie ganz Ohr. Denn Donky legt vor allem Wert auf das gekonnte Posen und die Landeier von Seemöwen wollten es sich nicht zweimal sagen lassen, dasss man damit die verachteten Kormorane beindrucken kann.
Das Erfolgsrezept urbanen Fliegens ist schnell erzählt: Losfliegen, mit ernsten Blick immer geradeaus, denn das sieht zielstrebig aus. Dann auf einer einsamen Insel abchillen und teilnahmslos paar Krabben vom Felsen kicken und dann wieder zurückfliegen. Ebenfalls geradeaus. Das ist sinnlos, aber man kann sich voll auf seine Wirkung konzentrieren ohne lästiges Drumrum wie Fressen zum beispiel. Das Schwierigste dabei ist jedoch, die verdutzten Heringe rechts und links außer acht zu lassen, vor allem weil diese so verdutzt sind, dass sie vor den Augen der Möwen von den Kormoranen abgefischt werden. Das ist herb für Möwen. Sie lieben Heringe, auf ihre Art.
Dieses Spektakel trotzte den Rivalen wenig Respekt ab. Das höhnische Gelächter der Kormorane kann man auch mit weiter Auslegung nicht dazurechnen. Nun ja, Donky sammelte eifrig Muscheln und das war für ihn das Wichtigste. Es gibt nämlich keine Muscheln bei ihm im Park und auch damit kann man Eindruck schinden.
Als es allerdings zur dritten Flugstunde ging (Diesmal war der Leuchtturm Opfer der Invasion), hatte Donky die Rechnung ohne Klara gemacht. Klara ist recht stürmisch und bewegte sich gerade mit Orkanstärke auf die Küste zu, wie es für Sturmtiefs so üblich ist.
Klara versetzte Donky einen sehr starken Linksdrall, was alles andere als geradeaus ist. Auch der coole, stumme Blick ging über in ein panisches Geschnatter. Und spätestens, als Donky den Leuchturm verfehlte und stattdessen mit einen quiekendem “Mama” die benachbarte Felsenwand runterflatterte, konnte man nichts Urbanes mehr erkennen. Die verdutzten Möwen schauten ihn auch nur an und warteten auf eine städtische Erklärung. Dies sei ein “Double-Halfslide-Diver” meinte Donky dann auch stotternd, aber Möwen haben sonst keinen Kontakt zur Skaterszene und konnten damit nichts anfangen.
“Und jetzt?”, fragte die Schar, während sie unten über die Wellen schwappten. Donky wagte sich nach dem Desaster jedoch nicht mehr in die Luft und ihm fiel nur ein folgenschwerer Vorschlag ein. Das ging nicht lange gut. Die Möwen verließen nacheinander heimlich die peinliche Szenerie, während sich die Kormorane an der Felsenkannte vor Lachen kugelten.
“Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh’” Das sollte den Möwen noch Monate nachhängen, denn heimlich Richtung offenes Meer zu entkommen, war nicht so einfach.
Tja, und Donky galt zwei Tage als verschollen, bis der Sturm sich gelegt hatte. Genug Zeit, dass die Möwen Donkys Muscheln wieder verärgert einsammeln konnten.
Klara verdammt wütend mit Nordsee:
Die traurige Liese
Stöhnte laut die dicke Liese:
„Was bin ich ‘ne arme Kuh!
Kalben and’re in die Wiese,
sehe ich nur traurig zu.
Ach, kein Bulle will mich decken.
Macht ein Kind mir, jetzt und hier!
Hätt’ ich doch mehr sexy Flecken!”
Das war’s nicht.
Sie war ein Stier!
Marlene
Donky, unsere doch eher gemütliche Ente aus dem Park, wollte mit seinem Bruder Gonky, seines Zeichens weltreisende Flugente, einen Ausflug machen. Nun ja, “Wollen” ist vielleicht etwas zu weit gegriffen, denn wenn Gonky einen Ausflug plant, kann daraus schnell ein zünftiger Rundkurs werden, zum Beispiel die chinesische Mauer entlang. Deshalb hat er zum Vorschlag Gonkys zu einer Spritztour gen Osten auch seine Bedenken.
- Donky: “Sieht nach Regen aus!”
- Gonky: “Ach, das ist doch nur ein reinigendes Gewitter”
- Donky: “Vielleicht sollte es vorher ein bisschen reinigen, bevor wir losfliegen.”
- Gonky: “Was hast du gegen Marlene?”
- Donky: “Marlene?”
- Gonky: “Ja, da vorne, die Gewitterfront!”
- Donky: ” Du gibst Wetter Weibchennamen?”
- Gonky: “Nur Gewittern, der letzte Sandsturm hieß dagegen Friedhelm.”
- Donky: “Na gut, kannst du Marlene vielleicht auf später vertrösten?”
- Gonky: “Ooch, Marlene ist doch ganz harmlos”
- Donky: “Das nennst du harmlos? Ich denke eher, das ist eine kratzbürstige Zicke!”
- Gonky: “Da kennst du meine Ex-Freundin aus Amerika nicht!”
- Donky: “Ha, die hieß bestimmt ‘Windy’, oder was?”
- Gonky: “Nein, Katrina!”
Treffend formuliert
Heute lauschte ich einem Gespräch im Park:
“Du bist so widerlich! Den ganzen Tag ziehst du eine Schleimspur hinter dir her und kriechst in jedes Loch. Ekelhaft! Mit dir will niemand Kontakt! Aber du meinst, du bist besonders sensibel. In Wirklichkeit bist du völlig blind! Streckst nur überall deine Fühler aus, aber bloß nicht anstoßen! So wirst du nie vorankommen. Du hast einfach kein Rückrat! Und wenn’s drauf ankommt, ziehst du dich in dein Schneckenhaus zurück!”
“Hey, was soll ich machen? Ich bin eine Schnecke!”
“Stimmt auch wieder…”
Alter Friedhof
Da erwarte ich eine schwarzgewandete Senioren, die gebückt mit einer Gießkanne in der Hand in den Nebel des Friedhofs entschwinden. Und was ist Allerheiligen? Sonne! Blumen leuchten fröhlich auf den Gräbern. Sanft säuselnde Blätter funkeln im Gegenlicht. Glücksbeseelte Touristen schwadronieren in Kleingruppen über den Alten Friedhof in Bonn. Und ich habe mir gerade diesen Tag für eine Fotosession auf dem betagten Grund für ausgelagerte Humanreste, sorry für die seeligen Verstorbenen, ausgesucht.
Also spiele ich das Spiel mit und banne die Farbenvielfalt in mein Objektiv oder fotographiere einfach im Schatten für schwarz/weiß. Ganze zwei Stunden schlendere ich über das gar nicht mal so große Areal und tauche ab in eine vergangene Welt, die dennoch so gegenwärtig ist. Vor allem an diesem Tag.
Klick hier für gesamte Diashow
Wenn selbst Stein verblasst:
Starre Wächter mit ewigem Auftrag:
Verlorene Schönheit:
Weitere Impressionen
Grau statt Gold
Vor kurzem wurde im wahrsten Sinne des Wortes noch “gewettert”: “Ui, der Herbst! Wie blöd, jetzt wird wieder alles dunkel und grau. Ich auch. Und der Rest sowieso.” Doch kaum macht der Oktober mit etwas Himmelblau bei der alljährlichen Miesmacherei nicht mit, wirbeln die fröhlichen Herbstbilder durch die Blogs wie goldenes Laub.
Das ist ja auch in Ordnung, keine Frage. Ich will am Wochenende sogar auf den alten Friedhof gehen und erwarte dabei, ganz muntere Fotos zu erhaschen. Mild leuchtende Grabsteine in buntem Mantel. In die Sonne blinzelnde Statuen. Flackernde Grabkerzen mit Schattentanz. Nach dem Motto “Alles tot, aber glücklich.”
Aber nur, dass niemand meint, dass es so bleibt: Es ist bald vorbei. Es wird tatsächlich alles trist und öde. Wahrscheinlich nur noch unerwarteter und deshalb viel brutaler als sonst. Die Vergänglichkeit narrt uns nur kurz mit aufgesetztem Farbenspiel. In Wirklichkeit ist schon jetzt alles grau. Lieber rechtzeitig auf schwarz/weiß umschalten! Ich wollte es ja nur mal gesagt haben…
Spiele für den Herbstabend
Die dunklen Abende des Herbstes rücken näher und wenn draußen der Wind pfeifft, kuschelt man sich gemütlich bei einer Tasse Tee in eine Decke und liest ein Buch. Wem aber ständig jemand beim Lesen dazwischen quatscht, sei es Freund oder Verwandtschaft, dem sei ein munterer Spieleabend ans Herz gelegt. Diese sind allerdings meist nur gesellig bis zum Zoff, wenn jemand mal wieder die Regeln zu seinen Gunsten verbogen hat.
Deshalb möchte ich (auf Anregung einer Blogparade von Stachelbeere) heute drei Spiele vorstellen mit ganz präzisen und dennoch einfachen Regeln.
1. Nimm weg!
In akribischer Kleinarbeit wird eine Dominokette durch die ganze Wohnung gebaut. Dabei fängt der eine Mitspieler an einem Ende an und der zweite am anderen Ende. So kommt man nicht in Verlegenheit, sich unnötig unterhalten zu müssen. Trifft man sich schließlich in der Mitte, sucht sich jeder einen eigenen Stein aus und gibt ihm einen Namen.
Dann stößt ein Spieler die Kette an einem Ende an. Wer ist völlig egal. Jeder entfernt jetzt rechtzeitig seinen Stein aus der Kette, damit dieser nicht umfällt. Den Namen des Steines behält man besser für sich, da es völlig albern ist, Steinen einen Namen zu geben.
Wessen Stein zum Schluss nicht umgefallen ist, hat gewonnen. Dieses Spiel ist sehr harmonisch, da auch Unentschieden möglich sind. Und wenn wieder mühsam alle Dominosteine in der Schachtel verstaut sind, ist der Abend auch schon zu Ende. Wer Gast ist, sollte unbedingt schon vorher gehen und sich zu Hause gemütlich bei einer Tasse Tee in eine Decke kuscheln und ein Buch lesen.

Zwei weitere fantastische Spiele, die auch ohne Tee und Buch funktionieren: (weiterlesen…)
Kellernostalgie
Was haben wir in Erinnerungen geschwelgt, lagen uns in den Armen oder Beinen, kramten Bilder aus dem Schuhkarton und erzählten uns alte Anekdoten.
Einfach herrlich, als Igitte, unsere 5-beinige Spinne, auf dem Bauernhof meiner Schwiegermutter mit Hilfe Dutzender Kellerspinnen einen Eimer (!) Fliegen fing. (Sing Lang, die Pekingente, musste bekehrt werden, nicht auf einen Snack zu ihrem Ex-Koch im Restaurant Lotusgarten zu watscheln. Zu groß war die Gefahr, der Snack zu sein. Also musste eine delikate Gourmet-Alternative her. Was bietet sich da besser an als Fliegenmus?) Es war das einzige Mal, dass jemand auf Igitte hörte (Okay, ein bisschen Bestechung war auch mit im Spiel).
“Ach, Igitte”, sagte ich und wischte mir eine Träne aus den Augen, “dass du trotz deiner fünf Beine mal zu was nutze bist außer zum Topflappen weben!”. Man muss wissen, dass wir zu Hause in jeder Ecke Topflappen hängen haben, weil die Amputation Igitte etwas destabilisert für filigrane Netze. Seitdem kochen wir sogar zum Frühstück Kartoffeln mit Schinken-Sahne-Soße , um ihr etwas Selbstwertgefühl zu geben. Wir haben inzwischen neben Frühstückskochlappen auch Eierkochlappen, Pfannenkochlappen, Linkshänderkochlappen, Ganzkörperkochlappen, Kochlappen für Lachsschnittchen und “Kochlappen” für danach (Klopapier brauchen wir nämlich auch nicht mehr).
“Das war nicht einfach, die anderen zu überzeugen, was Igitte?” Ich zeigte ihr das Bild von der kleinen Werkstatt neben der Dehle. “Ja, ja, die waren sowas von sauer.” Igitte kicherte. “Immer wurde an ihren Netzen gezottelt. Die kamen ja zu nichts. Aber ich habe das ja geregelt.” Na ja, der Preis war schon hoch: Hinter Igittes Rücken vereinbarte ich mit meinem Schwager, dass ich später das Wohnzimmer tapeziere. Habe ich zwar nicht, aber er ließ für eine Woche Fahrrad und Werkzeug, wo es war. Daran ließ sich im wahrsten Sinne besser anknüpfen. Ein guter Deal, dachten sich die heimischen Kellerspinnen und gönnten uns eine Handvoll Schnaken (Ein bisschen faserig).
“Du bist schon eine tolle Spinne”, meinte ich mit großen Augen und nickte eifrig. “Guck mal, ich habe noch ein paar andere Bilder: Den Dachboden, wo die leckeren Obstfliegen schwirrten, den noch leeren Fliegeneimer, den tragischen Zwischenfall mit der Spinne, die sich aus Versehen selbst fing…”
Als Jan aus dem Nebenzimmer einwarf, dass ich das alles doch nur erzähle, um die alten Fotos wieder im Blog veröffentlichen zu können, weil ich nichts Neues zu bieten habe, konnte ich Igitte nur noch ein “Stimmt doch gar nicht!” hinterherrufen. Seitdem ist sie verschwunden und ich habe eine Brandblase, weil sie den bestellten Rückhandschnellkochtopflappen mit Doppelsaum nicht rechtzeitig geliefert hat. Na ja, jetzt sind die Fotos aber nun mal da. Ich zeig’ sie einfach mal, bevor ich sie wieder wegpacke. (Klick zur Großansicht)…
Oktober 23 at 2011 Donkys Freund Hinterlasse einen Kommentar
Mein Fenster zurück
Mein neues Desktop-Hintergrundbild für den kurzen Ausblick zurück (Derryclare, Connemara, Irland, Richtung Roundstone), Klick für größer:
Später Wurm
Nun fängt der frühe Vogel bekanntlich den Wurm. Deshalb hält sich Kolumbi, der Holzwurm, lieber an das Motto “Später Wurm entkommt dem Vogel” und ratzt durch. Aber so war das nichts Halbes, nichts Ganzes:
Nach durchzechter Nacht beim “Wet but lucky” e.V (Regenwurm-Rocker-Club) mit ein paar überreifen Kirschen hatte es Kolumbi nicht mehr nach Hause geschafft. Oder genauer gesagt: Mit dem Sauerstoff-Flash, als er sich durch die Wiese nach oben gebohrt hatte, setzte auch unmittelbar der Tiefschlaf ein.
So bibberte er am nächsten Morgen ganz schön bei um die 0 °C. Noch mehr bibberte er, als er merkte, dass sein Schwanz im Boden festgefroren war. Das war ihm nur solange peinlich, bis er durch die Grashalme etwas Schwarzes erspähte. Schlimmer noch: Etwas Schwarzes mit etwas länglichem Orangenen. Dann wurde aus peinlich schnell panisch. “Eine Amsel”, dachte er, “Scheiße auch!” Und Kolumbi flucht sonst nie.
Doch er hatte blitzschnell die rettende Idee (Nun ja, eine gute viertel Stunde überlegte er schon): Er stellte sich aufrecht und tarnte sich als Strohhalm. Amseln mögen keine Strohhalme. Oder hat jemand schon mal eine Amsel mit Cocktail gesehen? Schlau, nicht wahr?
Nun ja, das Schwarze mit dem länglichen Orangenen stand zwar nach drei Stunden Stillstand immernoch auf der Wiese auf dem selben Fleck, aber wer denkt schon an eine Spielzeuglokomotive mit gelbem Schornstein so früh am Morgen? War so was wirklich zu erwarten?
Schließlich kippte Kolumbi hechelnd um, weil der Boden taute. Seitdem klagt er über Nackenschmerzen (und so ein Nacken ist bei Holzwürmern ganz schön lang, wenn man nicht weiß, wo er endet). Und über schwarze Lokomotiven mit gelbem Schornstein klagt er seitdem auch. Glaubt natürlich keiner, wie immer.
Der Versuch einer Rekonstruktion: (weiterlesen…)
Fototipp: Besenrein
Diesen Zauber des Hinterlassenen, diese Ästhetik des Vergangenen, dieses Leben des Toten, gefunden hier, möchte ich nicht verheimlichen.
Oktober 19 at 2011 Donkys Freund Hinterlasse einen Kommentar
Noch’n bisschen Edinburgh
Ich verstand kein Wort, aber wenn der ganze Pub mitsummt, merkt man spätestens, wie schottisch das Lied ist…
Sind Sie Puppenspieler?
Bevor ich Donkys gesammelte Survival-Tipps beim "Flug über’n Berg" (Alpen) nach Südtirol zusammengefasst habe, Kolumbis Rezeptaustausch mit Apfelwürmern und Sing Langs Kulturcrash mit Schlutzkrapfen, außerdem alle Fotos sortiert sind, melde ich mich mit einem aufgewärmten, aber nicht minder wichtigen Artikel zurück:
Ich denke, die Frage dürfte viele Interessierte ab jetzt beschäftigen:
"Bin ich ein Puppenspieler?"
Also nicht ich jetzt, sondern Sie…oder Du… oder Werter Sie.
Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten, schon gar nicht, wenn man sie noch gar nicht gestellt hat. Also habe ich fünf Fragen erarbeitet, die eine eindeutige Einordnung von 0-10 Punkten ermöglichen. Damit jeder seine wahre Bestimmung finden kann. Ich habe sogar 35 Punkte bei diesem Test erreicht. Dafür musste ich ihn allerdings mehrmals durchspielen.
0-2 Punkte: Sie nutzen Ihre Hände nur zur Arbeit. Wenn Sie mit Puppen spielen, dann nur mit aufblasbaren und selbst das ohne Publikum.
3-4 Punkte: Fangen Sie einfach mal an. Der Spiegel ist ihr bester Freund. Lösen Sie sich von Playmobil und wagen sie etwas. Kasperle wird es Ihnen verzeihen.
5-6 Punkte: Die Zeit, als Sie heimlich in der Hosentasche Figuren geformt haben, ist vorbei. Sie trauen sich was! Sie sind Meister des gespielten Witzes im Kleinformat. Ihre Kollegen/Innen danken es ihnen mit anerkennenden Lächeln.
7-8 Punkte: Mario Barth könnten Sie schon problemlos mit einem Furzkissen als Puppe ersetzen. Auch im Olympiastadion. Man bräuchte nur eine größere Leinwand.
9-10 Punkte: Sind Sie vielleicht Pinocchio? Oder Chucky, die Mörderpuppe? Sie brauchen sich nicht mehr verstellen. Sie sind es!
Hier sind die Fragen:
Formen und Muster: Kurven
Paleica gab diesmal im Projekt “Formen und Muster” Kurven vor…
Kurz und bündig: Hier mein erster Beitrag.
Mal sehen, was das Wochenende noch so bringt.
Holzwurm-Blues
Kolumbi ist traurig. Sehr traurig. Selbstmörderisch traurig. Dass der Holzwurm immer wieder mal spontan mit dem Freitod liebäugelt, ist bekannt. Fühlt er sich manchmal im wahrsten Sinne des Wortes übergangen. Aber normalerweise lässt er sich auch sekundenschnell wieder vom Gegenteil überzeugen, zum Beispiel durch Partys oder eine leckere Schranktür. Diesmal meint er es aber ernst, denn er hat einen sehr merkwürdigen wie auch spektakulären Plan und bestand vorher auf eine Videobotschaft mit seinem letzten Blues. So stellte ich heulend die Videokamera auf…
Wer sich wundert, warum Kolumbi Gitarre spielen kann, sei dieses Video noch ans Herz gelegt:
Fotoaktion: Formen und Muster
Interessante Fotoaktion von Paleica: Mit verschiedenen, vorgegebenen Themen zu “Formen und Mustern” im Zweiwochen-Rhythmus darf fotografisch experimentiert werden, mit einem oder mehreren s/w- Bildern und Variationen. Wer zusteigen möchte ist gern willkommen. Einstieg ist das Thema “Rechtecke”. Ein Thema, das man angenehm weit stecken kann. Ich habe versucht, mich der Aufgabe mal in einer dritten Dimension zu nähern. (Technik: Canon 60 mm, Makro, Blende 3.5, 2 Sekunden)
Und ein weiteres Bild. Könnte natürlich auch unter “Perspektive” laufen, aber durch den Fokus auf die hintere, augeleuchtete Wand sowie die Symmetrie wird der Blick auf das Rechteck gezogen. Meine ich…
Donkys neuer Baum
Drama im Park. Donkys Baum ist weg. Einfach ab. Sicher, es kann ja niemand wiessen, dass darauf eine Ente schläft, aber einfach ohne zu fragen, das Bett zu zersägen, ist keine feine Art. Er hatte zwar immer ein wenig Ärger mit den Nachbarn, den Kröten, und das widerliche Laub versperrte im regelmäßig den Seeblick.
Aber so ein Heim wächst schon irgendwie ans Herz. Da vergoss er so manche dicke Träne. Zumindest für ein paar Minuten, bis Donky sein neues Penthouse entdeckte. Jetzt gilt es nur noch eine gute Strategie gegen die Krähen zu entwickeln. Donky hat schon eine Idee mit dem Strommasten auf dem Acker…
Bloggeraufgabe: Doofente auf Reisen (3)
Renee gab mir den Auftrag, eine Fortsetzungsgeschichte weiterzuschreiben (Ursprung Mrs. Karibale aus dem PP 2010). Ich war mal so frei und habe der Geschichte einen (offenen) Namen gegeben, da nicht alle das PP 2010 kennen (mich bisher eingeschlossen). Na dann:
Was bisher geschah:
Doofente will über den großen Ozean, Verwandte besuchen, weiß aber leider nicht, wie man schwimmt. "Zuerst schwimmen, dann Ozean", meinte seine Mama sinngemäß. Doofente sucht am Teich jemanden, der ihr hilft…
…" Hallo", rief die Doofente über das Wasser, "wie kann ich schwimmen?" Stille. "Ach, schade, dann werde ich wohl doch im Ofen landen, wie es mir Moritz, die Katze, vorhersagt. Na ja, ist zumindest warm.", seufzte sie. "Einfach reinspringen!", tönte plötzlich eine Stimme vom Teich. "Dann geht alles von selbst". Doofente sah sich überrascht um. "Wer ist da?" Auf dem Teich dümpelte eine leere Cola-Flasche, aber sonst war niemand zu sehen. "Guck mal, ich wurde ins Wasser geworfen und seitdem wippe ich hier einfach rum", sprach die Flasche, was für Flaschen äußerst ungewöhnlich ist. "So einfach geht das?", freute sich Doofente. "Klar, spring einfach!", ermutigte die Cola-Flasche den Vogel. Nach einem etwas holperigen Anlauf vom Zaun plumpste das Federvieh in den Teich. Und wie es sich für eine Ente gehört, steckte sie erstmal das Köpfchen in das Wasser. Allerdings streckte sie nicht wie geplant das Schwänzchen in die Höh, sondern schluckte stattdessen einen Liter Algenbrühe. Und gleich noch einen weiteren ein paar Meter tiefer. Fatalerweise können Cola-Flaschen nämlich gar nicht reden. "Sind alle Enten so bekloppt?", quakte eine Kröte im Schilf und schüttelte kichernd den Kopf. "Na ja, klang schon wirklich echt. Du so als Cola-Flasche", antwortete ihr Nachbar. "Wo ist sie denn jetzt?", sagte er neugierig und lugte durch die Blätter. Die andere Kröte zuckte mit den Schultern. "Ähm. Keine Ahnung!"
Wie diese dramatischen Ereignisse weitergehen, würde ich gern (inklusive Foto, wenn möglich) von Paleica wissen.
Um den Faden nicht zu verlieren, könnte man eine Liste bisheriger Autoren als "Kurzüberschrift-Link" kopieren und fortführen:






















Euer Senf