Archiv für April, 2010
Formen und Muster: Kurven
Paleica gab diesmal im Projekt “Formen und Muster” Kurven vor…
Kurz und bündig: Hier mein erster Beitrag.
Mal sehen, was das Wochenende noch so bringt.
Projekt 52: Kunterbunt
Hotz, dem Hirschhasen, ist es leid. Nachdem ihn die Parkgemeinde bei seinem Krönungsjubiläum so arg versetzt hatte, sollen alle an seiner Dämmerstimmung teilhaben. Und dafür müssen erst einmal alle Farben weg. Nichts mit kunterbunt wie im Projekt 52 gefordert und frühlingsfarben. Grau ist die Farbe der Stunde, ach, des Jahres. Also wienerte er die ganzen Farben aus dem Park. Kein Blümchen wurde verschont, völlig aufgelöste Zitronenfalter wurden von ihrer Angebeteten mit Motten verwechslt und selbst die Blaumeise musste sich ab sofort als Graumeise zufriedengeben. Nur die Maulwürfe kapierten nicht, was sich alle aufregen. Aber im Untergrund lebt es sich auch ganz gut völlig farblos…und blind. Hotz’ Maßnahme zeigte Wirkung.
So zog er sich zufrieden in seinen muffigen Bau zurück, bis er am nächsten Morgen mit Schrecken bemerkte, dass sich der Park nicht so Recht an seine Vorgeben hält. Der Himmel macht hinter Hotz’ Rücken komplett blau und die Flora bietet mit peppig modischen Neon-Akzenten Hotz wieder Paroli. Dem Grün ist sowieso nicht mehr Einhalt zu gebieten und macht, was es will. Selbst ein paar Kanalratten hatten sich für ein paar Strähnchen etwas Kaminrot vor dem Dompfaff unter dem Nagel gerissen.
Inzwischen hat sich die Lage weitestgehend entspannt. Nur Hotz’ Löffel sind noch grau…

Die (Ohn)Macht des Netzes
Nun kann mir jeder vor die Nase halten, dass die ePetition zur Internetsperre von Inderk-Oprno-Seiten (Ihr wisst schon) mit 130.000 "Unterschriften" ja irgendwie (fast) erfolgreich war und dass die Webgemeinde der Blogger und Forenuser politisch etwas bewegt hat, aber ich wage die These:
Es gibt keine Bewegung über das Netz und wird sie auch nicht geben. Es gibt keine Macht des Netzes, die gesellschaftliche und politische Strukturen beeinflussen kann.
Es existieren vielleicht Meinungsbildner in Blogs und unterstützende Instrumente für eine bessere Kommunikation, die vor allem in totalitären Systemen immens wichtig sind. Der Keim eines Wandels, eines Widerstands, einer ideologischen, politischen, kulturellen oder sozialen Idee sprießt jedoch nur in einem Boden, der durch realen Schweiß getränkt wird. Die virtuelle Gesellschaft ist aber nur ein Layer über der realen und bleibt eine diffuse Projektion ohne Bindung.
Dem Argument , dass sich der Widerstand nur von der Straße auf das Internet verlagert, das gern gegen die These einer desorientierten, opportunistischen Gesellschaft (wahlweise auch Jugend) ohne Mumm angeführt wird, kann ich deshalb nicht ganz folgen. Denn abgesehen von seinem Nickname setzt niemand etwas ein. Das Web bietet die Mittel, ein Strohfeuer zu entfachen oder ein real entfachtes Strohfeuer durch kräftiges Pusten ein Weilchen hell lodern zu lassen in der Hoffnung, dass es doch irgend jemanden auf dem falschen Bein erwischt. Zum Nachlegen braucht man jedoch festes Holz, quasi einen echten Keil.
Jedem Politiker sei eigentlich geraten: Sitz ein Problem aus! (wenn es nicht gerade in der heißen Wahlkampfphase auftritt). (weiterlesen…)
Projekt 52: Licht und Schatten
Licht und Schatten, Sekt und Selters, Ruhm und Ehre, Hinz und Kunz, Hin und wieder… Das Leben hat immer zwei Seiten. Für Hotz als selbsternannter König des Waldes vor allem die zweite. Da arbeitet er Tage lang auf sein Krönungsjubiläum hin und niemand kommt und huldigt ihn. Glanz und Gloria sollten die Feierlichkeiten prägen. Und noch nicht mal Gloria, die bepickelte Zwergpinscherschlampe, die er mit einem Müsliriegel als Zofe bestochen hatte, war zu sehen.
Da hinterfragt sich sogar sein übersteigertes Ego: “Woran lag es? Habe ich was falsch gemacht?” Wobei er die letzte Frage gleich wieder verwarf und ersetzte durch “Muss ich eine härtere Hand walten lassen?” Nichts mehr mit Hotz, der Sanftmütige! Hotz, der Strenge, soll in den Geschichtsbüchern stehen! Jawoll, ein Imagewechsel muss her! Aber vorher heult er erst einmal wie ein Schlosshund und rotzte sogar seine Krone voll. Er ahnt gar nicht, wieviele dieses traurige Schauspiel aus der Ferne bekicherten.
Holzwurm-Blues
Kolumbi ist traurig. Sehr traurig. Selbstmörderisch traurig. Dass der Holzwurm immer wieder mal spontan mit dem Freitod liebäugelt, ist bekannt. Fühlt er sich manchmal im wahrsten Sinne des Wortes übergangen. Aber normalerweise lässt er sich auch sekundenschnell wieder vom Gegenteil überzeugen, zum Beispiel durch Partys oder eine leckere Schranktür. Diesmal meint er es aber ernst, denn er hat einen sehr merkwürdigen wie auch spektakulären Plan und bestand vorher auf eine Videobotschaft mit seinem letzten Blues. So stellte ich heulend die Videokamera auf…
Wer sich wundert, warum Kolumbi Gitarre spielen kann, sei dieses Video noch ans Herz gelegt:
Projekt 52: Osterfreuden
Na klasse! Da war ich dem neuen Thema des Projekts 52 “Osterfreuden” ja zwei Wochen voraus (siehe Verwandtschaft). Aber somit sind die Rahmenbedingungen ja klar: Hotz, der Hirschhase, wird als Oberosterhirschhase nicht anerkannt, womit ihm seine heimliche Leidenschaft, das Ostereier verstecken, wohl auf ewig verwehrt bleiben wird.
So musste er einen geeigneten Ersatz finden: Das Ostereier suchen. Da ist Hotz jedoch nicht pingelig! Morgens legt er sich hinter der Parkbank auf die Lauer, bevor die ganzen Eltern mit ihren Plastiktüten ausschwärmen und im ganzen Park Ostereier verstecken. Hotz notiert sich jedes Schokolager haarklein auf einem Zettel. Und bevor die Kinder mit roten Bäckchen Büsche und Gras durchkämmen, ist schon alles weg. In Hotz’ Bau oder gleich in seinem Schlund. Tja, er interpretiert Ostern eben sehr ergebnisorientiert.
“So geht das nicht!”, dachten wir uns dieses Jahr und lockten ihn mit einer Finte auf eine andere Wiese. “Auf dieser Wiese verstecken wir jetzt das größte Osterei der Welt”, riefen wir uns besonders laut zu, dass es Hotz auch wirklich gut aushorchen konnte. Superlative lässt sich der Hirschhase nie entgehen, vor allem wenn es um das “Größte” geht, hält er sich doch selbst für das Größte. Dass wir nur den wertlosen Ramsch vergangangener Zeiten mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum versteckten, erkannte er zur Glück zu spät.
Fröhliches Osterknabbern
Frohe Ostergrüße von der Bande. Donky ist zwar von dem Hin und Her um Jesus irritiert, der innerhalb von ein paar Monaten auf die Welt kommt, stirbt und dann auch schon wieder da ist, um später aber gleich wieder abzuhauen, aber was soll’s. Eine Lammkotellet-Party ist das immer wert. Und der Osterhase steht am Grill.
Zur Feier des Tages reaktiviere ich noch ein Foto aus dem letzten Jahr im Projekt 52.
Fotoaktion: Formen und Muster
Interessante Fotoaktion von Paleica: Mit verschiedenen, vorgegebenen Themen zu “Formen und Mustern” im Zweiwochen-Rhythmus darf fotografisch experimentiert werden, mit einem oder mehreren s/w- Bildern und Variationen. Wer zusteigen möchte ist gern willkommen. Einstieg ist das Thema “Rechtecke”. Ein Thema, das man angenehm weit stecken kann. Ich habe versucht, mich der Aufgabe mal in einer dritten Dimension zu nähern. (Technik: Canon 60 mm, Makro, Blende 3.5, 2 Sekunden)
Und ein weiteres Bild. Könnte natürlich auch unter “Perspektive” laufen, aber durch den Fokus auf die hintere, augeleuchtete Wand sowie die Symmetrie wird der Blick auf das Rechteck gezogen. Meine ich…








Euer Senf