Flugschule in Schottland
August 22
Nach Nordschottland verschlug es uns im Juli in den Urlaub. Ursprünglich mit meinen Eltern geplant breiteten wir uns in einem großen Cottage ganz oben in den Highlands aus.
Einsamkeit und Natur pur.
Ganz so einsam waren wir jedoch nicht, denn Donky und Kolumbi flogen ebenfalls rüber. „Diese Richtung, am Big Ben vorbei und hinter dem Suilven (siehe Bild) links halten, zweites Cottage auf der linken Seite der Bucht“. Das reichte als Anweisung und mit Kolumbi huckepack flog Donky schon ein paar Tage vor uns los. Waren ja doch paar Kilometer.
Er wohnte bei den Möwen in einer Felsspalte und bot an, ihnen Fliegen beizubringen. Weil er es besser kann, versteht sich.
Die Möwen waren unbeeindruckt, da Donky doch etwas der Wind zu schaffen machte: Er hatte immer einen leichten Linksdrall. Dadurch verfehlte er auch manchmal seine Felsspalte. Die Möwen verfolgten das Spektakel jedes Mal und stritten sich um die besten Plätze.
Kolumbi war oft in unserem Rucksack. Ihm wurde jedoch schnell schlecht, deshalb war er auch manchmal auf Jans Schulter.
Einmal ließ Donky Kolumbi aus Versehen fallen. Schlecht, wenn man sich gerade über dem Meer befindet und Holzwürmer –wie der Name schon sagt- eher im Holz und nicht im Wasser zu Hause sind. Mit einem riskanten Flugmanöver wurde er jedoch von Sir Arthur MacSniff gerettet, sogar ohne verschluckt zu werden. Recht selbstlos für einen Papageientaucher. Oder er war einfach satt.
Sir Arthur MacSniff lebt inzwischen bei uns im Park, da ihm in Schottland die Vogelklippen zu windig, dreckig und laut waren.
Donky hat sich inzwischen von der Idee mit der Flugschule veranschiedet. Zuwenig Interessenten. Und Heringe gibt es jetzt nur noch gegrillt.
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