Operation „Tiefe Eiche“
März 3
Nachdem Kolumbi , der Holzwurm, den Tauchgang im Ententümpel mit Taucheranzug wegen zu hohem Risiko und Aufwand als gescheitert erklärt hat, konstruierten wir ihm ein U-Boot, um die von ihm vermuteten Eichenwälder im Ententeich zu entdecken.
Die "Sprite" konnte leider vorher nicht getestet werden. Dafür hatten Donky und Ali, der Alligator, zu schnell gearbeitet und den Tümpel mit Eichenersatz präpariert, der im Park rumlag, damit Kolumbi nicht zu sehr enttäuscht ist. Über den Preis dieses Freundschaftsdienstes wurde Stillschweigen vereinbart.
Kolumbi diktierte uns über unsere Funkverbindung (Paketschnur) sein Logbuch. Ergänzt wird dieses Zeitdokument durch dramatische Bilder vom Ufer.
Auszug aus dem Logbuch der "Sprite":
Erster Tauchgang:
13:02 Uhr: Das Wasser ist ruhig. Das Technik-Team prüft die Sicherungsleine. Letzte Beratungen zur besten Methode , das Schiff zu Wasser zu lassen.
13:10 Uhr: Check der Greifarme zur Entnahme der Holzproben. Rechts: OK. Links: OK. Katapult zur Direkteintauchflugwasserung wird vorbereitet.
13:12 Uhr: Probleme an der Sicherungsleine. Knoten verhindern eine Flugwasserung weiter als 2 Meter.
13:14 Uhr: Problem gelöst. Die Sicht ist gut. Das Katapult wird justiert. Es gibt kein "Zurück".
13:15 Uhr: Die Beschleunigung drückt mich an die Plastikwand. Das Schiff liegt etwas labil in der Lu-a-uft. Autsch. Gluck.
13:16 Uhr: Das Schiff gewinnt schnell an Tiefe. Ein riesiger langer Schatten erscheint in zirka 40o Meter Entfernung. Doch, das sind 40o Meter. Wohl! Leck an der linken Außenwand. Alarm!
13:18 Uhr: Eine kurze Krisenkonferenz per Funk hat ergeben, dass ich unter Wasser bleibe, solange ich noch eine Luftblase habe. Ich melde mich dann. Ich habe keine Luftblase mehr! Hust.
13:25 Uhr: Nachdem ich mich kurz selbst Mund-zu-Mund beatmet hatte, da sich alle geweigert hatten, stehe ich nach Trockenlegung des Cockpits für einen zweiten Tauchgang bereit. Ich habe keine Zweifel, dass jetzt kein Wasser mehr eindringt. Jan ist zu pessimistisch.
Zweiter Tauchgang:
13:31 Uhr: Das Katapult wird wieder gespaaaaaaaaaaaaaaaaaaaannt.
13:33 Uhr: Wir hätten besser das Leck stopfen sollen. Jan hatte Recht, dass sonst wieder Wasser auf die Brücke strömt.
13:34 Uhr: Meterhohe Eichen steigen vor mir empor, leicht wogend in den tosenden Wellen. Ein Anblick majestetischer Schönheit. 50 Meter müssen das sein. Na gut, 40. Wirklich jetzt!
13:38 Uhr: Ich habe ein paar Holzproben mit den Greifarmen in die Kabine genommen. Die Eichen sind jetzt nicht mehr ganz so majestetisch schön. Gluck. Aber schön schon noch. Gluck.
13:40 Uhr: Uiuiuiuiui. Gluck. Eine riesige Seeschlange versucht mein Boot in die Tiefe… Gluck.
13:45 Uhr: Jan hat mein Signal erkannt und die Sprite von der Seeschlange befreit. Was? Doch, das war wohl eine Seeschlange.
14:53 Uhr: Die Holzproben schmecken erstaunlicherweise eher nach Weide oder Esche. Eine ganz neue Art von Eiche also. Unglaublich! Die Sprite liegt zur Zeit im Dock zur Reparatur des Lecks für den 3. Tauchgang.
Entry Filed under: Bildern, mit uns. Schlagworte: Abenteuer, basteln, Kinder, live, Logbuch, Tauchen, U-Boot.
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1.
freidenkerin | März 3 at 2009
Das Tauchboot – oder ist’s ein Bathyskap? – „Sprite“! Hahaha! Ist ja herrlich! Bin schon sehr gespannt, was der gute Kolumbi auf seiner Tauchfahrt da so alles erleben wird. – Es gibt übrigens Steineichen. *Grins* Die heißen tatsächlich so. Vielleicht findet er davon am Teichgrund Proben.
2.
Donkys Freund | März 4 at 2009
Steineichen gehen ja dann wirklich unter. Wenn die schon so heießen. Also da hätte Kolumbi wirklich Recht. Jedoch beschwert sich Donky inzwischen, dass nachts die notdürftig mit Schlingpflanzen installierten Eichenersatzbäume hochploppen und ihn unsanft wecken.
3.
freidenkerin | März 4 at 2009
Wie wär’s mit Ohropax für Donky? Ich denke doch, daß es die in verschiedenen Größen gibt, vielleicht sogar passend für Enten-Gehörgänge.