Archiv für Februar, 2009
Herzliches Beileid
Wer sich betriebswirtschaftlich ein wenig mit Markt- und Kundenströmen auseinandersetzt, mag schon mal auf das Wort “Churn” gestoßen sein. So ein Kunstwort aus “Change” und “Turn”. Dieses gibt an, wieviele Kunden vor allen Dingen aus Dauerschuldverhältnissen wohin auch immer abwandern.
Heute ist mir jedoch eine neue Ausprägung zu Ohren gekommen: Der biologische Churn.
Tja, im Sinne einer kumulierten Betrachtung von demographisch forcierten Marktaustritten verbietet sich auch die emotionsgelade Verwendung des Wortes “Sterbefälle”…
Was noch offen war…
Die 3. Runde des großen Musikquizes der 80er ließ noch 2 Fragen offen:
Der 3. Musikfetzen gab ein Zwischenspiel in "Alive and kicking" von den Simple Minds wieder und der 2. Text war der Anfang von "Mit Leib und Seele" von Heinz Rudolf Kunze (Entschuldigung).
Trotzdem haben Schildmaid , Welt des Wissens und Miki wieder abgeräumt. Der Punktestand wird später aktualisiert.
Und hier noch ein ungewöhnlicher 80er Clip für die schwere Zeit bis nächsten Mittwoch: (weiterlesen…)
Schwere Eichen (Fortsetzung)
Fortsetzung von "Tauchen ist gefährlich ":
Nach der Demonstration seines Taucheranzuges wollten wir noch ein paar Unstimmigkeiten zur Schwimmfähigkeit von Eichen ausräumen.
Die Diskussion ging nach dem dramatischen Ende des letzten Videos deshalb weiter:
Tauchen ist gefährlich
Kolumbi , der Holzwurm, ist nicht mehr zu bremsen. Nach seiner Odyssee über die drei Ententümpel hat er eine Vision. Er vermutet, dass sich im Ententeich mehr als nur Algen befinden, da kann Donky erzählen, was er will. Zwar kann Kolumbi nicht schwimmen, vor allem nicht nach oben, aber er hat sich etwas besonderes ausgedacht, das Atmen unter Wasser erträglicher zu machen. Nur dafür muss wirklich an alles gedacht sein…
Gelb
Ich reihe mich wieder mal gern in eine Aktion von Renee ein, bis Ende Februar jeden Tag ein gelbes Bild zu fotografieren. Ich kann die Farbe eigentlich nicht leiden, es sei denn sie kommt in der Natur vor. Dann toleriere ich sie wohlwollend als Bestandteil derselben. Orange findet sich dagegen sogar in meinem Kleiderschrank wieder. Komisch eigentlich, finde ich doch rot als zweite Mischfarbe für Orange inzwischen auch eher langweilig.
So ist das erste Bild der Reihe auch ganz nüchtern eine Eierverpackung, die mir beim Entleeren in die Hände gefallen ist. Nach der Aktion wurde sie unliebsam in den Keller verfrachtet zu grauen und beigen Artgenossen, die im Dunkeln darauf warten, auf dem Markt rein funktionell gegen ein gefülltes Exemplar ausgetauscht zu werden. Völlig egal, ob gelb oder nicht.
Zu den weiteren Bildern: (weiterlesen…)
Das große Musikquiz der 80′er (3)
Zurück in die neonfarbene Zeit der 80er. Rein musikalisch bitte nur. Mitraten und Punkte sammeln beim großen
Musikquiz der 80er.
0,5 Punkte pro Titel oder Interpret. Weitere 0,5 Punkte für die Vervollständigung jeweils der zweiten Zeile des durcheinander gewürfelten Liedanfanges.
Ab geht’s:
LDUNGEN+KURZMELDUNGEN+KURZME
Kamelle statt Pommes+++Am Aschermittwoch ist alles vorbei+++Donky ist eine Tüte Bonbons runtergefallen+++Kolumbi fragt, wo denn der Mittwoch in Asch stände+++Durch die Kamelle-Diät schafft es Mops inzwischen über den Rhein+++Sing Lang hat Karneval verpasst+++Die Ptroyyrianer halten das Kostüm vom Ding für anmaßend+++Mops macht mit Gonky einen Ausflug nach Belgien+++Bonbons im Ententeich verkleben das Gefieder+++Mops macht doch lieber keinen Ausflug nach Belgien+++Am 3.3.2009 wird die Erde vorsorglich inklusive Rakete von Ptroyyianern ausgelöscht+++Heute abend um 21:30 Uhr startet das große Musikquiz der 80′er
Was übrig blieb…
…vom Karneval im 3. Jahr Bonn:
- 3 Umzüge ergeben 3 Tüten Kamelle mehr und 2 Kästen Kölsch weniger.
- Je länger ein Zug, desto geringer die durchschnittliche Abwurfmenge von Kamelle pro Gruppe oder Wagen.
- Jungs von 15-18 haben urkomische Ganzkörperhasenkostüme an und trinken Sambuca.
- Plastik-Wikingerhelme eignen sich besser als Regenschutz als Papp-Piratendreispitze.
- Bei Lutschern, die einmal in der Pfütze lagen, klebt später das Papier, wenn man sie nicht sofort lutscht.
- Die erste Reihe bei Zügen ist rein physikalisch durch die Flugkurve von Kamellen bei großen Wagen benachteiligt.
- Sucht man sich einen Typen auf dem Wagen aus und glotzt ihn lachend an, bekommt man auch mal was extra ( Ja!-Tafel Vollmilch-Nuss, Schlüsselanhänger, Piccolo oder Feigling). Frauen schaffen das besser als Männer.
- Die Finanzkrise schlägt auf die Kamelle durch. Letztes Jahr waren es 4 Tüten. Allerdings waren letztes Jahr 25% der Kamelle-Ersparnisse durch eine zerplatzte Parfümprobe ruiniert. Ein sinnbildliches Zeichen habgieriger Dekandenz als Vorbote der Krise. Wir hätten es wissen müssen.
- Bonbons im Auge tun mehr weh als Popcorntüten.
- Mädchen bis 10 sind Prinzessinnen, Jungen bis 12 sind irgendwelche Sternenkrieger.
- “Ein Stern, der deinen Namen trägt” ist ein grauenhaftes Kitschschlagerverblödungslied.
- “Ein Stern, der deinen Namen trägt” ließ sich fabelhaft mitsingen.
- Nächstes Jahr trage ich die Kostüm von Jan auf und gehe als Germane.

Echte Stiere haben…
Frau wollte für eine Kindergruppenarbeit einen Stier haben. Nur auf Papier, versteht sich, denn bisher haben wir keinen Stier in der Bande. Der sollte dann bemalt und ausgeschnitten werden. So ein Tier ist nämlich Hauptfigur in einer Geschichte, die dann weiter gesponnen wird. Ganz niedlich.
Also suchte ich eine Vorlage zum Ausdruck. So habe ich im Web auch fix den Osborne-Stier gefunden, der in Spanien an jeder zweiten Autobahnkurve steht. Ideal zum Kritzeln. Nur habe ich diesen doch etwas nachbearbeitet, damit beim Ausschneiden keine Unfälle passieren. Und auch keine Fragen auftreten, die in der Kürze der Zeit den Gruppenrahmen sprengen.
Also: Was ist Original? Was ist Fälschung?
Karneval der Tiere (3)
3. Teil der Kostümparade zum Höhepunkt der närrischen Zeit! (1. und 2. Teil hier). Auch hier wieder spektakuläre Dresses.
Mops, die dicke Möwe, wollte etwas flotter wirken und hat sich als Schildkröte verkleidet. Alles relativ.
Dunny hat es als Geist schon etwas schwerer, ein geeignetes Kostüm zu finden. Jan war sehr zufrieden.
Hier die beiden:
Karneval der Tiere (2)
Nachdem Donky, Manfriss und Kolumbi ihre originellen Kostüme bereits vorgestellt hatten (hier mehr ), waren heute Igitte (die 5-beinige Spinne), Hotz (der Hirschhase) und das Ding (Außerirdischer) zum Fotoshooting geladen.
Igitte hat sich ein phänomenales Kostüm ausgedacht. Sie ist kaum wiederzuerkennen. Warum sie allerdings kein edleres Tier als einen Mistkäfer gewählt hat, bleibt schleierhaft. Hat der doch schon allein namentlich ein zweifelhaftes Image. Wobei man schon sagen muss: Es passt gut!
Dass Hotz sich nicht lumpen lässt, dürfte klar sein. Das Ding ließ sich auch widerwillig zum Mitmachen überreden, steht die Rakete zur Zeit einfach zu unnütz rum .
Kolumbis Gitarrenstunde (2)
Nachdem Kolumbi, der Holzwurm, letztes Mal in die Gitarrentechnik des Einfingerspiels eingeführt hat, zeigt er heute, wie man noch besser angeben kann. Auch Würmer dürfte das interessieren.
Mit dem Abziehen und Draufschlagen auf Saiten (“Pull-off” und “Hammering- on”, um noch einen draufzusetzen), kann man ein paar tolle Effekte erreichen und noch schneller spielen.
Viel Spaß und bis zum nächsten Mal!
Hier noch die gekritzelte Grifftabelle von Kolumbi.
Der gesamte Kurs umfasst folgende Einheiten:
- Grundtechnik und Einsatz von Leersaiten
- Pull-off und Hammering-on
- Sliding und Blending
- Baree
- Rhythmus mit dem Griffbrettfinger
- Flageolet
- Slapping
- Kombinationen
Karneval der Tiere (1)
"Kamelle!" hört man zur Zeit nur im Park, und obwohl kein Kamel kommt, herrscht Ausnahmezustand, denn die Bande feiert Karneval. Von Donnerstag bis Dienstag werden Luftschlangen geworfen, wobei die armen Regenwürmer dieser Umbenennung nicht zugestimmt hatten. Donky , der Erpel, hat sich was Besonderes einfallen lassen und geht als Schnabeltasse.
Auch Manfriss und Kolumbi haben sich Gedanken gemacht:
Das große Musikquiz der 80′er (2)
Zweite Runde des
großen Musikquiz der 80′er.
Ganz einfach raten und pro Titel, Interpret des Standbildes der Woche bzw. der 5 Fetzen 0,5 Punkte erhaschen. Außerdem je 0,5 Punkte für die zweite Zeile der beiden Texte.
Hier geht es los:
Das große Quiz-Stöbern
Über was ich in bei der Vorbereitung zum großen Musikquiz der 80′er (Heute abend, 21:30 Uhr, nicht wie versehentlich geschrieben 20:30 Uhr) schon alles gestolpert bin. Herrlich! CD’s, die ich sonst missmutig zurückschiebe oder MP3-Ordner, die ich nur hatte, um sie zu haben, sauge ich jetzt nochmal auf. Entweder nickend, lächelnd oder kopfschüttelnd. YouTube bietet einen Fundus der alten Schätzchen, wenn man wirklich mal gezielt sucht. Also, heute Abend einfach hereinschauen und abtauchen.
Kostprobe: (weiterlesen…)
Flugente
Seit Gonky , der Erpel aus Südafrika, bei uns in Bonn bei seinem Bruder Donky im Park zu Besuch ist, hat Donky nur Stress. Er soll ihm mal ein wenig die Gegend zeigen. Dass Gonky unter "Gegend" den Umkreis von 1000 km versteht, ist konditionell eine große Herausforderung für Donky. Er hat da zwei Nullen weniger im Sinn.
So drückt sich Donky auch um einen Fremdenführer und die Flugstrecken unterscheiden sich auch gewaltig, wie man an der Skizze unschwer erkennen kann. Beim einzigen gemeinsamen Auflug nach Polen fiel Donky ein, dass er seinen Schlafbaum nicht abgeschlossen und den Grill angelassen hat. Zu dumm. Musste er dadurch umkehren, mit kleinem Umweg bei einem Kumpel in den Rheinauen. Aber Gonky merkte sowieso nichts davon, war er doch schon 120 km weiter kurz über Braunschweig. Gonky macht der Bezeichnung "Flugente" alle Ehre.
Das Geheimnis des Al(l)igators
Besuch aus Südafrika:
Gonky, Donkys Bruder mochte es gern warm und zog nach Südafrika, wie es Zugvögel nun mal so tun. Und als Zugente nahm er anfangs auch mal die Bahn. Er ist inzwischen aber ein echter Vielflieger, sammelt so manche Bonusmeile und so ist es ein Klacks für ihn, mal eben nach Bonn zu jetten. Auch hier unternahm er mal einen Tagesausflug nach Polen, um die polnischen Enten zu besuchen. Bei Paris traf er am nächstenTag einen Kumpel aus Amerika. Donald hieß er wohl.
Seinen Freund Ali, den Aligator (Aligator mit einem L, weil Alli kein echter Name wäre), schickte er paar Wochen früher schon auf die Schiffsreise auf einem Tomatenfrachter. Ali kommt ursprünglich aus Australien, hatte dort aber mit einem Imageproblem zu kämpfen, das ihm ein Leben down under ohne Mobbing unmöglich machte (pssst, im Video mehr…).
Wir baten die beiden, sich hier mal vorzustellen. Jan nahm versehentlich etwas mehr auf als vorgesehen. Ich lasse es mal drauf…mit etwas Bauchweh. Also bitte nicht weitersagen! Hört ihr? Bloß nicht weitersagen, sonst bekommt Ali mächtig Ärger zu Hause.
Farbschock
Ich sehe gerade "Apokalypse now redux". Nachkoloriert. Meine Güte, die Farben schillern ja so wie bei CSI Miami (also wie bei der einen Folge, die ich gesehen habe…). Da staubt der Staub rostbraun im Gegenlicht. Und wie grün der Urwald ist! Auch das Napalm wirkt viel heißer. Ich bin schon auf das erste Blut gespannt. Das wirkt doch gleich viel spritziger.
Ich werde das Gefühl nicht los. Aber das wirkt auf mich wie Schminke auf einem vernarbten Gesicht…
Das optimale Alter für Musicals
Heute ist mir beim Betrachen eines fetzigen “We will rock you”-Plakates eines bewusst geworden:
Musicals sind die Musikantenstadl der 40-Jährigen. Gerade ermüdet vom angestrengten Anspruchsdenken, als man noch in den Dreißigern seinen aufstrebenden Wohlstand in Kultur investierte, will man unterhalten werden. Aber irgendwie noch mit Niveau. Dafür bürgt allein der Preis und die unglaublichen Showeffekte. Nicht umsonst geben bekannte Bands wie Queen und Abba, die in den 70ern und Anfang der 80er ihre Blütezeit hatten, ihre Songs und Namen zur Zweit- oder besser Drittverwertung her. Oder irgendeine Adapation (anderes Wort für “Verwurstung”) eines Filmes aus der Zeit. Grease, Tanz der Vampire und wie sie alle heißen.
Mit 25 reist man noch 300 km zur Band seines Vertrauens. 20 Jahre später zum gleichnamigen Musical, aber direkt verbunden mit einer Städtereise, denn die Zeit muss genutzt werden. Schon allein, um sich gut erinnern zu können.
Dazwischen liegen die Jahre, Rosinen zu suchen. So nach dem 30., wenn jeder merkt, dass die Zeit tatsächlich voranschreitet. Das muss schnell zum eigenen Vorteil interpretiert werden. Zum Beispiel mit kleinen musikalischen Leckerbissen bei einem guten Glas Chardonnay, oft genug mit gerunzelter Stirn. Den man gibt sich Mühe. Mühe, in die Musik einzutauchen, die gefälligst einen selbst wiederspiegeln soll. Gamba-Spießchen schaffen den geeigneten Rahmen und öffnen die Sinneskanäle! Und man besäuft sich nicht mehr, sondern man vergnügt sich. Die Veranstaltungen werden gut gewählt aus den Niederungen der Stadtjournale als Geheimtipps.
Irgendwann wird das aber anstrengend und man besinnt sich auf die vergessenen Helden. Na, ganz vergessen waren sie noch nie, denn das CD-Regal ist noch gefüllt. Die Scheibe wird auch mal als Hintergrunddudelei beim Besuch der Nachbarn eingelegt und auf die Frage “Was hörst Du denn so?” kommen die altbewährten Namen noch wie aus der Pistole geschossen.
Nach der Musicalzeit feiert man seinen 50. Geburtstag. Der Startschuss, Verpasstes nachzuholen. Theaterstücke von Dürrenmatt oder seit Jahren schließlich wieder mal eine Inszenierung der Zauberflöte. Aber Achtung! Der Übergang zu Paul Potts ist fließend und schnell ist man 60. Und jetzt mal ehrlich. Wo liegt der Unterschied zwischen Paul Potts und Andre Rieu? Tja, und der ist eben auch schon mal im Musikantenstadl aufgetreten. Wenn man Glück hat, kann man ihn dann live beim Playback bewundern.
Zurück zum Musical. Ich habe noch kein einziges gesehen, bin aber gerade erst 40 geworden. Ich freue mich auf die Phase, endlich mal kulturell abschalten zu können und zwar ohne schlechtes Gewissen. Ja, ohne schlechtes Gewissen, das ist wichtig! Ich werde mir mal die Liste der Musicals zu Gemüte führen. Das ließe sich bestimmt mit einem Besuch bei einem Freund verbinden. Ja, ich schaue mal zuerst, wo diese Musicals denn so laufen.
Die Auflösung
Tja, da war doch noch was offen vom 1. Musikquiz der 80er:
Der unsortierte Anfang welcher Songs ist das?
1.) breath of short tongue tied
2.) zwei two four eins drei three
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Euer Senf