Posts filed under '07. Alles und nichts'
Assoziationen im Supermarkt
Meine irrationalen Assoziationen in unserem Supermarkt:
- Tomatenmark > Ketchup (Tomatenmark steht aber bei den Nudeln, weil man es ja IMMER zu Nudeln benötigt!)
- Rinderfond > Soßen (steht aber beim Ketchup, weil Ketchup ja auch eine SOSSE ist)
- Semmelbrösel > Brot (steht aber bei den Backwaren, weil Semmelbrösel ja auch gebacken WURDE)
- Gehackte Nüsse > Gemahlene Nüsse (Nüsse GLEICH Nüsse, nicht aber bei uns, da liegt eine Etage dazwischen)
- Reis > Nudeln (steht aber bei den China-Spezialitäten, wird ja auch NUR für Chinesische Küche benutzt)
- Haushaltshandschuhe > Haushaltswaren (hängen aber beim Spüli, dazwischen liegen Spiel- und Schreibwaren)
Macht in Summe eine halbe Stunde.
2 comments November 28
Dienstag Abend
Ehrlich, ich würde zu jeder Fernsehserie die 50 € Frage bei Günther Jauch vermasseln. Prominente in Abendshows kenne ich überhaupt nicht mehr, weder Gesicht noch Namen, obwohl sie angesagte Stars in Serien sind, die ich ebenfalls nicht kenne. Meine letzte vollständig frequentierte Reihe war Colt Seavers. Davor Wickie. CSI Miami, NY oder Bad Wörishofen verwechsle ich regelmäßig mit Werbespots für Herrennassrasierer und Desperate Housewives mit einem mexikanischen Bier-Mixgetränk. Was hipp ist, bekomme ich sowieso erst mit, wenn es als siebte Wiederholung im RTL II Nachmittagsprogramm läuft. Comedy-Serien finde ich -tja, wie soll ich sagen- nicht lustig, was sie eigentlich sollten. Fast keine. Forsthaus Falkenau gucke ich vielleicht noch ab und zu. Aber nur bei meiner Schwiegermutter und weil als Alternative dort im Kaff nur die Dorfkneipe zur Verfügung steht. Die ist so eine Art Verwachsung von „Unser Charly“ und „A-Team“, nur in live. Und was sonst noch läuft, hält eh nur eine Staffel. Zum Glück, wie mir die nervigen Trailer vermitteln. Jetzt kann man mir sicherlich mit Recht noch entrüstet „echte Klassiker“ an den Kopf werfen, aber ich bitte um Gnade. Vielleicht habe ich einfach zu wenig streng getaktete Zeitslots.
Aber ab morgen streiche ich mir den Dienstag abend im Kalender an. Stromberg: Böse, aber intelligent knapp über der Gürtellinie, fein beobachtet und gespielt, mit Witzen, die auch beim dritten Mal noch lustig sind und nicht schon zum ersten mal nicht mehr. Mein Serienfavorit. Ist ja auch die einzige.
Der aktuelle Trailer wirkt jedoch etwas vermariobarthet. Man will hoffentlich nur neue Zielgruppen erreichen und fegt nur ein paar Kalauer zusammen.
Deshalb mal hier was anderes mit dem Ekel (Best of – Ausschnitte findet man leider nicht auf YouTube).
6 comments November 2
Kirche im Sack
Gestern, recht spät:
- "Jetzt lass mal die Katze im Sack!"
- "War das nicht die Kirche?"
- "Nein, die muss man durch’s Dorf treiben."
- "Sau!"
17 comments Oktober 29
Schöne Aussichten
Nachdem mir Schildmaid das „Fenster auf“-Stöckchen bereits -ach, vor Ewigkeiten- zugeworfen hatte, war ich hin- und hergerissen, ob ich das Nachbarhaus aus dem Schlafzimmer, Wohnzimmer oder Kinderzimmer fotografieren sollte, mit oder ohne Busch, Garage offen oder zu… Auch der richtige Lichteinfall, der die architektonische Meisterleistung der avangardistischen Reihenhäuschen (Flur rein, Küche rechts, Klo links, dahinter Treppe hoch zu den Schlafgemächern, geradeaus das Wohnzimmer) erst so aufregend wirken lässt, musste wohl kalkuliert sein. Und gibt es Klärungsbedarf, wenn ich mit Teleobjektiv auf das Schlafzimmerfenster des Nachbarn ziele?
Zu viele Unwägbarkeiten für ein Bild, wie ich fand, und füllte erstmal eine Waschmaschine und lüftete die Waschküche. Da ich beim Waschmaschine füllen immer meinen Fotoapparat dabei habe, schoss ich mal ganz unbedarft ein Foto aus unserem Kellerfenster. Und siehe da: Ist es nicht schön?
Hier sammeln sich neben dem Eingang und leicht versteckt hinter einem Busch diverse Fundstücke, die Jan von seinen Streifzügen dort lagert. Stöcke, Stöcke, manchmal auch ein paar Stöcke, Latten, mit und ohne rostigem Nagel, Plastikabdeckungen, kaputte Drachen und ein Fußball für den schnellen Kick. Ich merke, die Kammer muss mal wieder etwas aufgefüllt werden, der Kerl war jetzt zu lange bei Oma.
Nehme sich das Stöckchen, wer will!
3 comments Oktober 24
Lüge
Da schreibe ich tagelang -was sage ich, nächtelang- einen didaktisch raffinierten, rethorisch eloquenten, kreativ überschäumenden, mulitimedial innovativen, aufwändig formatierten Artikel über Donkys Anti-Windkampagne an der Nordsee, der alles bisher Publizierte in den Schatten stellt, das Wort Humor neu definiert, in wilder Extase mit Worten jongliert, Generationen auf ewig verbindet, Tränen in die Augen treibt sowie im selben Moment ein Lächeln in das Gesicht zaubert, und plötzlich zerstört mir WordPress alles, wirklich alles!!! Das dauert Monate, wenn nicht Jahrzehnte, um diesen Meilenstein literarischer Zeitgeschichte Fragment für Fragment zu rekonstruieren. Ein Tonkrug aus Atlantis wäre ein Kinderpuzzle dagegen. Aber ich werde in Kürze schonmal eine kurze Inhaltsangabe schreiben. Versprochen!
8 comments Oktober 22
Ohne Punkt und Komma
Ein anonymer Kommentar über die "Other"-Funktion der letzten Umfrage hat den "ortho- und lithographischen (?) Unsinn" des Buchanfangs angeprangert. Teilweise zu recht ("erst recht" wird z. B. klein geschrieben). Das muss natürlich sitzen.
Ich habe mich nochmal reingekniet und stolpere vor allem über zwei Themen: Direkte Rede mit eingeschobener Erklärung und Nutzung des Ausrufezeichens.
So ist es, denke ich, zunächst mal korrekt:
„Nein, zufällig habe ich keinen Siedepunkt“, rief Donky ungehalten vom Baum, „und ich bin auch keine Dampfnudel, oder sehe ich so aus?“
- Kein Komma nach ‘Siedepunkt’ trotz Teilsatz
- Eingeschobene Erklärung
- Komma nach der Erklärung
- klein weiter
- Komma nach ‘Dampfnudel’ (Richtig? Wie trennt man einen Aussage- und eine Fragehalbsatz?)
- Kein Punkt am Ende
Nun möchte ich aber eigentlich die Aussage etwas teilen, um den Teilaussagen mehr Gewicht zu geben und eine kleine virtuelle Pause einzufügen:
„Nein, zufällig habe ich keinen Siedepunkt!“, rief Donky ungehalten vom Baum. „Und ich bin auch keine Dampfnudel, oder sehe ich so aus?“
Ist das noch "erlaubt"?
- Ausrufezeichen nach dem ersten Teil, ohne Aufforderung?
- Punkt nach ‘Baum’, weil ein neuer Satz beginnt oder Komma, weil sie sinngemäß zusammengehören?
Gar nicht so einfach…
6 comments Oktober 9
Scheiß Wetter
So, Schluss jetzt mit Sommer und Hitze! Ich warte auf den November: Luftige 9 Grad und erfrischenden Nieselregen. Eine Wonne! Ich kann was ausziehen oder mehr anziehen, wie es gerade passt. Im Sommer ist dagegen irgendwann die letzte (vertretbare) Hülle gefallen.
Ich weiß, ich stehe mit der Meinung ziemlich alleine da. 99% der Deutschen bevorzugen 35 °C. Damit sind sie Opfer des fatalen Irrtums der Evolution, die sie ohne zu fragen in die gemäßigte Zone setzte. Und das, obwohl sie physiologisch doch eigentlich für die Liegestühle der Costa del Sol geschaffen sind. Und wenn nach drei Tagen Hitze schließlich doch 99% der besagten 99% über das Wetter in Deutschland meckern, dann liegt es an der Art der Hitze, die ja in Deutschlang ganz anderes ist als in TUI-Land. So schwül und so. Alles Quatsch: Hitze ist Hitze. Und Hitze ist Schwitzen.
Überhaupt: Sommer ist langweilig! Ich gucke rechts, links und nach oben und alles ist blau. Und eine halbe Stunde später auch. Nichts passiert in der Landschaft, außer dass ich muffige Luft atme, als ob ich meine Nase in einen Fön halte. Keine spektakulären Wolkenspiele, dafür alles zweidimensional wie die Millionen langweiligen Urlaubs-Postkarten von irgendeinem x-beliebigen Strand, der letztendlich auch nicht anders aussieht wie die XXL-Version des aufgekippten Sandes im Freibad. Und dafür Tausende Euro den Reiseanbietern in den Rachen schieben. Na ja, man ist ja über den lokalen Abzock-Wochenmarkt gegangen und hat dabei Land und Leute kennengelernt („Ganz schön aufdringlich, diese Tunesier!“). Schwaches Alibi. 1000 € für 3 Wochen Sonnengarantie. Das ist der einzige Grund. Und danach 49 Wochen gefangen im falschen Land.
Apropos Sand: Völlig überflüssig, nein sogar lästig. Hängt monatelang in den Klamotten, mindestens aber in den Schuhen und für jedes Foto muss ich aufwändig meine Kamera aus einer Tüte kramen, weil mir das Zeugs sonst die Mechanik ruiniert. Andererseits. Was soll ich überhaupt fotografieren?
„Aber ist es nicht schön, abends bei einem gekühlten Getränk lange draußen auf der Wiese am Grill oder im Biergarten zu sitzen?“ Bei dieser Floskel werde ich fast weich, denke aber unmittelbar danach an die 12 Stunden, die ich vorher ertragen musste. Kneistend und blinzelnd, weil ich regelmäßig meine Sonnenbrille vergesse oder verliere, so dass ich anschließend erst einmal mit einer hartnäckigen Gesichtslähmung zu kämpfen habe. Im Sommer sitzt man im Biergarten draußen, im Winter drinnen. So einfach ist das. Nur mit dem Unterschied, dass ich draußen grundsätzlich im zielstrebigen Dunst einer meterweit entfernten Zigarette sitze. Und Grillen? Na, dann eben nicht, wenn’s nicht geht! Pizza ist doch auch lecker, oder?
Ja, ok, ich mag Sonne, schon allein wegen der Glückshormone, die das Teufelsding freisetzt. Ich möchte ja nicht zum Selbstmörder mutieren wie die ganzen armen Skandinavier. Das wird zum Herbst ja ganz schlimm bei denen. Aber Sonne eben ohne Sommer. 10 Monate ohne Juli und August. Den Juni sei noch denen gegönnt, die sich sonst das Leben nehmen würden, wie die ganzen Skandinavier. Nur Sonne wie an einem frischen Frühlingstag oder im goldenen Oktober, leicht gehemmt und zurückgezogen. Eine Sonne, die Aktivitäten anregt und nicht verbrennt.
Allen 99% verkappten Südländern wünsche ich noch einen knackigen Rest-Sommer. REST! Natürlich nicht so lange und nicht so schwül und nicht im Büro und nicht nachts, aber vor allem…NICHT BEI MIR!! Den restlichen 1% sage ich nur: Bald ist es vorbei!
9 comments August 18
Die 5 Gefährten – Reisebericht Tag 5-7
Über 500 km Rad an den Flüssen Rhein, Ruhr und Lahn per Rad in Begleitung von 5 Gefährten als Steckfriefe.
Tag 5: Baldeneysee Essen (2. Tag auf dem Campingplatz "Haus Scheppen", Rundtour zur Villa Hügel 25 km)
Tag 6: Baldeneysee Essen – Hattingen (Tag 7: Hattingen)
- Strecke: 25 km gegen den Strom
- Wetter: Mehr Tretboot als Fahrrad
- Campingplatz: 5 Sterne Deluxe (Hotel Mama)
- Stimmung: Cool! In jedem positiven Sinn
- Die Gefährten:
- Donky, der Erpel: Lässt sich von Mops, der Möwe, die Füße massieren.
- Kolumbi, der Holzwurm: Hat keine Füße zum Massieren.
- Manfriss, der Metallfresser: Glück für Kanufahrer: Boote sind aus Plastik. Pech für Beachvolleyballer.
- Qualo, die Trockenqualle: Neue Freundin entdeckt: Nunni Nanni, die Trockenkoralle (Vorstellung später)
- Mops, die dicke Möwe: Massiert Donky die Füße, weil Donky ihn aus Rotterdam zurückgeholt hatte.
- Donky, der Erpel: Lässt sich von Mops, der Möwe, die Füße massieren.
- Besonderes:
- Tag 5: Die Krupps (Villa Hügel) hatten einen schlechten Geschmack.
- Tag 6: Mettbrötchen und Kaffee satt für nur 8 € (3 Personen) beim Motorradtreff "Haus Scheppen"
- Tag 7: Ice Age 3 in 3D
- Tagestipp:
- Tag 5: Grieche direkt am S-Bahnhof Villa Hügel (Zeus-Teller…was auch sonst…)
- Tag 6: Nie Regen-Gamaschen über die Regenhosen anziehen. Das Wasser fließt die Hose runter direkt in die Schuhe. ICH hatte das Problem nicht.
Add comment August 18
Aus alt mach’ neu
Im Urlaub brachen bei meinem Zelt der Marke Exped drei Stangen. Zum Glück ließen sich alle noch notdürftig reparieren, dass wir den Urlaub nicht abbrechen mussten. Das ist für ein Highend-Zelt völlig indiskutabel, lag aber an einem Materialfehler, mit der auch die Premiummarke Hilleberg und andere Zelthersteller 2004 zu kämpfen hatte (gleicher Zulieferer) und zwar nur 2004.
Das Zelt hatte ich aber leider genau 2004 als Ausstellungszelt direkt über den Hersteller bezogen mit 1 Jahr Garantie (zum halben UVP-Preis). Nun hatte ich schon erwartet, dass man mir deutlich vergünstigt einen neuen Stangensatz schickt. Abgelaufene Garantie hin oder her.
Aber was lag gestern im Paket? Ein nagelneues Zelt (Nachfolgermodell) zu 0 €!
Selten so über einen Defekt gefreut!
5 comments August 12
Die 5 Gefährten – Tag 3-4
Über 500 km Rad an den Flüssen Rhein, Ruhr und Lahn per Rad in Begleitung von 5 Gefährten als Steckfriefe.
Tag 3: Zons-Meerbusch
- Strecke: 35 km relaxt, Pille-Palle.
- Wetter: Hinten blau, vorne grau, am Ende regnet es wie Sau
- Campingplatz: Tip Top soweit! Aber für das Geld wäre ein Fünf-Sterne-Hotel günstiger (mit 24 € teuerster Campingplatz der Tour)
- Stimmung: Irgendwie wie die Etappe: So wie im Vorbeigehen diffus.
- Die Gefährten:
- Donky, der Erpel: Auf der Suche nach Mops
- Kolumbi, der Holzwurm: Die ganze Zeit den Rucksack vollgekotzt!
- Manfriss, der Metallfresser: Verursacher diverser „Cancelled“ Meldungen am Düsseldorfer Flughafen, aber satt!
- Qualo, die Trockenqualle: 50 Meter Sicherheitsabstand zum Rhein
- Mops, die dicke Möwe: Abzweig verpasst, unterwegs Richtung Rotterdam
- Donky, der Erpel: Auf der Suche nach Mops
- Besonderes:
- Hätte ich nicht die Nudeln im Supermarkt vergessen, hätte ich es im Trockenen geschafft. Regenklamotten lagen extra trocken im Zelt.
- Tagestipp:
- Nie die Nudeln vergessen und Regenklamotten nutzen tatsächlich etwas bei Weltuntergangsstimmung…
Tag 4: Meerbusch-Essen Baldeneysee
- Strecke: 65 km, davon 20 km Gegenwind, 20 km Duisburg, 20 km Pfützen.
- Wetter: Immer anders als gerade angezogen…
- Campingplatz: Ein Genuss! inklusive sanfter WDR 2 Musik beim Sch**** für einen gelungen Abgang
- Stimmung: Schwankend wie das Wetter und holperig wie die Strecke, aber mit versöhnlichem letztem Drittel!
- Die Gefährten:
- Donky, der Erpel: Ließ uns zum Glück in Ruh’
- Kolumbi, der Holzwurm: Der Wieder-Runter-Bringer!
- Manfriss, der Metallfresser: Im Duisburger Hafen hängen geblieben: Kein Scherz, dort gibt es eine ausgewiesene „Schrottinsel“!
- Qualo, die Trockenqualle: 20 Meter Sicherheitsabstand zum Rhein
- Mops, die dicke Möwe: Muss Donkys Rettung teuer bezahlen…
- Donky, der Erpel: Ließ uns zum Glück in Ruh’
- Besonderes:
- Der Rhein führt gen Norden und die Ruhr gen Westen und trotzdem hatten wir bei Westwind laufend Gegenwind…komisch!!
- Tagestipp:
- Eine Wolke macht noch keinen Regen! Nur, wenn man ausnahmsweise die Regenjacke in den taschen lässt.
3 comments August 9
Macke
Alter: Für alle, die schon bis 5000 rechnen können
Erforderlich: 5 Würfel, Würfelbecher, Block, Stift
Geeignet:
für ungedeckte Holztische, für DIN 4 Speisekarten als Unterlage, für Bifi-Pausen bei Kilometer 43, für Regen drinnen, für Sonne draußen, in der Pause zwischen Pizza Tonno und Erdbeerbecher, mit Blick auf die Lahn bei einem gekühlten Weilburger Pils
Nicht geeignet:
für federnde Frisbeescheiben-Innenseiten, für laute Keramiktische, für Terrassenplätze direkt am Geländer, für Gras, für Regen draußen, neben einem Weinglas, mit abgebrochenen Bleistiften, beim Radfahren, zwischen Isomatten im Zelt nach 22 Uhr ohne Taschenlampe.
Regeln:
Werte gefallener Würfel:
- 5 (Wert 50)
- 1 (Wert: 100)
- 3er Pasch (3 Würfel einer Zahl auf einem Wurf. Wert: 2-6 entspricht 200 – 600; 1 entspricht 1000). Ein Pasch kann nicht gesammelt werden.
Zug:
Spieler 1 beginnt:
Der Spieler kann bei jedem Wurf einen oder mehrere Würfel mit Wert (bzw. einen Pasch) rauslegen oder den Zug beenden.
Würfelt der Spieler weiter, so kann bei jedem Wurf zusätzliche Würfel rauslegen. Die Chance auf Würfe mit Werten wird jedoch immer geringer. Der Spieler darf auch Würfel mit Wert erneut würfeln. Beispiel: 5 wird wegen geringen Wertes von 50 nicht rausgelegt in Hoffnung auf eine 1 (Wert: 100) oder einen Pasch (Wert: mindestens 200). Mindestens ein Würfel muss jedoch bei jedem Zug rausgelegt werden.
Zugende:
- Der Spieler notiert die Summe der Würfelwerte, vorausgesetzt im letzten Wurf fielen Würfel mit Werten 1 oder 5 bzw. Pasch (Beispiel: 2 x 1 + 1 x 5 aus dem ersten Wurf und 1 x 5 aus dem zweiten Wurf ergeben 300 Punkte).
- Sind bei einem Wurf weder Würfel mit Wert 1 oder 5 oder ein Pasch gefallen, ist der Zug beendet und der nächste Spieler beginnt. Es werden für diesen Zug 0 Punkte für den Spieler notiert. Dabei ist egal, ob der Spieler vorher bereits Punkte rausgelegt hat.
- Sind alle 5 Würfel rausgelegt, muss/darf der Spieler erneut mit allen Würfeln weiterspielen. Fällt jedoch kein Würfel mit Wert oder ein Pasch, sind alle vorher gewürfelten Punkte verloren und der Spieler notiert eine 0. (Beispiel: Rausgelegt: 3er Pasch mit Einsern und 2 x 5 entsprechen 1100 Punkte. Alle Würfel werden erneut gewürfelt: 2 x 6, 2 x 3, 1 x 4. Die 1100 Punkte verfallen und der Spieler notiert: o!)
Spielende:
Wer zuerst 5000 Punkte erreicht hat, gewinnt. Ist die Runde noch nicht beendet, haben die restlichen Spieler noch einen Nachwurf. In dem Fall gewinnt der Spieler, der die höchste Punktzahl über 5000 erreicht.
Add comment Juli 24
Alibi
Wenn bei uns in der Kantine Currywurst mit Pommes zur Auswahl steht, entsteht ein erhöhter Andrang an der Maschine für frisch gepressten Orangensaft.
6 comments Juni 24
Erster oder Letzter?
Mein Chef: "Es wird ein Evakuierungsbeauftragter gesucht. Hat jemand Interesse?"
Kollege: "Vorab eine Frage: Geht der als Erster oder als Letzter aus dem Haus?"
9 comments Juni 23
Mountain = Berg
"Da kaufe ich mir ein teures Mountainbike, und es fährt noch nicht mal den Berg hoch!", wird sich der Freak denken, der jeden Morgen sein HighTech-Gerät bei uns vorbeischiebt.
1 comment Juni 22
Von 1.500 auf 0
…und zwar in Kilometern Anreiseweg. Letztes Jahr in Schottlands Norden, dieses Mal direkt den Start vor unserer Haustür zur großen Tour de RRL (Rhein, Ruhr und Lahn). Mit dem ersten Pedaltritt unserer überladenen Fahrräder beginnt das Zurücklehnen (soweit man sich beim Fahrradfahren von Zurücklehnen reden kann). Von wegen, ein Kind braucht ja weniger.
Die Mosel/Nahe/Saar-Variante 2006 haben wir noch in guter Erinnerung (siehe Fotos). Allerdings auch einer der tropischsten Urlaube (35 C°) , die ich je über mich ergehen lassen musste. Ab 23 C° ist bei mir eigentlich Schluss. Der Schweiß läuft ab der Temperatur schon beim Schuhe zu machen.
Vor drei Jahren war Jan gerade mal 6 Jahre alt und fuhr noch mit Puky-Fahrrad, was die doppelte Trittfrequenz im Vergleich uns zur Folge hatte bei einer Durchschnittsfahrt-geschwindigkeit von 12 km/h (Diesmal rechnen wir mit 17 km/h). Das brachte ein gemütliches Tempo (nicht für Jan), aber auch wenig Fahrtwind, vor allem wenn wir in der prallen Sonne unbedingt pinkeln mussten.
Ich liebe es, wenn ich jedem Tag einen Namen geben kann, allein vom Ort her. Spätestens jeden zweiten Tag woanders, ohne zu wissen, welch neckische Überraschung negativ (Mückenarmee im Zelt) wie positiv (Jumboschnitzel mit Schoppen für 8 €) auf uns warten. Solch ein Urlaub ist für mich einfach länger präsent als ein Urlaub mit gleichgeschaltetem Datum. Schon die Vorbereitung ermöglicht ein kurzes Abtauchen und sei es in Google Earth.
In zwei Wochen fahren wir nun von Bonn über Neuss, Krefeld, Duisburg, Essen, Hattingen bis Schwerte. Teilweise auf echten Dauercamper-Plätzen im Ruhrgebiet. Hansa-Pils und Grillzange mit Unterhemd und Gartenzwerg ist kein Klischee! Dann Marburg, Wetzlar, Limburg, 2-Tages-Kanutour, Bad Ems, Koblenz, Remagen, Bonn. Alles mit Zelt und Schlafsäcken, so 50-70 km pro Tag. Dazwischen mal mit der Deutschen Bahn.
So steht das kommende Wochenende im Zeichen der zwei Räder (Frontgepäckträger montieren, Reparatur, Justage…). Normalerweise mag ich die Arbeit gar nicht. Diesmal ist es wie Urlaub.

Besuch
13 comments Juni 18
Welcher Grußtyp bin ich?
Ich oute mich jetzt mal. Netten Bekannten, die ich aber nicht als meine Freunde betrachte, gebe ich am liebsten nur die Hand. Bisschen herzlicher vielleicht, mit beiden Händen oder kurzen Griff an die Schulter (Obama macht das auch so), aber das reicht. Keine Umarmungen, bei denen ich regelmäßig immer die falsche Seite wähle, um so entweder peinliche Kopfstoßer oder Lippenberührer zu verursachen. Ganz nebenbei schleppe ich dabei den ganzen Abend irgendein fremdes After Shave oder Parfum mit mir rum.
Das wirkt alles etwas steif, wenn ich nach einer hemmungslosen Begrüßungsorgie mein „Hallo zusammen!“ in die Runde winke. Aber es kürzt die Zeremonie wohltuend ab, so dass ich oft auch Erleichterung in vielen Augen erkennen kann. Vor allem bei denen, die sich noch nicht als Handschüttler geoutet haben und das Spiel mit pointierter Offenenheit nur notgedrungen mitmachen.
Der Daumengriff-Shaker war lange Zeit mein Ausweichgruß (nur bei Männern natürlich). Das wirkte locker, war es aber nicht. Meistens merkte ich, dass mein Gegenüber auch ein verkappter Handschüttler war. Also schüttle ich seit dieser Erkenntnis doch einfach die Hand und beide strahlen über beide Backen bei soviel Unverkrampftheit.
Mit dem dreifachen Luftwangenkuss (nur bei Frauen natürlich) freunde ich mich langsam an. Etwas Körperdistanz und wenn ich weiß, auf welcher Seite ich anfange, hat es sogar etwas diskret Vornehmes. Sonst jedoch nicht. Bei guten Freunden sieht das etwas anders aus. Die knuddle ich, was das Zeug hält, auch wenn sie eigentlich bekennende Handschüttler sind. Da müssen sie durch.
Ach, tat das gut! Nach diesem Befreiungsschlag darf sich hier jetzt jeder hemmungslos outen. Natürlich nur, wer will.
5 comments Juni 5
3? Stock
Schildmaid warf mir ein sehr anspruchsvolles Stöckchen zu, bei dem ich nicht nur bequem drei Fragen beantworten muss, sondern mir die auch noch stellen muss. Und dann dürfen es noch nicht mal Grundsatzfragen sein. Mir fallen mit dieser Einschränkung aber jetzt natürlich nur Grundsatzfragen… was sage ich…Lebensfragen ein. Außer vielleicht eine zur Lieblingsfarbe, aber die könnte ich dummerweise überhaupt nicht beantworten.
Zunächst sollen die Fragen selbst beantwortet werden, dann sollen noch drei weitere Blogger beansprucht werden, die zunächst die Fragen hier im Blog per Kommentar beantworten sollen, um sich anschließend drei eigene aber bitte schön in ihrem eigenem Blog auszudenken.
So, da stehe ich nun…
Was soll ich machen? Hier müssen wir gemeinsam durch! Hier sind meine drei (Grundsatz-)Fragen, die mich zur Zeit quälen:
1. Warum tragen Hausmeister grundsätzlich graue Kittel?
Meine Interpretation: Das ist betonfarben, nicht grau, und dient zur Tarnung in artgerechter Umgebung. Hätten Hausmeister neongelbe Kittel, könnten sie sich nicht so leicht anschleichen, um jemanden anzubrüllen, dass das so ja nicht geht. Völlig egal was. Vielleicht weiß jemand ja mehr über diese rätselhafte Dienstkleidung.
2. Gibt es das perfekte Paradoxon, wenn ja, warum nicht?
Ich fürchte, bis heute war jedes Paradoxon erklärbar. Es scheint immer nur widersprüchlich. War es aber nicht, ätsch! Das nimmt ihm etwas von seinem Mythos. Bis ich heute diese Frage stellte: Das halte ich für ziemlich perfekt paradox und ich bin auch irgendwie stolz darauf. Bis mir jemand das Gegenteil beweist. Das wäre dann wirklich paradox. (EDIT: Nach einem "Paradoxum" zu fragen, das es gar nicht gibt, weil es ja "Paradoxon" heißt, machte die Frage noch paradoxer. Ich will Unkundige aber nicht überfordern und habe die Frage korrigiert)
3. Was ist der Preis der Liebe?
Boah, wer stellt denn so ‘ne Fragen? Keine Ahnung! Muss ich mal nachrechnen. Zum Glück bewahre ich ja die Quittungen auf.
Jetzt erwarte ich von den Stöckchen-Liebhabern Silencer, Miki, und Offensichtlich etwas seriösere Antworten (und natürlich Fragen im eigenen Blog). Das ist ja wirklich schlimm hier.
12 comments Mai 26
Bye, bye Achtziger!
Wie im letzten Artikel bereits angekündigt werde ich den 80er Musikquiz nicht weiter fortführen, nachdem er die letzten Wochen ja sowieso etwas wacklig war. Er bindet mir einfach zu viel Zeit. Das fällt mir schon schwer, da die Raterunde (Schildmaid, Miki und Ela, um genau zu sein) sich wirklich ihr grandioses Wissen lustig hin und her geworfen hatte. Schade eigentlich…aber trotzdem sorry!
10 comments Mai 26
Aus alt mach bunt
Eine ganze Vitrinenwand voller Pokale und Orden, daneben ein Banner mit Hirschkopf und der Aufschrift „Glaube, Sitte, Heimat“, vergammelte, selbstgezimmerte Tische, graue Stühle, verhunzte, knarzende Dielen, die ihren miefigen Dunst im Raum verteilten. Die Tanzfläche hatte auch schon glänzendere Tage zu volkstümlicher Schlagermusik erlebt. An der anderen Wand neben diversen Zinntellern eine Armbrust und ein signiertes Bild von Horst Köhler in Nachbarschaft zum Ehrenvorsitzenden. Die Breitseite zierte eine graue Gardinenfront und die Decke aus dunklem Holz gab dem Raum die gefühlte Höhe einer Garage. Neonröhren hinter einer Holzverkleidung zeugen von nüchternem Pragmatismus. Die Schützenkönige thronten als Bilder ab 1900 mit aufwendigen, aber vergilbten Passepartous in schweren Rahmen über dem Thresen, wo Häkeldeckechen mit champagnerfarbenden Kerzen das Ambiente des „Schützenhauses“ geschmackvoll untermalten. Der Schützenverein ist sogar so optimistisch, vorgestanzte Passepartouts für die Schützenkönige bis 2029 in einem Rahmen zu spendieren. Erst ab 1978 durften auch Frauen neben ihren Helden in traditioneller Tracht posieren, wie uns übrigens auffiel.
Wir hatten keinen anderen Ort für unsere große 40+ 10 Feier gefunden (40 Jahre ich, 10 Jahre verheiratet), der nah, laut betanzbar, bezahlbar, für 70 Leute weder zu groß noch zu klein und irgendwie auch nicht zu hip ist. Das finde ich manchmal zu bemüht up to date und deshalb langweiliger als einen Gemeindesaal. Nebenbei: Es war eine richtig gute Party mit 50% Bonnern, die wir in den letzten zwei Jahren kennenlernen durften und 50% von überall, wo wir schon mal waren…
Nur was macht man mit solch einem Raum? Bloß nicht verstohlen die Vitrine und Bilder abhängen. Bloß nicht sich selbst verleugnen. Diese Reliquien mussten lichttechnisch in Szene gesetzt werden. Seht her: Das ist ein echtes Schützenhaus und hier feiern wir! Möglichst wenig Sitzgelegenheiten, um Himmels willen keine Kerzen und Blümchen, nur Stehtische um die Tanzfläche…und bunt. Das war’s schon, um dem Raum einigermaßen den Muff zu nehmen, ohne ihn künstlich zu verbiegen (Zumindest diese Illusion brauchen wir…).
Vorher:
4 comments Mai 19















