Der Bussard
September 21 at 2010 Donkys Freund Hinterlasse einen Kommentar
Wenn vom Baumstumpf furchtlos blickt
der Bussard wie von einem Thron,
das Wiesel reglos in dem Fang,
so kann man ahnen, wie geschickt
er wohl gespäht nach einem Lohn
und wie sein Schrei die Luft durchdrang,
wie er dann ließ sein Auge schweifen
von Feld zu Feld für den Verzehr
bis das Wiesel sich geregt.
Wie kunstvoll mochte er es greifen,
dass glänzen trotz der Beute Wehr
die edlen Schwingen so gepflegt?
Wenn vom Baumstumpf furchtlos blickt
der Bussard wie von einem Thron,
das Wiesel reglos in dem Fang,
er trotz Geschepper nicht erschrickt
auf dem Sims seit Jahren schon
so starr und steif im Restaurant.
Eintrag abgelegt unter 07. Alles und nichts. Tags: Bussard, Gedicht, makaber.



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